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The German Classics from the Fourth to the Nineteenth Century, Vol. 1 (of 2) cover

The German Classics from the Fourth to the Nineteenth Century, Vol. 1 (of 2)

Chapter 126: HANS ROSENBLÜT.
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About This Book

A companion anthology assembles representative extracts of German prose and poetry from the fourth to the nineteenth century, chosen to illustrate the literary periods treated in a contemporary scholarly history. It presents original medieval and early‑modern texts alongside modern German renderings, and includes biographical notices, editorial notes, and guidance on transcription, orthography, and layout. Selection principles and chapter headings follow the historian’s framework while certain major figures receive extended treatment, and the volume intermixes poems, prose excerpts, and critical commentary to serve as a practical reading‑book and reference for students and general readers.

HANS ROSENBLÜT.

[Scherer D. 250. E. 244.]

Hiess vermuthlich Hans Schnepperer und war Büchsenmeister der Stadt Nürnberg, an deren Kämpfen er 1449 theilnahm. Er suchte, wie er selbst angiebt, zeitweise als Wappendichter an den Höfen der Fürsten und Herren seinen Unterhalt und schrieb hauptsächlich Fastnachtspiele, Erzählungen und Schwänke. Sieh v. Keller ‘Fastnachtspiele aus dem 15. Jahrhundert’ 3 Bde. (Stuttgart 1853). Seine ‘Weingrüsse’ und ‘Weinsegen’ herausg. von Haupt in ‘Altdeutsche Blätter’ Bd. 1, 401.

WEINGRUSS.

Gott gruss dich, du lieber landtmann!
Keinen bessern gesellen ich nye gewan
Vnd den ich lieber bei mir wil wissen,
Wenn ich des morgens hab angepissen[395].
Wenn ich dich hab in meinem trunkvass, 10
So dynest du mir zu tisch vil pass
Denn alle die truchsessen die da leben.
Got behut den pergk den stock vnd die reben
Daran du hewer gewachssen bist.
Gott fuge deim stock pfel[396] pant vnd mist
Vnd sunnen vnd regen vnd auch ein man,
Der dich wol sneyden vnd hacken kan
Das du biss jar mugst wider geraten,
Die grossen weck, die veisten praten,
Wenn ir drew bei einander seyt, 20
Das es mir vil mer frewden geyt
Dann harpffen, geygen, tantzen vnd paden.
Dorumb wil ich dich zu gast laden:
Kum spet oder frw, so wil ich dich einlassen
Vnd wil dich nicht lang an der thur lan possen[397].