WeRead Powered by ReaderPub
Unser Familien-Arzt / Allöopathische, Homöopathische, Hydropathische, Eclectische und Kräuter-Heilmethode cover

Unser Familien-Arzt / Allöopathische, Homöopathische, Hydropathische, Eclectische und Kräuter-Heilmethode

Chapter 93: Influenz, auch Grippe oder Flußfieber.
Open in WeRead

Explore more books like this:

About This Book

Ein praktischer Familien-Heilratgeber richtet sich an Laien und besonders an Landbewohner, erläutert in leicht verständlicher Sprache Symptome, Ursachen und schrittweise Maßnahmen bei häufigen Krankheiten sowie Sofortmaßnahmen bei Notfällen. Für jede Erkrankung werden Behandlungsoptionen verschiedener medizinischer Richtungen – allopathisch, homöopathisch, hydropathisch, eclectisch und krautärztlich – nebeneinandergestellt, ergänzt durch ausführliche Anleitungen zur Krankenpflege, Ernährung und Hausapotheke. Das Werk ist systematisch gegliedert nach Krankheitsgruppen und Körperregionen und betont präventive Pflege sowie einfache, rasch anwendbare Verfahren für Situationen, in denen ärztliche Hilfe nicht sofort verfügbar ist.

Elftes Kapitel.
Krankheiten der Luftröhre und der Brust.

Heiserkeit (Raucitas, Aphonia).

Begleiten diesen Zustand andere Krankheiten, wie Masern, Bräune, Katarrh u.s.w., so sehe man wegen dessen Behandlung unter den betreffenden Krankheiten nach. Zuweilen tritt dieses Uebel aber auch selbstständig auf und dann möge folgendes dagegen angewendet werden.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur. Das folgende mag angewendet werden:

Meerrettig (Horse-radish root) 1 Unze.
Wasserdost (Boneset leaves) 1
Heißes Wasser 1 Pint.

Man stelle diese Mischung zwei Stunden lang in einem bedeckten Gefäß dem Feuer nahe und füge dann noch hinzu:

Essig ½ Pint.
Molasses ½

Lasse es 15 Minuten kochen. Dosis: Einen Eßlöffel voll alle ein, zwei oder drei Stunden.

Oder auch:

Geschabter Meerrettig (Grated Horse-radish root) 4 Unzen.
Guten Essig 1 Pint.

Lasse es über Nacht stehen und füge dann ein halb Pint Honig hinzu. Lasse es kochen und durchseihe es dann. Dosis: Ein oder zwei Theelöffel voll dreimal des Tages.

Homöopathisch. Arsenicum. — Wenn mit der Heiserkeit starke Absonderung einer ätzenden Flüssigkeit aus der Nase verbunden ist.

Chamomilla. — Heiserkeit in Folge von Erkältung, Anhäufung eines klebrigen Schleimes im Halse, Husten am Morgen und Abend, bei Stechen im Halse, Heiserkeit bei Schmerzen im Halse nach Ausspucken.

Hepar Sulphuris. — Heiserkeit mit leiser, hohler Stimme, tiefsitzendem Husten, Heiserkeit bei trockenem Abendhusten, begleitet von einem wehen Gefühl im Hals und der Brust, Stechen im Halse, als wenn Splitter in demselben wären.

Mercurius. — Heiserkeit, begleitet von einem brennenden, stechenden Gefühle im Halse, dünne wässerige Absonderung aus dem Kopfe.

Nux Vomica. — Heiserkeit, schlimmer am Morgen, trockene Verstopfung der Nase, rauher trockener Husten, der Kranke leidet abwechselnd an Hitze und Frost.

Pulsatilla. — Heiserkeit bei beinahe gänzlicher Stimmlosigkeit, Schmerzen beim Schlucken, lockerer Husten mit gelblicher, grünlicher oder übelriechender Absonderung aus der Nase, Schmerz in der Brust.

Carbo Vegetabilis. — Chronische Heiserkeit, schlimmer am Morgen und Abend, durch Sprechen erhöht, trockener Husten bei Heiserkeit und Rauhigkeit in der Brust, Stechen im Halse.

Bryonia und Rhus — gebe man alle zwei bis drei Stunden abwechselnd bei Wehsein des Halses und der Brust, schlimmer nach Sprechen und mit Frösteln verbunden, Schmerzen in den Gliedern und im Kopf.

Capsicum. — Heiserkeit bei stechendem oder kriechendem Gefühle in der Nase, heftigem Husten, schlimmer gegen Abend, Schmerz im Kopf und anderen Theilen des Körpers.

Causticum. — Bei hartnäckigen Fällen begleitet von Husten und heftigen Schmerzen in der Brust, chronische Heiserkeit, Morgens und Abends schlimmer.

Sulphur. — Besonders in chronischen Fällen, in denen Rauhheit und Druck im Halse vorhanden — Heiserkeit tritt bei feuchtem, kaltem Wetter ein, rauhe Stimme, besonders des Nachts — eine passende Gabe nach Mercurius oder Pulsatilla.

Verordnung der Heilmittel. Obige Mittel können sowohl trocken als auch in Wasser gegeben werden. Wenn in Wasser, löse 12 Pillen in ebenso viel Theelöffeln voll Wasser und gebe alle zwei, drei oder vier Stunden einen Theelöffel voll. Wenn trocken, 4 Kügelchen als eine Dosis. Bei chronischen Fällen wird Morgens und Abends eine Dosis hinreichen. Tritt keine Besserung ein, so sollten die Mittel immer nach Verlauf von 6 oder 7 Tagen gewechselt werden. Die Anwendung des Wassers ist bei diesem Zustande äußerst zuträglich und ein nasser Umschlag um den Hals sollte für die Nacht gemacht und derselbe am andern Morgen mit kaltem Wasser gewaschen werden.

Luftröhrenentzündung (Bronchitis).

Diese Entzündung erstreckt sich über die Schleimhaut, welche die Luftgänge der Lungen oder die Luftröhre einfaßt, und kann entweder acut oder chronisch sein.

Symptome. Die acute Form der Luftröhrenentzündung beginnt in der Regel mit denselben Kennzeichen einer gewöhnlichen Erkältung, wie Frösteln, dem bald Fieber. Husten, schnelles Athmen, ein Gefühl von Schmerz und Wehsein des oberen Theiles des Brustknochens, Athmen sehr beklommen, schnell und unregelmäßig, Zusammenziehen, Verengen oder Beklemmung der Brust, die Luftgänge anfänglich trocken bei schmerzhaftem Husten. Schreitet aber die Krankheit vor, so tritt ein Auswurf hinzu, der zuweilen mit Blut gestreift, nach und nach gelblich, dick und klebrig wird. Gewöhnlich ist ein Schmerz in der Stirne vorhanden, der durch das Husten erhöht wird. Auch tritt Appetitlosigkeit, belegte Zunge, Schwäche und Blässe der Lippen ein. Steigert sich die Absonderung im Halse, so wird der Husten etwas vermindert. Bei strengen Fällen treten die Symptome heftiger auf, das Fieber erhöht sich, der Puls wird voll und rasend schnell, die Haut ist heiß und trocken, das Athmen geschieht immer schneller, ist mit Schwierigkeit verbunden und ein Röcheln wird hörbar, führt häufig wiederkehrende Krampfanfälle herbei und Durst und Verstopfung ist vorhanden. Bei Kindern und Leuten von schwacher Körperbeschaffenheit tritt eine Verminderung der Lebenskraft hinzu. Die Oberfläche des Körpers wird kalt und purpurfarbig, der Puls schwach und fliegend. Nimmt die Krankheit eine Wendung zum Schlimmsten, so treten Krämpfe und Gefühllosigkeit hinzu. Im günstigen Falle wird der Kranke nach Verlauf von acht oder zehn Tagen wieder genesen.

Ursachen. Kalter Luftzug, der unmittelbar mit der Schleimhaut des Halses in Berührung kommt, plötzlicher Witterungswechsel, der Wechsel des geheizten Zimmers mit kalter Luft, das Einathmen reizender Gase. Leute, weiche beim Gehen in der kalten Luft den Mund offen zu halten pflegen, sind vor allen anderen für diese Krankheit empfänglich.

Behandlung.

Eclectische und Kräuterkur. Ein Brechmittel aus gleichen Theilen der Lobelia (Lobelia) und Blutwurzel (Blood root) sollte für den Anfang in Dosen von einem halben Eßlöffel voll alle vier oder fünf Minuten und zu gleicher Zeit Salbei- (Sage) Thee gegeben werden, bis das Erbrechen eintritt. Hie und da wird ein Fußbad von heißem Wasser, das Hüten des Bettes, das rings um den Körper des Kranken durch Flaschen heißen Wassers erwärmt wird, hinreichen, einen Anfall zu brechen. Es wird gut sein, die Eingeweide mit gelinden Abführmitteln, wie Seidlitzpulver, Rhabarber (Rhubarb) oder Magnesia zu öffnen. Zucker, von Citronensaft angefeuchtet, wird zuweilen den Husten lindern, welchem Zwecke auch das Trinken von Isop- (Penny royal), Wasserdost- (Boneset) und Blutwurzel-Thee entsprechen wird. Der Schweiß sollte vermittelst der zusammengesetzten virginischen Schlangenwurzel-Tinktur (Compound tincture of Virginia snake root) hervorgerufen werden und gegen den Husten möge man folgendes geben:

Honig 1 Unze.
Olivenöl 1
Süßer Salpeter-Spiritus (Sweet spirits of nitre) 1
Citronensaft 1

Mische es. Dosis für einen Erwachsenen drei- oder viermal des Tages einen Theelöffel voll.

Oder auch:

Meerzwiebelsyrup (Syrup of squills) Unzen.
Brechwurzsyrup (Syrup of ipecac)
Tolubalsamsyrup (Syrup of balsam tolu) 1 Unze.
Blutwurzeltinktur (Tincture of blood root) 1
Paregoricum-Elixir (Elixir of paregoric) 1

Mische es. Dosis wie oben.

Oder:

Harz (Rosin) 1 Unze.
Stückzucker (Loaf sugar) 1
Gummi Arabicum (Gum arabic) ½
Tolubalsam (Balsam Tolu) ½

Mache es zu einem feinen Pulver und mische es in einem Mörser. Dosis: einen halben Theelöffel voll in ein wenig Wasser drei- oder viermal des Tages.

Bei chronischer Luftröhrenentzündung kann das folgende gegeben werden:

Gummi Arabicum (Gum arabic) 2 Unzen.
Essig ½ Pint.
Molasses ½

Koche es, bis der Gummi aufgelöst ist, dann füge hinzu:

Mohnsaft (Laudanum) Unzen.
Tolubalsamtinktur (Tincture of balsam tolu)

Dosis einen Theelöffel voll drei- oder viermal des Tages.

Oder:

Essigsaure Blutwurzeltinktur (Acetic tincture of blood root) 1 Unze.
Schlangenwurzeltinktur (Tincture of black cohosh) 1
Tolubalsamtinktur (Tincture of balsam tolu) 1
Brechwurzwein (Wine of ipecac) 1
Süßer Salpeter-Spiritus 2 Unzen.

Mische es. Dosis: ein oder zwei Theelöffel voll dreimal des Tages.

Das Einathmen der warmen Dämpfe des Andorn- (Hoarhound), Katzenmünze- (Catnip) Thees und dergleichen mehr hat sich in einigen Fällen bewährt. Bei der chronischen Form kann Nachstehendes bestens empfohlen werden:

Pulverisirter Rhabarber (Powdered rhubarb) 1 Unze.
Doppelt kohlensaure Potasche (Bi-carbonate of potash) ½

Mische es. Dosis: 5–10 Grane dreimal des Tages in einem Theelöffel voll Wasser. Zuweilen kann auch des Abends folgendes behufs Regulirung der Eingeweide gegeben werden:

Entenfuß (Podophyllin) ¼ Gran.
Leptandrin 1 oder 2 Grane.
Stückzucker (Loaf sugar) 5

Auf einmal zu nehmen.

Folgende Pillen mögen gegen den Husten gegeben werden:

Bilsenkrautextrakt (Extract Hyosciamus) Unzen.
Brechwurz (Ipecac)
Canadischer Balsam (Canada balsam)
Salzsaures Ammoniak (Muriate of Ammonia)

Mische und theile es in Pillen von vier Granen. Dosis: alle drei bis vier Stunden eine Pille.

Folgendes ist ein ausgezeichnetes Mittel gegen chronische Luftröhren-Entzündung:

Bilsenkrautextrakt (Extract Hyosciamus) Drachmen.
Alcoholextrakt von Schlangenwurzel (Alcoholic extr. of black cohosh)
Potaschen-Jodid (Iodide of potassium)
Schwefelsaures Chinin (Sulphate of quinine)

Mische es und mache Pillen von vier Granen daraus, wovon alle drei oder vier Stunden eine zu geben ist.

Bei Diarrhöe gebe drei- oder viermal des Tages Dosen von 20 Tropfen von Eisenchlortinktur (Tincture of chloride of iron) in einem Weinglas voll Wasser.

Homöopathisch. Aconitum. — In der Regel das beste Mittel, besonders bei starkem Fieber, trockner Haut, fliegendem und hartem Pulse, schnellem und ängstlichem Athmen, Hals trocken, Husten, einem stechenden Gefühle in Hals und Brust, Angst und Unruhe, mehr oder weniger Schmerzen in der Brust — besonders des Nachts.

Tartarus emeticus. — Bei starken Hustenfällen, mit einem Gefühl von Erstickung, röchelndem Athmen, Kurzathmigkeit, Brustbeklemmung, Herzklopfen, Schmerzen im Rücken und Gliedern und Durst.

Pulsatilla. — Mäßiges Fieber, erhitzte Haut, Heiserkeit, gestörtes Athmen beim Liegen auf dem Rücken.

Bryonia. — Trockenheit im Halse, schweres, kurzes und ängstliches Athmen, Druck auf der Brust, wie von einem Gewicht herrührend, Stechen in der Brust, heftiges Kopfweh, durch Bewegung erhöht.

Nux vomica. — Symptome ungefähr dieselben, wie bei Bryonia.

Phosphorus. — Nachdem die Anzeichen einer Entzündung verschwunden, dessenohngeachtet aber schweres Athmen, Heiserkeit, Rauheit in dem oberen Theile der Luftröhre, Hitze in der Brust, trockner, hackender Husten, sowie Husten durch ein Stechen im Halse, durch Sprechen oder Lachen verursacht, vorhanden sind.

Chamomilla. — Nachdem das Fieber vermittelst Aconitum unterdrückt ist und nur ein trockener Husten, schlimmer des Abends und während des Schlafens, zurückbleibt.

Spongia und Hepar Sulphuris. — Mögen abwechselnd gegeben werden bei schwerem Athem, wehem Hals, Röcheln, trockenem und hohlem Husten bei Tag und Nacht, aber während der letzteren nur theilweise.

Dieselben Mittel können auch bei der chronischen Luftröhren-Entzündung angewendet werden.

Verordnung der Heilmittel. Wenn flüssig gegeben, löse 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf. Dosis: der Strenge der Symptome angemessen, alle 2 bis 3 Stunden einen Theelöffel voll. Trocken: 3 oder 6 Pillen auf einer Dosis.

Bei chronischer Luftröhren-Entzündung wird Morgens und Abends eine Dosis hinreichen.

Allöopathisch. Ein Anfall von Luftröhren-Entzündung kann zuweilen auch dadurch gehoben werden, daß der Kranke beim zu Bettgehen ein Glas heiße Limonade oder 10 Grane Dover’sche Pulver (Dover’s powders) nimmt und dann ein warmes Senffußbad folgen läßt. Schlägt dieses nicht an, gebe man eine Dosis Bitter- (Epsom) oder Rochellesalz oder auch Citronensaure Magnesia (Citrate of magnesia). Bei starkem Fieber, erstickendem Husten und weher Brust gebe man folgendes:

Weinsteinsaures Antimon (Tartrate of Antimony) 2 Grane.
Potasche (Potassa) 2
Wasser 4 Unzen.

Mische es. Dosis: alle zwei oder drei Stunden einen Theelöffel voll. Gleichzeitig gebe man beliebig Leinsamenthee zu trinken.

Eine Einreibung der Brust mit Terpentinöl verschafft zuweilen Linderung.

Bei gelinden Fällen hilft Brechwurzsyrup (Syrup of ipecac), in Dosen von 1 bis 2 Theelöffel voll alle 2 oder 3 Stunden, hin und wieder sehr schnell. Diesem lasse man nachstehendes folgen:

Salpetersaure Potasche (Nitrate of potassa) 2 Drachmen.
Meerzwiebel-Honigessig (Oxymel of squills) 1 Unze.
Fingerhut (Tincture of digitalis) ½ Drachme.
Essig 1 Eßlöffelvoll.
Zucker ½ Drachme.
Gummi Arabicum (Gum arabic) ½

Hinreichend Wasser, um 6 Unzen zu machen. Mische es. Dosis: alle zwei oder drei Stunden einen Eßlöffel voll.

Ist der Husten des Nachts beschwerlich, gebe man folgendes:

Meerzwiebelsyrup (Syrup of squills) 3 Unzen.
Paregoricum (Paregoric) 1 Unze.

Mische es. Dosis: zwei- oder dreimal des Tages einen Theelöffel voll oder zwei Theelöffel voll des Nachts.

Heiße Kleie oder Senfumschläge sollten um den Hals und auf die Brust gelegt werden. Bei lästigem Husten gebe man folgendes:

Honigessig (Oxymel) 1 Unze.
Bilsenkrauttinktur (Tincture of henbane) 1 Drachme.
Salpeterspiritus (Spirits of nitre) 1
Brechwurzwein (Ipecac wine) 1
Zimmetwasser (Cinnamon) 2 Unzen.

Hinlänglich Wasser, um 6 Unzen daraus zu machen. Mische es. Dosis: zwei- oder dreimal des Tages einen Theelöffel voll.

Brechweinstein (Tartar emetic) im Verhältniß von einem Grane auf zehn Drachmen kochendes Wasser, wird zuweilen — alle zwei Stunden einen Eßlöffel voll — gegen den Husten gegeben.

Bei chronischer Luftröhren-Entzündung gebe man 3 Tropfen Crotonöl auf die Brust, jeden Abend bis ein Ausschlag eintritt. Pflaster von Burgundischem Pech (Burgundy pitch), Schierling (hemlock) &c. sind in einzelnen Fällen sehr zuträglich. Folgendes lindert zuweilen den Husten:

Copaivabalsam (Balsam of copaiva) 3 Drachmen.
Zusammengesetzter Lavendel-Spiritus (Compound spirits of lavender) 2
Weißer Zucker 2 Unzen.
Gummi-Arabicum 2 Drachmen.

Hinreichend Wasser, um davon 6 Unzen zu machen. Mische es. Dosis: dreimal des Tages einen Eßlöffel voll.

Oder:

Salzsaures Ammoniak (Muriate of ammonia) 8 Drachmen.
Schleimwasser von Gummi Arabicum 4 Unzen.

Mische es. Dosis: drei oder viermal des Tages einen Eßlöffel voll. Das Einathmen folgender Dämpfe wird, wenn die Absonderung übermäßig stark ist, zuweilen sehr zuträglich gefunden werden: Dampf von Theer, dadurch hervorgerufen, daß man eine oder zwei Unzen Theer in einen Tassenkopf voll heißen Wassers thut — oder Dampf von Kreosot, der durch drei oder vier Tropfen Kreosot, in ein halbes Pint kochendes Wasser eingegossen, erzeugt wird.

Influenz, auch Grippe oder Flußfieber.

Diese Krankheit wird, wenn sie nur vereinzelt hier und da auftritt und nur wenige Tage anhält, Erkältung oder Katarrh genannt, breitet sie sich aber weiter aus, so daß Viele zu gleicher Zeit daran leiden, und dauert mehrere Tage oder Wochen, so wird sie epidemisch und man nennt sie Influenz oder wie oben.

Ursachen — sind dieselben wie bei andern Leiden des Halses und der Lungen.

Symptome. — Zuerst dieselben Symptome wie beim Katarrh mit einem dumpfen Schmerz und Gefühl von Schwere in der Stirn, Brust-Beklemmung, erschwertes Athmen, Gefühl von Trockenheit oder Empfindung von Vollsein in der Nase, Nießen, Augen wässerig und roth, Hals weh, beständig trockener Husten, Heiserkeit, Durst, Frösteln und ein Verlangen, nahe ans Feuer zu kommen.

Kurze Zeit darauf läuft aus Augen und Nase Wasser, der Husten nimmt zu, der Zustand verschlimmert sich des Nachts, bei Fieber, schnellem Puls, heftigen Schmerzen an verschiedenen Theilen des Körpers, Auswurf zuerst dünn und weiß, dann gelblich und dick, der Husten läßt bedeutend nach. In Begleitung dieser Krankheit findet man Schmerzen in den Gliedern und dem Körper, Appetitlosigkeit, Durst, fliegende Hitze mit Frostschauer abwechselnd. Beschränkt sich die Entzündung auf die Nase, so ist Nießen, Vollsein und Hitze daselbst vorhanden und eine dünne Absonderung findet statt.

Behandlung.

Homöopathisch. Camphor. — Wenn bei Beginn der Krankheit genommen, ist dieselbe häufig dadurch kurz abgeschnitten. Wird die Kampher-Tinktur angewendet, so sollten 3 oder 4 Tropfen in einem halben Becher Wasser aufgelöst und ein Theelöffel voll als eine Dosis gegeben werden.

Arsenicum — kann in der Regel zu Anfang der Krankheit, wenn kein starkes Fieber, Hitze oder Durst vorhanden ist, angewendet werden. Der Kranke trinkt öfters, ist unruhig und die Absonderung ist scharf und verdorben, Wehsein und ein heftiges Brennen der Nase innerlich und äußerlich.

Mercurius. — Besonders beim Beginn wenn die Hauptsymptome, wie Nießen und Laufen der Nase, Schmerzen im Kopfe und Körper, rothe, wässerige Augen, ein loser Husten und übermäßiger Schweiß in die Augen fallend sind.

Bryonia — kann alle 2 bis 3 Stunden abwechselnd mit Aconitum gegeben werden bei heißer, trockener Haut, starkem, angreifendem Husten und stechenden Schmerzen in der Brust.

Belladonna und Aconitum — abwechselnd wenn der Husten trocken und krampfartig ist, bei starkem Kopfschmerz, Trockenheit des Halses und des Mundes.

Hepar Sulphuris. — Wenn die Erkältung sich bereits besserte, dann aber wieder schlimmer wurde, oder wenn der Kranke zu viel Calomel genommen und jeder Windhauch das Husten erneuert.

Phosphorus und Tartarus Emeticus mögen abwechselnd gegeben werden, wenn Druck der Lungen vorhanden ist, begleitet von einer Schwäche und Gefühl von Wehsein in denselben — wenn beim Husten oder Athmen ein Röcheln in der Brust vorhanden ist.

Pulsatilla. — Nach Mercurius oder abwechselnd damit alle 3 oder 4 Stunden. Husten lose, Ausfluß aus der Nase gelb und dick, Wehsein der Brust am Morgen, saurer, schlechter Geschmack im Munde.

Silicea. — Wenn die Krankheit chronisch ist und immer wiederkehrt.

Euphrasia. — Bei Ausfluß eines weißen Schleimes aus der Nase, böse Augen und übermäßige Thränen.

Verordnung der Heilmittel. Von dem gewählten Mittel löse man 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf und gebe jede, oder alle zwei bis drei Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, eine Dosis. Von den Kügelchen gebe man 3 bis 6 als eine Dosis.

Allöopathisch. Warme Senffußbäder, des Nachts darauf einen großen Schluck Limonade, oder, wenn Fieber vorhanden ist, Limonade kalt genommen und gleichzeitig eine Dosis citronensaure Magnesia (Citrate of magnesia), Rochellesalz oder Sennesblätter- (Senna) Thee am Morgen wird gewöhnlich hinreichen, die Krankheit zu brechen. Sind die Eingeweide verstopft, gebe man folgendes:

Zusammengesetztes Jalappen-Pulver (Compound powder of jalap) 1 Unze.
Cremor Tartari (Cream of tartar) 1

Mische es. Dosis: Einen Theelöffel voll in versüßtem Wasser.

Ist der Anfall schwer, so sollte sich der Kranke ins Bett begeben, Flaschen mit heißem Wasser sollten an die Füße und an die Seiten des Körpers gelegt, dabei Getränke von Pfeffermünz (Peppermint), Isop (Penny royal) oder Salbei (Sage) gegeben werden.

Alle Stunden fünf Tropfen von Nießwurz-Tinktur (Tincture of veratrum viride) wird öfter eine ungehinderte Ausdünstung wieder herstellen. Ist der Husten sehr bedeutend, so werden jene unter Luftröhren-Entzündung empfohlenen Mittel sehr zuträglich gefunden werden.

Ist in den letzteren Stadien der Krankheit bedeutende Schwäche vorhanden, gebe man folgendes:

Citronensaures Eisen (Citrate of iron) 1 Drachme.
Schwefelsaures Chinin (Sulphate of quinine) 1 Skrupel.
Brechnuß-Extrakt (Extract of Nux vomica) 8 Grane.

Mische es, mache 32 Pillen daraus und nehme dreimal des Tages eine.

Wenn der Kranke alt und schwach ist, möge das folgende gegeben werden:

Enzian-Aufguß (Infusion of gentian) Unzen.
Anderthalbkohlensaures Ammoniak (Sequicarbonate of ammonia) ½ Drachme.
Zusammengesetzte Cardamon-Tinktur (Compound tincture of cardamon) ½ Unze.

Mische es. Dosis: Zwei- oder dreimal des Tages zwei Eßlöffel voll.

Die Kost sollte nahrhaft und nicht reizend sein, bestehend in Fleischbrühen, Pfeilwurz (Arrow root), Sago und Gelee (Jelly) mit einem Theil Wein.

Eclectische und Kräuterkur. Ist der Anfall gelind, so ist nur wenig Medizin erforderlich. Es wird hinreichen, Fußbäder zu nehmen, das Bett zu hüten, Gerstenschleim (Barley water), dünne Hafergrütze (Gruel) und warme Limonade zu trinken. Bei Athem-Beschwerden gebe man Lobelia-Tinktur, Blutwurzel- (Blood root) Tinktur oder Brechwurzwein (Wine of Ipecac). Gegen Husten und bösen Hals gebe man folgendes:

Guter Essig 1 Theetassenkopf voll.
Honig ½
Cayenne-Pfeffer 1 Theelöffel voll.

Koche es einige Minuten an einem gelinden Feuer und wenn abgekühlt, gebe man gelegentlich, oder wann immer der Husten lästig wird, einen Theelöffel voll.

Um die Ausdünstung zu befördern, kann jede Stunde oder alle zwei Stunden eine Dosis zusammengesetzte Schlangenwurzel-Tinktur (Compound tincture of Virginia snake root) gegeben werden, ferner lasse man den Kranken nach Belieben Wasserdost- (Boneset), Andorn- (Hoarhound) oder Salbei- (Sage) Thee trinken.

Husten

ist in den meisten Fällen nur ein Symptom von anderen Krankheiten, wie Brust-Entzündung, Luftröhren-Entzündung, Influenz (Grippe) u.s.w., und man sehe deshalb wegen Behandlung solcher Fälle diese Krankheiten unter den betreffenden Kapiteln nach.

Zuweilen aber tritt er als ein selbstständiges Leiden auf und wird von einem einfachen Katarrh oder durch organische Störungen, die ihn nervös oder krankhaft machen, hervorgerufen.

Behandlung.

Allöopathisch. Folgendes ist ein guter Hustensyrup:

Honig 4 Unzen.
Molasses 4
Essig 4

Lasse es in einem irdenen Gefäß über einem gelinden Feuer einige Minuten lang kochen und rühre es gehörig um; dann füge hinzu:

Zusammengesetzte Kampher-Tinktur (Compound tincture of camphor) Ein Dessertlöffel voll.
Brechwurz-Wein (Ipecac wine) Ein Dessertlöffel voll.

Mische es wohl. Alle 4 Stunden eine Dosis.

Oder auch:

Blutwurzel-Tinktur (Tincture of blood root) 2 Drachmen.
Tolu-Syrup (Syrup of Tolu) 1 Unze.
Gummi Arabicum Schleim 3 Unzen.
Verdünnte Hydrocyan-Säure (Diluted hydro-cyanic acid) 40 Tropfen.
Schwefelsaures Morphium (Sulphate of morphine) 2 Grane.

Mische es. Dosis: Alle 4 Stunden einen Theelöffel voll.

Eclectische und Kräuterkur.

Meerzwiebel-Syrup (Syrup of squills) ½ Unze.
Brechwurz-Syrup (Syrup of Ipecac) ½
Blutwurzel-Tinktur (Tincture of blood root) ½
Paregoricum (Paregoric) ½

Mische es. Dosis: Einen halben bis einen ganzen Theelöffel voll, wenn immer der Husten lästig wird.

Homöopathisch. Aconitum. — Bei heftigem Husten, kurz und trocken, besonders des Nachts, begleitet von Stechen im Hals, Zusammenziehung der Brust oder stechende Schmerzen in derselben, verbunden mit Athmungsbeschwerden.

Bryonia und Rhus Toxicodendron. — Alle zwei Stunden abwechselnd eine Dosis bei Schmerzen im Kopfe und in den Gliedern, Frösteln und Durst.

Bryonia. — Trockener Husten, Reiz im Halse oder Schmerzen in der Brust, schlimmer im Freien, wenn der Husten von Erkältung in feuchtem oder sonstigem Wetter herrührt, loser Husten mit gelblichem Auswurf oder krampfartiger Wirkung nach dem Essen oder Trinken.

Rhus Toxicodendron. — Trockener Hals, Husten in Folge Stechens in der Brust, schlimmer am Abend oder vor Mitternacht, Schwäche in der Brust, Kurzathmigkeit, schlimmer in der Luft, besser bei Bewegung oder in der Wärme, Husten bei einem Geschmack von Blut im Munde.

Belladonna. — Hals trocken, Husten, besonders des Nachts, schlimmer bei Bewegung, Stechen im Halse und ein Gefühl, als ob sich fremde Körper in der Luftröhre befänden, Hitze und Röthe des Gesichts, Vollsein und Schmerz im Kopfe, Schmerz im Nacken, scharfe, schneidende und grimmende Schmerzen in den Eingeweiden.

Hyosciamus. — Wenn Belladonna nur theilweise Linderung gewährt, besonders bei trockenem, stechendem Husten, der beim Sitzen im Bette nachläßt.

Chamomilla. — Husten in Folge Stechens in der Halshöhle, welches sich bis auf den Brustknochen ausdehnt, besonders beim Sprechen, Röcheln, ein Gefühl als ob etwas im Halse in die Höhe stiege und den Athem benehme, Husten nach Mitternacht, Frösteln, Blässe der einen und Röthe der anderen Wange.

Ignatia. — Trockner Husten, Laufen der Nase Tag und Nacht, kurzer hackender Husten, als ob vom Kitzeln mit einer Feder verursacht, nächtlicher Husten, welcher sich nach dem Essen, Niederlegen oder beim Aufstehen des Morgens verschlimmert.

Ipecacuanha. — Nervöser und krampfartiger Husten besonders des Nachts, Uebelkeit, Würgen und Erbrechen, begleitet von einem Schmerz im Unterleib, Husten des Nachts oder beim Gehen in der kalten Luft schlimmer, Beklemmung des Athems, als ob die Lungen mit Schleim gefüllt wären.

Mercurius. — Trockener, krampfhafter Husten, durch Sprechen erhöht, Schmerzen im Kopfe und der Brust beim Sprechen, heißer Husten bei wässeriger Absonderung aus Nase und Mund oder einer wässerigen Diarrhöe.

Nux vomica. — Kitzelnder Husten, schlimmer des Morgens früh, zäher Schleim im Hals und Lungen, kitzelndes Gefühl im Halse und Husten, Frösteln, Husten durch Kitzel und Kratzen verursacht, oder mit einem Gefühle von Rauheit und Wehsein, von stechenden Schmerzen gefolgt, Auswurf eines klebrigen Schleims, zuweilen mit Blut gestreift. Husten in Folge von Bewegung schlimmer, dem hin und wieder ein Würgen oder Erbrechen folgt, ermüdender Husten mit Schmerzen im Kopf als ob er zerspringen wollte, ein quetschendes Gefühl in der Magengrube, Husten trocken, während des späteren Theiles des Tages oder zur Nachtzeit Druck auf der Brust, wie von einem Gewicht herrührend.

Phosphorus. — Trockener Husten von einem Reiz im Halse veranlaßt, oder stechender Schmerz in der Brust, schlimmer beim Liegen auf der linken Seite oder bei Bewegung, Kitzeln im Halse, aber mehr in der Brust, Heiserkeit oder ein Schmerz in der Brust, als wenn Alles roh wäre, Husten durch Liegen auf der linken Seite erregt, Rauheit, Vollsein und Beengung der Brust.

Pulsatilla. — Husten mit einem leichten Auswurf von Schleim, starkes Würgen, trocknen Husten, meistens am Morgen, Neigung zum Erbrechen, loser Husten mit salzigem, bitterem, unangenehmem Auswurf, zuweilen mit Blut gestreift.

Tartarus emeticus. — Hohler, rasselnder Husten, Husten mit Uebelkeit und Erbrechen, Husten mit einem Rasseln des Schleimes in der Brust, schnelles und schwieriges Athmen.

Lycopodium. — Husten des Nachts und nach dem Trinken schlimmer, ein kitzelnder Husten in Folge tiefen Athemzuges, Stechen in der linken Seite der Brust.

Verordnung der Heilmittel. Löse 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll Wasser auf und gebe jede Stunde oder alle zwei bis drei Stunden, der Strenge der Symptome angemessen, einen Theelöffel voll. Werden die Kügelchen angewendet, so gebe drei bis sechs als eine Dosis.

Kost. Hustenleidende, besonders in chronischen Fällen, sollten gute, dabei aber einfache, nahrhafte Kost haben, und alle zu reichen, stark gewürzten Speisen, frisches Brod, fettes Fleisch, Bier u. s. w. vermeiden. Der Betreffende muß sich viel in der frischen Luft bewegen, davon einen guten Theil in die Lungen einathmen und dann die Brust mit der Hand schlagen. Tägliche kalte Wasserbäder und Waschungen sind eins der besten Mittel, um eine Anlage zu Husten und Erkältungen zu unterdrücken. Ist der Husten sehr trocken, so wird ein Umschlag von heißem Wasser über die Brust, der, sobald er kalt ist, entfernt wird, in einigen Fällen Linderung verschaffen. Wenn möglich, lasse man den Kranken beim zu Bettegehen nach Belieben kaltes Wasser trinken.

Lungenentzündung (Pneumonia).

Dies ist eine Entzündung der Lungenmasse und wird zuweilen Lungenfieber genannt. Nicht selten ist damit Pleuresie (Rippen- und Brustfellentzündung) verbunden. Lungenentzündung kann entweder einfach oder doppelt auftreten, das heißt, eine oder beide Lungen können von der Entzündung ergriffen werden. Die auf der rechten Seite kommt häufiger vor als jene auf der linken.

Symptome. Lungenentzündung beginnt in der Regel, wie alle Entzündungskrankheiten, mit einem Frostschauer oder Frösteln, dem Fieber folgen Schmerzen auf einer Seite der Brust, schwieriges Athmen, Husten, erhöhter Puls, schnelles Athmen und Schmerz zuweilen scharf, gleich einem Stich in der Seite. Der Kranke kann wegen des Schmerzes nicht auf der angegriffenen Seite liegen und das Athmen wird schwieriger, wenn er auf der entgegengesetzten Seite liegt, daher liegt er meistens auf dem Rücken. Ein trockener, schmerzhafter Husten stellt sich beim Beginn ein, zuweilen aber ist er feucht, der Auswurf weiß und durchscheinend, der bald darauf rostfarbig oder mit Blut gestreift wird. Die Haut ist trocken, Durst, fliegende Hitze und Angst sind vorhanden. Die Entzündung erreicht gewöhnlich am fünften oder sechsten Tag ihre Höhe und die Symptome bleiben ein oder zwei Tage unverändert, dann lassen sie nach und der Kranke wird schließlich gesund. Nimmt die Entzündung einen ungünstigen Verlauf, so quält sich der Kranke eine längere Zeit und die Symptome werden nach und nach immer schlimmer, bis der Tod seinen Leiden ein Ende macht.

Zuweilen tritt die Lungenentzündung epidemisch auf, nimmt dann leicht einen bösartigen Charakter an und artet in typhöse Pneumonia aus. Die Symptome sind ähnlich denjenigen der einfachen Lungenentzündung, mit Ausnahme des geschwächten Zustandes des Organismus. Die Entzündung selbst aber hat einen weniger acuten Charakter als bei Pneumonia. Schreitet die Krankheit vor, so verschwinden die thätigen Symptome der Pneumonia und der Kranke liegt im Schlafe oder Betäubung tritt ein, die Haut wird rauh und trocken und die Spitze und Ränder der Zunge erscheinen sehr roth, während die obere Fläche mit einem gelblichen oder bräunlichen Schleim belegt ist. Die Eingeweide schwellen an und sind äußerst empfindlich.

Ursachen. Erkältung ist in der Regel die Hauptursache, daher tritt auch die Lungenentzündung häufiger in den Winter- als während der Sommermonate auf. Ein starker Schlag oder Fall auf die Brust, sowie das Einathmen reizender Gase, können ebenso die Veranlassung dazu werden.