[132b] Von prucken, stegen und weren oder güßpetten in der stat.

Item die zwen stege, die an peden seitten vor den schoßgattern oben am wasser als es in die stat fleust von dicken dilln gemacht sein, darauf man zu den gattern komen mag, die soll ein paumeister auch machen und in wesen halten wenn sie schaden nemen.

Die dillen, darmit man die Begnitz versetzt oder swelt, wenn sein not geschicht, vor den vorgeschriben zweien stegen, die ligen oben auf denselben gengen ob den schoßgattern, do haben sie ire beheltnus.

Pei Wilhelm Derrers haus und garten doselbst geet über die Begnitz ein pruck obenthalb der müll am Sant. dieselben prucken mitsampt dem werr zwischen des newen spitals heussern und dem klein werrlein hinter der Plaich doran stossent soll derselb müllner machen und in wesen behalten, damit hat ein paumeister nit zu thun, anders dann das klein werlein hinten an der Pleich soll ein paumeister machen, als vor steet.

Zwen stege, die vor ein ander von dem Schießgraben am Sante auf die Schütte zu geen, die soll der stat paumeister machen und pessern lassen.

Und desgleichen soll der statt paumeister pessern lassen und in wesen halten das werr, als vill und des der statt zusteet, das [133a] do ist hinter der Pleich zwischen des müllners werr am Sant und der Pleich, darüber das wasser fellet, wenn do güß sein. das ist zu bewaren mit rauhen wedellen und esten, die man einlegt und die beswert mit erden und alten quadern und wacken, die sust zu nichte tügen.

Des gleichen soll ein paumeister die verdeckten pruck hinter dem Wildpat auch machen lassen und in wesen behalten.

Auch den stege und das were ob der müll hinter sant Katherein zwischen dem klein werlein, das ob den prunnrören hinten an dem manghaus leit, das soll dann ein paumeister bewaren als vorgeschriben steet. denselben stege und were soll der müllner auf sant Katherein müll machen lassen und geet der stat paumeister nit an mer, dann das klein werlein ob den prunnrören, das soll ein paumeister machen lassen.

So soll der stat paumeister den stege machen lassen pei dem winckler an der Ledergassen über die rinnen doselbst. den ließ ich vernewen in dem einundsechtzigsten jare in sant Gallen tag [16 Oct.]; darzu komen zwen pretten, einer viertzig schuch lanck.

Item sant Katherein und die spitalprucken soll der statt paumeister machen lassen.

Item die zween stege die hinten aus dem newen spital über die Begnitz gen, die soll der new spital machen lassen und gen der stat paumeister nit an.

Item der parfusen prucken sol der stat paumeister machen lassen.

[133b] Item desgleichen die fleischpruck soll der stat paumeister machen lassen mit sampt dem klein prucklein ob der trenck, das gegen dem pathaus hinab geet. darzu soll der paumeister machen die pruck zwischen der fleischhacker schlachhaus und der gepflasterten pruck doselbst.

Das slachhaus auf der Begnitz vor dem alten flaischhaus, das mit schinteln gedeckt ist, das gehort dem gemein hantwerck der fleischhacker zu zu machen und in wesen zu halten, also das der stat paumeister gantz nichtz doran machen bedarf weder in dem grunt mit pfellen noch sust ob der erden etc. aber die prucken, die do ist zwischen dem slachhaus und dem alten fleischhaus, auch die pruck vor dem slachhaus und der kandelgiesser ganck, die ist der stat paumeister schuldig zu machen und in wesen zu behalten.

Auch was sie pöser rimen, doran sie das fleisch hencken, unter dem alten und newen fleischhaus haben, soll in der stat paumeister machen und pessern lassen; aber mit iren pencken und stocken darvor damit hat ein paumeister auch nichtz zu thun, noch auch mit dem prucklein, dorauf sie ir wampen und fleck waschen, das macht auch das hantwerck der fleishhacker und nit ein paumeister.

In dem funfundsechtzigsten jare in der vasten do ließ ich von befelhnus eines erbern rats und von pete wegen der hernach geschriben person ein dollen von dem kasten und dem heimlichen gemach, das hinter des Gartners, Techelmeyers, Weinmans und des Appothekers heusern was, machen von stein und mit Kornperg schallen gedeckt von iren heusern zwerch uber die gassen und also durch das fleischhaus in dem mitteln gang durchauß piß an die Begnitz alles auf derselben nachtpauren kost. die zeit ließ ich in dem slachhaus ir heimlich gemach verkeren und ein kemerlein, auch den steg und prucklein, darauf sie die wampen und flecke waschen, das alles die nachtpauren zalten und mir pei sibentzig guldein gaben fur alle ding. das alles geschach mit eines erbergen rats erlaubung und mit gunst eines gemeinen hantwercks der fleischhacker.

Item den stege hinder den fleischpencken gegen den schleiffredern sol der stat paumeister halben und die mullnerin dapei halben machen, als da voren auch steet.

Ein pruck, die hinten auß der mul hinter den fleischpencken zwischen dem heimlichen gemach und den schleuffheusern doselbst hinauß auf den Sweinmarckt geet, das ist ein gunst und kein recht; wann die Pfennin, mülnerin, auf ein zeit die verpandt und gedeckt wolt haben, das ward ir in einem erberen ratt abgeslagen nemlich im sechsundsechtzigsten jare umb sant Jörgentag.

Darzu soll die mulnerin noch ir erben das new heuslein, das voren zwischen irem mülhaus und dem steg am wasser steet, künftiglich nit hoher pauen, dann doselbst ettwen newer ein vischstuben gewest ist, und ein kleins gemechlein darauf, das auf ein zeit in das wasser viel, also wolt ir ein erber ratt nit hoher das vergunnen zu pauen, darumb müst sie das flach tach darauf setzen, damit sie pei der hoch pleib. dieselben alten hoch ir ein erber ratt durch Heinrich Meyßner und mich furgeben hiessen.

Auch die waschpanck doselbst zwischen denselben vorgeschriben newen heuslein und dem steg, die solt do pleiben. wiewol sie die mülnerin do nit geren hat, so wil sie ein erberger ratt haben, das die leut do waschen, doch das niemant do leugen oder fewer schüre, das ist dem pfenter und leben bevolhen zu weren. das soll der stat paumeister auch in acht haben und die waschpanck halbe und die mülnerin das ander halbteil machen.

Und dieselb mülnerin ist auch schuldig denselben steg, der pei irer müll gegen den sleiffern hinüber geet, und die füll oder ladung, die zwischen irer müll und dem newgepautten heuslein doselbst steet und ist etc. das alles sol sie halbs bezallen, was pruchs doran ist oder der stat paumeister doran machen lest, das sie dann mer dann ein moll mit mir hat helfen machen und iren halben teil doran bezalt.

Item das were zwischen den zweien müllnern hinter den fleischpencken sullen dieselben zwen müllner kunftiglichen pessern und in wesen halten und die stat nit.

Item das güspette und spunt an dem seutümpfel sol der stat paumeister pessern lassen und in wesen halten als dann vorn im buche steet.

Mer soll der stat paumeister machen lassen und in wesen halten das güspett, das do ist unterhalb des wers zwischen dem newen fleischhaus und der müll, die im wasser steet doselbst, also wenn güß sein und das wasser uberfelt, das es dann nit als sere spüll, als es sust theet etc. darumb hab ich im dreuundsechtzigsten jare ein spunt über und über slachen lassen mit dennen pfellen und ein eichen holtz darauf zogen und dorhinter mit thaugrass und rauchen wedelen ein gelegt und die mit alten quadern und wacken beswert, darauf das wasser von dem were scheust und nimmer als ser spult, als es vormals gethan hat. doch soll man das güspett nit uber den spunt erhohen mit den esten oder quadern, das wasser stieß sust die quader uber den spunt auß und were alles vergebens, kost, mühe und arbeit. aber an demselben werr bedarf der stat paumeister nichtz machen lassen, sunder die mulner auf peden seitten sullen dasselb werre in wesen halten, wiewol dasselb werre von der stat arbeittern im anfang auf der mulner begeren von Hannsen Coler, die zeit paumeister, gemacht worden ist, so haben doch die mulner auf peden seitten ir ieder sein anzall doran geben und bezalt.

Item die langen verdeckten prucken und die pruck pei dem Derrer soll auch der stat paumeister machen lassen, aber das prucklein über die trenck gegen dem Derrer über gegen denselben heusern, das geet der stat paumeister nit an sunder die, die auf derselben seitten sitzen und heuser do haben, die sullen dasselb prucklein machen lassen.

Item den stege pei dem leben sol der stat paumeister auch machen lassen und in wesen halten.

Item die steinen pruck auf dem Newenpaw soll der stat paumeister mit pflaster und sust bewaren lassen. darauf hat ein erber ratt dem Endres Zeringer vergunt ein marter zu setzen, doch das er kein schilt doran mach, das dann Heinrich Meißner und ich im von ratz wegen gesagt haben. darüber er schilte an die marter macht, und nachdem das an einen rate langt, ward dem Meißner und mir aber befolhen, dem Zeringer zu sagen, die schilt von der marter ab zu thun, das mir im dann gesagt haben. und aber die schilt darnach lang stunden und sie der Zeringer nit ab teet, also ist man über die schilt mit einer praun farb gefaren; ob das der Zeringer bevolhen oder wer das gethan hab das weiß got woll.

Item das were zwischen den undern zweien müllnern nemlich des Thoman, müllners, und des Trubachers müll sullen dieselben [134a] zwen müllner machen lassen und in wesen behalten, auch desgleichen den steg, der vor iren müllen her get von einer zu der andern, sullen sie auch machen lassen und die stat nit.

Item so machen die irher ir prucken, steg und hütten selber. darmit hat der stat paumeister nit zu thun.

Item desgleichen fassen die irher den rinch und rinnen, die von irer gassen und gegen iren stegen in die Pegnitz geet; darzu hab ich in zu zeitten alte pruckholtzer geben, damit sie die rinnen außgefuttert haben etc.

[134b] Von den waschpencken in und vor der stat, die ein paumeister soll machen lassen.

Item die waschpenck oberhalb Wilhelm Derrers garten am Sante zu ende des grossen steinen flugels an der Begnitz doselbst.

Item die waschpenck underhalb der müll am Sante an der Begnitz.

Item die waschpanck am steige am Sante vor dem Schießgraben an der Begnitz.

Item die waschpanck pei dem newen spital vor des Karl Holtzschuers haus an der Begnitz.

Item die waschpanck hinter dem Wiltpat an der Begnitz.

Item die waschpanck pei sant Katherein underhalb der müll an der Begnitz.

Item die waschpanck hinter den fleischpencken machen die müllner halbe mit der stat paumeister.

Item die waschpanck auf dem Sweinmarckt an der Begnitz.

Item die waschpanck pei dem siechhaus an der Begnitz.

Item die waschpanck underhalb der segmüll auf dem Newenpawe an der Begnitz.

Item die waschpanck vor der stat an der Haller wisen an der Begnitz.

[135a] Von dem wege und prucken umb die stat.

Wenn der weg durch den Than pös wirdet, so hat man den ie von stege und wege gelt wider machen lassen, als dann der Holtzel seliger, do ich erst paumeister ward, thet, und fieng es an also: er patte ein erbergen ratte umb holtz darzu zu erlauben, das ließ er mit wissen des amptmans sant Sebolts walt hawen, do in derselb amptman hin weist. darnach lech im der amptman ein seiner reittenden knecht, der der paurschaft do umb vor dem wald und sunderlichen den, die den weg ser und sam teglichs prauchen, auf ein tag auf gepietten, den hinter der stat sitzen, die patte er von eines rats wegen auch zu faren und zu frun. wenn dann solich holtz gefürt ward, so bestellet der Holtzel leut, die das einlegten, den lont man darumb. was er dann darzu bedorft von hawen, schaufelen, schutkarren, das lech ich im von gemeiner stat wegen darzu auf silberene pfant als andern leutten.

Das steinen prucklein, das do ist aussen am dorf zu dem Than, das soll machen der Elßner und der Rodner von den güttern, darauf sie sitzen und die do ligen hinter dem Gruntherrn zu dem Thanne.

Zu dem Meilmanshoff das prucklein soll machen die gemeine doselbst.

Item die pruck zu Buch soll machen die gemein doselbst.

Nachdem und oft ein hüll und pöser wege ist in den zeun und gerten vor der stat herdiesset des Thans pei Fritzen [135b] Herlles garten, den hat der Höltzel seliger auch lassen prucken und vernewen als ein pfleger steg und weg. und in sunderheit so ist ein erbgrab durch desselben Fritz Herls zeun und garten durch auß und also ferrer hinter des Herels garten durch ein rangen als auf der seitten gegen Fürt hinab, denselben graben soll der Herl alle jar raumen und der ander hinter im desgleichen, dardurch das wasser von der stroß an dem ent lauft, so wirt der weck nit als tieff. dan des Herels vater hat auf ein zeit ein erbprieff gehabt, darinnen gestanden ist, als mir der Gürtler sagt, das er denselben graben pflichtig ist zu raumen und das wasser do durch soll leitten von der stroß; aber derselb briefe hat mir nie mügen zu sehen werden, wie woll ich des vil müe gehabt hab pei seinem sun, der sagt, er wiß von keinem briefe; doch ist er nit in abrede und bekennt, das er den graben nit verschutten und auch raumen soll, wenn sein not tut. das soll ein paumeister in acht haben.

Fürder herein pei des Schinheintzen garten ist zu zeitten pöser wege, den hab ich durch die kerner, die in der stat auf dem pflaster faren, erschütten und erhohen lassen mit allerlai erden, die sie sust fur das thore furen müssen. so hat auf ein zeit Philip Pirckamer als ein pfleger steg und weg geltz mit frun der paurschaft zu dem Than, klein und grossen Reut, Meilmanshofe, Loe etc. den erbgraben lossen außwerfen, der umb des Fritzen Ernsts garten am zaun hinab geet gegen Poppenreutter wege, darinnen das wasser auch von der stroß kumpt und sich in demselben graben verleuft, der in vill jaren nie gefegt ist worden. das tetten pei viertzig menner in einem tag; der iedem ließ der Birckamer geben zwai röcklein; darzu leg ich von gemeiner stat wegen ettlich hawen und schauffeln.

Auch die prucken zu Fürt soll ein zöllner doselbst zu Fürt machen und in wesen halten.

[136a] Ein stat paumeister soll in gutter acht haben und pesseren lassen die steinnen pruck zu dem Doß pei Snigling, wo sein not were, als ich dann in dem fünfundsechtzigsten jare ettlich pesserung unden auf und in dem waser an den anfengen mit Kornperck stein auß gewechselt und mit eissen klamern vergossen und gepunden, wo sein not was und das wasser außgespult hett.

Auch den weg und steige, der do von dem heiligen creutz gein sant Johanns geet und gepflastert ist, den hat alleweg ein paumeister ie zu zeitten, so er schadpar ist gewest, pessern und flicken lassen am pflaster und stocken, das man nit darauf fare.

Das pflaster, das zwischen dem Newenthore vor der stat und dem heiligen creutz ist, das soll der stat paumeister pessern lassen und in wesen behalten.

Zu dem Megeldorf die pruck süllen die gemein doselbst machen und pessern lassen, darzu haben sie alle jare von dem rathaus zwen guldein reinisch ewigs geltz, die Philipp Birckamer ein nimpt mit anderem gelt, das zu weg und steg gehoret. es hat auch der Höltzel zu zeitten doran von stege und weggelt pessert, des gleichen hat Philipp Birckamer auch gethan, das im aber von eins erbergen ratz wegen undersagt worden ist, also das er den pauren die zwen guldein alle jar darzu geb und loß sie die prucken selber machen und furpasser pessern, als in dann vor jaren durch Peter Mendel auch von ratz wegen gesagt ist, das man dann kürtzlich geschriben funden hat auf dem rathaus.

[136b] Item die pruck zu Wert und die stege piß zu der Schnödin weierhaus die machen die von Wert und geen der stat paumeister nit an.

Pei des Schnöden weierhaus das prücklein über das klein Begnitzlein das soll machen den halben teil, wer die Hadermüll innen hat, und der mullner pei sant Katherein hinden in der stat den anderen halbteil, als dann hernach pei der Hadermüll geschriben steet.

Und den weg durch Sweinaw und zwischen Schweinaw und sant Lienhart den hat Philipp Birckamer als ein pfleger mit dem stege und weg gelt pesseren und machen lassen und darzu kauft ettlich peusch wachalter und mit frun der paurschaft do umb feltstein in die löcher furen lassen, darzu ich auch mit reten zu zeitten geholfen hab von eines gemeinen nutz wegen.

Item den steig zwischen sant Lienhart und dem Gostenhoff den soll man von sant Lienhartz gotzhaus wegen in wesen halten und machen lassen.

Item das steinen prucklein zwischen sant Lienhard und dem Gostenhoff soll man auch von sant Lienhartz gotzhaus wegen machen lassen und ein paumeister hat damit nit zu thun.

Item das prucklein zu dem Sinterspühel sullen die pauren doselbst machen lassen, das hat ine Peter Mendel von ratz wegen gesagt. ich hab ine zu zeitten alles holtz darzu zu stewer gehen.

[137a] So hat Philipp Birckamer innen als ein pfleger steg und wege gelt zwei eigne gütter zu Hausen pei Zenn gelegen, gibt das eine vier sümmer korns, zwei sümmer habern, ein halb pfunt haller Michaelis, ein halb pfunt eier zu ostern, acht pfingstkess, acht weinachtkess, vier herbsthüner und zwu vasnachthennen; das ander gibt zwai summer korns, vier pfingstkess, zwei herbsthüner und ein vassnachthennen. davon soll man pessern und in wesen halten allein die drei prucken; die pruck zu Reichelstorff, die pruck zum Stein, die pruck zum Altenperg, darzu der Birckamer dann an iedem ende sein sunder pruckmeister hat, die darauf sehen, und wenn etwas nott ist, so thun sie im das zu wissen etc.

[137b] Von stege und wege gelt.

Der stat paumeister hat auch ettwen vill jare her eingenomen ettlich zins und gult aus heusern hie in der stat und auch güttern auf dem lande, die do gehören zu wege und stege, dieselben damit zu pessern. wann aber der stat paumeister sunst vill und mancherlai zu thun hat, auch wenn ein paumeister also ettwas machen oder pessern ließ an stege oder wege, das dann abnam und wider schadpar wart, als soliche dinck mit prucken und anderem nit ewiglich geweren mag, wolten ettlich leut das darfur haben, der stat paumeister und gemeine stat wer das schuldig wider zu machen. auf das so hat ein erber ratte in vergangen jaren das befolhen gehabt Conrat Paumgartner dem eltern und Hannsen Höltzeln seligen und nach der peder abganck das befolhen dem Philip Birckamer, der solich zins und gult ein nimpt und davon ausgibt, also das der stat paumeister nichtz mer darmit zu thun hat etc.

[138a] Von greben an der Fürreut.

Nachdem man vor jaren die greben an der Fürreit von eines erbergen rats wegen dem Fritzen Peyern einem alten soldner und diener befolhen hat zu besehen, also das die alle jar gefegt und ausgeraumpt werden, dadurch das wasser von der stroß gee und die wege im winter nit als tieff weren etc. und nachdem derselb Peyer abgangen ist und die greben ettliche jar darnach lang ungeraumpt pliben und verwachsen waren, dardurch vill clage von der lantschaft und frembden furleutten und die zu der stat wanderten gewesen ist etc. also hab ich ettliche jare her von gemeiner stat wegen einen bestellt, genant Hanns Hetzel von dem Steinpühel und dem gegeben alle jar zehen pfunt alt, das er ob denselben greben gewest ist an der Fürreit, die sich anheben, und das wasser kumpt von der Santreut, Gigitzenhoff, Galgenhoff, Steinpühel, Gostenhoff, Sinterspühel zu den Höfen zum Ley zu, also das er die pauren und ander die ir wissen und felt doran ligent haben, darzu gemüssigt hat, wenn sie das grummat hinein pracht haben alle jare, das sie dann dieselben greben haben mussen außwerfen und raumen siben schuch weit. was dann an der gemein stroß gewest ist oder die greben doran gestossen haben, des nit vill ist, das hab ich von gemeiner stat wegen raumen und außwerfen lassen. welcher dann nit fegen wolt dem gepot er pei vier pfunten und setzt im des ein zeit, als siben oder acht tage, fegt er dann nit, so must er mir den pfenden und mit denselben pfanden faren und die nach meinem rate wider geben, darinnen ich im dann den ruck gehalten habe. doch redt ich selber sovil mit den leutten, wo sein not thet, also das wenig leut gepfendt wurden, das nichtz heist.

Demnach da man merckt, das die dinck also recht tetten, warde mir von einem erbergen rat befolhen, das ich dergleichen im Knoblachs lande auch iemant bestellen solt zu den greben zu sehen, die von dem Ketzers hoff hinab zu der grossen und klein Reut und auch fur und durch den Than und also hinab gegen Poppenreut zu etc. demnach hab ich bestellt Heinczen Rodner von Sweinaw, dem gib ich alle jare sechtzehen pfunt alt, und des zill und jare [138b] oder bestellung ist alleweg zu sant Walpurgen tag, also das er mir der greben an der Fürreit und im Knoblachs land warten soll, die alle jare zu raumen und darinnen niemantz schonen, und was er von leutten pfendt, darmit soll ers halten und nemen, was ich sprich, das er dann also thut; dann der Hetzel und ander seiner gescheft halben der ding nit lenger warten wolt.

So hab ich nach abgang meines vettern Bertholt Tuchers seligen funden geschriben in einem desselben meines vettern buch ein schrift, die do auch antrifft die greben an der Fürreit. dieselb schrift dann do hernachgeschriben steet von wort zu wort also lautent:

Auf montag nach Galli [18 Oct.] anno etc. 45to.

Item es ist von rats wegen bevolhen Bertholt Nutzel und Bertholt Tucher zu lugen und besehen von des wassers wegen zwischen sant Lienhart und dem Gostenhoff, das so groß was und in siben jaren nit darzu gelugt was worden, das man den erbgraben gefegt und geraumpt het, und waren alle zettel verloren. darumb hab ich Bertholt durch eins gemein nutz willen new zettel lassen machen und das in das buch geschriben von und wer fegen soll und raumen ee und ein gefrust oder eis keme.

Item wir haben den alten Hassen darzu gepraucht, der hat die vor alten zeitten beritten und außgericht, und im zugeschoben Fritzen Peyrn, und wo ine das zu schwer wurde oder die leut widerrede hetten, so wolten wir pede oder unser einer mitreitten, das geraumpt und gefegt wurde. und sint das die person auf die zeit, die raumen und fegen sullen:

[139a] Zu dem ersten zu dem Lay:

Item Contz Weißlock, Hanns Ritter, Herman Weißlock, Hanns Weißlock.

Zu den Hoffen:

Item Contz Reck, Contz Krell, Herman Krell, Hanns Reck, Contz Weißlock, Hanns Gebhart, Heintz Weyler.

Zu dem Hoffe:

Item Müllheintz, Ullein Stud, Hanns Stud, der jung Henslein Schmidt, Heintz Waibel zu Leuchendorf gesessen.

Zu Sinterspühel:

Item Müllfritz in der stat pei dem Frawenthore gesessen.

Zu Nuremberg:

Item Bertholt Nützel, der Eissenwanger, die Heldin, Contz Goller, Fritz Schneider, Fritz Negelein, der alt Pley zu dem Gruntliß, Hanns Pawer, Heintz Kob.

Zu dem Gostenhoffe:

Item Heintz Hülwant, Ott Stemp, die Forchenpergerin, die Gasperin, die alt Reckin, Mognolt, die Schmidin, Herdegen, Rößner, Contz Mon, der Grunther, der selbher zum Steinpühel Swygershoff genant, die teutschen herren.

Item Cristen Imhoff von des wegen Sweinaw.

Zu dem Steinpühel:

Item Ott Wyler und Contz Fuglein miteinander.

Item Heintz Grym und der Furrer miteinander.

Item die fündel und der Fürer gemein.

[139b] Item Eberhart Crafft und die fündel miteinander.

Item der Hetzel mit Eberharten Crafft.

Item Ott Wyler mit Eberharten Crafft.

Item Herman Contz und Ott Wyler.

Item Herman Contz und Heintz Cristen.

Item Ott Wyler und die gantz gemein sullen mit einander fegen von der nutzung wegen.

Auch ist den armen leutten verkundet, das niemant auf des reichs poden kein were oder aufhebung des wassers machen soll; wer das überfüre, den wolt ein rat darumb straffen.

[140a] Von der lantwer umb die stat.

So ist in dem nechst vergangen Nuremberger krieg oder reis ein lantwer mit schrancken auf peden seitten umb die stat gemacht worden und dapei an den strossen, so durch dieselben lantwer gingen, hüt- oder wachheuslein und gatter oder schneller darvor gemacht, die man versperren mocht nemlichen an den enden als hernach geschriben steet.

Am ersten so was der zaun gemacht jenset Wert uberzwerch von der Begnitz an zeheben, die an dem marckt zu Werd hingeet; derselb zaun zwischen dem enspen und den wisen doselbst piß an das klein Begnitzlein, das an der Snödin weierhaus hinfleust, ging, und alsdann derselb zaun noch geet.

So was von derselben Snödin weierhaus oben am eck auf der höch gegen dem Turrenhoff uberzwerch der strossen ein graben aufgeworfen und schrancken dorhinter, dardurch ein umbgender gatter zu der fare gemacht, den besloß man mit einem gutten mahelsloß; der gatter was nit stetigs offen.

Mer so was von dem Durrenhoff oben auf der hoch umb des Drechsels felt, von dem Durrenhoff gegen dem Siechgraben zu der kirchen alles mit slechten förhen schranken vermacht und kein graben darvor aufgeworfen, und doselbst in der thieffen, als die fur oder stroß durch den Siechgraben geet, do was ein umbgeender gatter, den besloß man mit einem gutten mahelsloß; und der gatter was auch nit stetigs offen.

[140b] Und auf der hoch hinten von dem Siechgraben piß an die pruck, die uber das güspet an des Ammans weier geet, do was auch von förhen holtz schrancken gemacht und ein graben davor aufgeworfen. so was vor derselben prucken ein umbgeenter gatter zu der fur, den besloß man mit einem gutten mahelsloß. dopei was ein hütheuslein, darinnen stetigs schutzen waren und die stroß in acht hetten.

So was von derselben prucken und hütheuslein piß an den graben, darinnen der Vischpach auß des Ammans weier herein gegen der stat fleust, auch schrancken gemacht und ein graben darvor aufgeworfen.

Mer was von denselben obgeschriben schrancken auf dem rangen und graben, darinnen der Vischpach herein fleust, an demselben pach ob und ab gegen dem oberen Galgenhoff von vörhen holtz schrancken gemacht, und pei dem oberen Galgenhoff was ein umbgeender gatter über den Vischpach gegen der fleischhacker smeltzhütten am walde, den gatter verspert man mit einem mahelsloß; der gatter was auch nit stetigs offen.

Auch was das enspen, das jenset des Vischpachs und auserhalb der lantwer ist, hinter dem oberen Galgenhoff auf peden seitten verschranckt, das niemant darüber mocht.

Mer so was von dem oberen Galgenhoff und dem obgeschriben versperten gatter auf dem rangen und graben des Vischpachs [141a] aber mer schrancken gemacht, die nit verre hinter dem öberen Galgenhoff doselbst überzwerch über ein wisen gingen gegen dem Liechtenhoff zu der lantstroß zu. doselbst an der stroß stunt ein hüttenheuslein, darinnen stettigs schutzen waren, die ein umbgeenden gatter uber die stroß doselbst hetten, den sie mit einem gutten mahelsloß sperten und die stroß in acht hetten an dem ent. doselbest auch schrancken gemacht und ein graben darvor aufgeworfen was über dir stroß piß an einen alten erbgraben, der do ist an demselben ente.

Von der obgeschriben Kornberger stroß was auf dem rangen und graben, so doselbst vor und durch die wisen und an der Furreit hinab geet, alles verschranckt mit vörhen schrancken holtz.

An der Zigelgassen was uber die stroß doselbst ein umbgeender schrancken gemacht, der auch mit einem guten mahelschloß verspert und nit stettigs offen was.

Von dannen so gingen die schrancken am graben der Fürreit hinab zu der stroß, die hinter dem Steinpuhel gein der Santreut geet. do was ein hüttheuslein, darinnen auch stettigs schutzen waren und einen umbgeenden gatter über die stroß hetten, den sie sperten mit einem guten mahelsloß und die stroß in acht hetten.

So gingen die schrancken von dannen an dem graben der Fürreit hinab zu und an sant Linhartz steig. doselbst auf dem steig was ein hütheuslein, darinnen auch stetigs schutzen waren [141b] und die einen umbgeenden gatter über die stroß hetten, den sie sperten mit einem gutten mahelsloß, und die stroß an dem ent in acht hetten.

Von dannen gingen die schrancken überzwerch des Nützels wisen und hinten an dem Sinterspühel, do was kein graben vor aufgeworfen.

So was zu dem Sinterspühel im dorf auch ein hüttheuslein und stettigs schutzen darinnen, die ein umbgeenden gatter über die stroß hetten, den sie sperten mit einem guten mahelsloß und dopei die stroß in guter acht hetten.

Mer so waren schrancken von dem Sinterspühel neben der stroß umb des Eisenwangers wisen am zaun pieß an das ecke, und von dem ecke derselben wisen waren schrancken und ein graben darvor überzwerch der velder und ecker hinter dem Gostenhoff aufgeworfen und gemacht piß an die stroß gen den Höffen. do was ein hütheuslein, darinnen auch alleweg schützen waren, die ein umbgeenden gatter über die stroß gegen den Höfen hetten, den sie mit einem gutten mahelschloß sperten und der stroß war namen an dem ent.

Von der obgeschriben stroß gen Höffen so gingen schrancken und darvor ein aufgeworfen graben überzwerch der velder hinab auf die stroß, die gen Fürt oberhalb des Wilboltz pründlein geet, do dann auch ein hutheuslein was, darinnen stettigs schutzen waren und ein umbgeenden gatter hetten über die stroß, den man mit einem guten [142a] mahelsloß versperren mocht; und die schutzen hetten auch die stroß in acht an dem ent.

So giengen schrancken und ein aufgeworfener graben darvor von der obgeschriben stroß pieß an das ecke des gartens hinter des Bartholmeus Hirßvogels garten. an demselben garten hinab gegen dem Humpfleins hoffe was kein schrancken, aber von dem andern ecke desselben obgeschriben garten piß an die wisen hinab hinter dem Humpfleins hoff do was ein graben aufgeworfen und schrancken dorhinter gemacht. und von demselben ent an den zaun, der umb dieselben wisen geet, do gingen schrancken hinumb umb den zaun piß an die Begnitz pei dem Wilboltz prundlein.

Mer so was auf der andern seitten der stat hinter sant Johanns vor der Begnitz und der Endres Stromerin wisen hinauf an den Sandperck und also umb sant Johannes auf an die stroß, die gein Fürt geet, do waren zencket schrancken und ein graben darvor aufgeworfen, auch doselbst an der stroß ein hüttheuslein hinter sant Johanns, darinnen stetigs schutzen waren, die einen umbgeenden gatter über die stroß hetten, den man mit einem guten mahelsloß sperren mocht, und dapei hetten die schutzen auch die stroß in gutter acht an dem ent. auch so waren zencket schranken und ein graben darvor aufgeworfen von der obgeschriben stroß hinter sant Johanns gemacht piß an des Peter von Watz garten doselbst uberzwerch der ecker.

Mer so waren zencket schranken und ein grab darvor aufgeworfen von des Thiroltz garten an dem ecke piß an des Fritzen Ernsts gartenzaun an das ander ecke doselbst.

[142b] So was hinten an Fritzen Ernsts garten hinter den siben creutzen über die stroß, die gen Vach geet, ein umbgeender gatter gemacht, den man verspert hett mit einem guten mahelsloß; aber derselb gatter was nit stettigs offen.

Auch so was von dannen umb dasselb enspen ein graben vor dem gartenzaun doselbst aufgeworfen, aber kein schranck was doselbst piß an die stroß gen dem Thann, die was verschranckt und ein hüttheuslein do pei, darinnen alleweg schutzen waren, die einen umbgeenden gatter über die stroß hetten, den sie mit einem mahelsloß sperren mochten und der stroß dopei war namen.

So was in dem klein geßlein, das gen der klein Reut geet, ein umbgeender gatter über die stroß, den man verspert mit einem gutten mahelsloß und auch nit alleweg offen was.

Die gassen zwischen des Prophetten und Hannsen Herls garten hinter der vesten gegen dem Luginslant hinab, die was gantz verschranckt, das niemant do auf noch ab mocht faren noch reitten.

Auch die gassen pei des Reuhels garten hinab gegen dem Froschturren was auch gantz verschranckt, das niemant do auf noch ab komen mocht, faren noch reitten.

[143a] Die gassen und stroß hinter Albrecht Kressen garten hinab gegen dem Judenpühel zu die was auch verschranckt und doselbst über die stroß ein umbgeender gatter, den man verspert het mit einem gutten mahelschloß; und der gatter was nit stettigs offen.

Auf der stroß gen dem Schoppershoffe was an der gassen auf dem eck, so man doselbst auf den Judenpühel gen will, ein hütheuslein, darinnen auch stetigs schutzen waren, und hetten ein umbgeenden gatter über die stroß, den man mit einem gutten mahelsloß sperren mocht, darzu dieselb stroß auch über und über verschranckt was mit zwifachen zenckenden schrancken.

Mer auf der stroß gen dem Megeldorf was oben von dem zaun, als der steig gen dem Schoppershoff geet, angehaben und ein graben aufgeworfen, darzu zencket schrancken darhinter aufgericht überzwerch des enspens doselbst piß an die stroß gen dem Megeldorf, do was ein hütheuslein, darinnen stettigs schützen waren und ein umbgeenden gatter hetten über die stroß, den sie mit einem guten mahelsloß sperren mochten, und der stroß doselbst war namen.

Von der obgeschriben stroß gegen der Begnitz hinab waren auch zencket schrancken gemacht und ein graben darvor aufgeworfen piß zu des Ketzels hoff, der vor Wert leit, doselbst auch ein hütheuslein und ein umbgeender gatter über die stroß, darinnen die von Wert auch stettigs leut hetten; den gatter mocht man sperren mit einem guten mahelsloß. von dannen ist nit sere verr an die Begnitz, das was auch also verschrancket.

[143b] So hetten die von Wert iren marckt gerings umb von einer seitten des wassers zu der andern mit zwifachen zenckenden schrancken verschranckt und einen guten graben zwischen denselben schrancken und irem tüll, so umb den marckt geet, aufgeworfen.

So was inwendig der lantwer und sünderlichen vor den statthoren an manchen enden auch schrancken gemacht, nemlich vor dem Frawenthore zwifach vor einander zencket schrancken, des gingen die eusser geleich voren an der zigeler hoffreit herumb von einer seitten des statgrabens zu der ander, und des gleichen so was vor dem Spitaler thore auch zwifach vor einander zenckent schrancken, des gingen die eusser gleich voren an dem Gostenhoff herumb von einer seitten des statgrabens an die ander. so waren schrancken unden an der Begnitz von des Grassers garten oberhalb der Weidenmüll piß an die Begnitz underhalb des dams, das umb der teutschen herrn wisen geet. so waren vor dem Newentore und hinter dem heiligen creutz auf peden seitten und gegen der Weidenmüll hinab auf und über die drei stroß schrancken gemacht. mer vor dem Tiergartner thore zwischen Fritzen Ernsts und des pfarrers garten, auch zwischen des Heynickens und dem eck garten doselbst über auch schranken. so was in dem geßlein hinter Linhart Grolantz garten gegen den Leimgruben hinab ein schneller gemacht, der was verschlagen. so was das klein geßlein hinter des Behams garten voren gantz verschrancket. so waren vor dem Lauffer thore auch zwifach vor einander schrancken, des gingen die eusser von der stat graben vorn an des Linhart Grolantz garten und verrer von der Lorentz Schurstabin garten an des Jorg Mendels garten also über die stroß gen dem Schoppershoff, und des gleichen von des Behams garten gegen des Walter garten über die stroß gen dem Megeldorf auch schrancken. auch so was das geßlein verschranckt vor Werte, dardurch der fußsteig geet von dem Werder thürlein gen dem Megeldorf, der oberhalb Wert will hin gen.

[144a] Als ich paumeister warde, do wurde mir bevolhen, die schrancken und greben an der lantwer, auch die andern schrancken in wesen zu halten umb die stat, die ich dann oft hab pessern und die greben auß werfen lassen pies in das sechsundsechtzigst jar umb aller heiligen tag. do wurden die schrancken umb den Thürrenhoff und also umb und an der Furreit herab und hinter dem Gostenhoff sere abnemen und faul und gingen vast dernider, also das arm leut der vil hin trugen, und darumb verkauft ich der vill den ziglern und anderen von dem Galgenhoff, Stein und Sinterspühel und von dem Gostenhoff etc. und gab in ie ein schrancken und stock umb siben, acht und zehen pfenning, darnach ettlicher gut was, oder ein fuder für funfundfunftzig und sechtzig pfenning. des gleichen hielt ich es mit den schrancken in sant Seboltz pfarr.

Darnach in dem neunundsechtzigsten jare umb pfingsten waren die eusser schrancken vor den thoren etlich ser faul und abnemen, das ich dann an einen erbergen rat pracht ob man dieselben schrancken wider vernewen solt. ward verlassen, das ich kunftiglichen vor allen thoren die nechsten schrancken an den thoren solt in wesen halten, und die andern alle lassen abgeen, die ich dann eintzlichen hab lassen abgen allenthalben umb die stat etc.

[144b] Von dem Vischpach wo der entspringt.

Item der Vischpach entspringt oberthalb im wald ob dem dorf zu Vischpach und lauft also durch den walt herein gegen der stat her zu und nemlich neben dem alten weier, der oben vorn im wald leit und der Peßlerin ist. und wenn man den Vischpach zu sant Michels tag ie zu zeitten fegen und pessern will und abslecht und dann die Peßlerin zu zeitten pittet, ein erberger rat ir des pachs zu vergünnen, den auf der Faltznerin hamer zu leiten, und wo in ir dann ein rat vergunt, so slecht man den pach ab pei demselben obgeschrieben alten weier, doneben er her leuft, sust kan man den pach nirgen paß abslagen. also leuft der pach dann do durch oder underhalb des wers an dem selben weier und fur den Zerzagels hoff und also durch vier weier ie von einem in den andern, ee und er zu der Faltznerin hamer kompt.

So hat auch der Teuchler und sider ettlicher hamermeister mer einem erbergen ratte mussen sweren fur sich und iren gewalt, das sie des Vischpach nit abgraben und auf der Faltznerin hamer leitten wollen etc. dann es ist zu zeitten gescheen und der pach pei nacht aussen pliben, das doch nit sein soll. das soll auch ein paumeister kunftiglich in acht haben, wo ein newer hamermeister auf den hamer kompt, das der swere oder einem paumeister eitz weis gelobe fur sich und sein gewalt, des pachs nit ab zu slagen noch abgraben.

Der Vischpach lauft also von und neben dem obgeschriben alten weier herab gegen dem Siechgraben und hinter des Ammans weierhaus lauft der pach überzwerch die stroß, die von Feucht her zu der stat geet, und lauft also an derselben kere durch ein prucklein, das hat zwen steinen füß und ist mit prückholtzern belegt; das ist das erst prucklein über den Vischpach, das der stat paumeister muß machen lassen und in wesen halten etc. der pach lauft also von der stroß durch ein [145a] kleines wisslein und vellet uber ein werlein und güßpettlein, das der Amman machen soll, und geet in den grossen weier, der umb des Ammans weierhaus geet.

Auch wenn der Amman an seinem weierdam ettwas zu machen hat, oder vischen will, so versetzt er den Vischpach pei dem obgeschriben prucklein und lest in lauffen durch ein santgraben hinter dem Siechgraben hinab, und also kompt der pach pei der Snödin weierhaus in das klein Begnitzlein. aber es ist grosser schade do pei, denn der pach füret vil santes mit im in de Begnitz an demselben ent.

Es soll auch der Amman noch sein gewalt mit dem Vischpach noch Lanckwasser nit wessern noch sust nirgen abslahen pei einem pfund newer haller als oft das geschicht. das sol auch ein paumeister in gutter acht haben.

Wenn der Amman an seinem weier oder tham ettwas pruchs oder do vischen will, dordurch er den slegel ziehen muß, das soll er der statt paumeister vor zu wissen thun; und wo er also den slegel in seinem weier auf zeugt, so geet der Vischpach nit in die stat. so ist der Amman schuldig den Vischpach zu nemen vorn am walde pei dem steinnen creutz und den do überzwerch über die stroß, die gen Feucht geet, in einen alten verwasten graben zu leitten, auch den selben graben auß zu werfen und den recht zu fertigen, dardurch der Vischpach völliglich mug gelauffen also uberzwerch der stroß, die gein Feucht von der stat hinauß geet, und also abe seinem weierhaus hinumb mug komen in des Lanckwassers fluß. dennocht soll er den slegel nit ziehen, das Lanckwasser gee dann vor in die stat, als do hernach pei dem Lanckwasser steet. wo dasselb Lanckwasser so groß ist und herein get [145b] so darf der Amman des Vischpachs nit abslahen pei der marter vorn im walde, als oben steet, sunder er mag den versetzen pei dem vorgeschriben prucklein und den lassen lauffen durch den Siechgraben hinab zu der Snödin weierhaus zu. oder ob die Peßlerin darumb peet, so mocht man den pach oben im walde abslahen und auf iren hamer lassen lauffen, wer der minder schade an der Begnitz.

So ist im neunundsechtzigsten jare zu sant Jacobs tag [25 Juli] von den elteren herren verlassen, das mir dann herr Hanns Coler angesagt hat, wen das ist, das des Ammans weier hinder dem Siechgraben über das werr fellt, so ist dem Nicklass Gnotzamer vergünt und erlaubt, den Vischpach oben im walde abzuslahen und durch die vier weier, wie vor steet, auf der Faltznerin hamer ze leiten, den er dann kauft hat. doch soll er des pachs dennoch an laub und wissen eines paumeisters nit nemen, auch des nit lenger halten, piß des Ammans weier wider nachsitzet und nimmer überfellt; so soll er den pach wider geen lassen. das soll ein paumeister in gutter acht haben.

Demnach hat der Gnotzamer im vorsaum am walde im Vischpach ein schutzprett machen lassen auf sein kost und ein greblein, das zwerch über die stroß, die gen dem Zerzagelshoff und sust do fur in walt geen, graben lassen, dadurch im der Vischpach furderlich in den undern weier auf den hamer geet, also das er nimmer durch vier weier hinab geen und die füllen darf, als vorgeschriben ist.

Mit einem sloß ist dasselb schutzprett versperret, darzu ich als der stat paumeister den schlüssel hab. wenn dann der weier überfelt und mich der Gnotzamer des ermant und man dann des wasser sust nit zu not bedarf, so leihe ich im den schlüssel und loß [146a] ine fursetzen, das im der Vischpach zu geet ein weil, wie vorn steet.

Nachdem aber ein versetzung, wie oben steet, nit recht thun wolt, so hat der Gnotzamer oben im walde ein newes güßpettlein und schutzprett darfur auf sein kost machen lassen under dem öbern der Peßlerin weier und das auch verspert und mir den schlüssel geben, und wirt damit gehalten, wie oben steet geschriben.

[146b] Von dem Lanckwasser wo das entspringt.

Das Lanckwasser entspringt und fleust von manchen enden verrer oben im walde zusamen und kompt also erstlich in des Peter Mendels und Geuders grossen weier und von demselben des Peter Mendels weier kompt das Lanckwasser durch den rechen herab geflossen piß in des Ammans weier, der umb sein haus geet.

So ist hinter des Ammans weierhaus, als das Lanckwasser auch doselbst zwerch über die stroß lauft und erstlich auf des Ammans grunth und durch sein wisen kompt etc. ist ettwan gewest ein kleines werlein und petwerck von holtz gemacht, das noch aber schadpar und pös ist, darüber dasselb Lanckwasser auf des Ammans grunt und poden felt; das hat ettwan der Starck und soll auch der Amman noch machen lassen, das er aber nit meint zu thun, sunder die stat süll das pessern und machen lassen.

Auch dienet dasselb obgeschriben werlein darzu, wenn das ist, das der Amman an seinem weier etwas machen, pawen oder vischen will, so soll der Amman das Lanckwasser an demselben ente schutzen und versetzen und das Lanckwasser leitten durch ettlich alt greben, die doselbst sein, die er raumen und das wasser dordurch in sein kleins weierlein füren [soll]. und von dannen in denselben greben lauft der pach neben der fleischhacker smeltzhtütten auf die stroß und zu dem obern Galgenhoff zu, do kompt der pach wider in den alten fluß, also das das Lanckwasser oder Vischpach ie in alleweg herein gee. als er dann des gegen einem erbergen rat verschriben ist zu thun etc.

[147a] Der Amman soll auch sein slegel am weier nit ziehen, er so hab dann vor das Lanckwasser oder Vischpach herumb pracht, das es forderlich lauff in dem graben zu dem obern Galgenhoff und wider in des Vischpachs und den rechten fluß komen sei; dann wo er des nit thet, ee er den slegel am weier gezogen het, so geschehe ein saumnuß, dann er bedarf zwen tag darzu, ee er das Lanckwasser an dem obgeschriben werlein recht versetzt und hinumb in den greben prengt, und das sich dieselben greben mit wasser verflissen und auß trencken, das es furderlich von stat gee. darumb soll der Amman den slegel nit ziehen on wissen eins paumeisters, der soll dann darzu sehen oder schicken, ob der pach herumb gee oder nit. des ist der Amman also gen einem rat verschriben, er und die, die das weierhaus innen haben gehabt biß here.

Mer soll der stat paumeister in gutter acht haben und dorinnen sich erfaren, ob das were, das Peter Mendel und der Geuder iren weier abliessen und vischten oder gevischt hetten, so wirt derselb weier gar lang nit voll, also das das Lanckwasser gar lang nit in des Ammans weier kompt; wo dann der Amman sein slegel auch zug und zu solicher zeit auch vischen oder ettwas an seinem weier machen wolt, das precht schaden, dann der Vischpach gar müsam oben umb des Ammans weier in des Lanckwassers fluß zu prengen ist. wiewoll der Amman des verschriben ist, das er in alle weg den pach herein geen muß lassen, so ist doch gut, das sich ein paumeister erfare und mit dem Mendel und Amman bestell, das ie einer ein kleine zeit vor und der ander nach ir sach furnemen, dardurch der pach nit gehindert wert; dann man sein nit geratten mag in der stat.

So ist der Amman schuldig die prucken zu machen und in wesen [zu] halten, so uber sein weier vorn über das güßpett geet, also das man darüber faren, reitten und gen mug. und ob iemant dardurch schaden gesche, das solt er außrichten.

[147b] Auch ist der Amman mer verschriben und des gleichen sein vorfodern, die das weierhaus piß her inngehabt haben, das dann ein zinsmeister der stat in seinem puch hat verzeichent und das in guter acht haben soll, als hernach geschriben stet:

Zu wissen, das Fritz Amman sich gegen dem erbern rate zu Nürmberg verschriben hat, das er sein weier zu dem weierhaus, des Starcken weierhaus genant, woll bewaren und versorgen, also das er nit abprech und niemant kein schade davon geschee; ob aber darvon pruch oder einicherlai schade geschee, da got vor sei, so hat er zu einem vorpfant sein haus, das hinden an Steffan Kolben haus stösset, am Milchmarckt gegen Jorg Zenners haus über gelegen, einem ratt für dreuhundert guldein verpfendt, die solten als dann dem ratt verfallen sein, solich schaden dormit abzulegen, als denn des ein brieffe in der losungstuben vorhanden ist. das soll also ein ieder zinsmeister in acht haben und ie zu zeitten fragen, ob das gemelt haus unverkümert und iemantz anders versetzt oder verkauft sei, und ob das also verkauft oder in ander hent komen wer oder wurde, daran zu manen, das wider solich vermechtnus dem ratt umb dreuhundert guldein in der stat auf gewisen erbstucken geschech.

Item der Amman noch sein gewalt sol auch mit dem Lanckwasser nit wessern noch das sust abslagen pei einem pfund newer heller, als oft das geschech. das soll ein paumeister in guter acht haben.

[148a] Von dem Vischpach und den prucklein darüber.

Als nun der Vischpach und das Lanckwasser in des Ammans weier kumpt, wie vorn geschriben stet, also ist nun ein schutzpret gemacht in einem gerinn und graben oberhalb des rechen am selben weier auf der seitten gegen der stat. mit demselben schützprett versetzt man den pach, wenn sein not tut, oder lest sein vill oder wenig herein lauffen durch dasselb schutzprett. [dasselb schutzprett] und gerinn pei demselben prett soll der stat paumeister machen und in wesen behalten, also das der Amman nichtz damit zu thun hat. zu demselben pret hat der Gurtler den slussel, dann es ist verspert. darzu so soll bestellen der stat paumeister einen gesellen und dem ein trinckgelt geben alle jare, der des pachs warneme an demselben ent und schutzpret mit aufziehen und niderlassen, darmit des pachs nit zu vill oder wenig herein gee; wann wenn sein zu vil ist, so lauft er auß vor der stat in die stroß pei dem Galgenhoff und in der stat an der Kottgassen und Preittengassen, auch am Kornmarckt, und stembt auf das pflaster und spület das auß etc. ist sein dann zu wenig, so klagen die zwen müllner in der Krotten und Almussenmüll, also das man darmit ein moß halten muß, wo die pech dann pede so groß sein, und das man des pachs doch neur ein nottorft herein lest. was dann uberichs wassers in weier ist, das fellt über das güßpett und über das wer hinab hinter dem Siechgraben und lauft also pei der Snödin weierhaus in die Pegnitz; es wer dann, das man des Vischpachs dem Gnotzamer vergünt zu der Faltznerin hamer, wie vor steet.

Es soll auch derselb geselle, dem ein paumeister den pach bevilcht, sehen zu den dreien gittern, die vor der truhen auf dem graben als der pach in die stat kumpt, und im zwinger, auch hinnen an der hochen statmaur sein, die man auf und nider ziehen und lassen mage etc. darzu der Gürtler die slüssel hat, wenn man des pachs vill oder wenig herein lest, das er dann mit denselben gittern auch darob sei, das die auf das wasser und nit darinnen oder zu ser darob steen, auch das sich nichtz doran lege oder swelle etc. dem gesellen gibt man ein jare davon vier pfunt alt; und des wart ietzunt der Spenkuntz, dem hab ich das befolhen, dem ich auch solch vier pfunt gib zu sant Thomas tag [21 Dec.].

[148b] So ist ein pös prücklein zu nechst bey dem obgeschriben schutzprett über den Vischpach. desselben prucklein ist der stat paumeister nit schuldig zu machen, und ich hab auch nie nichtz doran machen lassen, dieweil ich paumeister gewesen pin, sunder ich hab vernomen, das die fleischhacker von irs viechs wegen, das sie do in den walt treiben, das ettwan gemacht haben, und der Amman das auch zu zeitten gepessert hab sider her etc. wiewol in einem alten puchlein steet, das in der losung stuben ist, das das weierhaus dasselb prucklein machen soll etc. dann es ist noch ein pös prücklein.

Der pach lauft auch herein also piß zu dem obern Galgenhoff; do geet über den Vischpach ein prucklein, wann ein stroß da fur geet gein der smeltzhütten und zu des Mendels weierhaus und also in den walt doselbst. dasselb prucklein sullen die pauren von dem oberen Galgenhoff machen und der stat paumeister nit, das ine Peter Mendel auf ein zeit also von ratz wegen gesagt hat. wol hab ich denselben pauren mit altem holtz ein stewr darzu gethon von der stat wegen etc.

Von dem öberen Galgenhoff geet der pach zu dem anderen Galgenhoff und do zwischen ist ein prucklein über den pach auf der stroß, die do von der stat hinauß geet gein Korenberg, Wendelstein und Rott etc. dasselb prucklein ist der stat paumeister schuldig zu machen und in gutter acht zu haben, wann es ein lantstroß ist und vill reittens und farens darüber geet etc.

Fürter so geet der pach darnach durch den underen Galgenhoff und als mitten pei der Zigelgassen vor des Grubers hoff und heusern über. do leit ein prunnrören gegen der stat, dardurch das wasser von dem Vischpach lauft in der zigler hüll; doch ist dieselb rören vermacht und auch [149a] verspert, also das nichtz dardurch lauffen noch gen mag, man öffen dann denselben zapfen; darzu hat der Gürtler den slüssel. und wenn das ist, das die zigler vor der stat im summer oder sunst im jare nit wassers haben und sie dann das der stat paumeister zu wissen thun, so lest man in des wassers zu geen durch die obgeschriben rören und rinnen, die hinden an den rören ligen verdeckt von dem pach piß in der zigler hüll. dieselben rören und rinnen dann der stat paumeister allwegen gemacht und in wesen gehalten haben und noch also halten mitsampt dem schutzprett dopei etc. und man versetzt den pach auch doselbst mit einem klein prett, das kaum eins schuchs hoch ist, dardurch der pach ein wenig stembt an demselben ent, und doch dennoch über das schutzpret überfelt etc. und wenn sie die zigler also wassers bedorfen, so soll man in das geben ein stund oder zwue und den andern tag aber sovil, wo so grosse dürren ist; dann die müllner an dem pach, als der almussen und krottenmüllner des nit gerotten mügen, und sunderlich wenn solich dürren ist, so ist des wassers überall wenig; wo aber der Vischpach groß ist, so mag man in destermer wassers zu lassen geen. darinnen muß sich ein paumeister selber wissen zu richten nach dem pesten etc.

Zu dem undern Galgenhoff sein ettwen vill prücklein über den Vischpach und sunderlichen ein prücklein mitten im dorf pei der vorgeschriben prunnrören an der Zigelgassen; der aller keins ist der stat paumeister schuldig zu machen, sunder dieselben prücken sein die pauren doselbst schuldig zu machen.

Ferrer geet also der pach vor dem underen Galgenhoff hinden und neben fur den Tafelhoff und doselbst pei dem Tafelhoff geet ein prücklein über den Vischpach auf der stroß gegen dem walde und gein Pillenreut etc. dasselb prücklein das ist der stat paumeister schuldig zu machen.

[149b] Auch ist der stat paumeister schuldig zu machen das prücklein über den Vischpach aussen am statgraben zunechst vor der truhen, als pach über den statgraben herein in die stat lauft.

Item das prücklein innen an der hohen statmeur, darüber man feret über den Vischpach, das ist auch der stat paumeister schuldig zu machen.

Die erbergen herren und geistlichen veter von den kartheusern die haben ein rören unter dem obgeschriben prücklein ligent, dardurch das wasser auß dem pach in iren garten und ettlich zellen geet, des in dann ein erberger rat lange jare her vergunt hat und noch gann etc. dann das wasser neur hinein stembt in ir closter und kein außfluß hat stettiglichen.

So haben die frawen von sant Claren oben an der Fleischgassen ein heuslein pei zehen schuhen in ein vierung über den Vischpach gestellet und also lange jare her pracht, dorinnen man in wescht, das in also auf eines rats widerruffen zu gegeben ist.

Item das prücklein am ent der geistlichen frawen von sant Claren stadel und gartenmeur, das über den Vischpach geet oberthalb des Sündergeus, das soll der stat paumeister machen.

Item so haben die geistlichen frawen von sant Claren oberthalb des prückleins pei viertzig schuen ein rören ligent auch in dem Vischpach, dardurch sie das wasser in iren garten und closter leitten, das in dann auch von einem erbergen rat also vergunt ist.

[150a] In dem Sundergew hat der pader mer zwu rören, die auß dem Vischpach geen in sein patstuben, die er auch vor langen alten jaren also herpracht und gehabt hat.

Zwei schutzpretter sein mer do gemacht im Vischpach an demselben ent, darzu der Gürtler die slüssel hat. wo sein not thut, do got vor sei, so mag man das wasser des pachs leitten in die hüll pei sant Claren und verrer zu dem Frawenthore, und mit dem andern schutzpret mag man das wasser leitten von dem Sündergew an dem alten statgraben hinab piß fur sant Katherein in die Begnitz hinab etc. und die vorgeschriben zwei schutzpret soll der stat paumeister machen lassen.