Auch darnach einem tunchermeister ein tag zweintzig oder vier undzweintzig pfenning, und dreien oder vieren seiner gesellen, die tunchen, ein tag zu zweintzig oder sechtzehen pfenning; mer sechs oder acht seiner gesellen ein tag achtzehen oder viertzehen pfenning an estrichen zu schlahen und im morter, darnach auch die zeit am jar ist etc. die haben geduncht, oder stein oder estrich geschlagen do oder auf dem poden oder haus etc. macht mit dem badgelt sovil pfunt alt und pfenning.
Mer dem Rorrenheintzen ein tag zwelf oder sechtzehen pfenning, [28b] und dreien und vier seiner gesellen ein tag ailif oder zwelf pfenning, auch darnach es an dem jar und an der zeit ist. die haben rorren geporet oder rorren gelegt, oder aufprochen zu rorren in der stat oder vor der stat etc. macht mit dem badgelt sovil pfunt alt und pfenning.
Item mer einem oder zweien pferden ein tag sechsundzweintzig oder achtundzweintzig pfenning, auch darnach und es am jar und der zeit ist. die haben gefurt pretter von der sege auf die Peunt, den zimmergesellen zimmer, das sie abpunden hetten und aufrichten, do oder dort, oder erden und anders gefurt etc. das macht mit dem badgelt sovil pfunt alt und pfenning.
Es steet darnach geschriben: dem Gürtler selber fur sein solde, den man dann alle wochen gibt, summer und winter, feiertag und wercke tag vier pfund alt, und dem schutmeister alle wochen sechs undzweintzig oder dreissig pfenning, darnach und es auch am jare und der zeit ist. das macht sovil alter pfunt und pfenning.
Nach dem allen so steet dann zuletzt an der selben wochen zettel geschriben und zusamen gerechent ein summ von dem allen, das an der zettel geschriben steet, macht sovil pfunt alt und pfenning.
Furpaß und wenn dann der Gürtler der stat paumeister die wochen zettel also gibt, und der paumeister die summ sicht wie vil das machet, und dann der stat meister der maurrer einem [29a] paumeister auch gesagt hat von einer eiche von sovil oder sovil stein oder quader etc. und ob dann der stat paumeister die wochen sunst mit niemant rechen will oder zu bezalen hat, dozu er vill oder wenig geltz bedarf, nach dem allen soll der stat paumeister denn geen in die lossung stuben und do gelt von den lossungern vordern und einnemen, domit er die ding bezallen und außgerichten mug. dasselb gelt soll dann der schaffer, als ietzunt ist der Gürtler, helfen der stat paumeister alsbald zelen und ie vier pfunt alt in ein puchslein zelen, und das in die puchsen thun, die dorzu gehoren, dardurch er gewar wirt, ob er das gelt alles vindt, das im dann die lossunger geben haben auf das moll etc. und was er pöser pfenning dorin vindt, die soll man auß klauben und die den lossungern wider geben, die wechseln die gern und wollen nit, das man den taglonern und arbeittern poß gelt geben sull, das haben sie mir aigentlich bevolhen.
Auch was geltz die herren auß der lossungstuben also der stat paumeister geben, das ist alleweg muntz als pfenning oder haller und kein golte, das schreiben sie in der stuben in ir register. des gleichen hat der stat paumeister ein gegenzettel oder registerlein auch von bergamen, dorein schreiben die lossungschreiber auch alspald was der paumeister einnimpt, und was er also einnimpt, das wirt alles nach pfund novi angeschriben und auß der losungsstuben also gerechent. in der gleichen gestalt muß es der stat paumeister auch wider verrechen am außgeben als nach pfund novi.
Wenn dann der stat paumeister das gelt also zelet und das in die puchslein ie vier pfunt alt gefast hat, so soll der paumeister dann fur sich nemen die wochen zettel, und nach derselben zettel dann rechen, und in sundere andere puchslein, die ich darzu hab machen und zeichen lassen, zelen den meisteren, gesellen, taglonern und andern, einem ieden sovil und im gepuret.
[29b] Item am ersten haben die zimmergesellen und steinmetzen einerlai puchslein und sein auch gleich am lon, und auf iren puchslein steet ein peihel und ein steinext.
So haben die tagloner alle gleich puchslein, dorein man einen gleichen lonne durchauß zelt, und auf denselben puchslein steet ein D.
Des gleichen haben die meister auf iren puchslein, der zimmermeister zwai peihel und ein moßstabe, des gleichen der maurrer meister zwai steinext und ein moßstab, und also die andern decker tuncher pflastermeister und ir gesellen, ir ieder sein besunder zeichen auf der puchsen.
Nun wenn man also einzelt auf das letzt in die lönpüchslein, so rechet man und zelet einem ieden ein gantz wochen lonne ein, sovil dann werckentag dieselben wochen gewest ist, durchauß etc. und wenn man dann lonet so freget der stat paumeister die gesellen und arbeitter in ein gemeine, welicher minder dann ein gantz wochenlone habe, das sich derselb melde und das sage. welicher dann hat außgesetzt oder zu thun gehabt, dardurch er aussen blieben oder von der arbeit gewest ist seiner nottorft oder gescheft halben, der sagt dann es: einer ein tag, ein halben tag, ein stund, etzlicher zwu oder drei stund etc. sovil nach anzall nach dem tag lon nimpt der stat paumeister dann wider auß desselben puchslein fur dieselben halb oder gantz tag, und ist es ein steinmetz, tuncherer, pflasterer, decker oder zimmergesell, der einlutz stund aussen gewest ist, das ist alleweg zwen pfenning fur ein stunde; ist es aber ein tagloner so ist es alle wege ein pfenning fur ein stund, die im ein paumeister minder geben [30a] sol. des sein sie alle willig und haben des kein wider rede. so bedarf ein paumeister nit sorgen, das ir keiner gantzen lon ein neme und stillschweig, dann ob er gern schwig, so schweigen sein gesellen nit, die rugen ie einer den andern.
Und wann es dann zu zeitten ist, das ein arbeit als nöttig ist, also das sie die stunt oder etzlich stunt steen im tag und pei der arbeit pleiben, do sie sunst abgeen mochten; so gibt inen ein paumeister desgleichen ie fur ein stund zwen pfenning wie oben steet, alles nach altem herkomen.
Nun wenn die taglon also eingezelt sein in die lon puchsen, so gibt der stat paumeister als pald dem schaffer oder Gürtler sein wochen solde und darzu des schutmeisters und der pferd lonne, die derselb Gürtler oder ander dieselb wochen an der stat arbeit gehabt haben; dieselben zalt dann furpaß der Gürtler etc. sovil und ir iedem gepurt. welicher dann minder verdient het mit dem pferd, das gibt der Gürtler einem paumeister wider.
So hat man vor zeitten gehabt ein peutel, aber ietzunt, als die ding und von herren Hannsen Coler an mich komen sein, hat man ein swartze hultzen püchsen, die mit allerlai gesamentem gelt ist, dorein man legt soliche halbe oder gantze taglon auch stundgelt, die die arbeitter außgesetzt oder versaumpt haben, die das gelt darfur geben wie da vorn steet etc. darzu legt ein paumeister ein dieselben puchsen alle wochen vier, sechs oder acht pfunt alt, darnach und ine bedunck, das er uberichs gelts bedarf etc. darauß und darvon bezalt der stat paumeister den steinmetzen, wo sie Kornperk stein gehawen haben, iedem alle tag dreier pfenning mer dann den gewonlichen lon, den man inen sunst hat eingezelt und gibt. mer bezalt man auß [30b] derselben püchsen allen taglonern, die nit allein mit der schauffel arbeitten, einem ieden alle tag, die er die wochen gearbeit hat, ein pfenning, das heist man dann uberich pfenning nach altem herkomen. wann man rechent und zelt denselben taglonern alleweg in ir buchslein den minsten lon zu ieder zeit gleich durchauß, als ob sie alle allein mit der schauffel am schuß arbeitten, und wenn man inen dan gelont, so gibt inen ein paumeister dann die uberichen pfenning wie oben steet. und bezalt man von solichem gelt, wo man die winden von stat rückt oder scheubt, dem, der do schreit, ein pfenning, oder do man das winden seil einzeucht zwen pfenning, oder welicher kalck ablescht oder am hoyer singt, oder do ein tagloner fur einen andern auf der maur, wo man mauret, kan verpinden, oder im morter arbeit und den gut kan machen, und der oder desgleichen do ein paumeister sicht, das es einer verdient, oder der stat werckmeister, heist der stat paumeister ir einem ein pfenning den tag oder zu zeitten ein pare pfenning zu badgelt mer geben. das alles man von solichem gelt bezalt alles nach altem herkomen.
Auch wo dann der stat paumeister also geware wirt, das der arbeitter einer oder mer von der arbeit getragen het on laube, es weren klupfel, pretter, spenn oder anders, das inen verpotten ist, so soll inen ein paumeister an irem lon zwir als vill darfur abschlagen, domit man inen solchs abtragen weren mug etc. dann wo man das von einem liede und von dem andern nit leiden will, so macht es unwillen zwischen inen.
Mer nachdem soliche taglon in die puchslein eingezelt werden, so ist ein laden oder gehelterlein darzu vorhanden, dorein man die alle mitsampt der swartzen büchsen setzt und sperret dieselben zu mit einem schlüssel, den der stat paumeister hat. das ein zellen geschicht alle weg also am freitag nach mittage oder den nechsten tag vor dem lon tag alle wochen.
[31a] Dornach am sambstag oder aber am nechsten feierabent darvor, wo man den sambstag feiert etc. wenn der stat paumeister lonnen will, so soll der Gürtler früe komen zu dem garauß oder im sumer umb eins auf den tag zu dem paumeister und mit im geen zu der stat arbeit allenthalben, aldo des paumeisters knecht die laden mit den lönpuchslein unter einem mantel mit tragen soll. und wo die arbeitter dann sein, do soll der stat paumeister aufsperren und den arbeittern lonen wie vor geschriben steet. daran hat ein paumeister zu geen auf das minst pei zwaien stunden alles nach altem herkomen.
So isset der schaffer, als ietzunt ist Conrat Gürtler, alle freitag und sambstag das mittag moll mit der stat paumeister, auf das, das er am freitag nach mittag dem paumeister helf das gelt ein zellen und des gleichen am sambstag früe mit ime gee zu dem lonen, alles nach altem herkomen.
Item so hab ich es piß her gehalten mit der zunemung des lones der arbeitter also: wenn sant Peters tag stül feier [22 Febr.] oder sant Johanns tag vor der lateinischen pforten [6 Mai] gefallen ist auf ein montag, erittag oder mitwoch, so hab ich inen dieselben wochen gantzen follen lon [gelassen] oder zu genummen und den meisten lon geben; gefellet aber der tag einer auf ein pfintztag, freitag oder sambstag, so hab ich ine nit mer [geben] sunder das pei dem kleinen lon beleiben lassen die selben wochen.
Und desgleichen von sant Gallen tag [16 Oct.], wenn der gefellet auf ein montag, erittag oder mitwoch, so prich ich ine den lon ab dieselben wochen; gefellt er aber auf ein pfintztag, freitag oder sambstag, so prich ich ine an dem summerlon nichtz ab dieselben wochen.
Mer soll der stat paumeister gedencken und zu der stat nottorft bestellen einen redlichen walthawer, der getrew, warhaft und frum sei, doran er sich gelassen und dem getrawen mug, als vor zeitten der Heintz Höchell ob zweintzig jaren und ietzunt Peter Funck zu Fischpach gesessen pei acht jaren walthawer ist. ein solicher walthawer, den ein paumeister bestellt mitsampt sein knechten, die ime helfen hawen, soll der stat paumeister einem obersten amptman des waldes in sant Laurentzen pfar im anfang zu prengen und stellen. derselb walthawer und sein knecht sullen dem amptmann gehorsam thun nach altem herkomen, und darnach alle jar zu sant Walpurgen [1 Mai] tag des gleichen thun, die weil ein walthawer der stat paumeister fugsam und eben ist.
Es soll der stat walthawer der stat paumeister zu der stat nottorft zimmerholtz hawen, des gleichen sein knecht, die im helfen hawen zu der stat nottorft, die thun alle jar zu sant Walpurgen tag gehorsam und schweren einem obersten amptman des walds in sant Laurentzen pfar, das sie des walthawer ampts getrewlich warten und pflegen wollen, auch alles holtz zu rechtem wedel am monat hawen und fellen, es sei was holtz das sei, außgenomen streuholtz auf die prucken mugen sie woll im unhaw hawen. und was des holtz im wedel gefellt und zu zimmer tauge, sullen sie auf hawen hinters und forders und sunderlichen eichens holtz, was man des geniessen mag, dormit das kein holtz auf dem walde pleib ligent. aber in der meil sullen sie kein holtz hawen, inen derlaub es dann ein erber ratte oder ein oberamptman des waldes. auch so soll der stat walthawer niemant kein holtz hawen oder furen auch nit holtzen, dann im selber mag er ungeverlich ein prennholtz furen zu seiner nottorft, es wer dann, das er zu der stat nöttorft nit zu hawen noch zu furen hett, so mocht er im selber zu nutz woll holtzen auf seine pfant, doch mit gunst und willen eines obersten amptmanns und anders nit, alles ungeverlich. was zimmers dann der stat walthawer also hawet, das soll er alles zaichen mit zweien †† creutzen, als im das der amptman bevolhen hat.
[32a] Darzu ist sunst ein gemeiner stat walthawer, der so hawet auf dem walde in sant Laurentzen pfarr, der einem erbern ratt alle jar ein sum geltz gibt, das im ein rat und ein amptman vergunt zimmer zu hawen zu gemeinen pewen in der stat. derselb walthawer und sein knecht thun auch alle jare gehorsam dem obersten amptman des waldes auf meinung als oben steet. was also der gemein walthawer zimmers hawet, zeichent er mit † creutz. mit demselben walthawer hat der stat paumeister nichtz zu thun etc. derselb walthawer getare kein zimmer noch holtz fur die stat noch ausserhalb der rinckmaur on laub des ratz nit geben.
So wirt das meiste holtz zu der stat nottorft alles gehawen auf der seitten in sant Lorentzen pfarre waldes, das dann vill geschlechter ist dann auf der seitten in sant Sebolts pfarre. wiewoll auf derselben seitten des walds in sant Sebolts pfarre auch vier gesworen walthawer sein, hawen sie doch nichtz zu der stat nottorft dann allein, wenn ein paumeister latten, eichener zeungerten oder gezenckter schrancken bedarf, die vindt man paß do dann auf der andern seitten in sant Laurentzen pfarr etc. das hawet der vier walthawer einer, genant der Klugel. auch lest man zu zeitten segpaum do hawen, gibt man von einem zu hawen sechs pfenning nach altem herkomen, oder zu füren herein hat man ettwann geben von einem segpaum dreiundviertzig pfenning; do muß man ietzunt geben von einem siben und acht groschen.
Auch so soll der stat paumeister alle goltfasten mit der stat walthawer abrechen. und wenn er also rechen will, so soll der stat werckmeister, der zimmermann, auch der schaffer und anschicker mitsampt der stat walthawer das holtz, das seint der nechsten rechnung herein zu der stat nöttorft komen ist, vor abzelen und das aigentlichen einem paumeister beschriben geben, von leng und groß und wie vill des sei etc. doch soll ein paumeister kein holtz zallen, es sei dann herein in die stat geantwort worden von dem walthawer etc. alles on geverlichen.
[32b] Wenn dann solche rechnung ie gescheen ist in pei wesen der stat werckmeister des zimmermanns und des schaffers, so hat ein paumeister ie gegeben des walthawers knechten vier pfund alt, und dem schaffer und anschicker sechtzig pfenning, und der stat werckmeister dem zimmerman dreissig pfenning fur ein trinckgelt nach altem herkomen. aber die zeit und der Hanns Coler paumeister gewesen ist, hat er dem walthawer alleweg geben siben pfunt alt rechen geltz fur alles ding, und hat furpaß ine domit lassen umbgeen. der hat dann darvon geben der stat werckmeister dem zimmerman sechtzig pfenning und dem schaffer sechtzig pfenning und des paumeisters ehalten sechtzig pfenning; also ist es biß her gehalten worden. aber nachdem und meister Hanns Dubinger abgangen ist, hat der stat walthawer dem statmeister dem zimmerman nichtz geben, denn ein moll so ist er mit ime auf den tag, als man rechent.
Nach endung solicher rechnung soll der stat paumeister fragen den walthawer, was er noch gehawens zimmers auf dem walde ligent habe, und aldo mit der stat werckmeister und schaffer rettig werden, was der walthawer biß auf die nechsten goltvasten mer hawen und fellen sulle, auf das, das man mit allerlai holtz versehen und verhanden sei auf der Peunt und im walde, doch das man das eltzt umber mer verarbeit, auf das, das es nit erspöre oder erfaul; do muß sich ein stat paumeister selber einrichten nach dem pesten. in dem walde leit aber das zimmer gar vill lenger auf den spennen, wenn es beschlagen und gewalthawet ist wider auf der Peunt oder im zwinger, es were dann gedeckt, das man doch auch nit alles gedecken kan.
Es soll der stat paumeister des gefliessen sein, das er mit dem walthawer bestell, das er ein viertzig dürrer segpaum auf den winter habe, nachdem und ein paumeister gemeinlich ein sege hat, die im pretter schneidt. ein soliche sege must feiern im winter pei den grün segepaumen, wo man nit durrer hett, dann die grün segpaum gefriesen [33a] und lassen sich nit schneiden im winter.
So mag der stat paumeister dem walthawer woll gelt leihen auf das gefellt holtz im wald oder sunst auf fur von holtz, das er herein antwort, von einer goltfasten zu der andern, und das ie mit ime abrechen, dann ein walthawer des von einer rechnung zu der andern sunst nit zu verlegen hat. darumb thut nott, das der walthawer getrew und frum sei, als am ersten steet.
Es hat auch der stat paumeister gewalt, das er mit der stat walthawer mag hawen lassen, was holtz er zu der stat notturft bedarf, on allein vorhen prunroren holtz, das dann nirgen dann in der meil steet, das soll der paumeister an einen erbern ratte pringen und do eines urlaubs begern, dann der oberst amptman des nit zu erlauben hat on ein ratte, alles nach altem herkomen.
Item so ist darnach am mitwochen nach sant Katherein tag [28 Nov.] im vierundsechtzigisten jar in einem erbern rat verlassen, das der stat paumeister gewalt hat, und solich vorhen rorenholtz mag hawen lassen doch mit wissen und nach rate eines obersten amptmans, also das er furpaß nit alleweg an ein rat komen darf, ist gescheen in Rupprecht Hallers und Anthoni Paumgartners frag als burgermeister zu den zeitten.
Nun auch so hat alles reisholtz, als vorhens, thenes, fiechtes wedel zu hawen im zu nemen des monscheins und alles laub [33b] holtz, als eichen, büchen, bircken im abnemen des monscheines.
Mer so ist alles holtz im jare nimmer pesser zu hawen und das leichter wird dann im meien, auch im mertzen und in sant Giligen mon schein am ab und zu nemen eines iedes wedels am holtz.
Der walthawer hat auf der Peunt ein stall, dorein er seine pfert, wenn er hinnen ist, stellt, und hat darpei sein eigen habern und heu; das hat im der stat paumeister alle weg begünt und günt im des noch, also das er das von keinem rechten hat.
Auch so gibt der stat paumeister des amptmans knechten auf sant Laurentzen wald zu weihennachten fur ein trinckgelt und opfergelt, wenn sie das holen, funf oder sechs groschen; aber es ist in kurtz her verpotten worden, und gib ine nichtz mer.
Bißher so hab ich auch ein jare dem anderen zu hilf mussen haben, die weil ich paumeister gewesen bin, an allerlai zimmerholtz und latten, on die zeungerten, astellen und thangraß oder reisech pei vier tausent stemmen oder paumen.
[34a] Es soll auch der stat paumeister des gefliessen sein, das er keinerlai holtzwerck und sunderlichen prunroren fur die stat auß der piet nit furen noch geben soll on wissen und willen eines erbern ratz und amptmans.
Und was der stat walthawer also zimmers zu der stat nöttorft hawet, das muß er selber herein auf die Peunt oder in zwinger oder in andern enden, do man sein in der stat bedarf, antworten. darfur gibt ime der stat paumeister nach altem herkomen fur hawen und zu fueren fur ein iedes holtz, als hernach steet geschriben.
[34b] Item fur ein lengwit vier pfenning.
von einem eichen afterschlag oder wipfel, der zehen oder 11 schuch lank ist, zehen pfenning.
von einem eichen afterschlag und pfell stangen 18 schuech lank 15 pfenning.
von einem eichen schirm pfoll, der 14 schuch lang ist, 21 pf.
von einem eichen pfalholtz, das 20 schuch lanck ist, 38 pf.
von einer eichen, [die] zweintzig oder 21 schuch lanck ist, 26 pfenning.
von einem pruckpfall, der 30 schuch lanck ist, dreu pfunt alt.
von einem eichen seulholtz, das 10 schuch lang ist, 28 pfenning.
von einem eichen seulholtz, das groß und 14 schuch lang ist, 4 pfunt alt.
von einem eichen geswell, das 14 schuch lang ist, 24 pf.
von einer eichen nabstangen, die 24 schuch lang ist, 18 pf.
von einem gelenter holtz 24 schuch lang 28 pf.
von einem eichen gelenter holtz, das 30 schuch lang ist, 35 pf.
von einem eichen thanpaum, der 30 schuch lang ist, 56 pf.
von einem eichen goch 36 und 40 schuch lang 6 pfunt.
von einer rauhen aichen 30 schuch lang 60 pf.
von einer eichen maurlatten zum kornhaus 36 schuch lang 3 pfunt.
von einer grossen rauhen eichen, die 28 oder 30 schuch lang ist, funf pfunt oder sechs pfunt alt.
von einer eichen, die 40 schuch lang ist, zu der leittern auf dem sünbeln thurren dreu pfunt alt.
von einem eichen rinnholtz 35 schuch lang zum fleischhaus 4 pfunt alt.
von einem eichen goch, das zwenundzweintzig und vierundzweintzig schuch lang ist, 75 pfenning.
[35a] Item fur ein geschock latten 3 pfunt alt oder ie fur ein 3 heller.
fur ein tennen latten von sant Lorentzen walde ein pfenning zu hawen, drei heller zu fueren, facit 5 haller.
fur ein pruckholtz, das 16 oder 18 schuch lang ist, 4 pf.
fur ein pruckholtz, das klein und doch 22 oder 24 schuch lang ist, vier pfenning.
fur ein gemeins pruckholtz, das 21 oder 22 schuch lang ist, 5 pf.
fur ein pruckholtz, das 24 schuch lang ist, 6 pf.
fur ein pruckholtz, das 26, 28 und 30 schuch lang ist, 7 pf.
fur ein pruckholtz, das 24 und 30 schuch lang ist und spunt größ hat, 11 pf.
fur ein pruckholtz, das dreissig und 34 schuch hat und 2 dinst thut zu der pruck hinter dem wildpat, sein grosser dann spunt 20 pf.
fur ein klein spuntholtz, das doch 24 schuch lang ist, 7 pf.
fur ein gemein spunt, der 24 schuch lang ist, 10 pf.
fur ein gemein rechen, der 30 oder 40 schuch lang ist, 20 pf.
fur ein rechen, der 30 schuch lang ist und pesser dann die ersten, 24 pf.
fur ein rechen, der 47 und 50 schuch lang ist, zum kornhaus zu langen panten 40 pf.
fur rechen zu dem kornhaus, [die] 17, 26 und 37 schuch lang weren, durch einander zu 26 pf.
fur ein prettlein, das 27 schuch lang ist, zu der dachung der stat meurn 15 pf.
fur ein gemein sparren, der 30 oder 40 schuch lang ist, 20 pf.
fur ein sparn, der 46 schuch lang ist, 30 pf.
fur ein sparren, der 60 schuch lang ist, 75 pf.
fur ein viechtein seulholtz, [das] 24 schuch lang ist, 24 pf.
fur ein staffelholtz, das 28 schuch lang ist, 45 pf.
fur ein holtz 30 schuch lang, das kleiner dann staffelholtzel ist, 35 pf.
fur ein segpaum, der 24 schuch lang, der forhen, viechtein oder tennen ist 50 pf.
fur ein segpaum, der 24 schuch lang ist, viechtein und groß darnach ist, die man verren von hin holen muß, 60 pf.
fur ein afterschlag von den segpaumen auf die pruck zu dillen 5 groß.
fur ein vorhein zu spunten und tillen 26 schuch lang zu der losung stuben 50 pf.
fur ein forhen afterschlag zu spunten in die newen cantzley 24 schuch lang 18 pf.
[35b] fur ein afterschlag, der forhen, tennen oder viechtein und astig ist, auf die pruck zu tillen geschnitten wirt und ist 22 und 24 schuch lang, 24 oder 30 pf.
fur gemein pretten, der einer 40 schuch lang ist, 40 pf.
fur ein pretten, der 50 schuch lang ist, 50 pf.
fur ein pretten, ein spangen, ein lemholtz, ein durchzuk, der eins 60 schuch lang ist, als im kornhaus, 75 pf.
fur ein spangen, die 68 schuch lang ist, als im Schiesgraben, 4 pfunt alt.
fur ein durchzuck, der 50 schuch lang ist, als in der wag, 10 pfunt alt.
fur ein tennen, viechtein oder forhen rorren paum 20 und 22 schuch lang 20 pf.
fur ein viechten krumling 10 schuch lang zu einem winden rat 40 pf.
fur ein gezenckten schrancken, der gut ist, 42 pf. und 52 pf.
fur ein paum, der 22 schuch lang ist, den ein legern für die keller 7 pf.
fur ein tennen, holtz das 30 schuch lang ist, zu der trenck am Schweinmarckt 10 pf.
fur ein tennen rauchholtz, das 30 schuch lang ist, fur ein ladung 45 pf.
fur ein poltzholtz, das 50 schuch lang ist, zu dem Thiergartner thurren gibt man 75 pf.
fur ein viechten gut holtz, das 30 schuch lang ist, zu schneiden und untergelegt im zwinger unter ein hütten 3 pfunt.
fur ein viechten rinn holtz 35 schuch lang oben durch das schlachhaus 4 pfunt alt.
fur der linten eine auf der Schütt 3 pf., zu graben und zu furen 3 pf.
fur ein püttenpaum oder schintelpaum, der 24 schuch lang ist, 70 pf.
fur ein linten, die 20 schuch lank ist und klefterich ist, 60 pf.
fur ein winden paum, der 30 schuch lang ist, 60 pf.
fur ein rauche viechten aufs Hallers wisen und vor Werde ins wasser 38 und 32 pf.
fur ein rauchen tennen tanpaum zu der spital pruck 30 pf.
fur ein fuder vörher, viechter oder tenner pfelholtzer und afterschleg, 3 zu einem fuder, auch fur ein fuder vörhen wipfel und ein fuder reisechs den tiern in stattgraben und sunst raucher eeste hinter die ladung, iedes mit 3 pferden gefurt, 45 pf.
fur ein fuder leitter paum, fewerhacken paum und ein fuder bucher hebrigel, auch fur ein fuder lenckwit, der iedes mit 3 pferdengefurt, 60 pf.
[36a] fur ein fuder viechter eeste mit einem pferde 30 pf.
fur hundert wachalter puschel zu hawen drei groschen und zu furen herein 3 groschen.
fur ein hundert eicher oder pucher rade schauffel 5 pfunt alt und 2 und 5 heller.
fur ein eichen schauffel pant zu dem segrat oder einem malrat, ie fur eins 1 pf.
item fur hundert hagenpucher kamen zu dem segrat 32 pf.
Item was holtz aber keinen namen hat oder hie vor nit bestimpt ist und doch gehawen und zu der stat notturft herein gepracht wirt, darein muß sich ein paumeister selber richten nach ratte des werckmeister des zimmermans, wie er dem walthawer das bezall.
Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er alleweg gegen dem winter 5 oder 6 schock latten auf der Peunt hab, dann man kan der im winter nit gehawen und sunderlich vörher latten, dann die springen ab am fallen. so ist mancherlai, das furfellt, ee der winter vergeet, darzu man latten bedarf.
So soll der stat paumeister auch bestellen im summer mit der stat walthawer dreu oder vier fuder mies, der lanck sei und trucken ein kum, des man zu dem Vischpach und sust im jare zu mancherlai bedarf. des hat bißher kost ein wagen fuder mit einem pferd zu reiffen und furen 45, 50 und 48 pf. den sol man dann an der sunnen woll derren und dann irgen legen, das er trucken lieg uber jare.
[36b] Es hat auch ein erber rat in kurtzen jaren furgenomen und mir bevolhen, kein prucken mer mit pruckholtzern zu belegen, sunder die mit astigen tillen und swarten zu belegen, das man dann ettliche jar her also gethan hat. wo das ee gescheen wer, so het man vill junges holtz erspart, dan man auf ein prucken pei zwaihundert pruckholtzer hat mussen haben, die sein bei zwaien jaren gelegen. so muß man ietzunt pei zwelf afterslegen haben, der einer pei sechs tillen und zwue swarten gibt zu einer prucken, die auch bei zwaien jaren ligen; aber die swarten ligen darauf pei einem jar, so muß mans anders leisten.
So soll der stat paumeister sam teglichs gedencken, wo er rechtz kaufs hinter eichen pretter und eichen ramrigel und eichen rinholtzer und pretter zu dem Fischpach uber den statgraben, auch püchen mangpretter, das alles zu wedel gehawen wer, bekomen mocht; dan dieselben ding vernutzt man teglichs zu schoßgattern und andern dingen, die abgeen, so kan man dann als jehling nit darhinter komen, wenn man solicher ding bedarf. auch ist hinter solich lang eichen rigel, als ir noch ettlich vorhanden sein, nit mer zu bekomen in gleichem gelt als man dann die gezeugt hat.
Item es ist einer, genant Ulrich Volck, von dem Entenberg, dem hab ich vill eichens und püchens holtz abkauft, alles geschnitten, das er mir dann herein geantwort hat, als er vor jaren dem Graser seligen und andern paumeistern auch vill gegeben hat.
Item fur ein eichen pret, das 16, 18 und 20 schuch lang ist, 18, 20 und 21 pfenning, darnach die pretter sein.
Item fur ein halbs eichens Vischpach einholtz, das außgee und 26 schuch lang ist, als die aussen uber den statgraben ligen, 14 pfunt alt, und fur die seitten oder poden pretter eins darzu, auch 26 schuch lanck, 4½ pfunt alt.
[37a] Item fur ein püchen mangprett einer spann dick und 32 schuch lank, zweier schuch vorderlich preitte, 18 pfunt alte. dünne püchen pretter, einer zwern hent dick, zwen und dreissig schuch lang, 10 pfunt alt.
Item fur püchen vierkluftige holtzer, eins 20 schuch lang zu spindeln zu den schoßgattern und waltzen in die mang, 48 pf.
Item so hab ich geben von einer waltzen in die mang zu machen von der stat holtz 4 groß. ich hab ir von Weissenpurck ein fart lassen herpringen, 9 waltzen kosten 2 guldein reinisch und sechs groß. so hab ich ir von Augspurk lossen her furen, waren hagen püchen waltzen 12, kosten eine 60 pf., und 15 pf. eine her zu füren.
Item fur ein püchen stangen den schrottern zu iren leittern 7 pf.
Item fur ein eichen geschnitten ramrigel, 30 schuch lang, 6 groß; fur ein solichen rigel, der 20 schuch lang ist, 28 pf.
Item nachdem und im dreu und sechtzigisten jare am mitwoch und pfingtztag auch freitag nach sant Valentins tag [16–18 Febr.] der groß wint ettwo vill thenner, viechten und forher paumen auf sant Seboltz walde nider wurf umb Kalckreut, im Keiersperg, im Kalck, im Mistelperg etc. also ward mir von einem erbern ratte befolhen, mit den vier gesworen walthawern und iren helfern auf demselben walde furderlichen zu bestellen, das dieselben wintfellen gepletzt und von inen gezeichent wurden, nachdem und solich wintfell nach waldes ordnung frei und nit pfantpar wern, auf das, das solich wintfell niemant hinfurt; den ein ratte die zeit in meinung was, solich holtz zu der stat nottorft selber zu geprauchen. darauf bestellet ich, das in den nechsten vier wochen darnach durch die vier gesworren walthawer zuhawen [werde] das hernach geschriben zimmer, darvon ich ir einem selber 24 pf. und irer gesellen einem 16 pf. den tag geben must etc. und nach außgang der vier wochen, und solich hernach geschriben zimmerholtz von in gewalthawet und gezimmert wurde, do gelanget an ein rat, wie solichs der wurm angriffen het und in dem eingang des mertzen, do es nit wedel hette, gefallen wer, wiewol die gesworen walthawer im anfang darwider waren etc. auf das ward mir wider bevolhen, solch zimmerholtz an kein gepewede der stat zu prauchen, sunder dasselb holtz schneiden und die prucken in der stat damit zu belegen lassen, und furpaß stöß auf dem wald von dem uberichen gefallen holtz, das nit gezimmert oder gewalthawen were, setzen lassen, und solich stöß herein den burgern in die stat in ein gemein zu verkauffen ie ein stoß umb 5 pfunt alt, und doch keinem uber 5 stoß nit geben, also das sie die vor liechtmess schirst im vierundsechtzigisten jar auß dem wald fürten. das ich also thet, als dann auch hernach geschriben steet, wiewoll sich die pauren darpei nit saumpten und solich wintfell auf hieben und die schrötweis hinfurten zu irer nottorft, nachdem und das kein pfandpar holtz was.
Item am ersten hieben die walthawer auf 32 pretten von 50 und 60 schuhen lang, mer zwaihundert 20 pretten von 40 und 45 schuhen lanck, hundert und 7 pretten von 30 schuen lanck, mer hundert zweintzig rechen sparren und spuntholtzer von 24 und 30 schuhen, hundert 40 seulholtzer 30 schuch lanck, mer dreuhundert [38a] vierundzweintzig segpaum und pei hundert vörher rorenpaum.
Item des obgeschriben holtz kame mit frun herein 90 segpaum und pei 40 grosser und kleiner holtzer, mer pei hundert förher rorenpaum.
Item so ließ ich zwaihundert 14 stöß holtz auf dem wald hawen und setzen, und gab von einem stoß dreu pfunt alt zu hawen, verkauft ein auf der walstat umb 5 pfunt alt. was also darauf gieng und ich außgab und ein nam, des alles hab ich ein rechnung in die losungstuben geben, und der auch noch ein abschrift behalten, die das lenger dann do innen helt.
Die steinprecher auf dem Rauhelperg thun alle jare zu dem newen ratte ob der stat amptbuch gehorsam, was der ist, die do stein an dem perck brechen, also das sie alle stein an rechter leng, das ist drei stat schuch, auch legers dick und preit, das ist ander halb schuch in dem stab, den ein erber rat darzu geordent und geben hat, prechen wollen, auch soliche stein nirgen anders dann zu und in die stat auf ein eiche geben, und wo der stat paumeister zu der stat nottorft stein bedarf, das sie ime dann die vor meniglich geben und zu geen lassen, auch das sie den abraum nit schedlich schutten und damit die fels verlegen, auch das ir keiner uber drei wochen auß seiner gruben on laub der stat paumeister nit arbeit; welicher also uber die zeit auß seiner gruben were und nit leut darinnen hett, die stein prechen, der solt furpaß seine recht oder gerechtigkeit verloren haben, alles nach altem herkomen und das also des pergs recht ist etc. alsdann ir ettlicher sich mit mir umb solich ubertrettung hat mussen vertragen und wandeln.
Wenn dann die steinprecher also gehorsam getan haben, wie oben steet, so soll ine der stat paumeister geben zusamen allen sechtzig pfenning zu verdrincken, ir sei vill oder wenig. auch so sol der stat paumeister alle wegen gegenwertig sein, wenn die berckleut also gehorsam thun.
So nun die steinprecher also ein fels zu grunde auß brechen und ein newen abraum thun wollen, so sullen sie vor zu der stat paumeister komen und inen pitten umb ein abraum, und do pei fur halten, wo und an welichem end am perg das sie das fur nemen wolten. alsdann soll der stat paumeister der stat werckmeister den maurrer hin auß senden und das schawen lassen und von dem meister vernemen ob das schedlich sei oder nit, do sie es meinen fur zu nemen, [39a] nachdem man ettlich fels und went am perg lange zeit geheit und behalten hat zu der stat nottorft, die auch den steinprechern gemeinglich allen woll wissent sein: das ein in der alten burger gruben, das ander an der langen want, die unter augen steet, als man kumpt gegen aufgang der sunnen in die newen burgers gruben; das drit der fels, der do steet zwischen sant Laurentzen und Hanns Mans und seiner gesellen gruben. an den dreien enden hat man klein abraum und guten stein und hat die fels vor des Grassers seligen zeitten untz her gemeiner stat geheiet und vor behalten, ob etwas fur viell, das man zu not stein bedorft. das soll ein paumeister kunftiglich in acht haben, niemant darein zu erlauben on laub eins erbergen ratz.
Auch wo aber die steinprecher sunst am perg ine furnemen ein abraum zu thun, do es unschedlichen wer, so das der stat meister gesehen het, so soll ine der stat paumeister des vergönnen mit der unterscheide, das sie mit der schut den perg oder ander fels do pei nit verschutten, und darzu soll ein paumeister der stat meister ie uber viertzehen tag ein fart hinauß senden, das er zusehe das sie nit schedlicher schutten. auch das sie die stein niemant versprechen, sunder wo der stat paumeister des fels oder stein bedarf, das sie im den vor meniglich geben; wo aber ein paumeister der stein nit bedorft, so mugen sie die woll geben wem sie wollen, doch neur in die stat auf ein sich und auß der piet sunst niemant geben etc. auch sullen sie solichen stollen und fels, so sie geraumt haben, zu grunt herauß prechen und hinab komen, als ferre sie können und mugen vor wasser.
Dem nach wo der stat paumeister den steinprechern also erlaubt ein fels, und der zu grunt herauß kumpt und sie dann wider komen und an demselben ende aber peten umb ein abraum, das steet dann zu einem paumeister, ob er ine an dasselbe oder ander ent erlauben will, dann kein steinprecher am Reuhelperg kein erb gerechtigkeit nit hat. so soll im der stat paumeister nit mer [39b] versprechen noch erlauben dann so vill ir einer ein abraum fur sich nimpt, wenn das zu grunt herauß kompt, so hat das sein ende und der steinprecher nichtz mer do [zu thun].
Es soll auch kein steinprecher dem andern kein fels oder gruben noch erb gerechtigkeit am perg nit verkauffen, wie wol sie das vor jaren vill getan haben, das dann vil zurüdung am perg gemacht hat, das einer dem andern so nahent pei im nit wolt lassen arbeitten. und wolten sich do sunder gerechtigkeit understeen, des doch nit ist, dann der perck ist gemeiner stat Nuremberg und nit ir mer dann ein gunst, so vill sie des erlaubung von der stat paumeister haben.
Nachdem also alleweg ir zwen oder drei zusamen setzen und mit einander abraumen, arbeitten und steinprechen, und dann zu zeitten geschicht, das ir einer am perg nit mer arbeitten will, oder zu zeitten ein ander arbeit mit laub eines stat paumeisters auf dem land hat oder einer von todes wegen abgeet, ein solicher oder sein erben, den dann ein abraum ettwaß gekost hat, ee sie zu stein komen sein, der mag solichen sein kost, so er darauf gelegt hat, sein gesellen oder einem andern am perg woll verkauffen und umb ein zimlichs anschlagen. das soll doch nit gescheen dann mit der stat paumeisters wissen und willen.
Wenn dann die steinprecher also stein zu der stat pewen und nottorft der stat paumeister geben und zu furen lassen, dieselben stein soll denn der stat werckmeister, der maurrer, allewegen uber viertzehen tag eigentlichen abzellen und eichen in den stab, der darzu gehort, pei seinen trewen, so er der stat paumeister gegeben hat, und dann das furpaß einem paumeister zu sagen und zu wissen thun, wieviel [40a] guter quader das sein, und wievil derselben quader dieser oder gener geantwort hab, und wohin man soliche quader gefurt hab an was ent zu der stat nottorft. was dann also ein stat meister dem paumeister ansagt, das soll der stat paumeister den steinprechern bezallen.
Auch wenn der stat meister, der maurrer, denn also geeicht hat und der stat paumeister das ansagt, so gibt ime ein paumeister ie von hundert guter quadern vier und zweintzig pfenning eichgeltz, als vill hundert der ist. dovon gibt der stat meister zu trinckgelt des paumeisters eehalten acht pfenning von iedem hundert, alles nach altem herkomen.
Mer gibt ein paumeister den furknechten ie von hundert guten quadern sechs pfenning trinckgelts, als vill hundert der ist, die sie an der stat arbeit gefurt haben.
So hab ich bißher ein jare dem andern zu hilf, die weil ich paumeister gewesen bin, mussen haben bei funf tausent quaderstein Reuhelpergs.
Wenn also ein eich ist, so sullen die steinprecher auf denselben tag der stat paumeister ein püschel eichens laubs in sein haus schicken, ob man das anders im jare gehaben mag, pei der steinwegen einem, die die stein also herein füren, alles nach altem herkomen.
[40b] Nachdem und ein erberger ratte hat furgenomen und verpotten, kein eichens laub mer zu hawen noch herein zu tragen, und mir aber die steinprecher im zweiundsechtzigisten jare an dem heiligen pfingst obent [5 Juni] ein püschel eichens laubs santen auf ein eich nach altem herkomen, also komen des Lienhart Grolantz, die zeit amptmans des walds Sebaldi, forstknecht an die steinwegen und pfendten ein von des eichen laubs wegen, das er fürt, und der amptman wolt nit minder denn zweintzig pfunt alt haben, und wolt auch solichs alts herkomens und gerechtigkeit eins paumeisters und die ungeverlichkeit der ding fur kein entschuldigung haben, wie woll ich im sagt, das ichs von meinem gelt nit geben wolt, sunder wo er des ie nit geratten wolt, so nem ich das gelt auß der losungstuben, und gebe ims und ließ ins wider hinauftragen, und half alles nit. also sant ich im am suntag vor sant Margrethen tag [11 Juli] zweintzig pfunt alt, des behielt er dreissig pfenning und sendet mir das ander wider. also schicken mir die steinprecher noch eichens laub, und zu zeitten pirckens, linthes und anders, also das sie doch die alten gewonheit noch halten.
Die steinprecher mussen alle stein selber herein antworten zu der stat nottorft, also das der stat paumeister mit der fure nichtz zu thun hat, und zalt ine fur pruch und fur fure als hernach steet.
Item fur ein quader, das drei schuch lanck, anderhalb schuch dick und hoch ist, vier pfenning fur den pruch und siben pfenning zu zeitten acht pfenning fur die fure; facit ein quader ailf pfenning und zu zeitten zwelf pfenning.
Fur ein pfeiler stuck vier und zweintzig und achtundzweintzig pfenning, dornach es preit und dick ist, fur pruch und fur fure.
[41a] Fur ein sturtzen, die sechs schuch lanck, ein schuch dick, zwen schuch preit ist, dreissig pfenning und zwenunddreissig pfenning fur den pruch und für die fure.
Was man sunst grosser stuck bedarf, die eicht man nach quadern alleweg darnach sie sein, zwai stuck für drei quader oder dreu stuck für vier quader oder vier stuck für funf quader, und ie fur ein quader ailf und zu zeitten zwelf pfenning für pruch und fure herein.
Der stat paumeister mag auch selber woll stein nach dem taglon prechen lassen, alsdann auch vor zeitten woll gewesen ist; aber es ist nit vorteils doran, man kompt der stein sunst gleich als nohent und vill neher, darumb ist es darvon komen.
Auch so machen sie am Reuhelperg fulstein, die furen sie auch her zu der stat und setzen heuflein dorauß vor Frawenthore, und geben ie ein heuflein umb sechtzig pfenning, dreu oder vier pfunt, darnach sie groß sein, oder ein karren fuder mit einem pferde umb oder auf dem perg in der gruben fur funf pfenning, oder als vil pfert einer an einen wagen spant und fulstein von dem perg füret, alle wegen funf pfenning auf ein pfert.
So steet außen an dem rathaus neben des Sebolt Grolantz des goltschmits schmitten ein eissen in die maurren gemacht, [41b] das hat die leng von einem quader, und das selb eissen halbs ist die dicken und preitten eines quaders am Reuhelperg, darnach man dan die quader prechen und eichen soll. desselben eissens leng der stat meister an einem stab haben soll, wenn er die stein eichen will der stat.
Wenn dann ist, das der stat paumeister Kornperck stein bedarf quaders größ zu grunten in das wasser oder sunst zu pawen. und nachdem dieselben perckleut am Kornperck gemeinlich alle nach mullwerg arbeitten und solich stein quaders größ theur schatzen und geben, hat man in vergangen jaren auf des reichs poden im walde bei Kornperger stroß, am Höhelstein genant, ein gefaren und do stein zu der stat nöttorft prechen lassen. und [het] aber vill zwitrecht von den Seckendorfern, darumb kam ein erber rate daran und kauft den Seckendorfern ir gerechtigkeit ab am Kornperg, also das der perck nun gemeiner stat zu Nuremberg ist, und des herr Hanns Coler von eines erbern ratz wegen ein oberster perckrichter ist. gleichwoll geben dieselben pergleut sollich stein teur, und darumb hat man am Höhelstein vill stein prechen lassen, des dann die perckleut auch nit haben können weren. und nachdem aber derselb stein schallig und gelessig worden ist, und aber ein erber rat in mittler zeit auch auf des reichs poden im walde zwischen Wendelstein und Röttenpach vorgunt hat den gotzhaus pflegern zu der newen kirchen zu allen heiligen stein zu prechen, darmit sie dann die kirchen doselbst gemacht und volpracht haben und kein steins mer darzu bedorfen, hab ich mich von gemeiner stat wegen derselben heilling gruben und steinpruchs unterfangen, und darinnen raumen und ein heuslein darzu pawen und setzen lassen, darinnen die steinprecher iren zeug behalten, auch darinnen spitzen und ligen mugen, wo man stein do prechen wolt lassen, als ich ir dann in dem jare ietzunt pei dritthalb hundert stuck prechen ließ und die hinder das Wilpat und auf den Newenpaw furen ließ, wo man der bedorft, das man die do funde.
Nun so gab ich denselben steinprechern einem ein tag sechsundzweintzig pfenning und ettlichem zwenundzweintig pfenning, einem knecht oder pößler achtzehen pfenning, und iedem zwen pfenning badgeltz. man hat inen ettwan minder geben, aber nachdem die arbeitter aufschlagen, hab ich die auch nit neher mugen gehaben. darzu muß man inen leihen allen zeug domit sie arbeitten von [42b] zwispitzen, keillen, hemern.
Mer gab ich von den stein auß der heiligen gruben herein in die stat zu furen ie auf ein pfert funftzehen pfenning, das ein fart thet, oder auf ein fuder mit vier pferden sechtzig pfenning, und befalch den steinprechern, das sie die wegen redlich und mit guten fudern lueden.
Ich kan aber nit woll wissen, was man der Kornperg stein ein jare bedarf, dann man der mer ein jare dann das ander bedarf, darnach man am wasser vill zu maurren hat. auch verkauft man die fulstein daussen in der gruben, ettliche furen sie selber herein fur die stat im winter, so sie sunst nit anders zu furen haben.
So hab ich sider her ettliche jar vill stein in derselben gruben prechen lassen zu dem Fischpach, nachdem mir denn von einem erbergen ratte befolhen ist von jaren zu jaren den Fischpach zu besetzen mit Kornperg stein durchauß. und hab den steinprechern geben den vorbestimbten lon und der fure zu zeitten zwelf pfenning auf ein pfert von einer fart, aber nit alle wegen, darnach die furleut weil haben. und mich kost ein stuck groß oder kleins, dicks und düns, das dann ungeverliche stuck sein, also rauch bei achtundzweintzig und dreissig pfenning, mit abraumen in der grub und allen dingen herein.
Der Kornperk stein hab ich ettliche jar her, und mir der Fischpach befolhen ist worden zu besetzen mit den stein, ein jare [43a] bei vierhundert stucken prechen lassen auß der heiligen gruben.
Es soll auch der stat paumeister alle weg haben hundert oder mer Kornperg schalen, die do ligen ob man der bedorft. solich schalen brechen sie am Kornperg und geben die zu 15, 16 und 18 pfenning, darnach sie groß sein. so kompt woll ein zeit, das man ir am Kornperg nit gehaben mag, also das es am fels darnach nit geschick ist, darumb ist gut, das man ir do ligent hab 100 oder anderhalbhundert auf ein fursorg.
Item im funfundsechtzigsten jar zu sant Maria Magdalena tag [22 Juli] kauft ich zwen Kornperger grosser steiner trog, wiewoll man der die zeit nit bedorft. aber nachdem die perckleut im fordern Wernloch vil jar her und noch lang kunftiglichen zu solichem vels nit mer komen mochten, hab ich die bestellt. die kosten mit allen dingen, geöltrenckt, piß an die stat, als sie dann ietzunt steen auf der Peunt, einer funfundsechtzig pfunt novi.
Auch soll der stat paumeister sich versehen mit pflaster stein, also das man der ein nottorft hab, dann der alten stein im pflaster vill abgeen, also das man vill newer stein in einem jare ein pussen muß. wo man dann newe pflaster macht oder machen wurd, must man ir vorauß haben.
Pflasterstein pringt man von dem rechten Kornperck und legt die vor der stat bei dem gericht nider. darnach so sullen sie die pauren und perckleut von Kornperck oder von Wendelstein, wes dann solich stein sein, aufsetzen hauffen weis, also das ein ieder hauf stein sol lanck sein zehen stat schuch, und hoch siben stat schuch, und dick 5 stat schuch; und sullen also ongeverlich gesetzt sein, das sie nit löcher darinnen inwendig geferlich setzen: auch hat der zollner unter dem Frawenthor ein stangen, die geprent und zehen schuch lanck ist, darnach sie dieselben hauffen stein setzen mugen.
Wenn sie dann solich hauffen stein auf gesetzt haben und verkauffen wollen, so soll die der stat paumeister besehen und die stangen an lassen schlagen; welcher hauf dann nit die rechten leng, groß oder dicken hett, oder sunst geverlich gesetzt were, denselben hauffen solt ein paumeister darnach bezallen.
Die paurn oder perckleut wollen es aber abnemen mit den stein hauffen zu setzen, sunder sie wollen sie neur ribsweis verkauffen und clagen, sie konnen ir nit gesetzen, und haben die leut auch der muß nit. dorein mag sich dann der stat paumeister selber richten, also das er die stein dester neher kauft von inen umb des [44a] willen, das sie des setzens vertragen sein.
Nun ist der kauf gemeinglich zehen und ailf pfunt alt fur ein gesetzten hauffen, wenn das gut hert stein sein, und ie herter stein das sein, ie lieber sie ein paumeister kauffen soll. was solich stein kosten, sein sie paß feiler dann weich stein, dann die weichen am stossen und faren alle zuprechen und zumülmen sich; wo man dann soliche pflaster wider auf prechen soll und pessern, so geet vill ab, das die herten stein nit thun und sich hinwider setzen lassen.
Wenn der stat paumeister also der stein kauffen will und schawen, soll er den Löffler oder Gürtler zu im nemen auf das, das die wissen, weliche stein der stat zu steen. die soll ein paumeister dann zeichen und pflocken darumb schlagen drei oder vier, so sehen die ander steinprecher und karrenleut woll, das die der stat sein, und ledt niemandt davon wo die pflocken steen.
Man pringt auch fur das thore vill weicher stein, die zu pflastern in der stat nit tuglich sein, es wolt sie dann einer in ein hoffe oder dennen, daruber man nil vill fert. solich stein gibt man auch darnach an gelt zu acht und zu neun pfunden ein hauffen.
So pringen sie auch vill gewelb stein, die auch nit von dem hertzten sunder war prait als schalig sein. dieselben stein sein tuglich zu gewelben, keller und heimlich gemach und anders [44b] unter der erden. solich stein setzen sie nit oder gar selten auf, sunder sie geben sie hin ribsweis, als sie die schlechtz von dem wagen werfen uber einander.
Auch was man stein also vor dem thore kauft, die muß der kauffer selber lassen herein furen, wo er die hin haben will, und im ist die der verkauffer nit schuldig zu antworten weitter, es werd denn mit sunderen worten bedingt etc. man hat ettwan geben fur fure, was man umb dreissig pfenning kauft hat, do hat man vier pfenning von geben; aber man muß ietzunt 6, 7 pfenning geben, darnach man sie auch einem weit furen muß.
Der stat paumeister mag auch zu zeitten woll ettlichen gelt auf solich pflaster stein leihen, wo er gewiss leut hett, auf das, das eim paumeister solich stein als pald wurden zu sein handen als andern leuten, dann sie sunst die stein verkauffen und geben mugen wem sie wöllen.
Ich hab pißher mussen haben ein jare allein zu flicken, an newe pflaster zu machen pei 30 und 36 hauffen pflaster stein. und wenn ich ir einem hab abkauft fur funftzig oder sechtzig pfunt alt stein, minder oder mer etc. hab ich iren knechten und knaben, die solich stein herein furen, zu trinckgelt geben 6, 8, zehen und viertzehen pfenning auf das meist ongeverlich.
[45a] Item so gibt man ein karren fuder alter pflaster stein fur 15 und sechtzehen pfenning; darfur sein sie zu kauffen und zu verkauffen einem paumeister.
Es hat auch gemeine stat Nuremberg zu der Leynburg zwen kalcköfen, die do steen auf des reichs podem vorn am walde und unten am perg zu der Leynburck, der ein zu den Stegen, der ander zu dem Hopfgarten genant. dieselben kalcköfen dann noch vorhanden [sein]. wiewoll sie ietzunt scheinen vere von dem walde ligent, so kumpt das also zu, das man so sere darumb geholtzt hat, die gemein von der Leynburg und ander umbsteende dorfer, das es also weit umb die öfen worden ist. auch steen die öfen weit einer von dem andern darumb: nachdem man das holtz zu dem kalck mit laub eines obersten amptmanns hawen muß, wo er dann das erlaubt und es derselben öfen am nechsten ist, do furt man das holtz zue.
Nun wenn denn der stat paumeister kalcks bedarf zu der stat nottorft, den muß er allewege ein jar vor bestellen, also das er zu dem öbersten amptman des waldes in sant Laurentzen pfarr geen, oder schick zu ime den schaffer in gegenwurtigkeit des amptmans knecht, und ime do zu erkennen geben und laubs begeren zu funf, sechs oder acht öfen kalcks zu holtzen, darnach ir ein paumeister bedarf und vill oder wenig kalcks in den hütten ist, oder groß gepew vor augen hat. do muß sich ein paumeister selber einrichten, das dopei ein gemein mit kalck auch vorsehen werde.
Wenn dann solichs dem amptman furpracht wirt, so fragt der amptman, wer das holtz hawen werde. so soll im ein paumeister das zu erkennen geben und den oder die nennen, mit den er das verlassen oder bestellt hab zu hawen. so weist innen dann der amptman in ein huet und bescheit ine der erbforster oder seiner knecht ein zue, der inen weis, wo er das hawen soll. do soll jener oder die dann hawen und sunst nirgen, und darzu hinders und vorders holtz nemen und auch nit hawen kein junge loo fiechten.
[46a] Also was man holtz zu kalcköfen hawen und fellen will, das muß gescheen in dem meien oder auf das lengst im andern meien des monscheins, die weil das holtz im saft ist, auf das, das es durr werde und die rinten lös auf das nechst jare hinumb auf liechtmess, so man dann anhebt kalck zu prennen. und nachdem die paumeister vor zeitten mit zweien oder dreien ie zu thun gehabt, und das gelt vor hinauß auf solichs holtz zu hawen und fur die kalcköfen bestellt zu füren und gehen haben, das dann zu zeitten durch derselben armut und laßheit versaumpt und mit gehawen noch gefurt wart, auch durch dieselben zu zeitten geschalckt wart, also das sie nach loe hieben und darzu dasselb holtz zu und fur ir eigen kalcköfen furten, dardurch der stat paumeister gesaumpt wart.
Darumb hat ein erberger rat furgenomen im pesten, wenn der stat paumeister einem verdingt das holtz zu der stat kalcköfen zu hawen oder furen, der dann im selber sunst auch kalck prent, als ir dann vill ist zu der Leynburg, derselb soll der stat paumeister sein trew geben und darauf sweren zu got und den heiligen, das er kein holtz woll hawen zu den kelcken, die dann einem paumeister zu gehoren, dann wo ine der erbforster und des amptmans knecht, der dann die zeit in die huet gehort, hinweissen. do mag er woll hawen doch also, das er noch sein gewalt seinen nutz mit dem holtz noch loe nicht suchen, und das sunst nirgen furen dann für der stat kalcköfen in keinerlai weisse on alles geverde. einen solichen ait hat mir Linhart Greussel gesworren, dem ich dann ettwann vill holtz zu hawen angedingt hab.
Ist es aber, das im einer selber nit kalck prennt, dem dann der stat paumeister also verdingt holtz zu der stat kelcken zu hawen oder furen, der darf des vorgeschriben aides nit sweren, dann ein solicher minder schalcken mag vor den erbforstern oder amptmans knechten, dann ob er im selber auch holtzet.
[46b] So muß man der stat zu einem offen kalckes haben zweintzig grosser tenner paum, die thun pei zwelf fuder holtz, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. das holtz hawet man dann zu schrötten pei funf oder siben scheit lank. wenn sie dann das fur die öfen pringen, so schrotten sie das holtz und macken klupfel dreier oder dritthalber scheit lang darauß, und was dann so groß und dick von holtz ist das kleubet man, und prennen dann das also. fur ein solichen offen oder fur sovil fuder holtz hat man nach altem herkomen geben ailf pfunt alt fur hawen und furlon, gantz fur den offen geantwort. aber nachdem und die welde ser verhawen sein und man solich holtz von weitter hin zue furen muß, als der amptman dann des zu hawen kein laub in der nehe da umb mer geben will, so muß ich ietzund fur ein offen holtz geben dreitzehen halbs pfunt alt und vierzehen halbs pfunt alt.
Man pricht den kalckstein oben auf dem perg zu der Leynburck auß eckeren, die die pauren doselbst umb und auch zu der Leynbruck oben auf dem perg haben, und man gibt ie fur den pruch allein zu einem ofen kalck dreu pfunt alt nach altem herkomen; das besteet noch also darpei.
Zu einem offen kalcks muß man auch haben pei viertzehen fuder derselben stein, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. fur ein solichen offen oder fur sovil stein fuder gibt man nach altem herkomen ailf pfunt alt, also das man solich stein gantz zu dem kalck offen antwort. solich stein muß man auch im summer auf dem perg prechen und herab füren, dann man der im winter nit prechen noch herab pringen mag.
[47a] Ein stat paumeister hat vor zeitten mit einem, genant der Leyrer, zu der Leynburg gesessen, vill zu thun gehabt und dem gemeinlichen vor andern verdingt, kalckstein zu der stat öffen zu antworten, nachdem derselb Leyrer mer dann ander leut auf und am perg der Leynburck hat gehabt. und nachdem er aber der stat paumeister dringen und hochern wolt, bestellt ein paumeister auf ein zeit von anderen auch stein, das dann den Leyrer verdröß und wolt nit gestatten, das man solich stein uber sein ecker und felt, das er am perg het, furen solt. dardurch der stat paumeister, die zeit Lucz Steinlinger seliger, bewegt ward, und im zweiundfunftzigsten jare mit gunst eines erbergen ratz hie zu Nuremberg, auch mit hilf und anzaigen alter paursleut zu der Leynburg und da umb, ein alten gemeinen erbweg, der dann vor vill jaren von dem perg herab gieng, suchten und funden. denselben weg der Steinlinger seliger ließ wider vermarcken, verstein und verrein, auch außwerfen und machen, das er wider zu faren docht, und nam des ein kuntschaftbrief unter des gerichtz insigel hie zu Nuremberg. derselb brief dann in der losung stuben sein soll, ist mir gesagt worden von dem Gurtler. ich hab darnach suchen lassen, aber die losunger haben noch bißher [des] nit vinden kunnen und sagen, nachdem sie noch vill brief haben, die nit registriret sein, darunter derselb brief sein mocht, wissen sie des ietz und nit zu vinden etc. denselben gemeinen erbweg soll der stat paumeister kunftiglichen in acht haben und den zu zeitten pessern lassen, damit er nit abgee.
So hab ich bißher ettliche jare mit dem Lienhart Greussel hinter Niclas Grolant zu der Leynburck gesessen, allein zu thun gehabt und dem angedingt holtz und stein, auch fur pruch am perg geben müssen, nachdem und alle ding aufschlagen und inen der amptman verweist, 26½ und 28 pfunt alt zu einem offen kalcks etc. der mir dann gehalten und damit nit also ser gesaumpt hat, als vor geschehen ist.
[47b] Wenn man nun also holtz und stein pei und vor den kalcköffen hat, so muß man haben einen redlichen gesellen, den muß der stat paumeister in sunderheit darzu bestellen, der den kalckoffen setzen kan von den kalckstein und dann under schür und den kalck recht kün prennen. dem hat man vormals geben ie von einem offen vier pfunt alt, aber iezund muß ich einem geben fünf pfund alt umb des willen, das er die schrött kleiben muß vor den öfen, das vor nit gewest ist, dann man ietzund nimmer nach loe sunder das grobst ungeschlachtz holtz zu den öffen furen und hawen muß. derselb kalckprenner bestellt auch daussen die fur und wegen, die den kalck herein furen; darvon gibt man im sechs pfenning auch nach altem herkomen etc. umb des willen, das er in die dorfer do umb leuft und wegen außpringt. des gelobt er also einem paumeister.