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Woge und Wind: Eine Strandnovelle in Versen cover

Woge und Wind: Eine Strandnovelle in Versen

Chapter 9: 8
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About This Book

Ein versonnener Erzähler reist an die Küste, sucht Ruhe und versucht, in Versen das Erlebte festzuhalten, findet aber statt Schreiben das unmittelbare Meer und die Landschaft. In klaren, beobachtenden Szenen schildert er das kleine Dorf, die einfachen Zimmer und die Geräusche von Woge und Wind, zugleich wächst seine Neugier für eine stille, blasse Fremde, die sich zurückzieht. Die Gedichte verknüpfen Naturwahrnehmung, stille Alltagsbeobachtungen und innere Reflexionen über Einsamkeit, Begehren und das Ringen zwischen dichterischer Arbeit und dem Wunsch, das Leben unmittelbar zu erleben.

8

Gut – also nicht! Sie weicht mir sichtbar aus
Und scheint verletzt. Im Grunde bin ich froh!
Schliesslich reist' ich wahrhaftig nicht von Haus
Um, da ich kaum den Menschen dort entfloh,
Hier Knall und Fall mich sterblich zu verlieben,
Und – soweit war's bald! 's ist wohl besser so.
Allein was nun? Was ich vorher getrieben?
Die schöne Lust ist fort. Gott sei's geklagt,
Ich wünscht' beinah, ich wär daheim geblieben.
Doch ärgert's mich! Ich hab mich schon gefragt,
Was ich denn nur getan, das ihr missfiel.
Mir fällt nichts ein; kein Wort, das ich gewagt;

Und wenn sie meiner häuf'gen Blicke Ziel,
Das konnte sie fürwahr doch nicht so kränken.
Nun – einerlei! Beendet ist das Spiel –
Versuchen wir's, nicht mehr daran zu denken.