’The skies they were ashen and sober;
The leaves they were crispèd and sere —
The leaves they were withering and sere;
It was night in the lonesome October
Of my most immemorial year.
It was hard by the dim lake of Auber
In the misty mid region of Weir —
It was down by the dank tarn of Auber
In the ghoul — haunted Woodland of Weir.
Here once, through an Alley Titantic
Of Cypress, I roamed with my Soul — —
— — — —‘
Ich weiss wohl, dass ich es bin, der die Verse spricht. Aber ich fühle, dass meine Lippen nichts anderes sagen, als das, was die Ulmen da rauschen. Ich fühle: das ist das trübe Oktoberlied der heulenden Winde, das eines Dichters überirdische Sehnsucht in sich aufsog und in Menschenworte bannte. Das ist das Einatmen eines innersten Sinnes der Natur, ist ein Aufgehen des eigenen Wesens im All und zugleich ein Durchdringen des Alls mit dem Gedanken, der die Urform allen Seins ist. Das ist ein kleiner Beweis für das von dem Dichter aufgestellte höchste Gesetz „von der Einheit als Quelle aller Dinge“.
Mein Mund spricht die geheimnisvollen Worte, die meinem Ohre der Wind zuträgt. Ich fürchte mich in dieser düstern Einsamkeit, in der eine märchenferne Zeit lebt; ich will hinaus aus dem Tale der Alhambra. Da verirrt sich mein Fuss, tappt im Dunkel und verfehlt den Weg. Und wie ich eine Allee gewaltiger Zypressen zu Ende schreite, stosse ich hart an ein niederes Tor. O, die Angst lehrt im Dunkeln sehn — — ich weiss, ich weiss, wessen Grab das ist. Und gegen meinen Willen sprechen meine Lippen zu meiner Seele:
— — — „What is written, sweet Sister,
On the door of this legended tomb?“
She replied: — „Ulalume — Ulalume —
’Tis the vault of thy lost Ulalume!“’
Immer steigert sich meine Furcht. Des toten Dichters Seele, die durch der Ulmen Blätter rauschte, in der Nachtigallen Sang erklang, die aus den Quellbächlein plätscherte und des Windes schauriges Lied erfüllte, sie nimmt auch von mir Besitz. Von mir: einem winzigen Stäubchen der Natur, die sie durchdringt. Ich weiss, dass dieser Gedanke mich vernichtet, dem ich nicht entfliehen kann. Doch wehre ich ihm nicht, — — und seltsam! ich werde ruhig, so ruhig, wie ich ganz von ihm erfüllt bin.
Leise schwindet die kleine Menschenangst.
***
Nun finde ich auch meinen Weg wieder. Ich schreite durch die Pforte der Reben auf den Platz der Aljibes zu. Ich gehe in die Alcazaba, steige den Ghafar hinauf, den mächtigen Wachtturm der maurischen Fürsten. Ein leuchtender Halbmond glänzt nun zwischen ziehenden Wolken, das alte Wahrzeichen arabischer Grösse, das kein Christengott vom Himmel wegwischen kann. Ich blicke tief hinunter auf das kirchenfrohe Granada, lärmend und schwärmend im nächtlichen Strassentreiben. Das läuft in Kaffeehäuser, das liest Zeitungen, putzt Stiefel und lässt sich Stiefel putzen. Das schaut in erleuchtete Ladenfenster, fährt in Trambahnen, ruft frisches Wasser aus und sammelt Zigarrenstummel. Das lärmt und schreit, zankt sich und verträgt sich wieder. — Und kein Mensch hebt den Blick, kein Mensch schaut hinauf auf die einzige Pracht hier oben!
Rechts von mir braust der Darro daher, hinten höre ich des Genil Rauschen. Helle Feuerscheine dringen aus den Erdhöhlen des Zigeunerberges, und zur andern Seite strahlen silbern im Mondlichte die Schneehäupter der Sierra. Zwischen dem Wachtturme, auf dem ich stehe, und den Purpurtürmen des Mohrenberges zieht sich tief im Tal der dunkle Park hin, hinter mir liegt, Saal an Saal, Hof an Hof, der Alhambra Zauberschloss.
Dort unten lärmt das kleine Leben des Jahrhunderts, hier oben ist der Träume Land. Und das da unten — — wie fern, wie unendlich weit ist das von mir. Und das hier oben — — ist nicht jeder Stein ein Stück meiner Seele? Bin ich, allein in dieser Welt der Geister, die das blinde Leben unten nicht sieht, bin ich nicht ein Teil all dieser Träume? — Die allmächtige Schönheit macht diese Träume zur Wahrheit: hier blüht das Leben, und die Wirklichkeit da unten wird zum Schattenspiele.
Die Tat ist nichts — der Gedanke ist alles. Die Wirklichkeit ist hässlich, und dem Hässlichen fehlt die Berechtigung des Daseins. Die Träume aber sind schön, und sind wahr, weil sie schön sind.
Und darum glaube ich an die Träume, als an das einzig Wirkliche.
WIE SAH EDGAR ALLAN POE AUS?
Es gibt Männer, von denen ein seltsamer Zauber ausgeht. Sie ziehen in ihren Bann, willenlos: man muss an ihre Persönlichkeit glauben. Und dann ist da ein Etwas, das zurückstösst; man weiss nicht, was es ist — — aber es ist da. Sie sind gezeichnet: mit dem Kennzeichen der Kunst. So war Oscar Wilde, so war Edgar Allan Poe.
Seine Gestalt war hoch, sein Gang leicht und seine Haltung stets harmonisch. Immer vornehm, trotz seiner Armut; von einer romantisch ritterlichen Art. Seine stolzen Züge waren regelmässig, ja, sie waren schön; die reinen Augen dunkelgrau mit einem seltsam violetten Glanze. Die selbstbewusste Stirn hoch und von wunderbarem Ebenmass. Bleich war stets seine Gesichtsfarbe und schwarz die Locken, die sie beschatteten. Schön war Edgar Allan Poe, an Leib und an Seele. Wie Musik klang seine leise Stimme — —
Geschmeidig war er und kräftig, zu jeder Leibesübung geschickt. Ein ausdauernder Schwimmer, der einmal über sieben englische Meilen ohne zu ermüden von Richmond nach Warwick gegen reissenden Strom schwamm; ein gewandter Springer, eleganter Reiter und vorzüglicher Fechter, der mehr wie einmal einen Gegner heissblütig zum Zweikampfe forderte.
Er war ein Gentleman vom Scheitel zur Sohle. Seine gesellschaftlichen Formen waren kühl und doch bestrickend liebenswürdig. Er war weich und zart und doch ernst und fest. Er war ein Gelehrter, besass eine fast universale Bildung. Es war ein gleich grosser ästhetischer Genuss ihn zu sehen, wie ihm zuzuhören. Er war immer der Schenkende, und sein Fluch war, dass so wenige, wenige all derer, an die er seine reichen Gaben zerstreute, sie zu würdigen verstanden. Ein paar schöne Frauen — — verstanden ihn? — nein, aber sie ahnten den Adel seiner Seele; instinktiv, wie es immer die Frauen tun. — Drei Menschen, die zu seiner Zeit lebten, vermochten ihn ganz zu erfassen: Baudelaire und die beiden Browning. Aber sie lebten drüben im alten Europa, und er sah sie nie —
Edgar A. Poe
(Nach einer Radierung von Harry G. Webb)
So war der Dichter allein, einsam in seinen verstiegenen Träumen.
Und wie er schön war und über alles die Schönheit liebte, so musste auch alles das schön sein, was ihn umgab. Grandiose Schönheiten schuf er in seinen Träumen, die ihm ja Wirklichkeit waren; da hauste er in Landors köstlichem Landhaus oder auf dem herrlichen Gute zu Arnheim. Aber auch in dem armen bescheidenen Leben, das die Pfennige zählt, wusste er um sich herum ein Sein zu schaffen, das die Bewunderung Reichster erregte. Seine kleine Hütte zu Fordham, in der er an der Seite der schönen todgeweihten Gattin ein Paradies der Qualen durchlebte, durchflutete eine köstliche Harmonie, die jeden Besucher entzückte. Krempel und Gerümpel stand da herum — — aber wie es herum stand, war es reizvoll und schön. Es war eine erbärmliche Hütte auf der Spitze eines kleinen Hügels, aber blühende Kirschbäume standen auf der grünen Wiese, kleine Singvögel lockten frühmorgens den Dichter hinaus in die nahen Fichtenwälder. Dann schritt er durch seine bunten Georginenbüsche, atmete den süssen Duft der Reseden- und Heliotropbeete ein. Die leichte Morgenluft küsste seine feuchten Schläfen, streichelte die müden Augen, die die lange Nacht über an dem Lager der langsam sterbenden Geliebten gewacht hatten. Er ging zu der hohen Brücke über den Fluss Harlem oder an den felsigen Abhang und träumte dort, von alten Zedern beschattet, in das weite Land hinaus.
Nun ruht er — — irgendwo. Am Tage nach seinem Tode begrub man ihn, auf dem Westminsterchurchfriedhofe zu Baltimore. Wie einen Landstreicher las man den sterbenden Dichter von der Strasse auf, wie einen Hund verscharrte man ihn am andern Tage. Sein Grab soll nahe bei dem seines Grossvaters liegen, des Generals David Poe, der in dem Befreiungskampfe der Union sich einen Namen machte. Da ungefähr soll es sein; man weiss es nicht so genau. Kein Kreuz, kein Grabstein erhebt sich an der Stelle; kein Mensch bekümmert sich darum. Seine Landsleute haben andere Sorgen: was geht die ein toter Dichter an! — So eine Woche noch beschäftigten sie sich mit dem elend Verschiedenen — um sein Andenken zu beschmutzen, zu begeifern. Alle die Lügengeschichten, die noch heute über ihn im Umlauf sind, wurden da erfunden; eine ganze Flut giftiger Tinte wurde über den toten Löwen verspritzt. Alle die Mittelmässigkeiten fielen über ihn her, die neidgeschwollenen Schreiberlein, die er so unbarmherzig zerrupft hatte. Stimmten ein in den Schlachtruf des Lügenpfaffen Griswold: „Er verreckte im Dusel! Er soff, er soff, er soff!“ — Dann vergass man ihn da drüben, und das war gut so: seine Landsleute waren eben lange noch nicht reif, ihres grossen Dichters Genie zu erkennen.
Ob sie es heute sind?
Aber nach hundert Jahren werden sie die morschen Knochen zusammensuchen, werden ihnen einen mächtigen Denkstein errichten und darauf schreiben:
„Die Vereinigten Staaten ihrem grossen Dichter.“
Mögen sie die Knochen behalten, die da drüben! Wir aber wollen des Dichters Seele lauschen, die in den Nachtigallenkehlen der Alhambra lebt.
verzierung
1. Die beste Ausgabe in englischer Sprache ist bei J. B. Lippincott Company, Philadelphia erschienen; eine deutsche Gesamtausgabe (die nur die kritischen Studien und einige Gedichte und Humoresken nicht enthält) erschien bei J. C. C. Bruns in Minden; einzelne Novellen in der Reclamschen und der Meyerschen Volksbibliothek.
2. Was seinen Biographen, den Pfaffen Griswold, nicht hindert, zu behaupten, „dass es in der ganzen Literatur kein Beispiel gäbe, bei welchem man, wie bei Poe, so sehr auch nur den Schatten eines Gewissens vermisse!“
3. Es ist völlig verfehlt, diese Tatsache, wie van Vleuten es tut, auf den übermässigen Alkoholgenuss zurückzuführen: Bacchus, der Venus Feind. Seine Bemerkung: „Dass der Alkohol ein Feind der physischen Liebe ist, weiss jeder Arzt; in Poe scheint er auch das psychische Äquivalent vernichtet zu haben“ („Zukunft“ 1903 pag. 189), ist mir aus dem Munde eines ernsten Psychiaters, wie van Vleutens, einfach unbegreiflich. Ich habe im Gegenteil häufig die Erfahrung gemacht — und mir von Psychiatern bestätigen lassen — dass chronische Alkoholiker im Rausche oft genug, manche sogar regelmässig, eine ausserordentliche Steigerung des Geschlechtstriebes zeigen. Es ist hier nicht der Ort, auf diese Frage näher einzugehen, jedenfalls ist es eine Tatsache, die jeder Polizist bestätigen wird und die van Vleuten gewiss nicht leugnen kann, dass dreiviertel der nächtlichen Bordellbesucher in einem mehr oder weniger grossen Rausche handeln. Ist also die Hypothese van Vleutens falsch, so ist seine Schlussfolgerung völlig absurd: „in Poe scheint der Alkohol auch das psychische Äquivalent vernichtet zu haben. Deshalb war das Weib aus seinen Delirien verbannt; und da sein Dichten fast ausschliesslich in seinen Delirien wurzelte, fehlt ihm die ganze Sphäre des Weibes und der Geschlechtsliebe“. — „Die Sphäre des Weibes“ fehlt Poe durchaus nicht, vielmehr hat er sie häufig, freilich stets in der denkbar reinsten und edelsten Form, verwandt. — Übrigens widerspricht sich van Vleuten selbst. Er stellt fest, „dass ’Der Rabe’ offenbar aus einem Delirium stamme“ (a. a. O. pag. 189). Nun, in diesem Gedicht spielt doch ein Weib die Hauptrolle, wie kann er da behaupten, dass „das Weib aus Poes Delirien verbannt sei“? — Der Satz, „dass der Alkohol der physischen Liebe — und sogar ihres psychischen Äquivalents — Feind sei“, ist in dieser Allgemeinheit gewiss unrichtig; die Wirkung ist eben individuell völlig verschieden. Daher hätte sich van Vleuten seine Bemerkung, dass Baudelaire, als er auf die Asexualität der Novellen Poes hinwies, „keine rechte Erklärung hierfür habe finden können“, besser gespart. Baudelaire, dem bewussten Rauschkünstler par excellence, war ganz sicher diese sogenannte „Erklärung“ wohl bekannt, er gab sie mit Absicht nicht wieder, da er ihre Hohlheit durchaus erkannte. — — Die Asozialität des Dichters, die übrigens ebenso wie die Asexualität beim Lesen Poes in die Augen springt, berührt van Vleuten leider mit keinem Wort: — möchte er etwa behaupten, dass ihr physisches Äquivalent bei ihm vorhanden gewesen, aber durch den Alkohol vernichtet worden sei?! — Logisch müsste er es, denn der innere Zusammenhang beider Momente — hier in der Negation — lässt sich doch einmal nicht verleugnen! — — Es ist übrigens unerhört, zu welchen Gewaltmitteln van Vleuten in seiner sonst klugen Arbeit greift, um den Dichter in das Prokrustesbett seiner vorher festgelegten Schablone zu pressen! So behauptet er: „Die Landschaft Poes ist schematisch und einförmig. — — — Für die wirkliche Landschaft war der Blick des Kranken unempfindlich, wenigstens liess die Amnäsie keine Erinnerung daran haften.“ — Und solchen Unfug sagt ein Psychiater, der selbst ein begabter Dichter ist, von dem Edgar Allan Poe, der „Landors Cottage“ und „The Domain of Arnheim“ schrieb, diese Hohenlieder der Landschaft, in denen auf fünfzig engbedruckten Seiten von nichts anderm als von landschaftlichen Schönheiten die Rede ist! — Ich kann mir dies Vorgehen van Vleutens nur so erklären, dass er Poes Werke nur bruchstückweise kennt und die erwähnten beiden Kabinettstücke, sowie die Mehrzahl seiner Gedichte, die eine Menge landschaftlicher Bilder enthalten, nie gelesen hat! Wenn ich ihn also in Schutz nehme vor dem Vorwurfe, bewusst Unrichtiges gesagt zu haben, so kann ich ihm doch den andern schweren Vorwurf nicht ersparen: ohne genügende Vorkenntnisse den Lesern der „Zukunft“, das heisst, unserm Elitepublikum, eine Arbeit vorgesetzt zu haben, die, obwohl im grossen ganzen gewiss anerkennenswert, doch in Einzelheiten schwere Irrtümer enthält, die geeignet sind, das Bild eines der allergrössten Genies im Werte herabzusetzen.
Ein Fabelbuch (mit Etzel). IV. Aufl. Verlag Albert Langen, München
Die verkaufte Grossmutter. III. Aufl. Verlag Hermann Seemann Nachf., Berlin
Die Ginsterhexe. II. Aufl. Verlag J. von Schalscha-Ehrenfeld, Leipzig
Der gekreuzigte Tannhäuser. VI. Aufl. (Vergriffen)
C. 33 und anderes. (Vergriffen)
Das Grauen. Nachtstücke in Goya’s Manier. Verlag Concordia, Berlin
Moganni Nameh (Gesammelte Gedichte) Verlag Concordia, Berlin
Nationalzeitung: Richard Schaukal verbreitet sich in sachlicher Weise über E. T. A. Hoffmann, einen Vorfahren, dem Schaukal selber in seinem dichterischen Streben mannigfaltig verpflichtet ist. Er erzählt das Leben Hoffmanns an der Hand der alten Hitzig-Hippelschen Biographie und gibt dann eine gute Charakteristik des Hoffmannschen Gesamtwerkes, in jenem eigenwilligen Stil, der den Prosaschriften dieses Autors eine so amüsante persönliche Färbung verleiht.
Dresdener Anzeiger: ... Schaukal gibt viele Anregungen und ist mit seinem verzwickten barocken Stil, mit seiner blendenden Eindrucksfähigkeit in mehr als einer Hinsicht dem Wesen des Gespenster-Hoffmann verwandt. Wir finden hier ein tiefes Eindringen, ein williges Aufgehen in der Subjektivität. Haben wir das Buch von Schaukal gelesen, dann haben wir teils direkt, teils indirekt durch stilistische Kunst ein Bild E. T. A. Hoffmanns selbst.
Wiener Abendpost: Als Frucht einer langen über alle literarischen Umwälzungen geretteten Liebe und eines grossen Fleisses hat Schaukal seinen Essay über Hoffmann erscheinen lassen. In „Umrisse“ und „Palette“ teilt er ab, was er über den malenden und komponierenden Dichter zu sagen hat. Die „Umrisse“ zeichnen nach fremden Porträts rasch eine charakteristische Skizze von Hoffmanns seltsamem Leben und seiner idealisch glühenden Art. Mehr von Eigenem gibt Schaukal im zweiten Teile. Während der erste Abschnitt auch irgendeinem besonders feinfühligen Gelehrten gelingen könnte, spricht in der zweiten Abteilung ein Künstler von der zerrissenen, in ironischen Masken grinsenden Seele eines Künstlers.
Allgemeine Zeitung, München: Ungeachtet der Schriftenflut, die sich über den englischen Dichter und Lebenskünstler ergossen hat, ... wird man diese einfach geschriebene, von innerlicher Wärme erfüllte, in aller Bewunderung für ihren Helden massvoll abwägende, klar und fein durchgeführte Schilderung gerne lesen.
Strassburger Post: ... Zu einer grundverschiedenen Dichternatur, dem genialen, unglücklichen Engländer Oscar Wilde, führt den Leser Hedwig Lachmann, die Wildes „Salome“ ins Deutsche übertragen hat. „Wie in einer tragischen Dichtung aus Anlagen und Verhältnissen das Geschick des Helden mit geradliniger Folgerichtigkeit herausrollt, so, als wäre es von einem Dichterhirn ersonnen und in die Welt gestellt, spielt sich das Leben Oscar Wildes ab.“
Berner Bund: „Die Dichtung“, die im Verlage von Schuster & Loeffler herausgegeben wird, enthält wohl das Feinste, was bis jetzt in Deutschland über den englischen Dichter geschrieben wurde. Sein Leben und sein Werk werden als aus derselben Wurzel hervorgehend begriffen und gewürdigt.
Edgar Allan |
Kritische Ausgabe in 10 Bänden, Herausgegeben und übersetzt von Hedda u. Arthur Moeller-Bruck. Brosch. 10 Bände à M. 2.—, geb. 10 Einzelbände à M. 2.50 od. 5 Doppelbände à M. 5.—. |
Band I: „Leben und Schaffen“ (enthält neben einer Vorrede die Lebensbeschreibung des Dichters durch seinen Biographen John H. Ingram in Übersetzung, eine Darstellung von Poes künstlerischem Schaffen aus der Feder Arthur Moeller-Brucks, sowie zwei Aufsätze Poes). — Band II: „Gedichte“ (enthält die metrisch gebundenen Poesien, ein Dramenfragment und einige mehr lyrische Prosastücke). — Band III: „Heureka“ (enthält neben der grossen Kosmogonie selbst, weitere mehr lyrische Prosastücke). — Band IV: „William Wilson“ (enthält im allgemeinen die romantisch-phantastischen Novellen). — Band V: „Der Geist des Bösen“ (enthält im allgemeinen die Kriminalnovellen). — Band VI: „Mesmeristische Enthüllungen“ (enthält im allgemeinen die spiritistischen Novellen). — Band VII: „Hans Pfaalls Mondfahrt“ (enthält im allgemeinen die aëronautisch-, geographisch- usw. phantastischen Novellen). — Band VIII: „Die Abenteuer Gordon Pyms“ (Roman). — Band IX: „Der Teufel im Glockenstuhl“ (enthält im allgemeinen die Satiren). — Band X: „Der Engel des Wunderlichen“ (enthält im allgemeinen die Grotesken).
Die einzelnen Bände können einzeln bezogen werden, jeder Band bildet ein abgeschlossenes Ganzes. Die Ausstattung des Werkes, dem eine hervorragende literarische Bedeutung innewohnt, ist gediegen.
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assessed for failure to return this book on the date due. The penalty
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Sep 18 1936
Sep 28 1943 (Der Verfasser starb im juni dieses Jahres)
May 24 1991
Auto -?- April 24 1991
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