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The German Classics from the Fourth to the Nineteenth Century, Vol. 1 (of 2) cover

The German Classics from the Fourth to the Nineteenth Century, Vol. 1 (of 2)

Chapter 127: HUGO VON MONTFORT.
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About This Book

A companion anthology assembles representative extracts of German prose and poetry from the fourth to the nineteenth century, chosen to illustrate the literary periods treated in a contemporary scholarly history. It presents original medieval and early‑modern texts alongside modern German renderings, and includes biographical notices, editorial notes, and guidance on transcription, orthography, and layout. Selection principles and chapter headings follow the historian’s framework while certain major figures receive extended treatment, and the volume intermixes poems, prose excerpts, and critical commentary to serve as a practical reading‑book and reference for students and general readers.

HUGO VON MONTFORT.

[Scherer D. 253, E. 247.]

Graf Hugo II, Herr von Bregenz, geb. 1357, begann seine dichterische Thätigkeit 1396. Er bildet mit einigen andern Dichtern der Zeit den Übergang der älteren höfischen Poesie in die spätere lyrische Volkspoesie und den Meistergesang. Herausgegeben von Bartsch (Tübingen 1879); Wackernell (Innsbruck 1881).

Ich schrib dir gerne cluoge wort,
So hast du min hertz gfangen,
Min lieber buol[398], min höchster hort!
Du hasts in dinen banden.
Von gold ein ketten die ist vin,
Damit hast du es beschlossen:
Din eigen wil es iemer sin,
Des ist es unverdrossen.
Und hat mir nüwlich[399] potschaft tan,
Es well sich von mir ziehen 10
Und well in dinem dinst bestan,
Zuo diner liebi fliehen.
Und spricht, daz es kein anders trib,
Es well bi dir beliben,
(Im gefiel uff erd nie bas ein wib),
Zuo diner liebi schiben[400].
Also hast du mir das hertz abtrünig gmachen
Mit gewalt an alle fürbot[401]:
Ich muoss mins schaden selber lachen.
Uns beide behuet der ewig got! 20
Ich chan mich zwar nicht ab dir clagen,
Du tuost mim hertzen guetlich;
So wil ich ie die warheit sagen:
Bi dir so ist es frödenrich.
Geben nach Crists gebürt vierzehenhundert jar
(Das schrib ich dir mit einem wort)
Und in dem andern (das ist war),
Min lieber puol, min höchster hort!