Am montag sant Paulus abent [27 Juni] im 74 jar in hern Karl Holtschuers und Paulus Ritters frog wart dem krottenmüller noch verhorung seiner erbbrieff von eim erbern rat zugeben sein news gepew der krem halben, das er het aufgericht, doch den nachperen do umb an irer gerechtikeit und rechten unschedenlichen. das ist dem müller durch Gotlieb Folckmer und mich also gesagt worden.
Im 74 jar zu sant Closs tag ließ ich das loch in sant Walburgen cappel im kor hinter dem altar in der ecken gegen dem newen sagerer wieder mit derselben erden und steinhewig, das do kam von dem newen sagerer, außschüten und außfullen und dorauf wieder ein estrich slahen als es dan noch also stet und grosse not was, dann in alter ein schaden dovon kumen wer.
Nochdem und in kurcz vergangen jaren durch Nickloss Coler, als ein pfleger steg und weg, zwischen den zweien prücken und wasserflüssen der Pegnicz pei dem Megeldorf eingefangen ist worden ein gemeine egerten und anger und dorauß ein gutter flecken wissen gemacht und den mit wissen eins erberen ratz auch der von Megeldorf, Erlestegen und ander doumb siczent gunst, wissen und willen dieselben nuczung zu geeigent der prucken zu Megeldorf und dornoch dem Coler bevolhen, dieselben nuczung und wiessen zu erb verkauffen, das dann der Coler also getun hot noch laut des hernoch geschriben briefs, den der Coler in seiner gewalt hat.
[218a] Ich Sigmund vom Egloffstein, ritter, schultheiß, und wir die schopfen der stat zu Nüremberg verjehen offenlich mit diesem brieff, das fur uns komen in gerichte Nicklas Coler, burger zu Nuremberg, die zeit pfleger stege, prucken und wege, und pracht mit unsers gerichtsbuch, das Hanns und Seitz die Tewrl von Megelndorf fur sie und ir erben bekant und verjehen hetten, nachdem als ine der obgemelt pfleger die aigen wisen pei Megelndorf, zwischen den zweien prücken und flüssen gelegen, die pruckwise genant, mit verwilligung eins erberen rats auf ansagung heren Andressen Tuchers und hern Niclasen Grolants verlihen, auch keuflich vererbt hette nach laut und inhalt irs erbbriefs mit des gerichts zu Nüremberg anhangendem insigel bevestigt, das sie und ir erben im und allen seinen nachkomenden pflegeren des gemelten almusens von dem benanten irem erb zu rechtem ewigen aigengelt raichen und geben solten und wolten alle jar, jarlichen und iedes jar besünder, drei guldein reinisch landswerung auf und zu sant Michels tag, als aigentgelts recht ist, und ein vasnachthennen zu vasnacht derselben pflegnus, als von der prucken zu Megelndorf wegen zu haben und zu niessen furbaß ewiglich mit urkund diß briefs, der mit urteil von gerichte geben ist, versigelt mit des gerichts zu Nüremberg anhangendem insigel. des sein zeugen die ersamen mannen herr Gabriel Nüczel und herr Heymeran Zingel. geben am montag vor sant Anthonien tag [16 Jan.] nach Crists gepurt vierzehenhundert und in dem funfundsibentzigisten jare.
Nochdem und ich dem Albrecht, der stat seger, etliche jar pißheer geben hab ie von eim schnit, den er der stat oder anderen leuten mit meiner gunst geschniten hot, 3 haller und an seinem hauszins, des 10 pfunt alt sein, die er der stat zinsmeister all jar gibt, 5 pfunt alt zu stewer geben hab, dorumb er meint nit lenger zu schneiden. dorauf hab ich mich im 75 jar zu sant Valentins tag [14 Febr.] mit im vertragen und in wieder bestelt der stat segrat zu warten, und sol im hinfur geben alle wochen, es sei feiertag und [218b] werckentag, 3½ pfunt alt; und ist domit antreten am mantag sant Valentins obent und mir darauf sein trew an eicz stat gelobt, der stat seg getrewlich zu warten mit schneiden und allen dingen. und [soll] im winter anheben zu schneiden, wenn es den tag 8, 9, 10, 11 oder 12 slecht, albeg des morgens 2 stunt vor tags und des nachtz aufhoren 3 stunt in die nacht, dorzu ich im dann von der stat wegen liecht kauffen sol. und im sumer, so es den tag 13, 14, 15 oder 16 slecht, so soll er anheben zu schneiden albeg des morgens zu dem garauß und des nachtz aufhoren ein stunt in die nacht, alles ungeferlichen. so sullen im die segspen und dem muller die rinten von den segpaumen auch werden, wie es dann pißher damit gehalten worden ist. und als ich im pißher geben hab von der stat gelt an seinem hauszins zu stewer alle jar 5 pfunt alt, der sol ich im hinfur auch nit mer schuldig noch pflichtig sein zu geben. der seger soll mir auch gleich wol die schnit, die er schneit der stat und anderen leuten, anzeichen, wem und wievil er schneidt, und mir das albeg ansagen und das gelt davon getrewlichen antworten ie von einer rechnung zu der anderen, wenn ich mit im rechen. und ob icht pruchs am segrat oder der segen gesche, so sol er dorzu helfen, das solichs wider gepessert und gemacht werd. oder ob er vor wasser, kelten oder güssen nicht geschneiden mocht, so sol er pei den anderen der stat zimmergesellen sust helfen zimmeren und arbeiten auch umb die vorgeschriben 3½ pfunt alt ein wochen, sumer und winter. solchs hab ich mit im aufgenommen das künftig jar, doch das das absagen albegen zu einem paumeister steen sol etc.
Am freitag sant Pangraczen tag [12 Mai] im 75 jar in hern Perchtolt Pfinczing und Hanns Imhoffs frog wart vor den elteren herrn verlossen: nochdem und der ein kirchenturen, dorauf die orglock hangt zu sant Sebolt, von den türnern des harms halben schaden genomen het und pesserung bedorf, das dan pißheer albeg der stat [219a] paumeister auf der stat kost und nit allein zu sant Sebolt, sunder auch zu sant Lorenczen desgeleichen den ein turen, dorauf die orglock hangt, gepessert und in wessen gehalten haben, das aber die heren auf das mol abgenumen und mir befolhen das einzuschreiben und künftiglichen, was solcher geprechen und pewen der turen not sei, sullen die kirchenmeister auf der kirchen kost machen und pesseren lossen, dorzu ich in als der stat paumeister retlich und hilflich sein sol auf der kirchen kost; als dann Mertein Paumgartner auf das mal die scheden am turen zu sant Sebolt auf der kirchen kost pesseren und machen hot lossen.
Es ist zu wissen, das ich Endres Tucher, die zeit der stat paumeister zu Nüremberg, mich freuntlich vertragen und mit wissen eins erberen rats zu der stat nottorft bestelt hab meister Jorgen Knoren von swewischen Hall die nechsten drei jar lang noch einander volgende, also das er sich heer gen Nüremberg tun und die zeit hie wonhaft sein und pei der stat werckmeister dem zimmerman mit anderen zimmergesellen teglichs arbeiten sol am zimmerwerck an der stat arbeit als ander, dorumb man im die sumerzeit alle tag zweinczig pfening und im winter alle tag sechtzehen pfening zu taglun geben sol als anderen der stat zimergesellen etc. mer ist er bestelt zu der stat roren und prunnen, woe doran pruch geschicht, so soll er noch rate eins paumeisters und seinem vermügen dieselben scheden verkumen und das zimmerwerck ligen lossen und vor allen dingen die roren und prunen fertigen. er sol sich auch sust keiner anderen arbeit hie nirgen untersteen noch machen on wissen, willen und erlaubnus eins paumeisters. und wo er also am prunen und roren arbeit, so sol man im gleich den taglun geben als ob er an dem zimmerwerck arbeitet. ob auch iemant zu prunen oder zu roren in oder vor der stat sein bedorft, den sol er mit wissen und erlaubung eins paumeisters und sust nit arbeitten, auch umb den obgestimpten taglun. was er von [219b] zeug zu solichen prunen, roren und dergeleichen bedarf und haben muß, das sol man im bestellen und vorauß darlegen, also das er nichtz dan sein arbeit seins leibs darlegen und dorzu zu im bedarf. uber das alles so hab ich im versprochen zu geben zu eim vorauß und liebung alle jar neun guldein und ie acht pfunt alt fur ein guldein, dorzu ist im von eim erberen ratt hie zu Nuremberg das pürgerrecht geschenckt worden. und uber das alles ist beret, das das absagen in den dreien jaren zu eim erbern rat hie zu Nüremberg steen sol, also wo er eim rat nit lenger fugsam wer, das man im dann mag urlaub geben in der frist und im dopei seins verdinten luns und vorauß entrichten, des er sich alsdan benugen und dopei beleiben lossen sol. solchen sein dinst und bestellung hat er mir also mit hantgebenden trewen gelobt zu halten, alles ungeferlichen. bei der bestellung ist gewest der erber Hanns Tracht auf seiner seitten, ich und der Gürtler von eins erberer rats wegen. solche bestellung ist angangen zu sant Giling tag im funfundsibenczigisten jar; des gab ich im dorauf ein ort eins guldein zu leikauf. und solcher abrede sein zwu gleichlautent außgeschniten zettel gemacht, der der Jorg einen und ich den anderen haben.
Am mitwoch sant Matheus obent [20 Sept.] im 75 jar bezalt ich der N. Pfenyn der müllerin hinter den fleischpencken von dem grunt und mawerwerck, das sie machen ließ zwischen irer müll und dem klein irem heuslein dorjegen uber mit der stiegen an das wasser und der stiegen auf den steg. das alles ich als der stat paumeister halbs pin schuldig zu machen gewest noch altem herkomen, das sie von grunt herauß pfellen und dorauf mit Kornperck und zu oberst mit Reuhelperckstein mauren und machen hot lassen fur ein ewigen paw, doran ich ir gab fur den halbtail der kostung noch einer rechenzettel, die sie mir gab, das es kost het, und die stat antraff 100 pfunt alt.
[220a] Am sampztag sant Elspeten obent [18 Nov.] im 75 jar verließ Gabriel Nuczel als ein zinsmeister der stat, dorpei ich was, die mang dem Heinrich Purckart, mangmeister, aber 10 jar lanck hinfur, alle jar umb 44 guldein werung zins, halb Walpurgis und halb Michaelis, und dingt im dorein, das er hinfur die wellen unter die mang selber haben und machen lossen sol, die man im vormols von der stat wegen hat machen lossen, das nun nimmer sein sol hinfur. was im aber an der mang rat, seillen und anders pruchs geschee, das sol man im machen lossen. und sol mit dem ersten zins antretten zu sant Walpurgis tag im 76 jar; hie zwischen hat er die mang vor seinem zins, das außget auf Walpurgis schirst kument.
Im 75 jar am sampztag vor Lucie [9 Dec.] hat ein erber rat dem Cuncz Kamerer zugeben auf anprengen und beschawen, so Ulerich Grunther und ich eim erberen rat haben furpracht und besehen, also das er aus seinem eckhaus, das er kauft hot gegen im uber an der Messingslahergaß oben unter der vesten von dem Tallner, messingslaher, und das er im willen ist zu pawen auf den künftigen summer, wol mag herauß faren mit eim halben prunen auf die gemein als vil, als umb 1½ oder 2 statschuch auf das maist; und mag denselben prunen wol versperen und von der gemein niement doran vergunnen zu schopfen, es wer dan, do got vor sei, ob fewer außkem, so sol er denselben prunen offen und do zu rettung des fewers schopfen lossen. das ist bevolhen, also in der stat prunpuch auch einzuschreiben, das dann also geschehen ist.
[220b] Nochdem und in dem 75 jar zu weinachten der einfall am schün prunen hin hinter geen den Augustinern verstopt und nit fertig was, ließ ich suchen und mer dan an eim ent dorzu graben, und am letzten gleich vor dem eissen giter und den steinen tritten im pflaster und nit im steinwerck gegen Hannsen Pirkamers haus uber eingraben, als die hulczen roren angeen und die pleien roren gefast sein; do fant man ein holcz in der pleien roren, das lang dorinnen gewest und den schaden procht hot. dopei fant man ein spunt in dieselben hülczen roren gleich voren am haupt der roren und dornoch herfür in derselben roren pei 5 oder 6 schuhen lanck aber ein spunt in derselben roren, der zweier spünt man vor nit gewist hot noch verzeichent worden sein am ersten, dann man lang an dem ent dorzu nit gewart hot.
Nochdem und man die fewerschaff in den schaffhutten, der dan 6 in der stat sein, hot lossen abgeen um deswillen, das man den fewermeisteren und sust an andere ent in der stat mer liderein eimer geben hot etc., also hot man bestelt in dieselben schaffhutten in iede hutten 2 karen, darauf wasserfaß gepunten, und do pei iedem karen ein schuffen ist, und mit den kernern bestelt, die hie in der stat auf dem pflaster faren, und die außgeteilt nachdem sie siczen in der stat zu ieder hutten ir zwen, in auch iedem ein slussel geben zu denselben hutten, also wen fewer außkum, do got lang vor sei, das sie dann mit iren pferden die keren hollen und wasser zu dem fewer furen sullen, dorumb man in dan auch lunt, welcher der erst, der ander oder dritt ist, als anderen, die mit den sleipfen wasser zufuren.