XXXV.
Bi liebe lag
Ein ritter tougenliche
Die naht bis an den tag.
Der minne enpflag
Mit im dú minnekliche;
Die minne er widerwag,
Bis das der wahter sang: es tagt!
Das von in beiden wart geklagt.
‚Ach, herzeliebú frouwe min,‘
So sprach der ritter wolgemůt, ‚ich wenne es muͤsse ein scheiden sin.‘
Es wart niht lang,
Das da mit nahem smuke
Ergie ein umbevang
Mit armen blank
Und herzelichen druke,
Der lieb gen liebe twanc.
Dú frouwe sprach: ‚min sender lip
Und ich vil súfteberndes wib
Bin iemermere an froͤiden fri,
Sol ich dir, herre, niemerme geligen alse nahe bi!
Owe und ach!
Der jamerbern scheiden
Ir beider herze brach.
Das da geschah[57]
Von den gelieben beiden,
Das schuͤf in ungemach.
Der ritter sprach: ‚gehabe dich wol!
Din lip ist maniger tugende vol.
Min herze dir belibet hie.
Si sprach: ‚so fuͤre min herze hin!‘ Der wehsel da mit kus ergie.

XXXVI.
‚Verholnú minne sanfte tůt,
(So sang ein wahter an der zinne)[58]
‚Doch sol sich lieb von liebe scheiden!
Darnach so wende er sinen můt,
Ist ieman tougenliche hinne;
Deswar so tůt er wol in beiden.
Er sol sorgen,
Wie er von hinnen kere.
Est an dem morgen.
Volge er miner lere,
Sit das ich in warnen sol,
So tůt er wol,
Und sint sin ere.‘
Der frouwen dienerinne klůg
Erhorte da des wahters singen.
Darinne erschrak dú vil getrúwe;
Dú mer si hin ze der frouwen trůg.
Si sprach: ‚wol uf, und lant ú lingen!
Der tag ist komen!‘  Da hůb sich rúwe.
‚Est ane súnde,‘
(Sprach dú tugentriche)
‚Der in so fúnde.
Ligen minnekliche.
Erst entslafen; nu sich hie!
Ich weis niht, wie
Ich entwiche.‘
Die rede erhorte der werde gast,
Da er lag bi der minneklichen,
Bi lieber brust an blanken armen;
Davon in slafe do gebrast.
Er sprach: ‚sol ich von hinna strichen?
O we, das můs Got erbarmen!‘
Beider sinne
Wurdent da verseret
(Das schůf fro Minne),
Froͤide gar verkeret.
Da schied leid der wunnen spil;
Der trehene vil
Wart da gereret.
XXXVII.
Nu hat sich der sumer mit vil maniger hande kleide
Wol gezieret; schouwent an den anger, lieht gevar!
Lute singet vogel in walde und uf der gruͤnen heide:
Manig herz ist von der wunne worden sorgen bar.
Was toug mir vúr leit des meijen bluͤte,
Das ich lange trage, es wende der vil reinen guͤte?
Owe lieb, geschehe das,
Mir wurde bas!
Trost von der vil gůten — wenne sol ich den enpfahen?
Lieb von der vil lieben hete ich gerne: es were wol zit.
Wil si minen dienest also vesteklich versmahen,
Was mir danne kumberlicher sorge in herzen lit!
Neina! wúnschet alle, das dú Minne
Mir geliche twinge ir herz, ir můt und al ir sinne.
Owe lieb, geschehe das,
Mir wurde bas!
Han ich ir gedienet tougenliche her von kinde,
We, wes súndet sich dú herzeliebe danne an mir!
Hie bivor was ich vil bas der froͤiden ingesinde,
Do lies mich dú minneklich, nach mines herzen gir.
Mir mag lieb noch lieblich ende machen,[59]
Troͤste mich ein heinlich grůs, ein winken und ein lachen.
Owe lieb, geschehe das,
Mir wurde bas!
Werden manne, ir sunt den tugentrichen reinen wiben
Uf genade in dienste gerne wesen undertan.
Nieman kan den lúten noch der werlte vro beliben,
Wan von liebes troste, der sichs rehte wil entstan.
Nu ist min trost von der vil lieben kleine:
Das mag si mir wenden wol, dú minnekliche, alleine.
Owe lieb, geschehe das,
Mir wurde bas!
Minnekliches lachen, wunneklicher ougen blike,
Brune brawe, liehte varwe uf wengel, múndel rot
Hat ein wib, dú fuͤget minen kumber alse dike,
Das ich lide jamers pin und dabi sende not.
Ach genade, frouwe! ich bin din eigen;
Du solt mir nach sender not ein froͤidelin erzeigen![60]
Owe lieb, geschehe das,
Mir wurde bas!

XXXVIII.
Heide und anger
Went niht langer
Blůmen tragen,
Nu stet blos der gruͤne walt.
Kalde winde
Went geswinde
Hin verjagen,
Leider! loubes ungezalt.
Rife und ouch der kalde sne
Selwent beide
Gruͤne heide,
Sumer kleide
Tůnt si leide,
Und den kleinen vogelin we.
Suͤsse
Gruͤsse
Sint so gůt,
Swa liep tougen
Under ougen
Bliken tůt.
Ach ich tumber!
Grosser kumber
Tůt mir leit;
Davon bin ich ungemůt.
— — — —
— — — —
— — — —[61]
Ach wie we das selbe tůt!
Was klage ich den blůmen schin,
Sit ich worgen
Můs in sorgen
Manigen morgen,
Unverborgen
Von der lieben frouwen min?
Suͤsse
Gruͤsse
Sint so gůt,
Swa liep tougen
Under ougen
Bliken tůt.
Sit dú mine
Starken pine
Merent sich,
Und min froͤide swinden wil,
Und dú reine
Harte kleine
Troͤstet mich:
Das ist mir ein hertes spil.
We, wie sol ich fro bestan,
Sit dú here
Mir niht lere
Git fúr sere!
Swar ich kere,
Davon můs ich kumber han.
Suͤsse
Gruͤsse
Sint so gůt,
Swa liep tougen
Under ougen
Bliken tůt.
Wie mich wundert!
Sehe ich hundert
Tusent wib,
Mir geviele enkeine bas,
Danne dú gůte,
Wolgemůte.
Schonen lip
Hat die liebe, wissent das!
Ich gesach nie reiner fruht.
Si kan machen
Froͤlich lachen,[62]
Truren swachen.
Bi den sachen
Hat min frouwe wiblich zuht.
Suͤsse
Gruͤsse
Sint so gůt,
Swa liep tougen
Under ougen
Bliken tůt.
Ungewinne
Mir dú Minne
Dike git;
Davon habe ich ungewin.
Swas ich singe,
Ungelinge
Nimet mir min froͤide hin.
Minne, gib mir suͤssen trost!
La dú reinen,
Valsches einen,
Lieplich meinen
Mir bescheinen;
So wirt ich der not erlost.
Suͤsse
Gruͤsse
Sint so gůt,
Swa liep tougen
Under ougen
Bliken tůt.
XXXIX.
Sumer zieret
Heide und anger und den walt.
Davon manig herze balt
Den lip kunrieret.
Wan mag schouwen
Wol bekleidet berg und tal;
Da hoͤrt man die nahtegal,
Und in den ouwen.
Hiegegen froͤit sich aldú werlt gemeine.
Da bi kleine
Ist min froͤide zaller zit,
Sit das mir niht trostes git
Dú suͤsse reine.
Si ist vor valsche wol behůt,
Die mich singen tůt.
Der ich singe
Und ouch vil gedienet han,
Dú wil sich des niht entstan,
Warnach ich ringe.
Umb ir hulden
Ringe ich alle mine tage,
Also das ich sorge trage;
Die můs ich dulden.
Bis das ich noch lieben trost gewinne
Von ir minne,
Ist mir sorge gar ein troun;
Sus trage ich des jamers soun
In minem sinne.
Si ist vor valsche wol behůt,
Die mich singen tůt.
Lieplich lachen,
Liehten ougen, roter munt
Schafent hundert tusent stunt
Min herze erkrachen.
Gůt gebaren,
Dabi wol gestalten lip
Hat das minnekliche wib,
Dú min kan varen.
Si ist der wunsch uf erden sicherliche;
Froͤidenriche
Ist si, doch mit rehter zuht.
Ich weis niender wibes fruht,
Dů ir geliche.
Si ist vor valsche wol behůt,
Die mich singen tůt.
Zeinem male
Schoz ir minneklicher schin
In das sende herze min
Ir minne strale,
Die ich tumber
Iemer sidunt bi mir trůg,
Also das ich nie gewůg.
Den grossen kumber,
Trage ich, und ouch ander klagen swere,
Bis ein mere
Mir von der vil lieben kumt,
Dú mich hat ze froͤide erfrumt.
Dú seldenbere,
Si ist vor valsche wol behůt,
Die mich singen tůt.
Do ir ougen
Santen mir ir losen blike,
Sa zehant dú Minne ir strike
Warf an mich tougen.
Guͤtlich gruͤssen
Wart mir an derselben stunt.
Sit was ie min herze wunt
Von der vil suͤssen.
Si hat mir den strik noch niht enbunden,
Und die wunden
Ungeheilet. We mir, we!
Da von sorge ich, wies erge,
Ze manigen stunden.
Si ist vor valsche wol behůt,
Die mich singen tůt.

(Die letzte Strophe dieses Liedes steht in der Samml. von Minnesing. Th. I. S. 61.)

XL.
Walt und ouwe
Und dú heide
Die stent aber in wunneklicher wat.
In der schouwe
Liehte kleide
Sich der anger nu gewarnet hat.
Ellú vogeli sint us leide;
Sost des veldes ougenweide
Wol gezieret mit der gruͤnen sat.
Manigen wundert,
Wes ich trure,
Alde von weme ich habe die senden klage.
Ich han hundert
Nachgebure,
Dien ich doch der mere niht ensage.
Ist ir wille gen mir sure,
So nimt mich des kein wunder,
Ob ich gen ir holdes herze trage.
Lieb an ende
Vor in allen!
Ich han iemer mih zů dir verpfliht.
Lieb, nu wende
Maniges kallen!
Maniger sprichet, si gewer mih niht.
Das ist ein ungefuͤges schallen.
Moͤht aber ich ir wol gevallen,
Sone růhte ich was ieman boͤser giht.

XLI.
Winter wil uns aber twingen
Heide und ouch den gruͤnen kle;
In den walde vogelin singen
Tůnt die kalden winde we.
Doch wie kranc der sumer were,
Winter ist so froiden lere,
Das er birt noch grosser swere.
Mir wer liep, das uns verbere
Rife und ouch der kalde sne.
Frouwe min
Ich wil din
Diener sin.
Ach was klage ich sender, tummer,
Sit noch grosser ist min not?
Ich lide alze grossen kummer,
Sit dú Minne mir gebot
Dienen also reinen wibe.
Wol ir minneklichen libe,
Ob si froͤide mir beschibe,
Und die swere mir vertribe
Mit ir liehten múndel rot!
Frouwe min,
Ich wil din
Diener sin.
Wunneklichen ougenblike
Hant das herze min gewunt,
Die mich smahen also dike;
Davon ist mir sorgen kunt,
So si loslich von mir swenket,
Und mich in den jamer senket,
Und mich an den froͤiden krenket,
Und min herze in rúwe ertrenket.
Das geschiht mir tusent stunt.
Frouwe min
Ich wil din
Diener sin.
Minne twinget ane schulde
Mich vil senden, siechen man;
Wan ich warb ie nach ir hulde,
Das ich růwe nie gewan.
Minne, liebes fuͤgerinne,
Ach war tůst du dine sinne?
Dien ich dir nach ungewinne,
So bist du gen mir unminne,
Sit ich dienen dir began.
Frouwe min
Ich wil din
Diener sin.
Dú vil gůte und dú vil reine,
Minneklichen wol gezogen,
Hat niht bresten, wan ein kleine,
(Fúr die warheit, ungelogen!)
Sist gen mir ein teil zehere.
In weis da niht wandels mere.
Swar ich doch der landen kere,
So gib ich ir pris und ere;
Sie ist an tugenden unbetrogen.
Frouwe min
Ich wil din
Diener sin.

XLII.
Wer gesach den winter ie
Also langen
Unzergangen?
Al min blangen
Nie vervie.
Den hat sumer sigehaft
Uberwunden
An den stunden;
Er hat funden
Sine kraft.
Walt und ouwe
Sint nach růmen
Wol bekleit;
In dem touwe
Manig blůmen
Sten gespreit.
Anger, heide,
Die sint beide
Mit ir kleide
Vil gemeit.
Suͤsser grůs
Tete bůs
Mir vil schrike,
Sit ich dike
Lieblich blike
Miden můs.
Froͤit úch, froͤit úch, jung und alt!
Swem die Minne
Lasse sinne
Der gewinne,
Si erbalt.
Niemer wirde ich rehte fro,
Sit ir strale
Mir die quale
Zallen male
Fuͤget so.
Ach ich tore!
Wie si toͤret
Sinne min!
Sit ir ore
Niht enhoͤret
Minen pin:
Von dem mere
Můs min swere
Suͤftebere
Leider sin.
Suͤsser grůs
Tete bůs
Mir vil schrike,
Sit ich dike
Lieblich blike
Miden můs.
Ich han dike froͤlich doch
Bi den jungen
Her gesungen;
Ungelungen
Ist mir noh.
Des bin ich an froͤiden tot,
Von ir schulden,
Nach der hulden
Ich můs dulden
Sende not.
Ach, wie cleine
Mich vervahet
Swas ich sage,
Sit dú reine
Mich versmahet
Alle tage,
Sin enwende
Unde swende
Mir vol ende
Mine klage!
Suͤsser grůs
Tete bůs
Mir vil schrike,
Sit ich dike
Lieblich blike
Miden můs.
Minnekliche, schoͤne gar
Ist min frouwe,
Liehter schouwe,
Sam in touwe
Rosenvar.
Ir gebaren tůt mir wol,
Swie ir guͤte
Min gemuͤte
Sorgen fluͤte
Machet vol.
Ach, ich tumber!
Wie mir meret
Sende not,
Sit min kumber
Mich verseret
Uf den tot!
In der wise
Wirde ich grise,
Sit ich prise
Ir múndel rot.
Suͤsser grůs
Tete bůs
Mir vil schrike,
Sit ich dike
Lieblich blike
Miden můs.
XLIII.
Komen ist der winter kalt,
Wafena! der leide,
Der uns twinget blůmen und kle;
Loubes hat er vil gevalt.
Ich was uf der heide;
Da siht man den rif und ouch den sne.
We mir, we!
Wes froͤwe ich mich,
Das ich aber singe?
Hete ich sinne, so swige ich.
Wan das mich gedinge
Froͤwet, son gesunge ich niemerme.
Hundert
Wundert,
Wa si si.
In dem můte
Ist mir dú gůte
Steteklichen bi.

Wer gesach ie schoner wib,
Alder bas geschaffen,
Dan als ich si zeinem male sach?
Ir vil minneklicher lip
Hůb gen mir sin klaffen.
Hoͤrent, wie dú tugendriche sprach.
‚Ach und ach!
Wie tumb ir sit!
Went irs iemer triben?
Úwer dienst niht froͤide git
Hoh gemůten wiben.
Gant! ir tůnt uns michel ungemach.‘
Hundert
Wundert,
Wa si si.
In dem můte
Ist mir dú gůte
Steteklichen bi.
Do dú rede ergieng alsus,
Mir begunde leiden;
Wan mir was ir hulde gar verseit.
Ich sprach: solt ich ane kus
Hinnan von ú scheiden?
Si sprach: ‚los, er weis wes ars er treit!
Mir ist leit,
Das iemer man
Sol daran gedenken,
Alder der niht fůge kan.
Ja lies ich in henken
Nu, e das er ruͤrte an min kleit.‘
Hundert
Wundert,
Wa si si.
In dem můte
Ist mir dú gůte
Steteklichen bi.

(Die zwey letzten Strophen dieses Liedes stehen in der Samml. von Minnesing. Th. I. S. 61.)

XLIV.
Swie gerne ich were
Gar froͤidebere,
So enlat mich swere!
(Klagt ein magt)
Di man sint schúllen.
Wer kans erfúllen
Die fulen gúllen,
Gar verzagt.
Wurbe ein jung man umb ein wib,
Swa si das horten,
An allen orten
Mit losen worten
Sis zerstorten.
Got der schende ir lip!
Si sprach: mich wundert,
Das under hundert
Niht us besundert
Ist ein man,
Der wibes ere
Nah zúhten lere
Mit willen mere.
Nu sehet an!
Si sint endelich allesamt
Bi den wihen swere.
Die lůterere
Sint růmerere,
Und uns gevere,
Und gar unverschamt.
Hievor gab Minne
Froͤide gewinne
Den mannes sinne
Dur das jar.
Swer nu sůchet
Ald ir gerůchet,
Der ist verflůchet.
Dest leider war!
‚Est ein arges minnerlin!‘
Sprechent nu die jungen,
Die hievor sungen,
Nach eren rungen,
Die sint verdrungen:
Dest worden schin.
XLV.
Het mich der winter bas verlassen,
Gen den sumer sunge ich húbschen sang;
Nu můs ich mich froͤiden sanges massen,
Sit min hoh gemuͤte ist worden kranc.
Brůder tot
Birt mir grosse swere.
Wissent, das ich froͤide gar verbere,
Wan das sterben ist gemeinú not.
Ich bin drier hande schaden
Vaste úberladen.
So ist ein ander swere, dú mich twinget,
Das die herren můtes sint so kranc,
Und ir tugende nieman darzů bringet,
Das man singe hovelichen sanc.
Hie bi vor
Was ir dank niht kleine;
Nu ist ir lon den, leider! ungemeine,
Dien ir herze in froͤiden swebte enbor.
Ich bin drier hande schaden
Vaste úberladen.
So ist der dritte schade mir gar ze swere:
Der ich lange her gedienet han,
Dú tůt reht als ob ir si unmere,
Swas ich ir ze dienste habe getan.
Wer ir lon
Gegen mir bas erschossen,
Dienstes wer ich iemer unverdrossen,
Und sunge ir noh vil manigen don.
Ich bin drier hande schaden
Vaste úberladen.
Ob ich nu verdurbe von der schulde,
Das der tot mir ungenade tůt,
Und ich darbte miner frouwen hulde,
Das were gar verzagtes mannes můt,
Ald umb das,
Das ich der schande[63]
Sumelicher hoͤre in Tútzen lande:
Ich wils ellú drú versůchen bas.
Ich bin drier hande schaden
Vaste úberladen.
XLVI.
Sol ich iemer fro beliben
Ane swere,
Das můs von der minneklichen
Komen also.
Si kan sendú leit vertriben;
Swa si were,
Da muͤste ungemuͤte entwichen:
Si ist so vro.
Wil si, so ist min froͤide kranc
Und min leit;
Wil si, so ist min sorge lanc
Unde breit.
Minneklichú frouwe,
Nu schouwe
Den kumber,
Den ich sender, tumber
Han geseit!
Werdú Minne,
Twing ir sinne,
Das si mich
Lieplich meine,
Dú vil reine,
Minneklich!
XLVII.
Es ist gar unmassen lang,
Das ich niht von liebe sang;
Ich habe undank.
So mir wirt ein umbevang
Von ir liehten armen blank,
Min sorge ist kranc.
Wanne
Sol ich geleben die lieben stunde?
Nieman kunde
Mich getrosten bas,
Danne
Dú, der ich da nie vergas.
Nu wissent das:
Swas ie man tůt,
Ich han den můt:
Min herze ist da,
Niht anderswa.
Ach, wie mich súften  tůt
Din munt, alsam ein blůt,
Den minen můt!
Du bist alse rehte gůt,
Und mit stete wol behůt
Vor valsches flůt.
Frouwe,
Ioch bin ich dienstlich din gar eigen.
Du kanst neigen
Mir herze und sin.
Schouwe,
Wie gar ich din eigen bin.
— — — —[64]
Ich mag niht bas,
Wan wissent das:
Min herze ist da,
Niht anderswa.
Liebes lieb, dir si bekant,
Sit dich erst min ouge vant,
Din wissú hant
Leit an mich ein volge bant;
Das geschah mir sa ze hant:
Des wis gemant.
Minne,
Dis bant stet in diner hende.
Nieman wende
Mich, geloubent mir!
Sinne,
Min lip, und des herzen gir
Die volgent dir.
Was sol des me?
Swies mir erge,
Min herze ist da,
Niht anderswa.

HER WALTER VON DER VOGELWEIDE.

Ist das mich dienest helfen sol,
Als es doch mangen hat getan,
So gewinnet mir ir hulde wol
Ein wille, den ich húte han;
Der riet mir, das ich ir bete,
Und zurnde aber si, das ich es dannoch tete.
Nu wil ich es tůn, swas mir geschiht.
Ein reine, wise, selig wib das laze ich doch so lihte niht.
Wie kumt, das ich so wol verstan
Ir rede, und si der miner niht;
Und ich doch grosser swere niht enhan,
Wan das man mich vro darunder siht?
Ein ander man es liesse:
Nu volge aber ich, swie ich es niht geniesse.
Swas ich darumbe swere trage,
Da entspriche ich niemer úbel zů, wan so vil das ich es klage.

(Die erste Strophe dieses Liedes steht in der Samml. v. Minnesing. Th. I. S. 155.)


ABWEICHENDE LESARTEN
DER
BREMISCHEN HANDSCHRIFT.


Abweichende Lesarten

die, bey der Vergleichung der Bremischen Handschrift mit der 1758 zu Zürich gedruckten Sammlung von Minnesingern, des Anmerkens werth schienen.

Offenbare Schreibfehler, orthographische Verschiedenheiten und andere Kleinigkeiten sind hier nicht bemerkt. Was bey einer Vergleichung der Pariser Original-Handschrift dankenswerthe Genauigkeit seyn wird, wäre hier Zeitverlust. — Die erste Zahl bezeichnet die Seite des Züricher Abdrucks, die zweyte die Zahl der Strophe auf dieser Seite (wobey zu bemerken ist, dass der Rest einer auf der vorhergehenden Seite anfangenden Strophe eben so gut als eine volle Strophe mit 1 bezeichnet ist); darauf folgt die Zeile so wie sie in der Bremischen Handschrift steht.

THEIL I.

S. 1. Str. 9 Wie solt ich ie mer froͤide also gewinnen.
2 4 Das ist ein niht ich was gewert.
- - Das leit ward fro dú liebe klagt
- 10 Wol uf wol uf ich gan iu niht ze bliben bi der noͤte.
3 3 Des gat uf min gemuͤte so ho
- - An ir ist alles wandels niht
- 6 Ich clage dir liehtú heide breit
- - Dur Got und helfent mir genesen
- 7 Wanne aber ich fúrbas ihtes je
- - Dú mir in herzelieber liebe reichet
4 4 Gegen al der welt gemeine
- 9 Minne tůt den man niht arges můtes
5 8 Das wende vrouwe alder ich bin iemer ungesunt
- 9 Mir kunde niemer bas geschehen.
6 1 Mir tůt wol swenne ich ir lip sol schouwen
- - Swie verre ich si ich wúnsche ir dar
- 3 Der lobe ir leben und ere ir lip
- - Ir luter spiegel varwes leben
- - Versigeln muͤsse er uf das mer
- 8 Ich enwart noh nie so von sinne getwange
Das ich dur in lieze die minne froͤide sin
- 9 Das die argen schalke ze mir tragent has
- - Do er schůf merkent alle wol was
- 10 Moͤchten si dem walde sin louben verbieten
- - Ich wil mich gůter froͤiden nieten
- 11 Do min herze wart vertriben
7 1 Mich benuͤgte solde ich in ir dienste
- 5 In ein schoͤnes boungartelin
- 15 Si est so wal gedan.
8 4 Maniger helt von minne tale
- - Es ist clerig leige noch beginne
Si ouge sich ussen liep zesine.
- 6 Voglin twinget sin gewalt
- 8
Statt der letzten 4 Zeilen der ersten Columne dieser Seite steht in der Handschrift:
Also das ir troͤstet mich
Genade frouwe minneklich
Mis herzen kúniginne genade
Frouwe durh Got genade
Vil reine selig wib
Troͤstet ir mich ze spade
Das nimet mir den lib.
Darauf folgt als zweyte Strophe dieses Liedes,
Sol ich sus gebunden
Juncfrouwe vor ú stan   u. w.
- 13 Min frouwe sol han nu den gewin
9 3 Mit sange wande ich mine sorgen krenken
- 4 Dú mac mir wol ze froͤiden huse geschragen
- 6 Der brennet sich von rehte harte sere
- 11 Dú mir zerwerbenne vil lihte were
- 13 Das ich den sumer also mässeclichen clage
10 1 O we zwiu lat mich verderben diu here
(er fehlt)
- 10 Ich were hohes můtes rich mit freuden freudebere
11 7 Gemacht und die ouwen
- 11 So sere als si tůt minen lip
13 7 Nein ir stirbet verre mere
14 2 Ir geilent u. w. (So auch bey den 3 folgenden Strophen)
- 8 Si hat mich entwert gewalteklich
15 12 Ich mane die suͤssen reine noch ir trúwe
16 6 Swie dike si mir nahen lac
- 10 Masse ist zallen dingen gůt
- 11 So das geschiht so endurfen wir niht klagen
17 1 Naht git senfte we tůt tag
- 3 Das ein spiegel aller miner wunne mir ist komen
- 5 Wil si durch die verlorne schulde
18 3 Din zorn der si dir gar vertragen
- 8 Das si ein weninc us straten
21 5 Der da singet so er sterben sal
- 11 Tůn ich eins und anders niht
23 5 Lob von mangen zungen
- 15 Si sprach hie en ist der wibe
25 5 So hat si einen roten rosen gessen.
26 2 Ach vil minneklichú gůte
Enbinde mich von sender not
La mich niht us diner hůte
- 6 Doh sol man wissen
- 9 Ach ich gar unseliger man
27 11 Du hast min herze us suͤssem slafe erschrecket
28 7 Von Jacob ufgender sterne
30 3 Můs das sende herze min
32 8 Ich singe ir alle mine tage
- - Mit der not trure ich ie mins herzen kúniginne
- 9 Das si mir von herzen selten lachet
- 10 Sit min leit niht wan ir minne kan erwenden
- 12 Das sult ir wol gelouben gar
33 1 Hete iemer mere ein wort mit iu gemeine
- 2 Swanne ich sihe dú mich betwungen hat
- 4 Niht wan ein vil kleines vingerlin
34 9 Nach der Zeile: We was han ich tumber man mich so versprochen
folgt:
Das ich gůtes wibes han gegert.
34 10 Als han ich geteilet schier uns beiden
- 13 Núwet gegen der sumer zit
- - Verderben das ist mir ein not
35 4 Da mit ir so grosse unfroͤide mugent verkeren
- 6 Das ir mugent in trurig herze froͤide senden.
- 9 Vil stete bereit
36 13 Bey dieser und bey den drey folgenden Strophen fügt die Handschrift nach:
Genade frouwe mit Recht ein &c. hinzu.
37 8 Ach solde ich geleben
38 8 In Kúrenberges wise
- 11 Es hat mir an dem herzen vil dike we getan
- 14 Ich und min geselle můssen uns scheiden
39 7 Ansehendes leides han ich vil
40 3 Des wene min leben niht lange ste
- 5 Das ich niht herzeliebe vinden kunde
41 7 Swanne der wag sin únde also gar gelassen hat
42 6 Ich sůche gůter frúnde rat
43 3 Den willen habe si fúr vol
44 2 Was sol mir richeit und lib
- 9 Dú mir ie ze herzen hie
45 7 Wil si so bin ich sorgen bar
46 4 Den abent den morgen (ohne und)
49 6 Herze du bist ane sin
51 8 Swanne si ir liet vol endet so geswiget si
52 9 Mit boͤsen worten umbe slant
- 13 Dú gůte dú mir
54 3
Diese Strophe fehlt in der Bremischen Handschrift. Wahrscheinlich wurde der Abschreiber durch den gleichen Anfang zweyer auf einander folgenden Strophen zu diesem Versehen verleitet.
- 4 Swie we si mir nu lange har getan
56 9 Das uns beide an sange an froͤde missegat
63 4 Das kunt mir von so grosser klage
- 7 Got helfe mir das ich mich bewar
64 3 So bitte ich si das si mir ein liebes ende gebe
- 4 Was si mir ane schulde doh langer tage gemachet hat
- 10 Wol im das es so rehte weln kan (ohne des)
65 5 Den wolte ich wol wissen das
- 6 Und erbot mir leit zallen stunde
67 5 Des einen und deskeinen me
68 1 Verliese aber ich ir hulde da
- 13 Und han ich si in minem herzen lieb
69 10 Er moͤhte sichs ze masse froun
- 14 Der vil wol getruwet han (ohne ich)
- 15 Ich wene ich mich sin geloben wil
70 12 Die wellen niht das mir swere u. w.
71 10 Steten wiben tůt unstete we
- - Unstete liesse er danne mich so liesse ich in
72 2 Den man so rehte trurekliche tůt
- 5 Doch fuͤre ich  aller dinge wol
- 7 Ern hete minen dienest und ouch mich
73 10 Das ich ir so holdes herze trage
75 2 Was bedarf ich guter handelungen me
Nach dieser Strophe, oder nach der Zeile So froͤit mich das ich sin ie began stehen in der Bremischen Handschrift, als vierte und fünfte Strophe dieses Liedes, die beiden Strophen, die sich in dem Zürcher Abdruck S. 77 finden:
Mich froͤit an alle swere wol u. w.
und Ich han nach wane dike wol
- 5 Der ich da gůtes hoͤre jehen
- 10 Der so gewennet sinen můt
76 4 Von herzeliebes schulden hat
77 5
In Hinsicht auf diese und die folgende Strophe sehe man was zu S. 75. Str. 2. bemerkt ist.
- 9 So was es ie der wille min
78 6 Der ich es gerne scheine
79 7 Dem gelich entůn ich niht
- 9 Das si lebent sine wissent wie
80 11 Mit starker heimesůche nie getrat
- 13 Der froͤiden der ir guͤte wunder geben kan
81 4
Diese Strophe, Got gebiete miner frouwen das si si —, ist in der Handschrift die erste des LVI. Liedes dieses Dichters,
- 8 War kan úwer schoner lib — die zweyte,
- 9 Wa von solt ich schone sin — die dritte,
- 10 Solke not und ander leit — die vierte,
- 11 Ich gelache in iemer an — die fünfte;
Darauf folgt:
- 5 Mir ist vil we was ich gesage — als die erste Strophe des LVII. Liedes,
- 6 Des ich nu lange han gegert — als die zweyte,
- 7 Spreche ein wib la sende not — als die dritte;
Und mit
- 12
Sol mir disú sumer zit — fängt das LVIII. Lied an, dem fünf Strophen gegeben sind. Diese Folge der Strophen ist aber fehlerhaft. Mit der Strophe, War kan úwer schoͤner lib (S. 81. Str. 8), fängt ein Lied an, das aus sechs Strophen besteht, und mit der Zeile, So gesieht man wol das ich vil selten iemer iht geweine, (S. 82, Z. 1. 2) schliesst.
82 9 An dem ich nide das man in so gerne siht
- 13 Nie lobelicher man des me also
83 12 Swie si doch smuket
Sie koͤdert sie locket
84 8 Jamer hat mich ingesindet
- 10 Kúschen megeden fro vri zallen stunden
- 11 Hohen můt so tiefe in sorclich truren versenket
85 11 Mir beslossen
86 2.3 Der Refrain Mir ist von strowe u. w. wird bey beiden Strophen wiederhohlt.
87 2 Mit ir steten wibes zuht
- 6 Mengelich begunte denken
- 9 Do si min gedanken funden
- 10 Ich sant dur aventure
- 11 Ald ich bi ir das ist ein wunnebernde froͤiden spil (ohne in)
- 12 Si mag mich wol weinen sweigen
- 13 Sit das in sin noch lip
Das ir doch viere beten einen willen
88 1 Was jegeliches menschen herzen minne
- 3 Demůt is lobes hel
Ir trúwe sol niht brechen
- 4 Dú zweiet und frúhtet selde und ere
- 7 Ir wehsel gedenken das kan si nahe smuken
- 9 Sich den trúte
89 3 Wie gehebe ich einen sturn
- 12 Das kan si us ir munde schenken
90 1 Si verlúget an
- 2 Si in vúre hin
92 4 Was danne und Arnez under stunde
93 10 Sit ich dich herze niht wol mac erwenden
Wie geterstest eine an solhe not ernenden
- 12 Reht als es der Sumer von Triere tete
95 8 Das si es niht scheiden lat
96 10 Ich rede es umbe das niht das ich der selde habe gepflegen
101 Z. 5 Uns hant verleitet sere
103 Str. 10 Davon wir hoͤren beide singen und sagen
104 1 Toren schulten ie der wisen rat
- 2 Unde giht des einen das es iht von herzen ge
- 4 Min gedinge ist der ich bin
- 6
In dem auf die Zeile, Der an frúndes herzen lit folgenden aus eilf Strophen bestehenden Liede, das in der Handschrift mit VII bezeichnet ist, sind die Strophen, die von 19 bis 29 zählen, folgender Massen versetzt:
Die neunte Strophe des Abdruckes (ir lat úch niht verdriessen u. w.) ist in der Handschrift die erste oder 19. — die 10. die 20. — die 1. die 21. — die 2. die 22. — die 3. die 23. — die 4. die 24. — die 5. die 25. — die 6. die 26. — die 7. die 27. — die 8. die 28. — die 11. die 29. — worauf alsdann unter VIII die Strophe, Rit ze hove Dietrich u. w. folgt, der die Zahl 30 vorgesetzt ist.
107 2 Dike schalkhaft zeren blint
Dike schalkhaft zeren blint
- 5 We geschehe dir tach
- 7 Aber e dir bigelige ich
- 9 Von dem ich habe die sele der muͤsse dich bewarn
111 3 So vergiltet si mir minne wol
- 12 Ich barg din ungefuͤge in frúndes schos
112 3 Do vant ich wunderlichú ding
- - Es hat der tumbe riche nu ir drier u. w.
113 2 So sere nie geschrei
- 4 Můst ich von des múnches tische scheiden
- 6 Sit das mans iu zunwizen zelt
- 12 Wes er mit mir pflege
114 10 Inmitten an das herze da dú liebe lieget
115 8 Des enhabe deheinú můt
- 10 Die den unverschamten bigestan
116 5 Und der mich danne wellen hiesse
- 9 Underwilent sint si túre
120 2 Das gezeme ir bas
- 4 Das si ir ruschen nienen lat
Si stosset sich das es mir an min herze gat
- 12 Und ist doch unnahen
- 13 Welt wie ich das verdienen wil
Fůs von miner stete
121 9 Was mac ich gebents iu minen sanc
122 3 Doch so túret frowe unz an das ort
- 7 Von miner frowen wer si si
124 11 So rechet mich und gert ir alten hut u. w.
125 3 Also sprach ich zeiner wol getanen maget
- 12 Kúnigin ob allen frowen
La werende helfe schowen
- - Ir schrien lut erhillet
Manic lob dem kruze erschillet
128 1 Der enhabe ouch hie und dort niht lones mere
- 4 Der vater bi dem kinde untrúwe vindet
129 2 Beitent unz iuwer jugend zerge
ist in der Handschrift nicht wiederhohlt.
- 3 Die maniger uf sich selben leit
130 5 In meien towen durch das gras und kleiner vogelin sanc
131 2 Mich grúlet so mich lachent an die lechelere
132 6 Das ir in richet und uns tútschen ermet und pfende swendet
133 2 Den hoͤhe breite tiefe lenge umbe grifen mohte nie
Din kleiner lip mit suͤsser kúsche in umbevie
Dehein wunder mohte dem gelichen nie
- 7 Unser aller frone der stet under einer úbelen troufe
133 10 Es ist min sitte das man mich iemer bi dem fürsten vinde
135 6 Ein reine selig wib das laze ich doch so lihte niht
136 9 Mines herzen tiefú wunde dú můs iemer offen sten
(so auch in der zweyten Zeile nach dieser)
138 10 Gesche an der gruͤnen heide
140 3 Mir spilten dú ougen nie
142 6 Mir ist liep das die getrogenen wissen
- 7
(Die 3 letzten Strophen dieser Seite sind in der Handschrift überschrieben: Meister Heinrich Teschler. Auch stehen sie in dem Zürcher Abdruck Th. 2. p. 90 noch einmahl unter Meister Heinrich Teschler.)
144 8 Und das ich minne si vor allen wiben
145 9 Und ich iu wol gediene so ich beste kan
- 10 Das mich ir nieman versprach ders wizzen kunde
146 2 Mich hat ir rat und ir schoͤne betoͤret
Sus ist min froͤide von iu beiden zerstöret
- 8 Von ir grosse werdekeit (ohne so)
147 2 Si treit den helfelichen grůs
- 9
bis S. 148. Str. 6. sind in der Handschrift folgender Massen versetzt:Urspring blůmen loub usdringen u. w. oder
Str. 15 im Abdrucke ist Str. 9 in der H.
16 ———— 10
17 ———— 11
13 ———— 12
14 ———— 13
und diese fünf Strophen sind mit IV bezeichnet. Darauf folgen vier Strophen unter V, und die Strophe Es ist nu tag u. w. (S. 147. Str. 9) oder
Str. 9 im Abdrucke ist Str. 14 in der H.
10 ———— 15
11 ———— 16
12 ———— 17
- 10 Ir frúndes lib
148 11 Ist ir munt als ein rubin
149 4 Tůt so selicliche
149 11 Dest ir sitte der ich holdes herze trage (so fehlt)
150 1 So bin ich vro und mache ir hohe wirde wert
- 7 Sine werbe ouch noch das ist alles ein niht
Wan das nie jar ein sende leit an mir verdarb
- 8 Ich enkunde von den meren
- 11 Was lobe ich si si lobt selbe sich
151 2 Kúnden den die werdeklicher minne gern
152 2 Wol uf laze ir das herze hie
- 5 So minneklicher wibe grůs
- 6 Das si mir mit liebe lonet si ist so gůt
153 6 Was sol truren fúr das das nieman kan erwenden
154 2 Nach dem grůze wil ich also steteklichen werben
155 2 Wan anders můs ich senende leben
- 13 Alse striteklich gegen mir nu keret
Sit min herze an allen wank
156 10 Do versten ich nu alrerst rehte mich
157 4 Und wissest das das er da sinen anden richet
158 2 Lihte niemer niht u. w. (ohne leider)
160 9 So wer al min swere
161 3 Den lieb nah leide tůt mit senden sorgen
- 5 Dú mir ist vúr ellú wib
- 10 Des dienstes duhte mich vil kleinen
163 5 Sumelicher wib unstete
- 6 Fúr der werlte wandelbere
165 2 Nu entroͤstent mih die lieben tage
Noh swas ich von den blůmen sage
167 10 Alsus kan er wunnekliche nieten
168 1 Do die wol gemůten lúte waren
- 6 Dú dienest von drin mannen nimet
169 2 Wil ich dabi miner froͤiden niht gezemen
- 5 Frowe min la hoͤren mich
170 1 Das wene ich gar von dinen schulden si
- 2 Schowe das du selig sist
- 3 So wolt ich vil gerne uf ir wibes guͤte borgen
- 5 Des ich niemer mich vertroͤste gar
Truͤbet mir min minneklicher wan
- 6 So wirt ich selten vroͤidenriche
171 9 Doh ist mir lieber lob ich si danne ob ich es lieze
172 6 Das verswige ich als ich wol kan