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Wilhelm Tell

Chapter 22: Letzte Scene
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Ein dramatisches Schauspiel, das in alpinen Landen spielt, folgt einem meisterhaften Schützen, dessen Weigerung, sich einem arroganten Landvogt zu beugen, eskalierende Spannungen hervorruft. Als der Herrscher einen unmöglichen Probeversuch erzwingt, der das Kind des Schützen gefährdet, zeigt der Schütze virtuose Fertigkeit und moralische Entschlossenheit und tötet später den Landvogt. Diese Tat wird zum Auslöser für die Mobilisierung von Ortsoberen und Dorfbewohnern, die Widerstand organisieren, die Unterdrückung stürzen und Selbstverwaltung zurückgewinnen. Das Stück thematisiert persönliches Gewissen, das Verhältnis von Recht und Tyrannei, gemeinschaftlichen Zusammenhalt sowie die Kosten und Pflichten politischen Widerstands.

Letzten Scene.

den ganzen Thalgrund vor Tells Wohnung, nebst den Anhöhen, welche ihn einschließen, mit Landleuten besetzt, welche sich zu einem Ganzen gruppiren. Andere kommen über einen hohen Steg, der über den Schächen führt, gezogen. Walther Fürst mit den beiden Knaben, Melchthal und Stauffacher kommen vorwärts; Andere drängen nach; wie Tell heraustritt, empfangen ihn Alle mit lautem Frohlocken.

Alle.

Es lebe Tell! der Schütz und der Erretter!

Indem sich die Vordersten um den Tell drängen und ihn umarmen, erscheinen noch Rudenz und Bertha, jener die Landleute, diese die Hedwig umarmend. Die Musik vom Berge begleitet diese stumme Scene. Wenn sie geendigt, tritt Bertha in die Mitte des Volks.

Bertha.

Landleute! Eidgenossen! Nehmt mich auf
In euern Bund, die erste Glückliche,
Die Schutz gefunden in der Freiheit Land.
In eure tapfre Hand leg’ ich mein Recht,
Wollt ihr als eure Bürgerin mich schützen?

Landleute.

Das wollen wir mit Gut und Blut.

Bertha.

Wohlan!
So reich’ ich diesem Jüngling meine Rechte,
Die freie Schweizerin dem freien Mann!

Rudenz.

Und frei erklär’ ich alle meine Knechte.

(Indem die Musik von Neuem rasch einfällt, fällt der Vorhang.)