Mer ist ein prucklein um alten stat graben über den Vischpach pei dem pat, gnant im Sundergew, das auch der stat paumeister ist schuldig zu machen.

So ist inwendig an der stat alten hohen statmaur ein prucklein über den Vischpach pei der meister Lorentzen hoff, als man zu den korenheusern hin ab geen will; dasselb prucklein ist auch der stat paumeister schuldig zu machen.

Und mer ist ein news prucklein an der Pfandschmitgassen vor dem Gumbler über den pach gemacht worden im achtundsechtzigstem jare; das hab ich von eines gemein nutz wegen [150b] do machen lassen, das soll auch kunftiglich ein stat paumeister machen lassen.

Pei dem Gumbler an der Pfandsmitgassen do ist ein prucklein neben dem prunnen gegen der Preittengassen hinab doselbst über den Vischpach, das auch der stat paumeister machen soll lassen. so hat der Gumbler in seinem haus ein schutzpret ligent, darmit man den pach an der schait pei seinem haus versetzen mag, also ob fewer außkeme, do got vor sei, und das man des pachs an einem ent alles bedorft, auf welcher seitten das were, so ist das selb prett gerecht, an der scheit des pachs doselbst das wasser damit zu versetzen.

In der Preittengassen vor des Heimvogels ferbers ferbhaus ist ein schutzprett im vergunt in pach fur zu setzen, dardurch das wasser stemb und durch ein rören, die er do hat in den Vischpach; das wasser lauft in sein verbhaus und in sein ölle, doch nit anders, dann wenn er verbt, sust hat er des kein recht an demselben ent den pach zu versetzen.

Dergleichen hat mer des Hirßfogels verbhaus an der Preittengassen doselbst auch ein schutzpret, das im zugeben worden ist fur zu setzen, wenn sie verben wollen, dann er auch ein rören auß dem Vischpach in sein verbhaus und öll gelegt hat, das im dann zu geben ist, den pach zu versetzen, wenn er verbt und sust nit.

Ein prucklein, das do vor des Hirßfogels verbhaus über den Vischpach geet; dasselb prucklein ist der stat paumeister schuldig machen zu lassen.

[151a] Vor dem weissen thuren das prucklein, das do geet uber den Vischpach, der do kumpt durch die Preittengassen herab, das soll auch der stat paumeister machen lassen.

Mer ein prucklein heroben an der Pfandsmitgassen, wider zuruck anzufahen, das gewelbt oder mit schalen verlegt und dorauf gepflastert ist, vor des Wagners pirprewers haus, das auch der stat paumeister machen soll lassen.

Ein prucklein vor der Pfandsmitgassen am eck vor dem haus mit den rotten köpfen, das auch gewelbt oder mit schalen belegt ist und darauf gepflastert, das soll auch der stat paumeister machen lassen.

Aber ein langs prucklein vor des Wernitzen haus pei sant Laurentzen, das mit preitten Kornperck schalen überlegt ist; das sein vor zeitten zwai prucklein gewest, soll der stat paumeister auch machen lassen.

Item das prucklein über den Vischpach underhalben hern Frantzen Rumels seligen haus an der zwerchgassen, die von Wilhelm Rumels hinter haus überzwerch durch das ander geßlein geet an die Kotgassen; dasselb prucklein soll auch der stat paumeister machen lassen.

[151b] Hinter dem Peßler pei der Störrin am Kornmarckt hinterhaus doselbst ist ein prucklein über den Vischpach, das auch der stat paumeister machen sol lassen.

Pei dem selben prucklein ist ein schutzprett, das do hat der Schmidtmer, verber, in seinem haus ligent. und wenn das ist, das fewer auß kem, do got vor sei, oder zu unsers herren leichnams tag am abent, wenn man die gassen will saubern, so lest man den pach do vorsetzen, das er mug gelauffen fur Kristan Weyssen haus und also verrer durch die Schustergassen und Huttergassen fur das haus zu der rotten thür in die Begnitz doselbst. doch soll man des pachs domit sust nit versetzen, das ist im gesagt.

So ist ein prücklein darnach über den Vischpach pei des Ungerleins haus am Kornmarckt, das auch der paumeister machen soll lassen.

Das prücklein pei dem weissen thuren über den Vischpach, als die pede fluß doselbst wider zusamen komen und ein fluß haben; dasselb prücklein auch der stat paumeister machen soll lassen.

Furpaß mer ist ein prucklein pei des Marx des verbers eckhaus pei dem weissen thuren, haben ettwan die Vischpach meister lassen machen. so hab ich zu zeitten auch alte pruckhöltzer darzu geben, damit das prücklein gepessert worden ist, nachdem und ein gemein stroß do hinder geet.

[152a] Vor demselben prucklein neben dem weissen thuren, do schait sich der pach, also das ein dritteil des pachs hinauß durch den zwinger und über den statgraben in den alten spital, und von dann durch der teutschen herren hoffe und garten also hinter irem hoffe pei dem Elwanger, verber, wider auf die gemein, und also umb iren hofe wider uber den stattgraben und durch den zwinger doselbst gegen der öberen Ledergassen wider herein in die stat kompt. das selb dritteil des Vischpachs und wassers mussen die teutschen herren auf ir selbs kost und on der stat schaden nemen an der schait, wie oben steet, und also den über den graben hinauß und wider herein über den graben und durch die zwinger antworten, alles auf ir kost. was auch schadens an dem maurwerck geschicht des statgraben, darauf die rinnen ligen, darinn der pach hinauß und wider herein gett, das alles sullen die teutschen herren machen lassen on der stat kost. darzu sullen sie auch die zwei prücklein legen lassen und in wesen halten, die über den Vischpach geen pei irem hoff, eins als der pach hinauß und das ander als der pach wider herein geet in die stat. als dann des alles ein abrede gescheen ist am sambstag vor Ambrosy [2 Apr.] nach Cristi gepurt vierzehenhundert und im funfunddreissigsten jare durch ettlich herren des ratz mit dem commenter und spitalmeister, die dann die zeit lebten, den allen got gnedig sei, als im statbuch steet an dem hundersten und sechtzigsten plat.

Als der Vischpach hinten auß der teutschen herren garten kumpt, do hat Hanns Elwanger der verber auch ein rören in Vischpach ligent und auch ein kleins schutzpret dorpei, damit er den pach versetzen mag, das das wasser im auch in sein verbhaus geet. doch soll er des pachs nit versetzen, anders dann wenn er verbt und sust nit, alles ongeverlichen.

Mer hat der jung Marck ein verbhaus hinter dem teutschen hoff und hat auch ein rören, die in den Vischpach gelegt ist, darzu ein schutzpret dorpei, das er fursetzt, wenn er verbt, dardurch das wasser stempt und durch die rören in sein verbhaus lauft. doch soll er des [152b] pretz nit fursetzen anders, dann wenn sie verben und sust nit; das ist auch also vor alter herkomen.

Nachdem also der Vischpach, der dritteil, pei dem weissen thuren hin aus lauffen soll, wie vor steet, und die zwen dritteil desselben pachs pei dem weissen thuren fur des alten Marx, verbers, haus hinumb gegen der öberen Ledergassen lauffen, also ist in des selben alten Marx verbhaus auch ein kurtze roren gelegt, dardurch das wasser in sein verbhaus geet; darzu hat er ein schutzpret, das er fursetzt wenn man ferbet. das ist im also vergunt fur zu setzen doch nit anders, dan wenn er ferbet und sust nit.

So geschicht es zu zeitten, das man in dem obgeschriben des alten Marx ferbhaus verbet, und so der pach dann sust klein ist, das dieselben gesellen im verbhaus den fluß, der zu dem teutschen haus hinaus geen solt, versetzen sie pei dem weissen thuren, also das nichtz hinauß geen mag, sunder das wasser alles fur desselben Marx ferbhaus geen muß, das aber nit recht ist und nit sein soll; und ich hab das auch oft selber auf reissen lassen und das dem pfenter gesagt darob zu sein, das solichs nit mer geschee, dann die teutschen herren das sere anten und nit unpillich.

Ein prucklein ist uber den Vischpach, als er herwider über den graben von dem teutschen haus kumpt gegen der oberen Ledergassen. dasselb prucklein auch die Vischpach meister pißher gemacht und in wesen gehalten haben, also das es der stat paumeister nichtz angeet.

[153a] Kein haut sullen auch die lederer in den Vischpach legen, es kum denn der pach her wider ein von dem teutschen haus, alle tag pei sechtzig heller puß, die im statbuch steet und darauf gesetzt ist.

Mer geet der Vischpach also durch die oberen Ledergassen und überzwerch der nideren Ledergassen an die hinderen Ledergassen; und als er überzwerch der vorderen Ledergassen geet, do leit ein prucklein über den pach, dasselb prucklein soll auch der stat paumeister machen lassen.

Und an der hinderen Ledergassen do leit ein prücklein über den Vischpach als man in die Almussenmüll fert; dasselb prucklein soll der almussmüllner machen und nit der paumeister.

Als der Vischpach durch die Almussenmül kumpt, so ist hinter derselben müll ein gewelbte pruck über den pach vor dem newen geßlein, das man neur der Almussenmüll hat gemacht. dasselb gewelbe soll der stat paumeister halbs und das reich almussen halbs machen, alsdann im dreuundsechtzigsten jare zu sant Nicklas tag [6 Dec.] mir Philipp Birckamer von des almussen wegen das halbteil außgericht hat, was man die zeit daran pesseren und machen ließ.

Nachdem und der Vischpach lauft von der Almussenmüll durch den oberen wert in die Krottenmüll und also in die Begnitz fellet, ist vor der Kröttenmüll ein gewelb über den pach, darüber man fert; dasselb gewelbe soll die stat machen und bewaren lassen.

[153b] Item waß sust mer prucklein uber den Vischpach geen vor der stat und in der stat vor den heusern allenthalben, die geen der stat paumeister nit an, und der bedarf der stat paumeister auch nit machen lassen.

So muß nun des pachs auch eben war nemen hinnen in der stat und zuvoraus im winter, das man des nit zu hoch loß auf schutzen, oder die lederer mit iren heutten icht ein stemmung machen, oder das icht pretter und waschpenck im pach sein, oder die prucklein, [die] vor den heusern an ettlichen enden sein und zu nider ligen, an dem und anderem sich der pach leicht zu sere stemmen mag und außlauffen und ein eis machen, das vill schadens geschicht, und sunderlich, wenn eisschellen im pach geen, das sich die vorauß an den gittern über den eusseren statgraben icht anlegen oder swellen, dardurch der pach über die truhen in [den] statgraben fellt, das dann wol gescheen ist, das dann sere am gemeur und grünten schaden thut: das alles soll ein paumeister mitsampt dem Gürtler und vorauß der knecht, so ein paumeister zu dem pach bestellt, als vor steet, in gutter acht haben etc.

[154a] Von abschlahung und pesserung des Vischpachs.

Man hat von eines erbergen ratz wegen, und also vor langen jaren herpracht, allwegen drei redlich menner gepetten, als ietzunt sind Heintz Unger, pirprew, Cristan Lössel, ferber und Erhart Weyler, lederer, das die von gemein nutz wegen zu dem Vischpach gesehen haben, und alle jare umb sant Michels tag [29 Sept.] den pach mit gunst und wissen eines erberen ratz haben lassen versetzen und abslahen pei des Ammans weier, wie vor steet etc. und wenn man den also hat wollen abslahen, so hat man das allewegen acht tag vor auf der cantzel zu sant Laurentzen verkundt durch ein puttel auf das, das sich die verber, lederer und ander am pach darnach wissen zu richten. und sie haben dann denselben pach allen durch die stat auß und also vor der stat piß zu des Ammans weier an das schutzpret lassen außwerfen und raumen. und dann bestellt man, dasselb kott und ertrich, was des in der stat ist gewest, auß zu furen vor die thore; was aber vor der stat ist gewest hat man auf den rangen am pach ligen lassen. auch haben dann dieselben Vischpachmeister den pach mit Reuhelperckstein in der stat pessern und flicken lassen, und ie zu zeitten ein jare ein hundert minder oder mer quader verflickt, auch am grunt und podem mit eichen prettern in der stat belegt, und vor der stat haben sie den pach mit holtz und pfellen darfur geslagen und auß geladen, auch an ettlichen enden mit stein versetzt, das der pach in seinem wesen beleib und nit auß lauft.

Solche arbeit ist gescheen dann in acht tagen ungeverlichen. so hat man dan den pach herwider ein lassen lauffen und den obgeschriben Vischpachmeistern dann geliben und zugeben zwen püttel, die dann mit ine auf zweien seitten am pach in der stat umbgangen sein mitsampt einem schreiber, den sie darzu namen und von den leuten einsamenten das gelt, das sie dann also eingesament haben (von einem zwen, drei, vier, funf, sechs, siben [pfenning], darnach sie die leut an der vermuglichkeit erkannt oder gesehen haben, aber ferbheuser, pirprewer, lederer, weschin und pader haben ieder zwen groschen geben) und mit den pütteln darumb gepfent. des geltz ist ie ein jare pei dreuhundert oder vierdhalbhundert pfunt alt ungeferlichen gefallen, darvon sie dann soliche taglon, holtz und stein bezalt haben. auch haben sie drei und zwen püttel mit sampt einem schreiber von dem gelt gezert drei oder vier tag, wenn sie also nach dem gelt umbgangen [154b] sein und sust nit. darvon so haben sie dann auch den putteln und einem schreiber, der mit gangen ist und die absentes angezeichet hat, ein trinckgelt geben; aber sie selber haben davon nichtz gehabt dann einer vier oder funf mol etc. und des Vischpach geltz sein sie, dieselben Vischpachmeister, gefreiet gewest, also das sie nichtz geben haben.

Auch haben die Vischpachmeister einen eigen gesellen bestellet und geben dem alle jare pei acht pfunden alt, der alle tag auf das minst ein mol des tags am Vischpach auf und abe gee in der stat und do sein aufsehen habe, das niemant den pach verlichen versetze oder aufswell anders, dann das er dennoch überfall und auch nit auf das pflaster stemme, das auch niemantz nichtz von schaffen oder andern dingen in pach legt, oder wessern noch einquellen, was er des darinnen vindet herauß werf und das den leutten untersage, wo sie des nit abgeen, das er sie dann pfendt und soliche schaff und anders neme und laß mit im reden.

Niemant soll auch kein heimlich gemach in den Vischpach leitten noch auf zehen stat schuch auf das minst hinzu nit haben; wer das überfür, der must geben alle tag ein pfunt haller, als in dem statbuch steet folio hundert und sechtzig.

Ein erberger ratt hat im sechsundsechstzigsten jare zu sant Michels tag zu hertzen genomen, das man also ettwevil und lange jare her am Vischpach also gepessert und geflickt hat, das aber doch nit verfencklich und verhaft gewest ist, wie wol das an gelt auch nit zu gangen ist etc. also hat man mir als einem paumeister befolhen, kunftiglichen noch Kornpergstein zu gedencken und bestellen, das des Vischpachs in der stat alle jar einen ort mit Kornperckstein gemacht und besetzt werd; und nachdem [155a] das mer kost, so sollen alle die, die vor ein pfenning geben haben, zwen pfenning, und die einfluß haben, vier pfenning geben. darauf dann die schrift wirt auf der cantzellen gelesen zu sant Laurentzen als hernach geschriben steet:

»Nachdem man den Vischpach jerlichen abgeslagen und die scheden und geprechen, der ettwan weit und lanck, verkumen und gepessert, und das gelt von den leutten, die daran und darumb gesessen, noch ir ieglichs vermugen und pesserung desselben Vischpachs genummen und eingesammet hat; wann aber solicher pesserung mit santstein nit verfencklichen sunder unverhaft und kurtzlichen abnemen sein will, so ist ein rat umb gemeins nutz willen daran komen und will denselben Vischpach von heut über acht tag aber abslagen und den hinfur nit mer mit santstein sunder mit Kornpergstein pessern und machen, und das gelt von allen den, die an und umb denselben Vischpach sitzen, es seien eigen hausgenossen oder insessen, was sie vormals geben haben hinfur zwifach, und von den, die von demselben pach ein oder zufluß haben, vierfach nemen.«

»Es wollen auch dieselben unser herren vom ratte, so man solichs gelt sammen und einpringen will, sich ein ieder, den das berürt, doheim vinden loß, und das gütlich unverzogenlich außricht und bezall; wann wer des nit tet, den wurt man fur solich gelt pfenten, und es mocht sich iemant so ferlichen darinnen halten, in wolt ein rat darzu stroffen, nachdem er zu ratte wurde. auch alle die, die prücklein vor iren heusern haben über den Vischpach, sullen die selber aufheben und abtragen lassen auf das, das man desterpaß darzu gesehen und darunter geraumen mug; darnach so wisse sich meniglich zu richten. auch welliche die weren, die umb ein taglon an dem Vischpach wolten helfen raumen und fegen, die sollen als von morgen montag über acht tag früe zu dem garauß mit iren schauffeln komen, und sich pei dem weissen thuren vinden lassen.«

[155b] Als die Vischpachmeister solichs vernamen, kamen sie und prachten mir eine eisne püchsen, darinnen pei ailfthalb pfunt alt geltz, das in der püchsen des alten eingenomen geltz was etc. und begerten darauf urlaub von mir und meinten, ich solt nun furpaß das dinck außrichten etc. also sagt ich ine, ich het nit urlaub zu geben und patt sie auf das aller freuntlichst, das sie also lenger mit mir ob den dingen sein wolten, des ich sie dann noch pißher alle jare kaum über pitten kan, das sie mir also darzu helfen.

Und also wird ich pei dreien wochen vor sant Michels tag mit den Vischpachmeistern eins, auf welche wochen man den pach mocht abslahen. darinnen muß man bedencken, das man ein gantze wochen fur sich neme, auch das das geschee vor sant Michels tag, so ist das wetter allweg wermber und der tag pei einer zimlichen leng, dann er ist nach sant Michels tag; dann man des pachs nit wol geratten mag in der stat, also waß er über acht tag aussen ist, so schreit iederman dorüber. wenn wir uns dann also einer zeit vereinen, do preng ich das an ein ratt, das ein ratt auch sein willen darzu geb und darzu leihe zwen püttel, die das Vischpach gelt helfen einsamen und der einer die vorgeschriben zettel auf der cantzel less zu sant Laurentzen; doch hab ich die zu zeitten einen schreiber lesen lassen. das soll gescheen alspald man den segen zu unser lieben frawen mess geben hat und die schuler in der kirchen herab sten und man umbgeen will, in der weil sich derselb priester im sagerer ab tut und ee man den weichprunnen gibt etc. so ist das meinst folck in der kirchen. das hab ich ettliche jare her also bestellt zu thun.

Darnach von demselben suntag über acht tag so hab ich bestellt mit der stat pflasterer zwen oder drei und in darzu des Gürtlers pfert mit einem karrn und hawen und schauffeln gelihen; dorpei ist auch der gesell, der des schutzpretz wart und den schlussel darzu hat pei des Ammans weier. dasselb pret lest man dan fur vallen und verlegt das hinden [156a] mit einem karrn vol wasens, die man darzu aufhawen und füren muß. das geschicht also allewegen nach mittag, das man den pach also versetzt, so verlauft in der nacht das wasser überall.

Am selben suntag, so man den pach versetzet, so hat der Weyller, lederer, der ein Vischpachmeister, allweg bestellt, das nach der vesper oder umb zwei gen nacht der krottenmullner ein slegel gezogen hat ob seiner müll, dardurch der pach in die Begnitz felt an demselben ent, und hat dopei zwen tagloner bestellt, die im Wert und also unter dem gewelb ob der Kröttenmüll gestürt haben, damit der pach das meist kott in die Begnitz gefurt hat, dan an demselben ente unter dem gewelb der pach wol acht schue tieff ist und als mit kott, das über jar in pach kumpt, allenthalben an dem ent verlegt und do ligent pleibt, das man dann nach rat der müllner und werckleut hat gantz außgeschut und darauf gepruckt und den poden durchauß im Wert erhaben piß zu der Almusenmüll hinauf, auch den slegel verschut, dann ein rechte mördersgrub und höll doselbst under dem gewelb und prucken, das woll acht schue tieff und pei hundert schuen lanck was an dem ent, also das man desselben stürens noch slegelziehens kunftiglichen nit mer bedarf.

Darnach am montag früe so sein die drei Vischpachmeister pei dem weissen thurn und bestellen do ein achtzehen oder zweintzig lederer und ander gesellen umb ein taglon. als nemen dann der Vischpachmeister ieder ein sechs oder siben derselben gesellen zu im, und die zwen der Vischpachmeister heben dann an zu fegen am Vischpach pei dem weissen thuren, der ein die Preittengassen, der ander die gassen über den Rossmarckt und fur sant Laurentzen hinumb auch piß an die Pfandsmitgassen, und der ein dann furauß die Fleischgassen an die statmaur, der ander mit sein gesellen vom weissen thurn hinauß und hinder dem teutschen haus herumb und darnach die öberen und underen Ledergassen und auf das letzt im Wert das kott piß auf den pretterten poden allenthalben auß dem pach auf haufen zu slahen. wenn sie pede [156b] die zwen Vischpachmeister dann also in der stat geraumpt haben, darzu sie auf das minst zwen tag haben müssen, so gen die pede dann mit iren gesellen fur die stat und heben an voren am statt graben und werfen und raumen das kott auch auß, das in dem jare darein gerunnen ist, also fur den Tafelhoff und durch den underen und oberen Galgenhoff pieß hinauf an das schutzpret pei des Ammans weier etc. auch soll man alle jare in denselben greben hinauf die stauden, so in und über den Vischpach hangen und gewachsen sein, abhawen, dann im winter so legt sich der schnee darauf und druckt sie in pach und gefreust dann also; doran swellt sich dann der pach und lauft auß, das sust nit geschicht.

So hebt der drit Vischpachmeister mit sein sechs oder siben gesellen an auch an demselben vorgeschriben montag und hat im darzu vorbestellt zwen maurrer mit einem steinkaren und anderm irem zeug und püst ettlich new stein ein allenthalben in der stat am pach, wo sein not thut und die alten erfault und schaden genomen haben, zu zeitten ein hundert sechtzig und viertzig stein, darnach sein not thut. solich stein die haben die Vischpachmeister umb sant Jacobs tag ie zu zeitten füren und hawen lassen, aber sider man den pach mit Kornpergstein macht, so püst man mit den alten stein, die man aufhebt und sust verkauft, die püst man also ein, wo sein nott ist. wenn dan soliche pesserung in der stat geschicht, so flicken sie dann vor der stat am pach hinauf piß zu dem schutzprett an des Ammans weierhaus hinauf; wo sein not ist so legt man das auß mit holtz und slecht darfur eichen pfell, oder ettlichen enden versetzt man das mit quadern vor der stat. auch mit den dingen hat der drit Vischpachmeister auch zu thun vier oder funf tag, darnach ein jare der arbeit minder oder mer ist, dann das ander.

Welche heuser aber so nahent dem Vischpach steen, als dann des alten Marx ferbhaus pei dem weissen thuren und der teutschen herren maur, die hinden umb iren hoff geet, daran der Vischpach herlauft,[157a] und die vier heusser, dozwischen der Vischpach von der öberen Ledergassen an die underen Ledergassen lauft, auch das reich almussen von ir müll wegen, als vill sie des berürt, und darnach under derselben müll ettliche heuser im Wert, die alle sein schuldig das und sovil auf der seitten gegen in sie des berürt selber zu underfaren, zu pesseren und zu machen von ir heuser und gemeurs wegen.

Vor der stat ist desgleichen wo heuserund leut doran stossen haben, die mussen das so vill und sie das berürt selber machen lassen; wann die Vischpachmeister nit mer machen, dann das die gemein ist antreffent etc.

Mer muß man dann haben iemant, der das kott, das also in der stat auß dem pach außgeworfen worden ist, fürderlich außfürt; der hebt dormit an am erittag, dann das kott muß vor ein tag ein wenig über trucken, so mag man das dester paß geladen. und man muß das bestellen zu über eillen mit der fur, also das er auf das minst drei wegen und vier pfert hab, das allewegen zwen wegen geen und das man einen alle die weil lade, das das kott in den acht tagen auß gefürt wert; dann was des do ligent pleibt, wenn man den pach lest wider lauffen, so keren und werfen die leut des vill wider ine pach, das sust nit geschicht.

So nun verlossen ist, den pach mit Kornpergstein zu besetzen, wie vor steet, do hab ich mich ettliche jar her darzu gericht und doran ie ein stuck pessern und vernewen lassen, und desgleichen mit dem poden auch mit eichen prettern, wo sein nott ist gewest. mit solicher arbeit haben sich die ding verzogen, das der pach ie zu zeitten lenger den acht tag aussen ist gewest. so und man aber an die schait des pachs an [157b] der Pfandschmidgassen komen ist, so mag man den pach an derselben ent einem versetzen, und im jare, wenn man will und geschickt ist, mit Kornpergstein an dem anderen ent arbeitten, also das der pach dennoch herein geet. das hab ich mit der stat steinmetzen, zimmergesellen und taglönern also machen lassen ettlich jare.

Wenn man dann also vertig ist, so lest man den pach wider lauffen und wurft die wasen, so man hinter das schutzprett pei des Ammans weier geworfen hat, herauß und zeucht das schutzprett gantz auf und lest den pach mit vollem wasser ein gute vierteil einer stund, und lest dann dasselb schutzpret fur und dardurch lauffen sovil und man dann gewonlichen sust über jar oder nach der zeit lauffen lest; so treibt der erst schuß alles das, das in der zeit in pach komen ist, die weil er ist aussen gewest, vor im hinweck — das schmecket ser unsauber.

Darnach und der pach dann also wider in die stat geet, so geen die drei Vischpachmeister umb nach dem gelt von haus zu haus auf zweien partheien, und was man in dann ie gegeben hat, das haben sie genomen und eingesament und dann darvon außgeben, was auf den pach gangen ist, und darvon niemantz mer kein rechnung durfen thun etc. noch dem aber ich also zu den dingen komen pin, hab ich die ding also mit irem der Vischpachmeister guten willen furgenomen also, das sie noch auf zwo partheien geen, auf dem einteil der Vischpachmeister einer, auf dem andern teil zwen, und iede parthei haben einen schreiber, der hat einen karnyr, darinnen ettliche pergamenen zetteln mit snürlein auch darpei kreiden und röttelstein und ein new register; der schreibt in das register ein ieden hausherren und in sunderheit die hausgenossen alle an, wie die heissen mit namen und zunamen, auch was ieder geben hab und an was gassen er sitz und auf welchen tag man das gelt geben hab. darpei hat iede parthei einen püttel; wer sein gelt nit gibt, den pfendt man, und an dasselb pfant bint der schreiber ein zettellein, darauf steet geschriben, wie der oder die heissen, des dasselbe pfant ist, und waß dasselb pfant stee. nach dem selben register dann [158a] wol zu rechen und zu überslahen ist, was von gelt gefallen ist. dieselben register noch also vorhanden sein von einem ieden jare, die weil ich dopei gewesen pin. auch so hab ich den Vischpachmeistern zu zeitten zugeschickt einen knecht mit einem korbe, der die pfant hat getragen. auch haben sie allwegen das alt register des voderen jars auch pei ine, darnach sie sehen, was einer vor geben hab etc. darnach sie sich auch dester paß gerichten mugen, also was einer von alter her geben hat, der muß ietzunt dasselb zwifach, und die einfluß haben, vierfach; dann die kartheuser geben nichtz, auch die vier heuser zwischen der oberen und unteren Ledergassen, do zwischen der pach hinlauft, darumb, das sie den pach an demselben ent selber machen müssen. auch gibt der almussen und krottenmüllner nichtz, und darzu die drei Vischpachmeister geben auch nichtz an dem pach.

Solchs umbgeen nach dem gelt wert pei vier tagen. dieselben drei oder vier tag essen die drei Vischpachmeister, zwen schreiber und zwen püttel mit einander, alle tag zwai mall ir einem, und dingen sich an zu einem wirte; sust haben die Vischpachmeister nichtz darvon dann die malle. wenn sie dann also gar außgangen sein, so komen sie die Vischpachmeister alle drei mitsampt den schreibern und püttelen und prengen mir solch gesament gelt und pfant, auch die register. des geltz ist pei sechshundert pfunt alt ongeverlichen zu gemein jaren.

Von dem gelt geet ab am ersten, das man außgeben muß, das der Vischpach kost zu fegen pei vierunddreissig pfunt alt, und dasselb kott auß zu füren pei zweiundviertzig pfund alt; so verzeren sie, wenn man das gelt ein prenget, pei zweiunddreissig pfunt alt; so gibt man den schreibern und pütteln iedem ein tag dreissig pfenning, macht pei sechtzehen pfunt alt; mer dem knecht, der des Vischpachs wart über jare, zwelf pfunt alt; den pflasterern am pach zu ze pflastern, wo man den geflicket hat, pei dreissig pfenning: das alles macht pei hundert viertzig pfunt alt, die auf das minst alle jar darauf geen, also pleibt des geltz über pei vierhundert sechtzig pfunt alt, von dem solt [158b] man den pach mit Kornperckstein machen. und was ich über das, so alle jare davon gefellet, außgeb, das solt die gemein kunftiglichen bezallen. also hab ich ettliche jar her pei funfthalbhundert und vierhundert, und ettliche jare pei vierdhalb hundert quader Kornpergstein versetzt, die allein der gemein zu gerechent worden sein; und die ich unter die prucklein und in den zwinger versetzen hab lassen; die hab ich nit darzu sunder der stat gerechent. der obgeschrieben stuck steins eins pei dreissig pfenning kost also rauch, so kost eins zu hawen pei zwelf pfenning, also geet nun darauf mit dem versetzen und die grunt mit eichen prettern zu pessern, die alten stein ab zu raumen, das alles ich mit der stat arbeitter, steinmetzen und maurrer alle jar piß her machen hab lassen und über das gelt, so davon gefallen ist, ein gepust ettlich hundert pfunt novi, als das in mein rechnung, so ich davon verzeichent hab, sich erfindet. nach dem man aber ettliche jar her hat zwue zeil stein aufeinander setzen müssen, das hat vill kost, das aber nun am lant nit mer bedarf des, sunder die dinck sich hinfur fast mit einer zeil an der höch begeben, und auch das man mit der arbeit also gemach thun muß, darmit man solich außsteent gelt wider ersparen und einprengen mug in kunftig zeit von jaren zu jaren.

Die Vischpachmeister haben bestellet den tauben Öttlein, das er des pachs über jar gewart hat. dem haben sie ein jar geben acht pfunt alt; aber ietzunt hab ich ine einen bestellet, der heist Heintz Lechner, dem muß ich ein jar geben zwelf pfunt alt, das er alle tag auf das minst ein fart doran auf und ab gee. solcher 12 pfunt gib ich ime alle goltfasten dreu pfunt alt.

Man lest den Vischpach ie zu zeitten an unsers herren leichnams abent hinter dem Peßler vor dem pat zum Strosack versetzen und lest in lauffen ein stunt oder anderhalbe umb des Peßlers haus und also gegen der langen prucken und verrer durch die Schustergassen in die Begnitz pei den sattlern an der fleischprucken.

[159a] Ein hüll hinder sand Klaren kirchoff hat man von gemeiner stat wegen ie zu zeitten fegen lossen einen paumeister. die hab ich im zwai und sechtzigsten jar lassen trucken außschopfen und das kott herauß werfen piß auf den poden, der ist geprettert, und [hab den] patknechten im Sundergew darvon geben ir sechs gesellen sechs pfunt alt und achtundzweintzig pfenning.

Zu dem heiligtum oder sust wenn herschaft kerkomen soll, so versetzt man den pach gern unden an der Fleischgassen und man lest den Vischpach gern durch dieselben hüll lauffen ein stund oder zwue und fullt die hüll von fewers wegen, auch darumb, das das wasser nit als übel schmeckt; das dann sust sere schmeckt, wenn das also lang steet, sunderlich im summer.

Wenn man den Vischpach abslecht, den raumen und pessern will, wie voren geschriben steet, so sollen die zwen pachmullner, nemlich der almusenmüllner und der in der Krottenmüll, umbgeen in der stat und vor der stat piß zu des Ammans weier, und wo sie sehen, das iemant verporgenlich oder offenlich rören in den Vischpach gelegt hett, dardurch man wessert, oder dem pach das wasser sust abgieng, so sollen die müllner dieselben rören oder rinnen außgraben; und wo die iemant hett über die, die hie vorn geschriben steen und zu gegeben sein, und der nit abthun wolt, so solt man doran pfenden alle tag umb ein pfunt haller; darzu soll ein statt paumeister den müllnern beholfen sein etc.

[159b] Von der gehorsam des paumeisters, wenn und wie er auch rechnung thut.

Der stat paumeister thut alle jare zu dem newen ratt von seines ampts wegen gehorsam in der ratstuben in gegenwertigkeit eines erbergen ratz, und so man den ait im stat buche folio dreuzehene also gelesen hat; so stet darinnen: das kein paumeister nichtz hinleihen soll von gelt noch anderem der stat zeug on wissen und willen eines erbergen ratz etc. des begert dann ein paumeister lüftung, dann man zu zeitten der stat walthawer, auch auf pflasterstein, auf kalck und sust ettlichen werckleuten auf ir arbeit gelt leihen; auch zu zeitten so pittet einer umb einen schütkaren, einen nideren wagen, ein hoyer etc. zu leihen ungeverlichen, oder einem zurindet latten, ein pretten, zwei dreu pretter, spünt etc. des ein paumeister einem umb sein gelt nit wol versagen kan. das man das alles kund oder mug an einen rat prengen, wer ser müsam; dar innen wirt dann einem paumeister geluft, also was er von zeug hinleich, das man das verpfendt. dorein muß sich ein paumeister selber richten; aber wo einer ein winten oder krieg oder solicher seil, die man dann nit als gantz wider gibt, entlehen wolt, desgleichen umb sein gelt holtz, pretter oder ander zu einem gantzen paw haben wolt: das alles weis ich an einen erbergen ratt, was man mich dann heist darleihen oder geben, das thue ich gern.

So hat der stat paumeister einen bergamenen zettel, die man im alleweg nach seiner rechnung in der losungstuben vernewet. doran schreibt man alleweg, wie vill geltz der paumeister einnimpt auf der stat pew; die gegenzettel behelt der stat paumeister in seiner gewalt. so schreiben die herren das in der losungstuben in ire register auch ein. wenn es dann zu der rechnung kompt, so legt ein paumeister dieselben sein zettel dar, die wirt nach der herren register abgelesen und ein sum darauß aufgezaichent etc. alles nach pfund novi gerechent.

[160a] Süst was dann der stat paumeister ein nimpt von kalck, alts und newes holtzwerck, stein und anders, das ein paumeister den leutten zu zeitten nit wol umb ir gelt versagen mag, dasselb soll ein paumeister in seiner rechnung auch fur einnemen darlegen und beschriben geben.

Mer der stat paumeister tut alleweg gewonlichen sein rechnung in den ersten vier oder zehen tagen der vasten. und wenn er rechnung thun will, so soll er sich des mit den herren in der losungstuben ein acht, zehen oder vierzehen tag vor unterreden und vertragen, auf welchen tag sie sich darzu mussigen wollen, solche rechnung zu hören; und auf welchen tag sie im dann zusagen, darnach und darauf soll sich ein paumeister mit seiner rechnung schicken, das er auf die zeit fertig domit sei.

Wenn er dann weiß auf welchen tag die rechnung sein soll, so soll ein paumeister vor drei, vier oder sechs tag das einem burgermeister und einem erbergen rat zu erkennen geben und pitten einen burgermeister, das er im wöll iemant zu beschaiden von eines erberen ratz wegen, der pei der rechnung auf die zeit sei etc. demnach so gibt ein ratt darzu gewonlichen zwen der elteren herren, die dann einem paumeister benent werden. die muß dann darnach nach dem ratt ein paumeister auch pitten, das sie sich auf denselben tag darzu mussigen wöllen, die rechnung zu verhören.

Ein paumeister soll auf den tag und man die rechnung hören will zu den losungern geen, wenn sie nach mittag in die stuben geen, und die do fragen zu welcher zeit sie die rechnung [160b] verhören wollen. das soll er dann zu stunde den zweien herren, die im von ratz wegen zu beschiden sein, zu wissen thun, und sie abermals pitten auf dieselben stund do zu sein.

Auch wenn die losunger dann die rechnung hören wollen und die zwen herren, von ratz wegen darzu gegeben, gegenwertig sein, und man sie alle hinein vordert, so list der losungschreiber einer am ersten der herren register gegen des paumeisters bergamenen zettel, waß man sider der nechsten des paumeisters rechnung dem paumeister geben hab von gelt auß der losungstuben, des gleichen dann in des paumeisters rechnung auch geschriben steet gleich als in der zettel. und so man das gleichlautent vindet und davon ein sum aufzeichent etc., so list der losungerschreiber dann einer verrer in derselben des paumeisters rechnung, was er mer hat eingenomen von kalck, holtzwerck, stein und anders, das man von bette wegen und sust verkauft hat, auch von der sege eingenomen, fur das man anderen leutten gesnitten hat etc. das alles die losunger pede mit rechen pfenningen legen, und die zwen herren, die von ratz wegen do pei sein, die sehen und horen auf, was man list, und die haben auch vor in die alten rechnung des vergangen jars und fragen dapei, worumb das ettlich sum hewer mer oder minder treffen dann des vörderen jars; des muß dann ein paumeister unterscheit geben.

Dornach so list man dann das außgeben nach einander von einem zu dem andern, das dann die herren auch legen mit pfenningen; und so dann das außgeben auch auf ein sum procht und das gegen dem einnemen angesehen wirt und der rest gemacht, was die herren einem paumeister schuldig sein, ob er mer hett außgeben, dann eingenomen, oder was der paumeister noch uberichs geltz innen hab etc. darnach es sich begibt etc., so list man dann darnach, was noch von uberichem zeug, von holtz, stein, kalk, pretter, zigel, eisenwerck und anders vorhanden ist, das alles bezalt und die stat do ligent hat.

[161a] So soll ein paumeister dopei der herren an einer zettel verzeichent geben, was man von gar alten schulden oder von schulden, die er gemacht hat, also ob er iemant het geben von holtz, prettern, stein, kalck oder anders, das man noch nicht bezalt hett. und so das alles also gelesen und verhört wirt, so heissen die herren den paumeister außtretten.

Und in solichem außtretten hab ich den herren alleweg gesagt (nit weiß ich, wie es die andern paumeister vor gehalten haben), nachdem sie do die rechnung kurtz verzeichent und gehort haben: ob sie in ichte pruch hetten, des zu vill oder wenig geschriben wer, oder darinnen sie sust leuterung bedorften, so wer ich willig inen unterscheit zu geben, dann ich die ding alle weitter und lenger geschriben het in meinem buch; dann man die rechnung mit dem kurtzen beschreibt, dann der ding und stuck vill und mancherlai ist, und die rechnung dennoch gemeinlich pei einem buch pappirs dick wirt und fur sich nimpt.

In die rechnung des außgebens schreibt man am ersten den zimmerman mit seinen zimmergesellen, darnach den maurrer mit seinen gesellen, dem rechet man zu alle taglöner und die pfert, die man an der arbeit hat; darnach die pflasterer mit iren gesellen und einem karnpfert, darnach tüncher, kleiber, Rörenheintzen etc. waß iede parthei alle wochen gearbeit und an was enden der stat die gearbeit, gekost und verdinet haben; darnach der Gürtler und schütmeister, was ich den geben habe; darnach der püttner, haffner, schreiner, glaser, seger, wagner, seiler, kandelgiesser, goltschmit und moler etc. auf welchen tag und wie oft ich mit der iedem abgerechent habe; mer von den tieren im statgraben, was die gekost haben; auch die nachtmeister, was die das jar verdinet haben; darnach waß ich fur eissenwerck außgeben und wenn und wie oft ich mit den smiden und slossern abgerechent habe; darnach was holtzwerck ich kauft habe und wenn, auch wie oft ich mit der stat walthawer abgerechent habe; darnach was ich für Reuhelperg, Kornperck und pflasterstein, auch zigelstein und kalck außgeben und von iedem gekauft und ie zu zeitten abgerechent hab; [161b] darnach was ich zu vorauß und trinckgelt auch für allerlei unkost sust außgeben hab; darnach was an außstenden schulden und an parem gelt noch vorhanden ist und wer dieselben schuldiger sein, ein ieder mit namen und zunamen etc. die dinck werden alle auf das kürtzt in der rechnung geschriben, das doch ietzunt und doher zu lanck wer zu schreiben. denn wenn ein paumeister kunftiglichen [rechnung] thun wolt, so soll er an die herren die losunger begeren, das sie im der nechsten rechnung, so vor im gescheen sein das nechst oder das ander oder das drit jar, eine herauß leihen, doran dann ein paumeister eigentlichen sicht, auf was furm er sein rechnung machen und schreiben soll.

Auch so hab ich an meiner rechnung keiner nie kein abganck des geltz, so ein paumeister ein nimpt und außgibt, gerechent, noch an das außgeben nichtz geschriben, das mir vill oder wenig abgangen sei, wie wol das solche rechnung an abgang mit überzellen, pösen pfenningen, vergessen an zu schreiben etc. nit wol gesein mag. iedoch so hab ich das albeg von meinem gelt erfult und die rechnung und sum fur voll gemeiner stat dar gelegt.

Dan so vorderen die herren der stat paumeister wider hinein und sagen im die zwen herren, die von ratz wegen pei der rechnung gewesen sein, wie sie die rechnung verhort haben, das wollen sie einem erbern ratt zu erkennen geben etc. darauf geben die losunger dem paumeister fur sein solarium alspalt ein hundert pfunt novi. und die rechnung so ich den herren piß her gethan hab, die hab ich allewege lassen schreiben den Caspar Elchinger und im darvon geben acht pfunt alt allein schreibgeltz und darzu das pappier und copert. dieselben rechnung loß ich den herren in der losungstuben und ich behalt der ein abschrift mit meiner hent geschriben. wenn dann also die rechnung geschicht, so gib ich dem Meychsner, dem hausknecht, zu trinckgelt acht grosch oder sechtzig pfenning.

[162a] Wenn dann die herren darnach das einem erbergen ratte für prengen, so soll ein paumeister außtretten, ob er im rat ist. dann lest man einen paumeister wider in den ratt, so sagt im ein burgermeister, wie die herren, so pei der rechnung gewesen sein, einem erberen ratt woll gesagt haben, das die rechnung recht stee, oder ordenlich wider rechent hab etc. und darauf laß in ein ratt pitten, das er wider darob sein woll piß zu dem newen ratt; dorpei besteet es dann piß zu dem newen ratt.

Auch hat der stat paumeister vor jaren und sunderlichen pei des Grasers seligen zeitten mer von dem paumeister ampt gehabt an gelt auß der losungstuben, und sunderlichen was alts holtz abgangen ist von prucken und anderen dingen, ist alles eines paumeisters gewest; auch hat man ettlichem ein pferlein gehalten. aber nach des Grassers seligen tod und sider des nechst vergangen krigs und nachdem ein ratt in andere der stat ampt auch gesehen hat, so hat man einem paumeister sein lon gesetzt auf ein hundert pfunt novi, und die spenn und kurtz klupfel und abholtz, das von dem newen zimmer abgeet ungeferlichen, das sament man zusamen und fürt das mit der stat pferden dem paumeister heim; und was von altem holtz abgeet. soll man verkauffen und der stat solich gelt geben, das ich dann also pißher auch gehalten habe.

Nachdem und der Duwinger auf die Peunt kam pei des Colers zeitten in des Loters des weitmessers gemach, der vor in demselben heuslein saß, do begunt der Coler dem Duwinger, was er spen im haus prent; des hab ich im piß her auch nit abgeslagen.

[162b] So hat der Gürtler vorauß und alleweg gehabt von altem holtz sein prennholtz und spen auf dem hoff, das hat er noch in seinem haus zu prennen.

Des alten holtz verkauft man ein fuder mit dreien pferden oder mit vieren den ziglern für sechtzig pfenning oder dapei mer oder minder darnach es gut ist. die alten schrancken an der lantwer gab ich ie einen umb zehen pfenning oder ein fuder pei funfundfunftzig und in sechtzig pfenning. sust verkauft man den taglonern und andern über jar eintzlichen vill alts holtz, das hin und her abgeet. dasselb gelt muß der Gürtler samen und einem paumeister verrechen, das dann verrer in der stat rechnung kompt.

Zu zeitten so lest man solichs alts holtz aufhawen und verkauffen das also gesetzt, oder der Coler nimpt des zu seinem salpetter siden im marstall, oder man heitzt die packöffen damit alle jar auf das minst ein fart, das sie dester minder verderben oder schaden nemen.

Ein jar so gefellet an gelt von spen, die man auf der Peunt verkauft und an andern enden, wo der stat zimmergesellen arbeitten, pei sechtzig pfunt alt. solichs gelt nimpt mein hausfraw ein, das dann alleweg die paumeisterin vor her also eingenomen haben, dapei laß ich es auch besteen. dasselb gelt samet der Gürtler ein und gibt das meiner hausfrawen, die im dann zu dem newen jar auch ettwas schencket als ein hemde oder dergleichen zu liebung.

[163a] Darnach so hab ich gelt ine einer puchsen gesamet das gantz jare, das dann die werckleut meinen ehalten zu trinckgelt geben, wenn man mit einem rechent, auch der stat walthawer, und wenn man ein eich hat von Reuhelpergstein etc. als dann davoren her geschriben steet pei iedem, was er gibt. des geltz gefellet ein jar pei zweintzig in vierundzweintzig pfunt alt, das haben vor ettlich paumeister selber behalten. also nim ich das selb gelt halbs oder den meisteil und teil das ander unter mein ehalten und besunder dem knecht den meisten teil, dann er die meisten mühe mit inen und mir darinnen hat; und mit dem uberichen, es sei acht oder zehen pfunt, gib ich meiner hausfrawen und loß sie darumb visch und wein bestellen, und lade darzu auf den weissen suntag zu nacht oder den nechsten suntag darnach zu gast darzu meister Ekarius, Hannsen Ruprecht, den Gürtler und sag ine, das ich der stat rechnung gethan hab und geb ine do ein rechenwein.

So hat ein stat paumeister vor dem nechstvergangen krieg auch mer gewaltz gehabt dann ietzunt, sunderlichen mit arbeit für zu geben und machen lassen, auch wo trefflich meister herkomen, die ettwas furhielten, den rede gestatten und zu denselben wercken greiffen, in auch darumb thun und willen machen alles nach eines paumeisters gut beduncken. das aber alles ist abgenomen worden, also das ein paumeister in nichte news geen dar treffenlichs, noch kein meister umb solte oder gelt bestellen on eines rats verwilligung etc. wol mag ein paumeister einem ein bescheiden trinckgelt geben und versprechen, der ettwas fur ander kan oder thut an der arbeit, dann einer mit steigen, rüsten, zimmern, steinhawen geschickt, behenter und rustiger ist dann ein ander. darein muß sich ein paumeister selber richten und sich des gewaltz gleich woll nit zu vill prauchen.

In sunderheit soll ein paumeister gewarnt und des geflissen sein, das er nichtz machen loß von gepewen auf der vesten, kleins noch groß, [163b] on wissen und willen der obersten herren und heuptleut, die ie zu zeitten sein, es wer dann ob dem burckherren, thorwarten oder thürnern an offen, glesern, leden zu flicken oder pesserung nott wer ongeverlichen.

Auch desgleichen auf sant Sebolts und sant Laurentzen thüren, do die sturmglocken hangen; dieselben zween thüren die stat pessern lest und in wesen helt, was pruchs doran wer, es were an der slach oder sturmglocken oder den thürnen, das soll auch den oberen haubtleuten furpracht werden und nach irem ratt furgenomen werden. im achtundsechtzigsten jare macht man unter die slachglocken auf sant Seboltz thuren newe eichen furm und gelen pretter.

Was sust der stat krem, thuren und zinsheuser sein, die soll ein paumeister mit dachen und decken bewaren, auch an slossen und leden zimlich pesserung thun, und auf den versperten thuren und iren frawen herniden ir öffen und glesser desgleichen pesseren und machen; aber was pruchs an öfen und glessern in den anderen thurnen und der stat zinsheusern ist, das sullen die, den dann ein zinsmeister die lest, selber machen und pesseren lassen, das dann der zinsmeister iedem soll sagen, wenn er ine die lest oder leicht, es wer dann, das man in sovill und langen jaren nichtz an glesern gemacht hett und so erfault weren; do muß sich ein paumeister selber einrichten.

Ein wildpader, der ie zu zeitten do innen in dem Wildpad ist, der lest die wannen halb pinden, wenn sein not ist, und der stat zinsmeister den anderen halben teil, dann die wannen sein halb der stat; damit hat der stat paumeister nichtz zu thun. aber kurtze pretter über die wannen soll ein paumeister darzu geben, und ob an [164a] kessellen und camerwenden icht pruchs wer, soll ein paumeister pesseren lassen.

Was auch in der wag an gewichten und wagen abgeet, auch in dem gewanthaus von pöcken und prettern zu den tuchen, soll ein paumeister machen lassen. was schregen die lederer auf irem haus haben, die machen und pesseren sie selber, und ein paumeister hat dieselben schregen im anfang vor jaren hinauf machen lassen.

Auch wenn das ist, das zu dem heiligtumb so vil gewants herkompt, das dieselben unten in dem gewanthaus nit alle gesteen mugen und zu eng ist, so hat man zu zeitten auf der wag feil gehabt. wo des not geschee, so soll der stat paumeister pretter, pöck und stent auf der wag zurichten lassen, darauf die leut feil mugen haben etc. auch so hat der Petz Thürre auf dem gewanthaus ettlich tisch und anders, das zu dem haus gehort und auch mit der stat schilt geprennt ist etc.

[165a] Die stück soll ein paumeister in gutter acht haben.

Nemlichen und am ersten, wo der stat paumeister seiner gescheft halben das sust gethun mag, so ist es gar nott, nutz und gut, das er sam teglichs und oft pei den arbeittern sei, und vor zimmergesellen maurrer, decker, pflasterer und andern etc. ie von einem zu dem andern ab und zu gee, auch do sehe, ob sie zu rechter zeit zu der arbeit komen und frag, wo iemant nit do wer, wo der sei, und was sie arbeitten oder machen und wes sie bedörfen oder gepruchs haben, inne das bestellen und zuschicken etc. das alles furdert ser wol die arbeit.

Auch soll der stat paumeister zu zeitten umb den statgraben aussen und sunderlichen vor der stat thoren und desgleichen inwendig gerings umb die statmeur reitten oder geen und do sehen, das man nit geferlichen schütte zu nahent den thoren, auch das er der schrancken und prucken vor den thoren warneme und die zollner frag, ob sie icht gepruchs doran haben etc. auch das niemant hinter der meur geferlichen schutte oder herauß fare mit gepewen weitter, dann der stat gesetze ausweist.

Es ist auch not, das der stat paumeister auf das minst ein mol im jare auf den Reuhelperck selber besehe und der stat meister den maurer und schaffer mit im neme und do besehe von gruben zu gruben, was die steinprecher von velsen geraumpt oder vor in haben mer zu raumen, auch das sie der vels nit unterhawen und auch die vels zu grund herauß prechen, und das sie die schut aus iren gruben füren, und doch mit denselben die ander vels, auch die rinnen und ausflüß des wassers nit verschütten etc. dann es ist ser gut, das ein paumeister auch wiß, wie es gestalt sei auf dem perg, wenn die steinprecher dann in dem jare fur einen paumeister komen und eines anderen fels zu raumen begeren, das er desterpaß wiße, wo er inne erlauben wolle oder nit. wenn ich dann ie zu zeitten auf dem perg gewesen pin, so hab ich den steinprechern dann allen [165b] zusamen geben zu vertrincken zweintzig oder vierundzweintzig pfenning.

Des gleichen sol ein stat paumeister auch im jare ein mol zu den steinprechern in der heiligen gruben bei Wendelstein besehen, wenn man der stat stein pricht, was fels sie doselbst raumen und das sie die schut auch nit schedlichen schutten und zu velsen raumen die gut stein geben, und das sie auch redlichen arbeitten, nochdem man ine das taglon dorob gibt, auch das sie die wegen und fure mit den stein redlich herein laden etc. so hab ich gemeinlichen zu sant Jorgen tag [23 Apr.] angehaben alle jar und die steinprecher hinauß gesant stein zu prechen ein sechs oder acht wochen.

Und der stat paumeister soll alle jar umb sant Michels tag [29 Sept.] ee dann die kelt angeet, bestellen mit der stat slosser und dem zuschicken einen redlichen gesellen von den taglonern, der do wisse, wo alle thore und thurlein sperrer sitzen, und darzu bestellen ein pfunt oder anderhalbs guts lautters paumöl auch zwen oder drei flederwisch etc. die sollen auch pei in haben ein plossbalck und hadern und sullen gen auf ein montag oder eritag und nit auf ein freitag oder sambstag etc. zu allen statthoren und türlein, grossen und kleinen, an den inneren und euseren thoren und darzu verpotten und forderen desselben thors thorsperrer und thurlein sperrer oder ir slussel. und dann soll der slosser dieselben sloß außsteuben, fegen und wischen so er pest mag, und desgleichen die hocken, engel und ör an den panden und die dan schmiren mit dem paumöl und die sloß und thore auf und zu thun ein fart zwai oder dreu mall, also das die fertig und geng werden, und darnach dem thorsperrer, welcher nit gegenwertig gesein mocht und des slussel do werden, dieselben slussel alspald wider heim tragen und furpaß geen zu einem andern thore etc. der slosser soll auch eben aufsehen und in gutter acht haben, ob er icht pruchs sehe an den grossen und klein thoren oder thurlein auch desgleichen an slossen und slusselen, oder ob die [166a] thorsperrer icht pruchs doran hetten etc. das soll der slosser dann furderlichen der stat paumeister zu wissen thun, dardurch das gewent oder gepessert werd etc. der ding ist not auf das minst ein mol im jare, darzu zu sehen, die sloß rechtfertigen; dann es zu zeitten kompt, das man pei nacht öffen muß in einer eil, und wo dann die ding nit vertig sein, so ist man gesaumpt sunderlichen an den durchschliffenden türlein, die durch die statthor geen, die selten geöffent werden, und die sloß im summer voll staubs werden. auch soll man ie kein leinöll darzu nemen, dann das legt sich an und legt sich der staub dorein und gewint ein haut, die nit wol herab zu prengen ist etc. und wenn der slosser die ding also außgericht hat, so gibt im der stat paumeister ein vierteil weins oder vier grosch; dem tagloner lont man sust an der stat arbeit etc. solicher sloß aller ist an den funf statthoren und thürlein achtundsechtzig.

Mer sol der stat paumeister alle jar umb sant Michels tag [29 Sept.] ee die kelt angeet bestellen mit der stat zimmergesellen oder der stat tagloner einem, der richtig und darzu geschickt sei, und dem soll er kauffen sechs pfunt sweinnensmaltz und den do smiren lassen die spindel oben und unden am wasser, doran die schloßgattern hangen, also das er die schrauben ein moll zwei oder drei stunt auf und abtreib und darob sei, das sie durchauß gesmiret werden, und ob icht gepruchs doran wer, das er furderlich der stat paumeister zu wissen thue. darumb darf man einem nichtz geben mer dann sein taglon, als man im sust geb etc. der schrauben ist oben am wasser vier und unden am wasser zwue schrauben.

Nachdem und die von Wert in dem vierundsechtzigsten jar furnamen, ir thüll umb den marckt zu vernewen und domit herauß furen weitter dann vor das alt thull gestanden was, nemlichen den alten schießstuben geleich, die vor verrer fur das alt thull gingen, und sunderlichen zwischen irem stat thor und dem [166b] Wollenthore irem alten graben darvor vor dem alten thüll gewest war, gantz einfingen, darauf ein erber ratt Frantzen Rumel und mich hinauß santen das zu besehen, nachdem das also an ein rat langt etc. das wir dann also fanden, das sie mer dann vor eingefangen hetten. darauf was ir antwort: der marckt hett do zwischen den zweien thören ein grosse krüm und plinten ort hinein gehabt, zudem das sie irer ram und nottorft halben sust ser eng hetten, so hetten sie das ungeverlichen und im pesten also gethan. darauf mir ein erber rat befahlhe, das ich dann Albrechten Kressen irem richter, Narcius Haller und Closs Pocken, als gemein meister, sagt, das sie das verrer iren ratzfreunden auch zu wissen tetten und darob weren und mit den iren auch bestellten, und das sie selber nit weitter mit dem newen thüll herauß furen, auch sust nit herauß pautten weder mit schießstuben zu der were noch sust on eines erbern ratz gunst und willen. darauf so pleib das new thüll und das, das sie eingefangen hetten also steen etc. das soll ein paumeister kunftiglich in gutter acht und sein aufsehen darauf haben.

So soll der stat paumeister umb Michaelis oder wenn in das not bedunck besenden alle, die meister zimmerwercks hie sein, und die außteillen und sie bescheiden nach ratte meister Dubingers und meister Rupprechtz allenthalben auf die prucken in der stat: also wo sich ein güß macht oder ein wasser keme, das dann ein ieder meister mit allen seinen gesellen kem auf die pruck und an das ent, do er hin beschieden worden ist und do allen vleiß thu, darmit das holtz, ob im des zufluß, auß dem wasser gezogen werd oder aber das durch die prucken leitten und desgleichen die eisschellen auch durch leitten und darob sein, das sich nichtz an die prucken lege, so sie pest mugen etc. und sullen auch nit abgeen on erlaubung eines paumeisters oder des stat meisters meister Hannsen Dubingers. wo sie dann also do arbeitten, so soll in der stat paumeister iren taglon geben, oder ob sie nit ein tag do weren sust ein trinckgelt geben.

[167a] Darzu soll der statt paumeister mit der stat werckmeister dem zimmerman, als ietzunt meister Hans Dubinger ist, bestellen, das der zwen seiner gesellen hab, die auf in warten und das er gee ie von einer pruck zu der andern und den andern meistern und gesellen zusprech und seche was die thun, und wo sein am nöttigsten ist, das er mit helf zugreiffen.

So soll der stat paumeister die andern zimmergesellen, die an der stat arbeit sein, sust zu ieder pruck und pollwerck ein bestellen der do hab ein schlussel zu den hocken, eisschauffellen und seile die do sein pei den prucken an den enden als hernach steet, das er die her fur such und gebe.

Auf dem gang hinter dem Wildpat auf der seitten gegen sant Katherein garten sein hocken, seil und eisschauffeln, fackel zu der pruck hinter dem Wildpat und zu dem stege am Sant.

Auf dem heimlichen gemach auf der parfusen pruck sein eisschauffel, hocken, fackel und seil zu derselben und fleischprucken.

Auf dem narrnheuslein pei der spitalpruck sein hocken, fackel, seil und eisschauffel zu der spital und Katherein prucken.

Auf dem heimlichen gemach auf dem Sweinmarckt sein hocken, fackel, eisschauffel und seil zu der langen prucken pei dem Derrer.

So sein auf den zweien pollwercken unden am wasser hocken, fackel, eisschauffel und seil zu denselben pollwercken.

[167b] Es soll der schaffer und anschicker, als ietzunt ist Conrat Gürtler auch ab und zugeen und besehen ob man icht eispeihel, seil oder anders bedorft, das er das herfür gebe.

Bestellen soll der stat paumeister mit dem Löffler und soll auch die ding selber in gutter acht haben, also wenn das wasser vor den trencken und einritten in die Begnitz gespült und hin gefürt hat das lant vor den prucken oder pflaster, als pei dem Karl Holtzschuer, an der Eich, auch dem Sweinmarckt und pei der langen pruck vor Fritz Derrers haus, auch pei en irherstegen und sust wo sein nott wer do man in die Begnitz riet etc. das der Löffler dann die klein stein, das hert ding, das er von den pflasterern sust außfuren muß, an die selben ent fur und die einriett darmit erheb und gründt; wiewol des die mullner nit gern sehen, iedoch ist des nott, wann zu zeitten grosse locher und gruben vorn an den antritten und trencken werden, wenn einer hinein will reitten, das das pfert über den kopf einem nit hinein felt, das hab ich gesehen.

Wo dann also die Begnitz wechst, es sei summer oder winter zeit, so soll der Gurtler furderlich die ketten furslahen an der Begnitz, das niemant darein reit zu trencken, dem schaden mocht gescheen; nemlich pei der spitalpruck, pei der parfussen pruck und pei dem Derrer an der langen pruck etc. der ding dann der Gürtler sere geflissen ist und nit versaumpt.

Im vierundsechtzigsten jare so hab ich nach ratte meister Hansen Duwingers bestellt und die hernachgeschriben meister beschiden auf die hernachgeschriben prucken, wo sein not thun wurt, [168a] mit iren gesellen dohin zu komen, das ich dann oft sider vernewet hab, nachdem die leut absterben; allein ist das die meinung davon:

Auf die pruck hinter dem Wildpat: meister Ulrich Regauß, meister Burckart Planck.

Auf den steg peim Schießgraben: meister Jacob Steffan, meister Fridrich Knaur.

Auf die spital und sant Katherein pruck: meister Hannsen Kaltenhauser, meister Endres Hoffmüllner, meister Conrat, hutter.

Auf der parfussen pruck: meister Hanns Glanster, meister Eckhart Hatzler.

Auf die fleischpruck: meister Herman, kuffner, und meister Ekarius.

Auf die pruck pei dem Derrer: meister Ulrich Wollfart, meister Heinrich Schober.

Auf Closs Tyllmans pollwerck: meister Wilhelm, schreiner, meister Heinrich, decker.

Auf des Engelhartz pollwerck: meister Cunrat Müllkuntz, meister Hanns, kuffner.

[168b] Wenn das ist, das die Begnitz über freust und das eis unter den schoßgattern also dick ist, das man auf dem eis zu den gattern gen mag, so sol der stat paumeister bestellen, das man das eis furderlich auf haw pei den schoßgattern inwendig und außwendig der gattern oben und unden am wasser auf ieder seitten sechs oder siben schuch weit, also das niemant zu den gattern komen mag. das thun der stat zimmergesellen, darzu leihet man ire eispeihel, wenn sein not ist; die hab ich darzu gepraucht.

Der stat paumeister soll alle jar umb weiennachten oder wenn die snehe anfallen geflissen sein und bestellen, das er von eines erberen ratz wegen schreiben loß den von Lauff und Herßpruck und sie pitten, ob sach wer, das ein gereigen in den snee oder der snee sust jehling abgieng, dardurch die wasser an luffen oder ein güß wurde, das [sie] dann das, so sie erst mochten, her einem erbergen rat schreiben oder zu wissen thun wolten, darumb ein rat hie gern das pottenlon außrichten woll, es seien reittent oder geende potten etc. solich brief mag der stat paumeister alle wochen pei iren pecken hinauß senden, das er kein potten darzu verlonen darf und on kost zu geet.

Kumpt dann also von Lauffe oder Herßpruck pottschaft her, das ein güß oder wasser komen soll, so soll der stat paumeister, so pald er des gewar wirt, das furderlich zu wissen thun in alle müll den müllnern das sie aufraumen, auch den, die der schoßgatter warten oben und unden am wasser, das sie auch darauf ir aufsehen haben, die gatter darnach zu heben etc. auch ob der stat paumeister von holtz, prettern oder anderm holtz auf der Schut oder auf dem Newenpawe oder sust irgen am wasser ligent hett, das er darzu schick, das das aufgeraumpt oder behempt werd, darmit nit schad geschee. wenn dann das wasser also kumpt, so soll der stat paumeister zu den prucken in der stat am wasser zusehen und darob sein, das die meister zimmerwercks und steinmetzen mit iren gesellen auf den prucken sein, die dann darauf von der stat [169a] paumeister beschiden sein, und das sie weren do und durch leitten, was von holtz oder eisschelln auf dem wasser zu in zufleust, so sie pest mugen, das sich nichtz an die prucken lege.