[201b] Nochdem das puch geschriben und gancz gemacht worden ist, hot sich doch dornoch und etliche stück in mitler zeit begeben, die ich Endres Tucher heernoch schreiben hab lossen, die dan einem paumeister auch künftiglich not sein zu wissen. und wie wol die auch eins eigen reigisters und anzeigens bedorften, so hab ich die doch hinfur und voren in das register mit zifferas an dieselben oder der geleichen artickel hencken lossen, dordurch man die auch hinten im puch finden mag.
So hab ich sider in dem 67 jar etwen vil prücklein uber den Vischpach in und vor der stat pflasteren lossen, die vor von holtzwerck waren, die ich dan von gemeiner stat pesseren, machen und in wessen schuldig pin gewest zu machen, nemlich das prucklein aussen vor dem walt auf Feuchter stroß hinter des Ammans weierhaus; das prucklein auf Kornburger stroß pei dem gericht uber den Vischpach: mer zwei prucklein pei dem Sundergew und eins an der inneren alten statmaur pei meister Lorentzen hoff; eins vor dem Gumler, eins vor des Hirßfogels ferber ferbhaus, eins an der Pfausmitgaß, eins pei Hanns Imhoff jegen der Kotgaß, ein langs vor sant Lorenczen vor dem Wirniczen, eins unterhalb herrn Franczen Rumels seligen haus jegen der Kotgaß, eins vor Endres Geuders haus. sust sein etliche prucklein do zwischen uber den Vischpach von holcz und etlich pflastert, der ich nit gemacht noch schuldig bin gewest zu machen: allein die nachparen haben die auf ir kost machen lossen, dorzu ich in wol geroten und geholfen hab doch auf ir kost.
In dem 68 jar zu sant Michelstag [29 Sept.] als man den Vischpach an der Pfantsmitgaß vor meister Lorenczen und iecunt des pfarrers von sant Lorenczen hoff mit Kornperck [202a] stein vernewet und beseczt hat, do vant man unter anderen alten stein im Vischpach liegent, dormit derselb Vischpach vor jaren was gemacht worden, etlich alt judenstein, dorunter unter andern einer was, der do stet und den ich hab einmauren lossen zu einer gedechtnus in den zwinger hinter der Peunt an das vorberck des Frawentors, doran stet ebreyisch geschriben, wie das Elias des Salman juden sun sei abgeschiden von dieser welt auf den suntag den 27 tag im september in dem jar nach der schöpfung der welt als man gezelt hat 5000 und 92 jar, des sein sell sol ruen mit anderen vorfuderen in dem himmel dem garten der ewikeit amen. der stein was die zeit als man in dem vant in dem 68 jar, wie oben stet, was er alt 136 jar.
Im 70 jar zu sant Katerein tag [25 Nov.] ließ ich allenthalben in zwingern raumen und eingraben 39 gemach und gab davon ie von eim 4 grosch und l4 pfenning trinckgeltz.
Das erstlich alle fewerschaff in den hutten, wasserfaß auf der Peunt, auch die kuffen auf den schleipfen, so die müller haben, gepunden worden sein; das alle fewerleittern und fewerhocken gepessert und verhanden sein; das alle lateren und liecht dorzu gehorent verhanden sein an den eckheussern in der stat; das alle fewermeister, viertelmeister, torsperrer und ander, die liderein eimer haben sullen, das die alle verbanden sein; das alle fewermeister, viertelmeister, müller in müllen ieder sein sprutzen hab [202b] und vertig sein; das ein ieder fewermeister, viertelmeister ein 8 oder 10 fackel hab; das auch den obersten hauptleuten ir iedem 8 oder 10 fackel in sein haus bestelt, desgeleichen auf das rothaus dem haushnecht 20 oder 30 fackelen geben werden; das auch zu allen ketenstocken, hocken und cloben gesechen und die gepessert werden, desgeleichen unten und oben an der Pegniz die zu pesseren, wo sein not was; das der mülner kuffen und anderen, den kuffen auf sleipfen geben worden ist, auß denselben hütten bestelt, gezogen werden und das die vol wassers geschopft und tragen werden; das alle keten hinter der statmaur, auch keten unten und oben an und vor der stat uber die Pegnicz, und desgeleichen die keten umb die vesten und waß man der sust an den gassen in der stat geroten mag, angelegt werden; das die schrancken vor allen thoren, desgeleichen die sneller auf den prucken und unter den toren gepessert werden und an die sneller unter den toren zugseil bestelt werden und die gruben, dorein die sneller hinten gen, geraumpt werden.
Das sloß am dachwerck allenthalben die decker zu übergeen und pesseren lossen; die heimlichen gemach in dem zwinger umb das sloß alle eingraben lossen; die slet auf dem sloß allenthalben raumen und fegen lossen uberall; die glesser in den stuben und kamern auf dem sloß pesseren und etlich waschen und fursetzen lossen, wo sein nott was; den haffner zu den offen sehen, die pesseren und außsteuben lossen allenthalben; den slosser zu allen slossen sehen und die vertigen auch zu iedem sloß 2, zu etlichen 3, zu etlichen 4 und 6 slüssel machen lossen, auch zu allen leden am sloß sperstenglein und ketlein, die leden anzulegen, machen lossen, wo die vor nit sein; alle taffelen, tisch, fürpenck, anricht und hackpenck zu uberhobelen und außzuleutern, [203a] wo der nit genug ist, der mer machen zu lossen; das sloß allenthalben zu dreien molen durchauß von dem obersten piß auf das unterst keren und fegen lassen der stat taglüner; in die kameren und gemech allenthalben auch an die stieg und in die geng und stell allenthalben eissen leuchter von swarczen plechen gemacht, etlich von einer, etlich von 2 roren zu liechten dorein zu stecken; in alle kamer prunczscherben, in des keissers gemech weisse verzinte pecklein, in der herren kammer verglast sust weiß scherben zu iedem pet ein, zu etlichen 2; aussen vor dem tor am inneren sloß ein keten und ein mahelsloß dorfur dem torwarten; im keller unter dem sall in derselben beslossen kammer am eingang rechen mit starcken hulczen nagelen auf peiden seiten, fleisch und ander nottorft doran zu hencken, dorpei ein hackpanck dorauf fleisch zu hawen, dorpei 4 pock dorauf pretter, allerlei dorauf zu seczen von speis und anderem, auch etliche pretter in seil gehangen, dorauf man etwaß seczen mag vor den meussen, mer dorinnen 2 fürpenck; in demselben mittelen keler hin hinter leger und zengel zu wein, 4 pock darauf pretter, allerhant geret dorauf zu seczen und dopei 2 furpenck; in demselben hinteren keler unter des Sebolt Kressen kuchen leger und zengel zu wein, zwien pock, dorauf ein taffel zu allerlei nottorft, 2 fürpenck; in der vorderen silberkamer unter der confentstuben auf 3 pocken 2 lang taffelen, dorauf ein kast von pretteren zusamen geslagen, der mit eim kloben, dorfur ein mahelsloß gehort, dorinnen des keissers silbergeschir behalten wirt, dopei 2 pock und ein tisch dorauf und dorpei 2 furpenck; dopei sein 2 lang alt truhen zu den wintliechten gehorent. in derselben silberkamer ist ein kleiner keller, dorinnen der keiser vormols sein eigen getranck und mett gehabt hat, dorinnen auch leger, zengel, 2 pock, dorauf pretter, etwaß dorauf zu seczen.
In der anderen silberkammer unter der confentstuben neben der vorgeschriben silberkammer ist auf die rechten hant ein kamer, dorinnen ein kleiner kast von pretteren gemacht und [203b] zu der mawer gepunden mit einer deck und kloben, dorfur ein mahelsloß gehort, auch zu silberen trinckfassen, dorpei ein tisch auf 2 pocken und 2 fürpenck.
Item der hüner und daubenstal unter der stieg vor der confentstuben wart geraumpt und auf des keisers kuchenmeister und koch wartent.
Item vor des keissers kuchen im inneren hoff ein thül von pretteren aufgeslagen vor den kuchenleden herdann pei 7 schuhen weit und pei 10 schuhen hoch, als lang die kuch und das kemmerlein do pei was, dorein in der mit ein tür gestelt, die kein sloß dann ein felsloß und innen ein rigel fur ein sper het, dorzu mer ein tür an dem ort pei der stieg, die in zwinger hinab gett, doran innen ein rigel und aussen ein kloben und keten zu eim mahelsloß und auch ein felsloß doran gemacht. das prenholcz zu der selben kuchen legt man heraussen am tüll für dieselben kuchen. in dem unteren kemerlein im eingang der obgeschriben kuchen auf die rechten hant ein tisch auf 2 pocken und dorfur ein fürpanck. item im stublein ob demselben kemerlein, dorinnen der koch des keisers sein wesen hot, ein tisch auf 2 pocken und dorvor 2 furpenck. item in derselben vorgeschriben kuchen zwu sauber kuffen gestelt, dorob 2 deck genagelt, doran an ieder deck das halbtail aufgett mit gelitten panten angehangen, dordurch das halbtail ein morterschaff ein und auß gett. item dorinnen ein lange hackpanck, dorauf fleisch, kraut und anders zu hacken, dorpei 2 thisch nider auf stollen, dorauf man angerichten mag. item im kemmerlein neben dem güßstein in derselben küchen ein thiesch auf 2 pocken und dorvor ein fürpanck. item in des kochs kammer dorob dem kemmerlein ein thiesch auf 2 pocken und dorvor ein fürpanck.
Item in derselben kamer ein spünpet, dorinnen ein strosack, ein pet, 1 polster, 2 küss, 2 leilach, 1 deck und ein fürpanck vor dem pet.
[204a] Item ein hulczene rinnen hab ich aus dem güßstein in derselben kuchen uber den zwinger in den statgraben geleit, wart von dillen gemacht, dordurch das unrein wasser außlieff. item in den slot derselben kuchen 2 starck rigel doruber zwerch eins pruckholz zu einer hengel, ob man die doran wolt hohen.
Item im sall unten zwischen den ersten 2 seullen am hineingen 3 penck mit ruckpretteren auf den zwei seiten, auf ieder seiten eine und unden under augen eine, und neben derselben unteren panck ein schranck und gerüst mit eim sneller, die leut dordurch auß und ein zu lossen, und in der mit ein sauber tisch vor den vensteren auf 2 guten steten pocken; in dem geschrenck helt man das hoffgericht, süst sol der selb sall aller geraumpt sein. in demselben unteren sall vor der kirchen in dem gitter auf der lincken seitten der kirchtür ist ein kammer, dorinnen ein spünpet, 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck und ein furpanck vor dem pet, dorinnen des keisers torwarten pflegen zu liegen.
Item der purckgraff Sebolt Kreß der hat sein eingang im unteren sall in sein gemach, das spert er zu und hat sein eigen wesen mit sein ehalten in dem selben gemach. item unter der grossen stieg, die auß dem unteren in den oberen sall gett, ist ein kemerlein, das hat der Kreß in seiner gewalt und dorinnen allerlei seiner nottorft.
Item auf dem oberen grossen sall ist auf der prück dem keiser ein sauber tisch auf 2 pocken zugericht, doch newer von 2 vichten pretteren und mit gelitten verzinten panten. item dorpei sein kredencz aufgemacht von pretteren 3 staffel hoch auf der lincken seiten als man auf die prücken gen will. item das gitter vor der stieg unten vor der prück mag man für ziehen und niemant hinauf lossen ob man wil. in dem selben sall auf ieder seiten unter den fenstern herab 7 tisch, die pesten zuvorderst, und [204b] unter iedem tisch 2 pock und 2 furpenck dorfür, wann niemant den ruck jegen des keisers tisch kert. item in der mit desselben oberen sals 2 groß geviert tisch auf pocken zu kredenczen, oder von oder zu den tischen essen und trinckfaß dorauf zu seczen. item ein kamer ist auf der langen stieg, die von dem unteren sal auf den oberen get, dorinnen ist ein spanpet, 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, ein deck und vor dem pet ein furpanck.
Item in der stuben neben des keissers grün kamer, dorinnen man rat helt, ist nichtz gestelt dan die glassfenster dorinnen fürgeseczt. item in des keisers grün kamer des keisers groß spanpet, 1 strosack, 2 federpet ob einander, 4 leilach dorauf gepreit, von golez 1 polster, 2 küss uberzogen mit golcz und tolden von weissen garen an den zipfelen, doruber gedeckt ein roten seiden golter; umb das pet was ein furhang von ploben scheter gemacht, und 2 nider penck auf den peden seitten desselben spanpecz. item in derselben kameren waren 2 spanpet, in iedem ein strosack, 1 federpet, 1 polster, 2 küss, 2 leilach, 1 deck; mer dorinnen 1 lange taffel auf 2 pocken und 2 fürpenck vor den peten; die glesser vor denselben fensteren in derselben kameren furgeseczt.
Item in der kamer doneben 3 spanpet, in iedem ein strosack, ein federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck und auf 2 pocken ein tisch und 3 furpenck fur die pet und den tisch. in derselben kamer unter der stieg was ein kemerlein, das wart geraumpt. item doselbst zwischen den 2 meuren derselben kematen ist ein kemerlein auf die rechten hant, das auch geraumpt was. item dornoch ist ein heimlich gemach mit eim stull, das auch geraumpt was. item vor derselben kammer hinauf die stiegen ist ein stublein, dorinnen auf 2 pocken 1 tisch und dorvor ein fuerpanck.
Item in dem nebenhaus oder frawenzimer ist ein stub alle verglast und ein küchlein dorvor, das als wart [205a] geraumpt; in der stuben was auf 2 pocken ein guter fichter tisch von 2 pretteren mit verzinten gelitten panten, dorvor ein fürpanck auch ein messer hangender leuchter in der stuben hangent. item in der kamer doneben ein groß spanpet, dorinnen ein strosack, 2 federpet, 2 leilach, 2 küss, 1 polster, 1 deck, als noch dem pesten, zu füssen vor dem pet ein tisch auf 2 pocken und dopei ein fürpanck; die kamer ist auch verglast. item die stieg in derselben kamer hinauf get auf ein podenlein, dorauf ein heimlich gemach ist, dorselbst ein kurcz leitterlein unter einer penck leit zu dem heimlichen gang in das ober gemach. item ob demselben podenlein hinauf aber ein stieg ist ein fleczlein, das lustig und mit pencken, die angehangen gerings umb zugericht sein, dorauf stet ein tisch auf 2 pocken und darvor ein fürpanck.
Item die stieg in dem newen haus hinauf und also den ganck gancz hin hinter do ist ein stub verglast, dorinnen was auf 2 pocken ein guter fichter tisch von 2 pretteren mit gelitten verzinten pentlein und dorpei ein fürpanck. item dorjegen uber ein kamer, dorinnen ein groß spanpet, dorinnen ein strosack, 2 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, ein gute deck, als nach dem pesten; vor dem pet auf peden seitten penck an das pet genagelt. in derselben kamer was auf 2 pocken ein tisch und dorvor ein fürpanck. in demselben gang doselbst herfür wider zu gen ist ein kamer, dorinnen 6 spanpet, in iedem 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 2 küss, 1 polster, ein deck, dorinnen des keisers knaben lagen; in derselben kamer ein lange taffel auf 2 pocken, dopei 5 vorpenck vor den peten und sünst.
Item ferrer herfur in demselben gang ist ein stuben, heist die junckfrawstuben, dorinnen 2 spanpet, in iedem ein federpet, 1 strosack, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck, dorinnen ein tisch auf 2 pocken, 2 furpenck; die stub ist verglast. item vor der stuben stunt auch 1 spanpet, dorinnen ein strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck [205b] und ein fürpanck. item vor derselben stuben im gang ist ein heimlich gemach. item dorpei ist ein ercker, dorinnen ein spanpet mit 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck; dopei ein tisch auf 2 pocken und ein furpanck.
Item die groß kofentstuben ist alle verglast, dorinnen 2 lang taffel auf 4 pocken, mer 4 tisch, ieder auf 2 pocken, und pei 10 furpencken fur die tisch. item neben der kofentstuben ist ein grosse kamer, dorinnen 4 spanpet in iedem 1 strosack, 1 federpet, 1 par leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck; dorpei ein tisch auf 2 pocken und 3 furpenck. item in derselben kamer get man hinten hinab auf ein heimlich gemach.
Item ob dem tor auf dem turen ein groß spanpet, dorinnen ein strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck, als von dem pesten; dorpei 1 tisch auf 2 pocken und ein furpanck item dopei im selben turen ein stüblein, das ist verglast, dorin ein tisch auf 2 pocken und dorvor 2 furpenk.
Item in der eusseren des keissers kuchen im vorhoff sein 2 hert, do stelt man zu iedem 2 verdeckt kuffen zu wasser, doran die deck halbe aufgiengen und mit gelitten pentlein waren angehangen, dorein durch das halbtail der deck ein morterschefflein foderlich gieng. item auß derselben küchen von dem güßstein wart ein hulczene rin uber den zwinger in stat graben hinauß gemacht und dardurch das unrein wasser auslieff; wart von dillen zusamen geslahen. item mer in der küchen ein hackpanck, 3 nider tisch auf 4 stollen zu anrichten. item in dem ein slot 2 groß rigel, doruber zwerch lag ein trum eins prückholcz, doran ein hengel und ein newer kupfer keßel; lehen die juden hinauf. item in dem anderen slot in derselben kuchen ein grosser rigel, doran ein [206a] eissen hengel und auch ein newer kupferer kessel hing, den die juden hinauf lehen. item mer in derselben kuchen 4 groß eissen protspiß, lehen die juden hinauf. item auf eim podenlein neben derselben eusseren kuchen 1 spanpet, dorinnen 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 2 küss, 1 polster, 1 deck, ein disch auf 2 pocken, 2 furpenck. item so was unter dem selben podenlein oder kameren ein kamer auf der erden, dorinnen rechen zu fleisch und hackpenck waren. item so was vor derselben eusseren kuchen am thüll eingegraben ein kuffen zu spülwasser, das der Herl von dem schün prunnen vom Marckt hinauf fürt.
Item im eusseren schöpfprunen aussen für die gitter dieselben leden alle angehangen. item 3 verdeckt sauber kuffen zu wasser in den prunen gestelt, doran die deck halbe aufgingen mit gelitten panten, das ein morterschaff dorein mocht, dorein man stetigs wasser schopft, das die küchenknecht ferrer aus denselben kuffen in die küchen allenthalben trugen in zweien newen zubern, waren verdeckt, die ich in den prunnen gab, dorzu 2 zuberstangen und 2 gelten und ein furpanck. item in demselben prunnen waren 3 gesellen tag und nacht, die do wasser stetigs traten und schopften, alle stunt 4 eimer, der iedem ich geben must alle tag und nacht 14 pfenning; den gab man dorzu essen und trincken von hoff. dieselben gesellen stelt erstlich der Sebolt Kreß, aber ich must in lünen von der stat wegen. item so sein 2 uberige pestene prunseil, eins 28 klofter lanck oben auf demselben prunen auf den rechen; wiewol iecunt keten doran gen, sein doch die seil auf ein fürsorg do.
Item das wachheuslein unter dem sibellen turen haben die marstaller innen, dorinnen in der stuben auf 2 pocken ein tisch und 1 furpanck; mer in der kamer 1 spanpet, dorinnen ein strosack, 1 federpet, 2 leilach, 2 küss, 1 polster, 1 deck, ein furpanck in der kammer.
[206b] Item in der stallung die peren, reiffen und rechen zu den settelen [und] zeumen pesseren und rigel zwischen die pfert; der pfert stelt man auf einer seiten 9 und auf der andern seite 9 und voren uberzwerch 5 pfert. so was ein kuff vor dem stall eingraben, dorauß die pfert truncken, dorein der Herl alle tag wasser von dem schün prunen hinauf fürt.
Item die turner auf dem sibelen turen und ire weiber herniden im langen haus haben ir gemech allein und dürfen niemant haben, sie wollens dan geren thun; den hot man von hoff zu essen und trincken geben.
Item der Ulerich, der eusser torwart, mit seim weib auch im langen haus pleiben in irem gemach unbekümert; den gab man auch essen und trincken von hoff.
Item der inner torbart, auch der auf dem Pfifferling und sant Margreten turen, pliben auch in iren gemechen unbekümert; den gab man auch essen und trincken von hoff.
Item am sampztag sant Bartelmess tag [24 Aug.] must man von preteren ein kuchen aufslahen im vorhoff auf der hoch zwischen der eusseren kuchen und dem langen haus neben dem gang pei 20 schuhen in ein vierung, dorein ein hert mitten gestelt von 4 spünden und denn außgeschut mit erden, dorein ein anrichtladen gestelt und ein thür angehangen, als in dem ein tag; dorein stelt man 2 kuffen verdeckt zu wasser mit gelitten panten, die halb auf gingen, das ein morterschaff dorein ging. item aussen vor der gepretterten kuchen ließ ich ein große gruben graben, dorein das spülach auß küchen lieff und versanck, die grub was mit swarten verdeckt; sust wer das spülach von der kuchen den perck herab kumen und het ein grossen unlust gemacht. item in der kuchen waren auch ein hackpanck und anrichtpenck gemacht. item zwu deck, iede von 3 pretteren noch der leng eins wagen lanck zusamen geslagen uber des keisers kamerwegen vor dem regen zu decken im sloß.
[207a] Item Herman Herl wart von Sebolt Kressen bestelt mit eim pfert, dem lech man der stat keren ein mit eim wasserfaß, dem stelt man ein kuffen zu dem schün prunen, auß der furt er alle tag 4 faß wassers hinauf fur die kuchen zu spülen und fur die stallung zu trencken die pfert. dorvon gab im des keisers kuchenmeister ie von eim faß wassers 8 pfenning und zu zeitten essen und trincken.
Item so bezalt ich den 3 gesellen, die im prunen schopften, iedem 14 taglün zu 14 pfenning ein tag und nacht; die wolt der kuchenmeister nit außrichten.
Item als der keisser hin wolt, kamen die koch an mich von der eusseren newgepauten pretterten kuchen wegen und wolten, ich solt die kuchen von in lossen, sie wer ir, oder sie woltens anzunten, das wer ir recht und gewonheit. mit den gesellen kam ich fur ein pürgermeister und nach rat der lossunger und vil reden, die dorunter verloffen, gab man in auß der losungstuben 4 pfunt alt. item im abscheit verkauften sie, die koch, etliche kleine schaff, die sie selber hie in die kuchen kauft heten, als sudschaff und kleiner. auch verkauften sie dem Sebolt Kressen das uberig prenholcz, das do was uber pliben von scheiten und schroten, was als pei eim stoß holcz.
Item ich ließ hinauf machen 8 spanpet zu 20, die vor doben waren; mer 3 new taffelen zu 9 daffelen die vor doben waren; und 4 new geviert tisch zu 35, die vor doben waren; und 40 furpenck zu 47, die vor doben waren. so waren vor doben 4 hackpenck und 5 nider tisch zu anrichten. item so bezalt ich für 50 kosten, die der Sebolt Kreß zu dem keren het hollen lossen, 25 pfenning.
Item so prochten und lehen die juden hinauf 28 stroseck, 31 federpet mit polsteren, küssen, decken, leilachen, der man in 3 kameren ie 2 pet auf einander legt. auch lehen sie [207b] hinauf 3 eissen kettenhengel und 2 new kupferer kessel, 4 groß protspießeissen. auch gaben sie hinauf etliche stuck leibat zu tischtücheren und hantzwellen, die man dorvon schnait und macht des keisers küchenmeister; auch liessen sie ein furhanck in die grün kameren machen.
Item so prochten des keisers koch mit in etwen vil grosser und kleiner kessel, der ie einer in den anderen ging, dorinnen sie kochten, auch etwen vil flaschen und verzinter pecher.
Item so furt der keisser in seim kamerwagen mit im stetigs ein reispet, dorzu ein ziligs federpet und petgewant, dorinnen er allnacht ligt und sust in keim anderen pet ligt.
Item der keiser kam heer am freitag sant Partelmess obent das ist adie 23 augusto. item er zoch gen Pambergk am mitwoch sant Augustins tag, das ist adie 28 augusto.
Item er kam wider von Bambergk am montag nach Egidi, das ist adie 2 september. item er zoch gen Cadelspurgk am mitwoch noch Egidi, das ist adie 4 september.
Item er kam wider von Cadelspurgk am freitag noch Egidi, das ist adie 6 september. item so zoch er von hin gen Wendelstein am montag sant Kungunden tag; zoch seer spot hie auß und wolt gein Stein sein gefaren, das ist adie 9 september.
Zu wissen, das die erberen weisen Endres Tucher und Wilhelm Löffelholz in namen und von bevelhens wegen der fursichtigen, erberen und weisen bürgermeisters und ratz der stat zu Nüremberg den beschaiden Ulrichen Reussen, Johann und Petern von Ol seinen aidem, Cunczen Hollinger und Cunczen Meyer, burgern und maisteren plattner hantwercks zu Nüremberg, zu bollierung des plattharnasches in der Hadermüll, ausserhalb der stat Nüremberg an der Begnicz gelegen, zwai reder in dem wasser und darob new zugericht und gepaut und zwen gemech iren bollierknechten, darinne hausheblich zu wonen mit slossen, offen, gleser und aller notdurft auch zugericht und gemacht zehen jar, die nechsten nach datum dieser zettel volgende, verlihen haben in nachvolgender gestalt, nemlich, das sie solliche reder allein zu bollierung des plattharnasches und sust zu keinen anderen sachen unerlaubt eins rats geprauchen und kein ir bollierknecht in den gemelten zweien gemechen hausheblich wonen lassen, sie seien denn bürger und wollen daselbs bürgerliche verpflicht, wie ander einwoner und bürger in der stat Nüremberg zu thun pflegen, halten, und auch die gemelten reder und gemech die benanten zeit unwüstlich geprauchen. und was fürohin an den selben rederen im wasser und darob oder sust und an den gemechen an slossen, vensteren, öfen und dergleich dingen zu pawen notdürftig wirdet, auf ir selbs costen ane eins ratz schaden pawen und machen, außgenomen die tachung, die sol in ein rat decken und pesseren lassen, und dieselben zehen jar eins ieden jars der stat zinsmaister davon zwenundfunfczig guldein reinisch landswerung, nemlich zu ieder quattemper dreitzehen guldein, zu zinse geben und richten und mit dem ersten zins antretten zu der quattemper sant Lucien tag [13 Dec.] schirist koment; und umb solliche zinse sie alle gemeinlich und unverscheidenlich hinder einander verpflicht und verhaft sein sollen. beschehe auch, das ein rat nach außgang der nechsten funf jaren des willens wurd, uff sollichen zweien rederen lenger nit bollieren zu lassen, sunder die bollierung doselbs abzuthun, wenne inen denn die darnach von ratz wegen aufgesagt wirdet, sollen sie der darnach indert jarsfrist ane widerred und mit beczalung außstendigs zins, sovil sich des nucz auf dieselben zeit ergangen hett und noch unbezalt außstünd, absteen. auch was [208b] sie in der zeit oder jaren darinnen gemacht und gepaut oder gebessert hetten, darinnen lassen und nichtz darvon außprechen noch nemen dann allein iren hausrat, werckzeug, pollierscheiben und die eisenstangen, daran dieselben scheiben lauffen, alles ungeverlich. und des zu urkund sind diser zettel zwen gleich lauttend begriffen und der stat zinsmeister ainer und den obgeschriben meisteren des plattnerhantwerg die ander außainander geschnitten geben am ertag nach sant Johanns tag zu sunwenden [25 Juni] anno domini etc. 70 primo.
Am ertag nach sant Lorenczen tag im 71 jar [13 Aug.] waren pürgermeister Hanns Lemlein und Heimrat Zyngel, in der frag wart auf den tag in einem erberen ratt verlossen und mir als der stat paumeister befolhen, das ich dann dem Koller und andern pauleutten gesagt hab; das sie sich als pauleut in den pewen mit mauren einer auf den anderen zulegen, auch zwischen nachpaweren mewer mit einander zu furen von dicke und hoche derselben mewer und anderen sachen die pewe antreffent, dorzu sie dann hie also gefordert werden, das sie sich des geleichen zu Wert auch sullen halten und dorumb entscheit geben, wie man das hie in der stat helt und pfligt zu halten etc. item desgeleichen hab ich Narcius Haller und einem seiner mitratzfreunt von Wert auch gesagt, das ein erber ratt hie das also daussen als hinnen in der stat mit den pewen wol haben gehalten. das sie das ferrer anderen iren freunden von Wert zu wissen thun; des sie dann willig waren und ein gut gefallen doran hetten.
Am sampztag noch sant Dionisien tag im 71 jar [12 Oct.] waren bürgermeister her Hanns Koler und Gabriel Nüczel, in der frag wart auf den tag in einem erbern ratt verlassen und mir als der stat paumeister befolhen, künftiglich zu dem newen rat in acht zu haben, wen die steinprecher am Reuchelperg ob der stat amptbuch gehorsam thun, das [209a] man dann keinen vertig noch zulossen soll, oder ir keinem sust im jar gerechtikeit am Reuhelperg geb, der nit hinter der stat beerbt sei oder den iren heuslichen siczt etc.
In dem 71 jar am mitwoch nach Simonis und Jude [30 Oct.] sante ich von befelhnus eins erberen rats den hernach geschriben fewermeistern ir iedem noch 25 newer liderer eimer, die ich hett machen lossen, der einer kost 4½ pfenning alt, zu 25 alten lideren eimern, die ir ieder derselben fewermeister vor hett, also ob fewer auskem, do got lang vor sei, das dan ieder fewermeister, so er des gewar wurd, mit 25 eimern zu dem fewer kem oder die eimer dohin schicket; und die andern 25 eimer solt ir ieder doheim behalten, ob mer dann ein fewer außkem, das ir ieder dann pei im in seinem haus noch 25 liderer eimer west zu hollen, mit denselben er des paß zu dem andern fewer komen mocht etc. so sein das die fewermeister: Peter Horstorffer, Heymrat Zyngel, Ulerich Grunther, Anthoni Ebner, Nickloss Grolant, Paulus Rietter.
In dem 72 jar adie 21 jener am eritag sant Angnessen tag ließ ich den prunen auf der vesten fegen, dorein ein katz gefallen was. daran schopft der Cuntz Hübner der maurer nochdem und er sich hett zugericht mit allen dingen funf gancz stund mit 5 gesellen zu im, und er was stetigs selber in dem prunen, und zwen gesellen auß zu gissen und hinab zu laitten den zuber; mer ein gesell, der zwischen dem prunen und dem sloß stunt am seil und an hinab lossen des zubers wider hielt; mer ein gesell, der reit und menet 3 pfert, und ein gesel, der die wag nach den pferden herwider ein trug. dorzu lech ich im ein reitlein von 36 kloftern, ein hengseil von 30 kloftern, ein zuberschaff, dorein geet pei 2½ eimer, mer ein morterschaff und ein leittern von 16 sprusseln, die nicht lenger noch kürczer [209b] docht, 2 pfening strick, 2 haller strick, ein lattern mit 4 dicken liechten, 2 kurcz sleuch von eim alten stiffel gemacht; so het er selber ein kurcze gruntschauffel. so bestelt ich mit 2 der stat zimmergesellen 2 hülczen groß scheiben in den zug ob dem prunen, und unter dem thor in das inner schloß walczen und stock eingemacht, das das seil auf der erden und an dem gemewer nit schaden nem. das gerett alleß der Hübner mit seiner fur auf der Peunt des morgens, als er wolt anheben, hollen ließ und dornoch das wider auf die Peunt fürt und antwortet. von der arbeit gab ich dem Cuntz Hübner mit sampt sein 5 gesellen und 3 pferden 16 pfunt alt fur alle dinck, und sie furten in den fünf stunden 136 zuber wassers aus, das ist pei 28 fuder wassers, nachdem pei 2½ eimer in den zuber gett, dann der prun 15 schuch thieff am wasser stet stetigs.
Im 72 jar am ertag vor Judica in der vasten, waren purgermeister herr Nickloss Groß und Gabriel Teczel, do wart von eim erberen rat vergunt auf beschawen, so Peter Horstorffer und ich auch eim rat furprochten des paders halben im Rossenpat, der ein heimlich gemach machen wolt und begert, in domit unter dem pflaster herauß auf die gemein faren zu lossen 3 schuch weit und pei 8 schuchen lanck; das im also vergunt ist auf eins ratz widerruffen und nit lenger, auch das er den kasten also mach und mit dem gewelb versorg, das kein wagen das eintruck oder sust iemant schaden dovor besche, alleß ungeverlich. das hat der pader also machen lossen.
Am sampztag vor sant Thiburcy und Valeriani tag [11 Apr.] im 72 jar wart meister Mertein der stat seiller der zwinger pei Tiergartenthor abgesagt, dorinnen er 16 jar seil gemacht hett, und in dem vorberck vor [210a] Tirgartenthor dorein gangen. und nachdem das man dasselb thor vermaurt, wolt man im kein schlüssel zu dem thor innen durch die statmaur in denselben zwinger mer lossen, und hat in geweist und im vergunt, im graben pei Tiergartenthor seil zu machen. das alls ward in eim erberer rat also verlossen, waren purgermeister herr Jobst Teczel und Jeronimus Kreß. dornoch im andern jar procht die Sebastian Volckmerin und Mertein Paumgartner, pfleger der fündelkint, zu weg pei eim erberen rat, das man im den graben wider absagt, und solt nit mer dorinnen arbeiten.
Wir Sebaldus von gottes genaden abte des closters zu sant Egidien in Nüremberg, sant Benedicten ordens, Bamberger bistumbs, bekennen und thun kunt gen meniglich mit diesem brieff, das wir einen permetein brieff mit des ersamen und weisen Jorgen Kolers anhangendem insigel besigelt ganczen unverserten gesehen, verlesen und gehort haben. derselbe brieff stund und lautet von wort zu worten wie hernach geschriben stet: Ich Jorg Koler, an der zeit der fürsichtigen und weisen meiner lieben herren und freunde des rats der stat zu Nüremberg richter zu Werde, thue kunt mit diesem brieff, das für mich komen in gericht Andres Stromer zu Nüremburg und clagt auf die müll und wasserfluß zu Werd mit allen iren zugehorungen besucht und unbesucht dorumb, wie das er einen drittail der Pegnitz des wasserfluß oberthalb Werde haben solle an der werspitzen als dan recht und von alter herkomen ist, und auch alsdann vor zeiten derselbe wasserfluß getailt wer worden und im ein drittail zugetail were, das dem also sei, so dingte er sich des an den erberen Hannsen Graser zu den zeiten paumeister zu Nüremberg, der von rats wegen darzu gegeben worden were, das er der eltsten manne vier dorumb verhoren solt; die derselb Graser verhort het, den kunt und gewissen dorumb wer. solch sag er dem rate zu Nüremberg wol erzelt het, wie und was die gesagt hetten, der dann Jorg Haller zu Nüremberg, den die sach anrürte, und sein gemeiner zwen darczu gestelt hetten [210b] und der vorgenant Stromer zwen; in derselben sag sich clerlich erfunden hab, das er ein drittail wasserfluß haben solt. auch so het der erberg Mathes Ebner, an der zeit spitalmeister zu Nüremberg zu dem newen spital, dem genanten Andresen Stromer selbs zugesagt, das er dem rate zu Nüremberg zugesagt het, das sein müllner zu Nüremberg am Sant bekentlich wer, das er ein drittail an dem wasserfluß het. nun heten etlich müllner, die dann vor zeiten die müll ingehabt heten, den mülen zu Werde und am Sant zu Nüremberg, den werd an der Pegnitz, dorauf die marckung gegangen wer, demselben werd und andere arbait mit pferden und auch sust außgearbeit und geraumbt nach der teilung des wasserfluß, dodurch im sein wasserfluß entzogen worden sei, das dem Graser auch wissentlich were, das etlichen unter den vier mannen, die verhort weren, clerlich gesagt, die das selber gethan hetten, domit der wasserfluß sein ganck so großlich gen Werd genomen het, damit im sein drittail gemindert worden sei und von tag zu tag so sere entzogen würd, das er des nicht lenger geleiden mocht. dorumb so hoffet der genant Stromer zu got und dem rechten, das sie billich ein gotliche, gleiche, bestendige taillung mit im thun sollen nach werckleut rate, die sich auf die wasserflüsse verstunden, also das im sein drittail der Pegnitz volge und werd, und geschech des nicht, so müste er die müle unsern herren vom rate für die gult ligen lassen, und was das zu pawen kostet, das solte man billich bezallen nach anzall des wasserfluß; das alles saczt er zum rechten und zu den werckleuten, die dann wol verstunden und westen, was solcher dinge recht were, des kunn er on gerichtz hilf von in nicht bekomen, daran man in beschedigt het umb tausent guldein. das verantwort mit fursprechen der vorgenant Jorg Haller und laugent der beschedigung und sprach, als der obgenant Andres Stromer einer teilung meldent wer, antwort er, er het auch wol gehort, das von alter ein rechtliche kuntschaft und teilung geschehen were, desmals schaidpfall und werspiczen gestossen weren, und des genanten Andres Stromers anher selig alle koste und lün der vorgenanten werspiczen allein bezalt het, und der müllner zu Werd dorft an den kosten nichtz geben. und als er in seiner anclag meldet, wie die vier mann, die er und sein [211a] gemeiner und auch der Stromer gestelt heten, durch derselbigen sag sich clerlich erfunden het, das er ein drittail wasserfluß haben solt, getraut der vorgenant Haller, das sich das nit erfinden solt und begert Mangolten Ammann und Heinczen Erlbach, bede zu Werde gesessen, ir sag, die sie gethan hetten, dorumb zu verhoren, die sie dem vorgenanten paumeister in geschrift gesagt hetten, in derselbigen ir sag man wol vernemen wurde, wie vor alter bede vorgenant taillung der mulberck geschechen weren und das der fluß auf die müll gen Werd wertz zwei teil landes halben weit und der fluß gen der schleifmül, die ieczunt die pappirmüll haisset, der drittail des landes halben weit sein und furpaß bei solcher teillung und weiten ewige zeit pleiben solten. und solchen drittail der weiten der genant Stromer mer het auf den heutigen tag nach anzal dan er. und als der ieczgenant Stromer mer meldent wer, wie vor zeiten ein werde, dorauf die markung gegangen wer, mit pferden außgeraumbt und gearbeit wer, sprach der vorgenant Jorg Haller, davon weste er nichtz, dann hete im iemants die markung zu geverde außgeraumbt, mit dem mochte er wol gefaren als recht were; aber derselb Jorg Haller und sein sweher seliger heten das erb der müll zu Werde mit allen rechten und wasserflüssen gekauft, des er brieff het und begeret, die dorumb zu verhoren, und heten die also in gewere herbracht lenger dan lands recht were, und hoffte, er solt billich dobei pleiben. und sein sweher selig und er hetten kein endrung daran gethan und irem fluß nichtz zu hilf geraumt; aber der vorgenant Andres Stromer und sein gewalt hetten Cunraten Paumgartner zu Nüremberg und dem Lorheublein zu Werd iren wisen, die do genseit der werspiczen legen, die rangen und stock daran hingehawen und geraumbt, domit er die weiten seins wasserfluß geweit het, also das er pei 3 schuen weiter het dann der obgenant drittail wer, dorein im der obgenant Jorg Haller uncz her nichtz geredt und das von gelimpfs und beschaidenhait wegen gedult het. und als der vorbenant Stromer mer berürt umb ein bestentige taillung des wasserfluß, sprach der genant Jorg Haller, wie das bei funfundviertzig jaren ein rechtliche kuntschaft gescheen wer und sechs [211b] unverworfen manne, die sich über wasserfluß verstünden und westen, und die dann von beden tailen der obgenanten mülberck darzu geben weren, ein gleiche bestentige teillung der wasserfluß beder mülberck gethan und getailt heten, als sie das auf die glübd und aid nach kuntschaftrecht ein bestentige teilung desmals geschehen und die wasserfluß beder mulberck getailt weren und die teilung noch weren, als dan ein schaidpfal und werspicz gestossen ward, die noch do zu zaichen der vorgenanten teilung in der Pegnitz verhanden stünden: und also getrawet der genant Jorg Haller, das er kein andere teilung mit dem vorgenanten Stromer dorumb nit thun solt, sunder das er billich bei solcher vor berürten redlichen kuntschaft und bestentiger teillung und werspicz und er auch bei seiner erbsgewere nach inhaltung seins berürten kauffbriefs beleiben solle; wolle aber der genant Andres Stromer seinen wasserfluß tieffer raumen, als dann sein anherr und vater seliger und er auch selbs oft gethan lassen haben, des sei er nicht werend, und wer im dorüber an seinem zuspruch nichtz schuldig. nach clag und antwort wart ertailt, das man den vorgenannten Hannsen Grasser dorumb verhoren solt und nach seiner sag solt gescheen was recht were. nachdem komen die obgenannten Stromer und Haller wider fur mich obgenanten richter in gericht. do horten zwen gesworen schopfen dicz gerichts zu Werde den genanten Graser und nach der verhorung laut und sag und auch nach clag und antwort, als vor berurt ist, wart die urtail von den schopfen des gerichtz zu Werd mit gemeiner volg fur den erberen und weisen rate der vorgenanten stat zu Nuremberg geschoben, sie dorumb zu entschaiden, umb das die genanten Stromer und Haller bede burger doselbst weren, und auch derselb rate der vorberürten beide mülen recht erbherren und eigenherren weren; wolt dan derselb rate die urtail bei im behalten, das wer in lieb, schüb aber der rat die urtail wider fur das gericht gen Werde, so wolten sie nach rate und weishait der erberen rats zu Nüremberg furpaß dorumb ein urtail sprechen nach irer verstentnus und vernunften, als recht wer. nachdem wart die urtail wider für ditz gericht gen Werd geschoben, sie auf bedeseit dorumb zu entschaiden und urtail zu sprechen. und also nach clag, antwort und nach der verhorung laut und sag ist ertailt: als der obgenant Andres Stromer in seiner [212a] clag meldt, das er ein drittail des wasserfluß in der Pegnicz und der genant Jorg Haller zwei tail dorinn haben sol, des im der ietzgenant Haller bekentlich ist, das es furpaß also pleiben sol, und sollen leut doruber furen, die pew erkennen künen, und ob pawens not wer, so sollen sie das pawen lassen. und als der genant Jorg Haller geantwort hat, wie das des vorgenanten Andresen vorfaren solch pew vormals von ir selbs koste und lon bezalt hetten und der müllner zu Werd nicht, getorst dann der Haller zu got und den heiligen sweren, das dem also sei, so wer er an solchem gepew nichtz schüldig; tette er aber des nicht, so sol er zwei tail und der Stromer ein drittail an den pewen bezallen. und als sie bede meldten, wie das ein weiterung mit werden, stocken und außraumung gescheen were, der des unter ine nicht ligen mocht lassen, welcher die weste, der mocht die mit recht anlangen und die rechtvertigen, als recht ist. und also wart dem vorgenanten Haller ein schub zu dem rechten gegeben. nachdem kamen sie aber auf peder seiten wider fur gericht mit fursprechen; do bekant der genant Haller, wie er dem vorgenanten Stromer von des artickels wegen umb den paw nit sweren wolt. dorauf ist ertailt worden, das der ietzgenant Stromer den ieczgenanten artickel von des pawens wegen erstanden hab, also das der vorgenant Jorg Haller zwen pfenning und der Stromer ein pfenning bezallen sollen, was das also furpaß an der werspiczen zu pawen costen wirt on geverde; und besunder umb den artickel von des wasserfluß in der Pegnicz an der werspiczen oberhalb Werd gelegen, als vor im spruch begriffen ist, als dann urtail und recht gegeben hat, ob sein not tet zu pawen, das man werckleut doruber furen soll etc. also haben die obgenanten Stromer und Haller darzu gepeten den vorgenanten erberen und weisen Hannsen Grasser, paumeister, und die ersamen meister mit namen Weigelen, gleißmüllner. Thoman, müllner, Heincz Lang, müllner, alle drei von Nüremberg, Cunraten Hell, müllner zu Wirczpurg, und Friczen Praut, mulner zu Peyrstorff; sie alle solcher teillung nach ze gen und zu thun nach gefallner urtail, und waß sie dorinn tetten und tailten, das dann die genanten Stromer und Haller das also genczlichen stet halten wolten an alles geverde. nun haben die vorgenanten meister und werckleut ir ieder besunder bei seiner waren trew an aids stat solche tailung der wasserfluß von beider [212b] müllberck der Gleißmül und der mül zu Werd gegeben und getailt also, das zwei tail auf die müll gen Werd und der drittail auf die Gleißmül geen sollen, und des zu worczeichen der vorgenanter taillung und wasserfluß mit pfelen verzeichent und das [sie] nach vor obgemelter urtail pawen sollen, auch ietweder tail hinter den pfelen landes halben bewaren, das kein wasser darhinter hinweg gee, darmit sich sein wasserfluß meren mocht, ongeverde. doch unterhalb solcher vorgenanter verpfellung und teilung sol und mag ietweder teil sein wasserfluß raumen und fegen lassen ongeverlichen, als vil als ein ieder seins fluß genissen wil. und das geschach am nechsten Freitag nach sant Lorenczen tag [13 Aug.] anno etc. im funfundvierczigisten jare. und nachdem komen die vorgenanten Stromer und Haller wider fur gericht und paten mich obgenanten richter zu fragen einer urtail, ob man ir iedem dieser gefalner urtail und teilung icht wol billichen durch recht urkunde geb. dasselbe wart in mit gemeiner volge und urtail ertailt, doch unschedlichen der obgenanten meinen heren des rats an allen iren rechten, zinsen und eigenschaften, die sie daran haben. des sind urtailler gewest die ersamen manne mit namen Ulrich Mantel, Wilhelm Peyer, Hanns Hoffman, Reinhart Kempf, Seitz Protsorg, Ott Lang und Hanns Münch. der brieff ist geben nach Cristi gepurt vierzehenhundert und in dem sechsundvierczigsten jare an sant Anthoni tag [17 Jan.] des heiligen abts. und des zu waren urkunde so haben wir obgenanter Sebaldus, abt, von vleissiger pete wegen unser abtey insigel, doch uns und unserem nachkomen unschedlich, offenlich thun hencken an ditz vidimus, das geben ist am sampztag nach sant Michels des heiligen erczengels tag [3 Oct.] nach Cristi unsers lieben heren gepurt vierzehenhundert und im zweiundsibenczigisten jaren.
In dem 72 jar zu Michaelis [29 Sept.] wart in eim erberen rat verlossen auf anprengen der clingensmid auf dem unteren hamer zu der Hadermül, die sich beclagten, das sie ein swachen welpaum hetten und dopei in kürcz am zins seer weren von eim erberen rat erhocht [213a] worden, und nochdem sie arme meister weren, vil kint und ehalten hetten und man den auf dem anderen hamer ob in ein welpaum bezalt hette, peten sie, in auch ein zu bestellen. so wolten sie das eissenberck, so doran wer auch künftiglichen dorpei lossen, so sie abzügen, als sich die anderen meister des oberen hamers des dann auch hetten begeben, dann sie mochten sust die zapfen [und] ring von dem welpaum nemen noch laut der zettel zwischen in und der Stromerin erstlich außgangen. dorauf sach ein erber rat ir pet und vermügen also an und befalch mir, in ein welpaum zu bestellen und zu bezallen, den ich bestelt vom Herman, müller von Viczenczenprun, und kost herein piß anf die hoffstat uneingelegt pei 55 pfunt alt. der welpaum was lanck 24 schuch und dick pei 3 schuen. item die meister zu dem hamer heissen Dietz Löbenschrot, Jacob Wienig, Thoman Heydinger, Nickloss Swingsherlein, Heincz Klingennagel, Fridel Leyter und Peter Hedler.
In dem 72 jar am sampztag nach Martini [14 Nov.] ließ ich dem Gabler in der Wechsel pei dem schün prunnen sein heimlich gemach raumen, nochdem im das an der roren im keller durchprach und außging, des der Gürtler noch kein nachtmeister nie gedacht zu raumen, oder wo man das ie hett geraumpt. also ließ ich unter der Wechsel im keller ein loch in die roren prechen, dordurch die nachtmeister pei 40 schaffen heraus prochten die ersten nacht. dornoch ließ ich vor der roren im keller durch den estrich untersich prechen, do vant man ein grosse schalen von Kornperckstein unter dem estrich, und als man die erhub, fant man ein halb gerundt mawerberg geleich eim prunnen, das als voll was von unlust, dorauß man die andern nacht pracht pei 320 schaffen; darvon gab ich ie von 2 schaffen drei haller. also raumpten sie das pei eim man thieff unter dem estrich, also das sie im lautteren wasser stunden piß an das knie, und als die nachtmeister sagten so weren sie auf dem rechten grunt gewest, und waß sie von wasser herauß schopften, so lieff albeg sovil wider zu, das dasselb wasser in einer hoch beleib; do liessen sie davon. [213b] und der kast des dings ist ein alter prun und unten seer weit in ein geründt gemaurt und oben eingezogen. also hab ich dieselben Kornperck schalen wieder daruber legen lassen, und die roren des prunnen hocher erbeben, also das die schall dorauf am tag und geleich dem estrich im keller gelegt ist. dorpei man künftiglich eigentlich sicht, das man dasselb gemach doselbst raumen mag.
Am ertag vor sant Elspeten tag [17 Nov.] im 72 jar hat Wilhelm Löffelholcz und ich von befelhnus eins erberen ratz verkauft Sigmunt Peßler und Katerein seiner elichen wirtin, die er iecunt hat, ir peder lebtag auß und nit lenger die behausung und hoffreit vor Frawentor pei der Hadermüll an der Pegnicz gelegen mitsampt dem garten und wissflecklein dopei und auch dem wisslein jenset der Pegnicz gelegen, des alles pei 2 tagwerck, und als im das alles außgezeigt und vermarckt ist, mit allen und ieden iren nuczen und rechten, nichtz außgenomen, gleicher weis und in aller der moß als ein erber rat das innen gehabt, gepraucht und herprocht hot, ungeverlich etc. umb 70 guldein reinisch. das als mugen sie prauchen, inhaben und niessen als ander ire güter, doch das sie das in zimlichen paw und wessen ir lebtag auß halten sullen. des hat im ein erber rat ein brieff geben mit dem secret anhangenden sigel, der dann ist gereigisterirt in das statpuch a fol. 215. der meinung geleich hot er wieder ein refers geben unter sein auch Jobst Teczels und Jeronimus Hallers anhangenden sigelen, des datum stet am sampztag noch sant Elspeten tag [28 Nov.] im 72. jar; und derselb ist mit den 70 guldein rein. in die losungstuben kumen.
Es ist zu wissen, das Hanns Folckmer als ein pfleger zu sant Marta auf vil freüntlichs ersuchen und füerpittens, so der Gürtler an in gelegt hat von [214a] eins heimlichen gemachs wegen, im das zu vergunnen auß seinem haus in sant Marta garten graben zu lassen etc. darauf Hanns Folkamer angesehen hat, das ein erber rat trupf und liecht vor auß der Peunt in denselben sant Marta garten hatt, und verwilligt ein grüblein, das dan unter der erden vier schuch weit und vier schuch preit, auch pei 7 schuchen hoch und mit Kornperckstein gewelbt, auch darauf eins schuchs dick erden geschut, also das nichtz an dem tag ist dann ein gemaurte roren, dorinnen ein stull unten in des Gürtlers haus gericht ist, doch also das man künftiglich dasselb gemach nicht durch sant Marta garten, sunder durch des Gürtlers haus außraumen und furen soll. das alles ich von der stat wegen dem Gürtler und andern künftiglichen in demselben haus wonhaft zu gut hab machen lassen etc. das geschehen ist zu sant Katerein tag [25 Nov.] im 72. jar.
Auf mitwoch nach sant Paulus tag bekerung [27 Jan.] im 73 jar in herr Jobst Hallers und Anthoni Holtzschuchers frog wart vergunt auf fürpet des wirdigen herrn des probstz zu Newnkirchen und anderen umbsessen der lantschaft do umb, ein steinen prücklein uber die Swobach machen zu lossen auf iren kost zwischen Newnkirchen und Dormencz. und dorzu vergunt man in stein auf des reichs poden noch rat des amptmans am wald zu prechen, auch vergunt man in darzu zu pettelen vor under lieben frawen cappelen und doch das alleß also zu machen auf eins ratz abschaffen, wen ein erber rat wolt, das sie dann dieselben pruck wider abprechen solten.
Am ertag nach sant Pangraczen tag [18 Mai] in dem 73 jar wart in einem erberen rat verlossen in Jobst Hallers frog und mir bevolhen zu sagen, das [214b] ich dan thet dornoch am eritag vor sant Erasmus tag [1 Juni], und sagt dem Groper, hantseger auf der Schüt, auch dem seger am wasser zu Wert und dem seger zu der Weidenmüll, auch der stat seger auf dem Newenpawe, wie das in ein erber rat allen sagen und verpieten ließ, hinfür kein linten mer zu schneiden, pei der puß 1 pfunt novi, un laub eins erberen ratz. und ich gab in dorzu frist, das solch verpot angeen solt auf pfingsten dornoch schierst; das was a die 6 zungio im 73 jar.
Es ist zu wißen, das sich Endres Tucher, die zeit der stat paumeister, an stat und von wegen eins erberen rats hie zu Nüremberg vereint und vertragen hat mit Thoman, Eberbart und Paulus den mülnern, gepruderen, Thoman mülners seligen sünen in der newen müll auf dem Newenpawe in sant Laurenczen pfar, und das segrat, doselbst unten an derselben iren müll gelegen, von inne zu der stat notturft bestanden, mitsampt allem gezeug dorzu gehorend, funf jar lang, und sol domit kunftiglichen antretten zu aller heiligen tag im dreuundsibiczigsten jare, und ine alle jar davon geben allwegen zu aller heiligen tag zweinczig guldein reinisch. und doruff so hat ine der benant Endres Tucher von gemeiner stat gelt par und vor daruff hinauß gelihen hundert guldein reinisch, derselben kunftiglichen alle jar zwainczig guldein fur den zins daran abgeen sollen, als lang, piß dieselben hundert guldein reinisch bezalt werden etc. auch ist beredt worden, was in den künftigen funf jaren gepruchs im grunt oder ob dem wasser an der hutten, darunder die segen stet, gesche, das alles sullen die benanten muller machen lassen on der stat kost und schaden; was aber schadens an dem segrat, welpaum, kamprat, wagen, stroß, schragen oder gatter, darein das segeplat gespant ist, gesche, das sol ein paumeister machen lassen, und darzu das segrat mit schaufelen und panten die zeit der funf jar versehen on der müller kost. und was auch von den [215a] segpaumen spen gehawen und rinten geschelt wirt in der zeit, die sullen des müllners sein; waß aber von segspen dovon gefallen und werden, die sollen des segers sein. wenn dann die funf jar also vergangen und auß sein, so soll ine ein paumeister den obgenanten mülleren und iren erben dasselb segrat und segmül wider ledig sagen und dopei lassen, was in der zeit und jaren daran gemacht worden wer, mitsampt einem segplat, zangen, hebeisen, wenthacken und allem gezeug und in aller der maß, als man das von den mülneren bestanden hat, alles ungeverlich. und ob die mülner in denselben jaren ichts zu schneiden hetten, das sol in ein paumaister schneiden lassen umb ein zimlichen pfenning als anderen leuten ungeverlichen. des alles die obgenanten müller fur sich und ir erben in des gerichtz briefbuch an dem hundert und zwaiundviertzigisten plat auf ertag nach sant Margreten tag [6 Juli] vor Johannes Tuchscherer also bekant haben. auch sein dieser außgeschnitten geleich lauttender zettel zwu gemacht, der eine der stat paumeister, die anderen die obgenanten müllner haben.
Nochdem der Cuncz Preuß, müller, iecunt zu der Weidenmüll in sant Laurenczen pfar gesessen, mich als der stat paumeister etwen oft hot angeloffen und geren gesehen het, das ich von gemeiner stat wegen das wer und tham, das do get zwischen der Pegnicz und vor der deutschen heren wissen herumb unterhalb der prucken, die vor zeiten doselbst hinuber gangen ist, auch pesseren het lossen und gesagt, ich sei des schuldig, und eß haben die deutschen heren des brieff. und wiewol ich auf dem rothaus in pucheren auch in der losungstuben brieff uber die Weidenmüll gesucht und gehort hab, so hab ich doch nindert finden künnen, weder das ich oder iemant anders das schuldig oder nit schuldig zu machen sei, anders dan, das ich von her Hannsen Koller seligen, auch dem Gürtler albeg gehort hab, wie eß von alter heer kommen sei, als in eim artickel dan stet voren in dem puch a folio 183 [215b], das man dann mit der gewer also heer procht hot, des ich mich dan also pießheer gehalten hab. iedoch hab ich mit dem Tryßler im deutschen haus gerett auf anzeigen des müllers, das er mir zu lieb ir pücher, brieff und reigister derhalb ubersehen hot und dorauß mir ein zettelein geben, waß er in iren brieffen derhalben find und anders nit. das stet hernoch geschriben und laut also: eß sol auch derselb müller den weg auf dem werc seins farens halben wessenlichen und unprechenhaft halten oder süst mit der pesserung und pawen desselben wers sol er nichtz zu schicken noch zu thun haben.
Nochdem in dem 73 jar die schiltroren unter der vesten ser wenig wassers und herr Jobst Teczel geren mer wassers do gehabt hett, wart dorvon gerotschlagt, unter dem vels oben von dem samenkasten und eingang, do sich dann die hulczen rören anfochen oben unter der vesten vor des alten trotzihers haus von demselben sammenkasten hinter sich zu graben im fels zu und an den prunnen unter alt Nüremberg. das dann herr Jobst Teczel bestelt durch den Rorenheintzen, Perchtolt Tucher, Bernhart Walther und Jobst Schreiner, und abwegen ließ und doran hohen und wassers genug fant; und man verdingt das 2 steinmeczen, die sust 2 gesellen zu in namen, den gab man von befelnus eins erbern rats, ie von 6 statschuchen lanck, 7 statschuchen hoch, 3½ statschuchen weit albeg 8 pfunt alt fur kost und lun, auch die erden herauß zu tragen und fur liecht, in den vels ein ganck gegen dem prunen unter alt Nüremberg zu prechen. dorein sie prachen ob 37 klofter lanck in 15 wochen alles noch rat und anweisung Bernhart Walthers und eins instrumentz, das der Jobst, schreiner, macht auf furgeben des Bernhartz, dordurch die gesellen snuerrechtz an und auf den prunen unter alt Nüremberg kumen. aber des wassers was am zufluß nit als vil im prunen unter alt Nüremberg, als man sich des [216a] im anfang versach. dann eß ist groß dorauf gangen und kost mit 97 pfunt alt 18 pfenning, die Peter Nuczel etliche vergangen jar heer dar gelihen het, die ich im auch wider gab von befelnus eins erberen rats. und das sust überall dorauf gangen ist das als macht pei 149 pfunt novi, doran die nachperschaft ir anzal geben solten, und vorauß die, die das uberig und verloren wasser der schiltroren geren heim furten, als herr Jobst Teczel oder die herren von predigern oder wem eß ein erber rat dann gunt, dann das gelt stet gemeiner stat noch also aussen.
Im 73 jar zu sant Michels tag [29 Sept.] hot man pei dem Werder türlein an der statmawer fewerhocken und leitteren aufgehangen, die vor nit gewest sein; das ist geschehen auf begerung und anprengen der nachperen dopei gesessen.
Item im 73 jar zu sant Anthoni tag [17 Jan.] wart des Pemers, richters, gemach auf der vesten geraumpt 1½ nacht und ie von 2 schefflein 3 haller geben, kost mit allen dingen 18 pfunt alt 5 pfenning. das raumpt man vor dem haus oberhalb des unteren prucktors, do pricht man durch die mawer.
Item im 73 jar zu sant Gerdrauten tag [17 März] wart das gemach im tuchhaus geraumpt und ie von 10 schefflein 6 pfenning geben, kost 11 pfunt alt 6 pfenning.
Im 73 jar in der palmwochen [11–18 Apr.] wart das gemach pei dem weissen turen geraumpt und von 2 schefflein 3 haller geben, das kost 24 pfunt alt.
[216b] Im 73 jar zu sant Ambrosius tag [4 Apr.] wart das gemach im marstal geraumpt und ie von 1 schefflein 1 haller geben, slechtz doselbst in die Pegnicz zu schüten, und hot gekost 7 pfunt alt 12 pfenning.
Im 74 jar zu sant Gregorgen tag [12 März] wart das gemach auf der Peunt 2½ nacht geraumpt, von 3 schefflein 5 haller, kost 24 pfunt alt minder 4 pfenning mit allen dingen.
Im 74 jar in der palmwochen [3–10 Apr.] wart des Feuchters gemach geraumpt durch des hausknechtz keller und ie von 1 schaff 1 pfenning geben; hot gekost mit allen dingen 16 pfunt alt 11 pfenning.
Ich Francz Schlais bekenn offenlich mit diesem brieff, das ich mich zu den fursichtigen erberen und weisen bürgermaisteren und rate der stat Neuremberg meinen lieben heren verpunten, verpflicht und versprochen han, also das ich ine die nechstkomenden funf jar nach dato dits briefs trewlichen dienen sol und wil iren fromen und nucz furderen und iren schaden warnen und fürkomen nach meinem pesten vermügen, auch der stat zeugmaisteren, paumeister und obersten anschicker was ich von inne oder anderen von eins erberen rate wegen gehaissen und mir zu thun bevolhen wirt, dem allen sol und wil ich trewlich on widerrede vervolgen und fleissiglich thun und nachkomen. und umb solchen meinen dinst sollen mir die genanten mein heren nichtz anders schuldig noch pflichtig sein dan iedes derselben funf jar zechen guldein reinisch longelts und vierzehen guldein für cost. doch mügen mir die genanten mein heren solichen meinen dinste, wo ich ine nit fugsam oder gefellig wer, absagen, wen und zu welcher zeit sie wollen, des ich mich [217a] auch, so das beschicht, benugen und halten wil. und das ich solichs alles wie vor stet trewlich halten, thun und volziehen wil, des hab ich den genanten meinen heren mit trewen gelobt und zu got und den heiligen gesworen. des zu urkunt gib ich diesen brieff meiner aigen hantschrift und dorzu mit fleiß gepeten die erberen Sebolt Bemer, statrichter, und Wilhelm Rumel den elteren, burger zu Nüremberg, das sie ire insigel fur mich an den brieff gehangen haben. des wir ieczgenant Bemer und Rumel also bekenen, doch uns und unseren erben on schaden. geben am freitag vor sant Laurenczen tag [5 Aug.] noch Crists gepurt vierczehenhundert und in dem vierundsibenczigisten jar.
Nochdem Cuncz Kamerer im 74 jar umb aller heiligen tag das eckhaus unter der vesten, do auf ein zeit der Ruger, messingslaher, innen saß und des Kamerers ist, der das vernewen und dorinnen pawen wolt, als er dan tet; stet heraussen vor dem selben haus ein hütlein, dorunter in den perck ein lochlein ist, dorein man ie ein 6 oder 8 korb kolen hot mügen schüten, das er auch die zeit vernewen wolt. also wolt ich im des nit gestaten und hielcz dorfür, eß gehort zu der gemein und wer vor jaren also eingefangen und veraltet worden, des eß also vor seinem haus stunt, auch das sein hausbrieff davon auch nichtz innen hielt. procht ich das an ein erberen rat; dorzu wart beschieden Jeronimus Kreß, mit dem solt ich geen das paß zu besichtigen und des Kamerers gerechtikeit horen. also fant wir das hütlein 9 schuch weit, 13 schuch lanck und kein brieff noch urkund dan das dopei vil leut des hütleins lang also gedochten do zu sten, das wir eim erberen rat also wider zu wissen teten. dorauf het ein rat dem Kamerer das also zugeben zu vernewen und nit weitter noch lenger einzufohen und machen dan wie eß iecunt ist, und also, das sich der Kamerer mit uns dorümb vertrag und gemeiner stat dorfur etwaß geb; des gab er mir 2 guldein reinisch an golt. und auf das, das künftiglichen des kein irrung mer besche, so hab wir pede dem Kamerer das also vor Johanns Tuchscherer, [217b] gerichtschreiber, bekent und angesagt von ratz wegen; des wil der Kamerer ein brieff nemen. ist geschehen im 75 jar am montag vor sant Paulus tag [26 Juni].