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Woge und Wind: Eine Strandnovelle in Versen cover

Woge und Wind: Eine Strandnovelle in Versen

Chapter 8: 7
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About This Book

Ein versonnener Erzähler reist an die Küste, sucht Ruhe und versucht, in Versen das Erlebte festzuhalten, findet aber statt Schreiben das unmittelbare Meer und die Landschaft. In klaren, beobachtenden Szenen schildert er das kleine Dorf, die einfachen Zimmer und die Geräusche von Woge und Wind, zugleich wächst seine Neugier für eine stille, blasse Fremde, die sich zurückzieht. Die Gedichte verknüpfen Naturwahrnehmung, stille Alltagsbeobachtungen und innere Reflexionen über Einsamkeit, Begehren und das Ringen zwischen dichterischer Arbeit und dem Wunsch, das Leben unmittelbar zu erleben.

7

Ich sinn und sinne, geh auf stillen Wegen
Und müh mich ernsthaft um mein Gleichgewicht,
Jedoch umsonst: ich bleibe unterlegen.
Ich schau nur immer in ein bleich Gesicht
Mit seltsam Widerspruch-gemischten Zügen,
Aus denen eine kranke Seele spricht.
Und auch den Augen will nichts mehr genügen:
Es scheinen See und Himmel, Wald und Strand
Nur willens, sie um Bessres zu betrügen.
Um Bessres –? Wie? Bist du so schnell entbrannt?
Seit wann? wofür? Ist sie nur hübsch zu nennen?
Vielleicht das Kleid, das Haar, die schmale Hand –
Doch sonst –? Und würdest du sie wirklich kennen,
Du fändest sie am Ende unausstehlich
Und wärst heilsfroh, dich möglichst bald zu trennen!
Zwar – hier am Strande ist man grad nicht wählig,
Die Zeit wird lang, und stets allein zu gehen,
Tagaus, tagein – ich glaub, das macht allmählich

Ganz melancholisch noch! Ich will doch sehen,
Mich ihr zu nähern. Mittags beim Diner
Dürft' es vielleicht schon sich von selbst verstehen …
Vielleicht noch besser abends an der See …