Man gibt von einem summer kalcks herein zu furen in die stat ietzunt zwelf pfenning und zu zeitten dreizehen, darnach und die pauren nottig arbeit auf dem felde haben. man hat aber vor jaren minder zu furen geben, die weil das kalck summer auch kleiner was dann es ietzund ist.

Also wenn dann ein offen kalcks der stat herein kumpt, gibt man den kalckmessern, der dann zwen sein darzu, von dem offen kalcks ab zu messen sechtzig pfenning, sein sei vill oder wenig im offen gewest. aber sunst auf dem marckt gibt der kauffer und verkauffer ieder ein pfenning von einem sümmer zu messen.

Gemeiniglichen so prennt man in der stat kalck öfen einem auf einmall achtunddreissig summer ungeverlichen. sünst sein woll ettlich kalcköfen eines teils daussen, die der pauren [48a] sein, darin man pei sechtzig sümmer und mer auf ein moll prennt oder prennen mag.

Nun wenn das ist, das der kalck als tewer ist, und nachdem die pauren mit dem kalck, den sie zu der stat furen, sere auf ein ander halten und einer des andern schont, darmit sie denselben iren kalck auf das höchst mochten an werden etc. so mag der stat paumeister ein ofen, zween oder drei mer und minder auf den marckt prennen und hingehen lassen, darmit man den kalck in gleichem gelt behalten müg von der gemein wegen.

Und was man dann also kalcks auf dem marckt verkauft, so sol der stat paumeister dem erbforschter von geben ie von einem ofen drei groß, in des huet man dasselb holtz gehawet hat, darmit derselb kalck geprennt worden ist. was kalcks aber ein paumeister in die hütten schüt oder sunst zu der stat nottorft herein füren lest, darvon bedarf man den erbforstern nichtz geben. das ist nemlich aufkomen und vor zeitten nit gewest, das hat inen aber ein erber rat auf ir anpringen und klagen zugeben pei Lienhart Grolantz amptmans zeitten.

Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er die kalckhütten im Marstall, der dann drei ist, mit kalck nach nottorft vorsehe, dormit gemeine stat versorgt und versehen sei. wo dann also zu zeitten einem ein sümmer oder zwei auf das maist also zurint, oder zu zeitten einem an eim heimlichen gemach, an einem ofen oder schloett pruch geschicht und kein kalck herein geet, so mag ein paumeister einem woll damit helfen umb ein zimlichs gelt auß der stat [48b] hütten, alles nach altem herkomen. doch so soll der stat paumeister des geflissen sein, das er kein kalck fur die stat geb und sunderlichen, der auß der gepiet gefuret werd, on laub eines erbern rats oder eines burgermeisters, dann die amptmansknecht des waldes pfenden doran und ist wagen und pferd verloren. wenn man den kalck prennt mit holtz, das des reichs ist, das sol man nit auß der piet furen, doch ist genad in allen dingen. sie wollen auch doran pfenden, wenn einer kalck auf dem marckt kauft, der erst herein kumpt, wo der auß der gepiet gefurt wirt, so sagen sie fur des reichs als ire recht lauten etc. aber wenig werden gepfendt. was kalcks man also auß der hutten verkauft, den soll ein paumeister alleweg vor ab lassen leschen, und den melbsweis verkauffen nach dem meß das darzu gehoret; davon soll der kauffer das meß gelt allein zallen, von einem sümer zwen pfenning, und der paumeister gibt nichtz.

So hat man ettwan vill jar her gegeben: für ein sumer kalcks auß der hütten zwenundviertzig pfenning, aber ietzund hab ich darmit auf geslagen und gib den umb funftzig pfenning, nachdem und er auch mer kost zu bestellen, dann er vor oder ettwan gethan hat etc. und hab des aber domit auf geslagen und gib inen ietzunt umb sechtzig pfenning ein sümer auß der stat hutten.

Es hat auch Lutz Steinlinger seliger vor zeitten von befelhnus eines erberen rats hie erfaren, wo die pauren zu der Leynburg so sere auf slagen wolten und den kalck als teur achten, so vindt man zu Erenhoffen woll kalckstein zu prechen, auch vindet man holtz und fure doselbst umb in den dörfern, als zu Wellentzleitten und zu Weisenprunn. das soll ein paumeister in acht haben kunftiglichen.

Ich hab auch pieß her ein jar dem andern zu hilf mussen [49a] haben zu der stat nottorft zu vermauren an den kalk, den ich von pette wegen sunst eintzlichen verkauft, pei hundert zweintzig ine 30 sümer kalcks alle jare.

Zu zeitten wenn ein paumeister den Löffler schicket gen der Leynburg von kalcks wegen oder sunst zu der stat öfen zu sehen, gibt man im alleweg funftzehen pfenning nach altem herkomen.

So prennt man auch kalck zu Deinswanck, des mir einer, genant Fritz Müllner, vill herein pracht hat, dem ich dann sechsundfunftzig pfenning und zu zeitten sechtzig pfenning fur ein hieigs sümer geben hab. derselb kalck wirt am leschen vill weisser dann der von der Leynburg oder Dieppelsdorf etc. dazu wirt er melreicher. und ich hab versucht und eigentlich gemessen, das alle weg acht meß oder sümer des von Deinswanck als vill thun, als neun meß oder sümer des andern kalcks thun. wenn man den lescht, so vindet mans am melbe. und ist zu mauren gar gut und zu tünchen, und zu weissen noch vill pesser etc.

[49b] Von dem parstein.

Auch so soll ein paumeister alleweg do ligent haben ettliche metzen parsteins zu der stat nottorft, als ich dann des pei anderthalb hundert metzen von Contzen Schilher von Virnsperg und Fritzen Snürer zu acht und neun pfenning ein metzen gekauft und do ligent hab.

[50a] Von zigel, maurrer und dachstein.

Do pei so soll sich ein paumeister versehen mit allerlai zigel und der ein zimlich nottorft pei im ligent haben, ob ichtzit fur viell, das er mit zigelen geschickt sei und sunderlich mit tach zigeln. und wie der kauf nach altem herkomen und ietzunt ist, steet hernach geschriben.

Item fur ein tausent maurrer stein, gewelbstein, hacken, zigel und preis neun und zehen pfunt nach altem herkomen. aber ietzunt nachdem das holtz teurer ist kost ein tausent zwelf, dreizehen pfunt alt und viertzehen pfunt, auch sibentzehen pfunt alt, wenn man sie einem herein fürt.

Fur ein tausent dach zigel, geschlossens werck, hocken und preis viertzehen pfunt alter; ietzunt muß man fur ein tausent achtzehen pfunt alt geben.

Fur ein tausent flacher dach zigel achtzehen und zweintzig pfunt, die sein aber sere abgangen.

Fur einen kellzigel siben pfenning und fur einen treufzigel zwen pfenning, das ist lang zeit also gewest und steen noch in dem gelt.

Item fur ein tausent gewelbstein mit segspenn geprennt in der größ als die messingslaher stein sein. zu der losung stuben siben und zweintzig pfunt alt.

Item fur ein karren fuder scherm und estrich stein acht pfenning, aber ietzunt zehen und zwelf pfenning.

Und das alles ist der kauf auf den zigel hutten on die fure. will sie aber einer gefuret haben, so muß er 45 pfenning oder mer fur ein tausent geben, darnach und ers weit gefurt will haben in der stat etc.

[50b] Nun steet aussen an dem vorwerck des innern Frawentors oben in die stein gehawen die groß, so die maurrer und die gewelb stein, zigel stein, auch die preis und dach zigelstein haben sullen. der model und form geleichen hat man auf der Peunt von eisen und holtz gemacht, dornach die zigler vor der stat die zigel machen sullen. wo dann die zigelschawer sehen, das sie, die zigler, dem zigelwerck ab prechen und kleiner machen, so vinden sie auf der Peunt die rechten muster, darnach sie der zigler model und zigelwerck recht fertigen mugen.

[51a] Von dem eisenwerck in dem innern schloß der festen.

Nachdem und Hanns Rumel seliger am Marckt hat gehabt ein zehenten zwischen Röttenpach und oberhalb Wendelstein, der dann vor dem heiligen reich gewident und zu lehen geet, und also herkomen ist, das ein ieder der inen innen hat, alle schloß und eisenwerck in der innern purk der vesten hie zu Nuremberg darvon pessern und in wesen halten soll, wenn und wie oft das nott geschicht. wann man aber lange zeit von dem zehenten nit gewist hat anders, dann soliche pesserung vor des Rumels haus am Marckt gescheen solt, also hat einer, genant der Steffan Feuchter, ietzunt denselben zehenten innen, als des brief in der losung stuben ligen, und auch in der stat buch am vierden plat nach dem plat, doran steet hundert neun und neuntzig geschriben. nachdem nun aber Steffan Feuchter auch abgangen ist, hab ich besant sein hauß frawen Margreth Steffan Feuchterin hinter Sebolt Rietter zu Rottenpach gesessen, die nit in abrede ist das auß zu richten und sich gutlich mit mir darumb zu vertragen, was ich umb solich pesserung des eisenwercks im schloß außgeben hab.

Derselb zehent gibt Margrethen der Steffan Feuchterin alle jar fur alle ding, als des ein brief vorhanden ist, den die Feuchterin innen hat, funf sümer korns Nuremberger maß, darumb in der Steffan Feuchter ettlichen pauren vererbt hat.

[51b] Und ein zinsmeister soll die ding in seinem zinspuch auch beschriben haben und ein paumeister zu zeitten manen an solich gelt einzupringen, das man außgibt von dem eisenwerck im schloß und vesten.

[52a] Von dem eisenwerck der schlosser und smide.

Es soll der stat paumeister geflissen sein, das er aufs minst ein pfunt oder zwai schinn allerlai eisens, von werckeisens, rat, deuchel, groß und klein, auch stürcz und schloß plech, auch allerlai negel groß und klein, ein sechtzig oder sibentzig tausent nagel, alles zu der stat nottorft pei im ligent hab, und das alles also einkauf und bestell so er nechst mug, nachdem man der stat schlosser und schmid alles eisen zu der stat arbeit geben muß darzu. so bedarf man des jars auch vill und mancherlai nagel zu der stat nottorft. so ist ein gewelb hinten unter dem rathaus mit dem N bezeichent, dorzu der stat paumeister und schaffer den schlüssel haben, darinnen man solichs news eisen und nagel hat zu der stat nottorft; was aber von altem eisen ist das hat man auf der Peunt in einer sundern kamer.

Bestellen soll auch der stat paumeister einen guten schlossermeister, der wol arbeitten kun, auch geschickt sei mit guten und getrewen knechten und einen bescheiden redlichen lön neme, und der sich auch sunst nit vil ander arbeit under fahe, dormit er der stat arbeit dester paß gewarten müg, alsdann ietzunt meister Ulrich Hufnagel, schlosser, pei zweiunddreissig jaren getan hat und noch thut.

Darpei soll der stat paumeister bestellen einen guten schmit, der zu allerlai grober arbeit geschickt sei, als wegen, kerrn und ander der stat nottorft wiß zu machen, und auch getrewlich mit der stat eisen, das man einem unter die hent gibt, umbgee, und ein bescheiden lon neme, alsdann Contz und Michel die Zincken gepruder pei sant Claren pei vierunddreissig jaren gethan haben und noch thun.

So gibt ein paumeister der stat slosser und schmit alles eisen- [52b] werck selber, also das sie allein ir arbeit dorauf legen, was zu der stat nottorft gehort etc. doch soll der schlosser noch schmit nichtz machen, abprechen noch anschlagen on laub und wissen eines paumeisters und schaffers, alles ongeverlichen.

Auch soll ein paumeister alle goltvasten oder so oft des not thut mit der stat schlosser rechen. alsdann soll der schlosser geschriben geben einem paumeister, was er gemacht hab sider der nechsten rechnung und wohin das komen oder angeschlagen worden sei, auch was oder wie vill eisens zu ieder arbeit komen sei ongeverlichen. was dann der schlosser also arbeit und macht, das soll er alles zeichen mit einem stampf, do Nuremberg auf steet, den im ein paumeister machen soll lassen auf das, das man wiß, das soliche arbeit der stat zu gehöre. nun hat soliche arbeit alle kein gesetzten noch bestimpten lon anders dann, das sich ein paumeister mit sampt dem schaffer selber muß dorein richten nach dem pesten, dann der arbeit ist vill und mancherlai etc. als das in meinen büchern geschriben stet, was ich im fur sein arbeit gerechent und geben hab.

Nun des gleichen soll ein paumeister mit der stat schmit auch halten, und der schmit hinwider mit einem paumeister alle rechnung, und mit dem zeichen auf alle ding etc. die dann zeichens werd sein.

Mer so ist allen schlossern und iren gesellen hie auf dem hantwerck verpotten, das ir keiner an der stat thoren, thurnen, kremen, gewelben und an alle dem, das der stat zinst oder zugehoret, nichts machen sullen, groß noch klein, und sunderlichen an schlossen und schlusseln etc. dann allein der stat schlosser, der dann von einem paumeister darzu bestelt ist, soll das machen. doch soll derselbe stat schlosser dennoch [53a] nichtz machen, weder er noch sein knecht, zu oder an der stat arbeit, on laub auch wissen und willen eines paumeisters, alles ongeverlichen.

Wo aber ein paumeister als vill oder nöttige arbeit zu machen hett, so mocht er woll einem anderen schlosser oder schmit auch etwas zu machen geben oder machen lossen, also das man an einen mann oder zwen nit gepunden ist.

So hab ich das werckeisen kauft das groß ie ein pfunt umb sechsundzweintzig guldein reinisch, und das rateisen ein pfunt umb sibentzehen guldein reinisch, und ein pfunt groß deuchel eisens umb neununddreissig und viertzig guldein reinisch, und ein pfunt deuchel des klein eisens umb sechsundzweintzig guldein reinisch und ein zentner stabeisens und löbnisch eisens umb ailif und zwelf pfunt alt etc. stürcz plech zu schlossen ein zentner umb sechtzehen pfunt, und dopei ein pfunt stahels .... pf., groß eisen stangen sibentzehen schuch lang dreier finger preit eines fingers dick zu viertzehenhalb pfunt alt ein zentner zu der losungstuben.

Die pünnagel hab ich ie kauft zu viertzehen, funftzehen und 15½ pfenning ein hundert, und die halb oder spangen negel zu 10½ und zwelfthalben pfenning. nachdem aber eisen aufschlecht, hab ich die pünnegel woll kauft zu sechtzehen, sibentzehenhalb und achtzehen pfenning und die halb nagel zu zwelf pfenning ein hundert etc. was man dann sunst grosser oder kleiner negel bedarf, die loß ich selber schmiden von der stat eisen hie ein schmit.

[53b] Es hat des schlossers arbeit kein bestimpten noch gesetzten lon als voren steet, also das sich ein paumeister selber dorein richten muß. ich hab im bezalt fur rören, püchsen zu dem schön prunnen, die er macht von seinem eisen, ie 35 pfenning fur eine, und fur ein setzpüchsen 20 pfenning; hat man vor jaren fur eine 24 und achtundzweintzig pfenning und fur ein setzpuchsen achtzehen pfenning geben. so gib ich im von einer seg zu feillen funf pfenning und von einem schlechten schlussel zu machen sechs pfenning. so lest ime der schlosser uber sechtzig pfenning oder dreu pfunt alt nit ab prechen an seiner rechnung.

Nun wenn ein paumeister also rechent mit dem schlosser, so gibt ein paumeister des schlossers knechten fur ein trinckgelt ie von einem pfund alt ein haller oder von einem pfund novi zwen pfenning ongeverlich, dann des schlossers knecht sere lauffen mussen mit klein dingen oft zu pesseren und an zu schlahen an manchen enden. darnach die rechnung ist, darvon gibt der schlosser des paumeisters eehalten zwen oder drei groschen trinckgeltz, darnach auch die rechnung ist.

Auch wenn ein paumeister dann mit dem schmid rechent, gibt man sein knechten von zweien pfund alten ein haller oder von einem pfunt novi ein pfenning oder drei haller trinckgeltz, dorein muß sich ein paumeister richten; aber an seiner rechnung lest er im nit ein pfenning abprechen der ietzig schmit.

Mer so hat des smits arbeit, als Contz und Michel die Zincken ettwen vill jar her an der stat arbeit gemacht haben, in etzlichen stucken ein gesetzten lon gehabt, als hernach steet:

[54a] Vom ersten einen newen nideren wagen mit aller seiner zugehorung zu beschlahen vierdhalbs oder vier pfunt alt; ist ein newer wagen aber mit altem eisen beschlagen, hat man geben zwai pfunt alt.

Von einem newen druhen karren zu beschlagen 35 und viertzig pfenning.

Von einem newen schüt karren zu plechen und die rat zu pinden 32 pf.

Von einem newen stein karrn zu beschlahen viertzig und funfundviertzig pf.

Von einem newen rade zu beschlahen zwelf und funftzehen pf.

Von einem newen pflaster hamer zu machen viertzehen pf.

Von einem pflaster schlegel zu stecheln zwelf und viertzehen pfenning.

Von einem perck eisen und steinext öer zu stecheln acht und 10 pfenning.

Von einem pflasterhamer und störchsschnabel desgleichen zu stecheln acht und zehen pfenning.

Von einer püchsen zu einem pflaster stössel new zu machen 20 pf.

Von einer radwer an das rat zu beschlagen acht pfenning.

Von einer sleipfenketten und ortscheit zu beschlahen siben pfenning.

Von einer newen kellen sechs pf.

Von einem schellhamer zu stechelen sechs pf.

Von einem schuch an einem eichen pfoll vier pf.

Von einem steinkeil zu schweissen drei haller und 2 pf.

Fur ein lumer ein haller und ettlich zu dreien hallern.

Von hundert spitzen den steinmetzen zwelf pfenning und auch 13 pf.

[54b] So soll der schmit einem paumeister auch alleweg geschriben geben was er gemacht hab sider der nechsten rechnung als der schlosser thut etc. und soll auch nichtz machen on wissen eines paumeisters und schaffers.

So hab ich ein jar her mussen haben pei zweintzig tausent spitzen den steinmetzen.

Item nachdem und meister Ulrich Huffnagel, der stat schlosser, in dem sechsundsechtzigisten jar abgangen ist, hat er mir vor in seinem leben und kranckheit gesagt und angezaigt auf mein begeren Jorgen Beireutter zu der stat schlosser zu nemen, darmit sei die stat versehen vor allen anderen. demnach hab ich den genomen. aber des lons halben ist er nit als gleich als der Huffnagel seliger. das alles in mein bücheren und sein rechnung gesehen wirt, dann des so mancherlai ist, das man des jars machen und pesseren muß, das es alles zu lank were do her zu schreiben.

Auch hab ich geben dem smit von Alttorf fur ein segplat von der stat eisen acht pfunt alt.

Item ich hab auch geben hie dem schersmit auf dem Newenpaw, meister Hannsen von Hohenstat, ie fur drei segpletter dreissig und auch viertzig pfunt alt von seinem eisen, und von einem segplat zu richten uber ruck sechsthalbs pfunt alt.

Item ein pogenschloß zu den gassenketten funf gross, oder siben schloß fur ein guldein reinisch von der stat eisen.

[55a] Auch nachdem und Kuntz und Michel die Zincken geprüder und schmit bei sant Claren gesessen abgangen sein, hab ich sider allerlai machen lossen den Peter Schmidt, auch doselbst bei sant Claren gesessen, der aber auch des lons wie vor steet von allen stucken nit nemen will, nachdem die kollen tewer sein, also das ich mit im uberkomen muß wie ich mag, als man das dann vindet in meinen bücheren und registeren an seinen rechnungen.

So hab ich im geben ie von einer klafter der newen gassenketten von der stat eisen zu machen sibenunddreissig pfenning, und von einer ketten an zu schlahen und zu hencken in stein und holtzwerck mitsampt den kloben und hocken, die zu einer ketten gehoren, von der stat eisen darzu zu machen, sie sei lanck oder kurtz, ie von einer ketten zu hencken funfundviertzig pfenning. so hat er ie auß einem zentner stabeisens, den ich umb ailf und zwelfthalb pfunt alt von dem Kressen an der Lauffergassen kauft, gemacht bei vier klafter ketten; und derselben gassenketten hat er gemacht in kürtz, die man angeschlagen hat, hundert und einundachtzig klafter.

[55b] Von dem wagner.

Mer soll ein paumeister bestellen und sein abrede haben mit einem wagner, der zu der stat nottorft mach, wes dann nott sei, als dann ietzunt einer, genant meister Jorg, in das 27 jar getan hat und noch thut, und sitzet bei sant Claren neben der stat Peunt. und nach altem herkomen so haben seine dink vast ein gestimpt gelt was er macht; wiewol er ietzunt claget nachdem, das eichen holtz ser theur ist, so hat er mich doch nit gehöcht und ist das der alt lon.

Item von nideren wagen, steinkaren, truhen und schütkeren reder, ie von einem rat funfunddreissig und viertzig pfenning.

Von einem newen truhen karen on die reder, darzu man im die pretter gibt 60 pf.

von einem newen truhen karrn mit reder und allen dingen 5 pfunt alt.

von einem hinter grossen waltpflug gestelle dreu pfunt alt 2 pf.

von einem stein karen gestelle funfunddreissig und viertzig pf.

von einem vorder wagen gestell 35 pf.

von einem gestell zu einem nidern einrussen wagen 42 pf.

von einer leitter auf ein nider wagen drei grosch.

von einem newen nideren wagen mit aller zugehorung acht pfunt alt.

von einem wetter zu einem wagen 15 pf.

von einer ext ein zulegen 12 und 13 pf.

von einer deichsel einzulegen 12 pf.

von einem newen paumen in schüt und truhen kerren 12 pf.

von einer felg in ein alt rate einzulegen 6 pf.

[56a] von einem kipfstock 6, 7 und 8 pf.

von einer schall 6 und 7 pf.

von einer lenckwit 7 pf.

fur einen kammer wagen leitterlein 14 und 16 pf.

von einem stössel den pflasterern 15 pf.

von einem karren zu pessern 7 pf.

von einem rate zu verzwicken 4 pf.

von einer speichen ein zulegen 2 pf.

von einer kipf oder helb etc. 3 haller.

fur ein wagen wag mit zweien ortscheitten 9 pf.

fur ein einlutz ortscheit 2 pf.

von funf hundert speichen auß zu hawen von der stat holtz, von hunderten sibenundzweintzig pfenning.

Warzu dann ein paumeister der stat wagner das holtz gibt, so soll der wagner so vil dester minder lons nemen, dann der vorgeschriben lon ist fur holtz und arbeit.

Dorpei soll ein paumeister bestellen und do ligent haben zu der stat nottorft allerlai wagenholtz als felg, außgehawen speich, nabholtz, lenckwit und dergleichen ein nottorft, und das ie alles zu wedel gehawen sei.

So soll der wagner einem paumeister beschriben geben, wenn er rechen will, was er gemacht hab sider der nechsten [56b] rechnung, das soll der schaffer alleweg auch mercken, was er im zu machen geben hab etc. und der wagner soll auch nichtz machen niemant, er werd es dann geheissen von einem paumeister oder schaffer ongeverlichen.

Nun wenn also die rechnung geschicht, so gibt im ein paumeister zu trinckgelt sein knechten ie von sechtzig pfenning ein haller, oder von einem pfunt novi ein pfenning oder drei haller, dorein sich ein paumeister selber richten muß. so lest im der wagner an seinem vorbestimpten lon nichts ab prechen etc.

[57a] Von dem haffner.

Desgleichen soll der stat paumeister bestellen ein haffner, der zu der stat öfen besech und mach allenthalben, sunderlichen auf dem rathaus, auf den beden vesten allenthalben, desgleichen auf allen versperten thürnen darauf turner sein, darzu derselben thurner ir weibern herniden, und auf der Wessel, Mang, Pleich, [den] thorwarten vor allen thor, in der wag, auf der Peunt, im loch, tuchhaus, Schießgraben, Marstall; auch des reichs amptleutten, als lebenzuchtiger, stathirten und huntschlaher etc. aber was sunst der thürn umb die stat sein, darauß man zins gibt, darzu soll der haffner nirgen kein öffen machen noch flicken; es sei dann [das] im einer ein vorzeichen pring von der stat paumeister oder schaffer, oder das der haffner das von dem paumeister oder schaffer geheissen werde ongeferlichen etc. als ietzunt Heinrich Linthner in das vier unddreissigst jar getan hat und noch thut.

Nun haben sollich offen kein bestimpten noch gesetzten lon, dann das machen doran ist ungleich, sunderlichen der grün offen macht man selten gantz new von kachelen, allein das man sie von newen setzt mit newen und alten kachelen. gibt man von einem dreu, vier un funf pfunt alt, darnach er ist, und von einem gantz newen grün offen pei zweintzig pfunt alt; aber die weissen offen, der am meisten sein, macht man zu vier, funf und sechs groschen ein ofen, und von einem [zu] flicken gibt man siben pfenning durcheinander, wie das ist, wo er neur einem ein kachel einsetzt, oder einen offen ein wenig verstreicht, so muß man im geben siben pfenning; machen die weitten geng die hochen stigen auf die thuren. so soll der haffner keinem mer dann in dem jar ein flicken oder machen thun on laub eines paumeisters.

Wenn der stat paumeister also mit der stat haffner rechen will als umb weihennachten nach alter gewonheit, so soll der haffner [57b] beschriben einem paumeister geben, was er newer offen und wo oder wenn er sie gesetzt hab, desgleichen von flicken, wie vill oder wem er geflickt hab, und ein iedes in seinem gelt verzeichent geben.

So soll der stat paumeister geflissen sein, wem er vergünt ein ofen zu machen, das derselb den offen selber nit ab prech, sunder der stat haffner den offen abprechen loß ob es not ist, auf das, das der haffner sech, wie groß der offen vor gewest sei etc.

Auch soll der stat paumeister der stat haffner unterrichten, das er die offen mach als sie vor gewest sein, und kein gantz abprech der lenger steen mocht, und sich an der, die in den thurnen sein, rede nit keren, sunder pleiben loß was pleiben mug, und sich verantwort auf einen paumeister, was der mit im schaff das woll er thun und nit anders; es wolt dann einer einen offen selber zallen, mocht im ein haffner woll machen umb sein und nit der stat gelt.

Es gibt denn ein paumeister des haffners knechten zu trinckgelt wenn man mit dem haffner rechent, wie woll die sum geltz der offen pei dreuzehen und viertzehen pfunt novi ein jar ungeverlich treffen, aber nachdem die thüren hoch und des steigens vill ist, hab ich inen ie geben zu einer rechnung acht gross. so lest im der haffner an seiner rechnung nichtz abprechen, das ichtzit sei etc. den vorgeschriben bestimpten lon.

Ist sach, wo die leut in den thurnen ir alt öffen selber sullen [58a] abprechen, und wissen, das man inen new öffen setzen soll, so schonen sie der alten kachel nit, und prechen der ettliche, die man woll wider ansetzen mocht, das soll man den leuten untersagen, wenn sie die offen abprechen, das sie der kachel schonen am abprechen und am waschen. mer soll der stat haffner keinem kein hellhaffen noch rorren einlegen, es woll in dann einer oder eine selber zallen von irem gelt, oder hieß ine das in sunderheit ein paumeister.

Item der kauf der verglasten knopf auf die thuren und ercker umb die stat ist fur einen thurenknopf funfundviertzig und funftzig pfenning, und fur einen erckerknopf dreissig pfenning und vier grosch, darnach sie sein, also das sie vorauß ser woll geprennt und verglast auch unden an hüten weit sein und woll decken, auch das man gut starck scheft darein prengen mug.

[58b] Von dem glasser.

Darzu soll ein paumeister haben zu der stat nottorft ein glasser, darmit man versorgt sei, und der auch woll arbeitten künde und gute arbeit mach umb ein redlich gelt. derselb glasser soll von einem paumeister im anfang unterricht werden, das er niemantz nichtz mach on wissen und willen eines paumeisters oder des schaffers, es wer dann, das im iemant ettwas zu machen geb, das er selber zallen wolt, das mocht der glasser woll annemen zu machen, oder auf der stat kost nit etc. als dann vill jar der Pregelhan und ietzund meister Hanns N. unter dem ratthaus in das vierde jar gemacht hat.

So macht oder lest machen ein paumeister alles glasswerck auf dem ratthaus, auf den peden vesten, auch auf allen versperten thürnen und thorn, darauf thurner sein, desgleichen iren frawen herniden, mer auf der Mang, Pleich, [den] thorwarten vor allen thoren, auf dem tuchhaus, schießgraben und in der wage, der Peunt, im Marstall, Wessel, im loch, dem lebenzuchtiger, stathirten und huntschlaher, iedem nach seinem stant.

Auch so hat das glasswerck kein gesetzten lon, darzu macht man nit vill newß glasswerckes. ich hab pißher geben ie von hundert newer scheiben einzusetzen acht pfunt alt zehen pfenning, oder von einer scheiben einzusetzen als einitzlichen zwen pfenning; mer von hundert rautten von newem einzulegen dreu pfunt alt, und von einem schlechten pauren glass vier pfenning. sust ist des flickens vill und an manchen enden, dorein muß sich ein paumeister selber richten. auch soll der glasser einem paumeister eigentlichen beschriben geben, was und wohin er glesser gemacht oder gepessert habe.

[59a] So rechent man gemeinlichen umb weiennachten alle weg ab mit dem glasser alle jar, und trift sein rechnung pei funftzehen und sechtzehen pfunt novi ongeverlich. darzu lest er im uber sechtzig pfenning oder dopei nicht abprechen; so hat er kein knecht dem man trinckgelt geben darf.

Hab ich gekauft scheibenglass zu funfthalben guldein ein tausent und darvon verglassen lassen die zwue newen krigstuben, die cantzley und losung stuben, und dem glasser davon geben zu versetzen fur sein plei und arbeit vier pfunt alt von einem hundert scheiben.

[59b] Von dem püttner.

Ein stat paumeister muß haben einen püttner zu der stat nottorft allerlai zu machen und pinden, als dann ietzunt ist meister Wilhelm, der dann pei zwelf jaren her zu der stat arbeit gearbeit hat. dem püttner ist sein lon meist bestimpt, was man von einem ieden zu machen gibt nach altem herkomen, als hernach steet. was aber da nit bestimpt ist, muß sich ein paumeister selber einrichten.

Item fur ein newe feurkuffen 75 pfenning.

fur ein newe heiltum kuffen 60 pf.

fur ein newe heiltum kuffen von der stat holtz 32 pf.

fur ein new küfflein auf die Pleich 35 pf.

fur ein new küfflein auf die Pleich von der stat holtz 14 pf.

fur ein newen kalck zuber 10 und 12 pf.

fur ein newß eichen wasser vaß 3 pfunt alt.

fur ein newe wasser stutzen 6 pf.

fur ein newe wasser schuffen 4 pf.

fur ein newe wasser gelten zum heiltum 3 haller.

fur ein newen kübel unden in Luchinslant 14 pf.

fur ein morter schaff und gelten new gemacht 2 pf.

fur ein kübel und deck von viechtem holtz in das loch 30 pf.

fur ein hoyer pogen 2, und ie fur 4 pogen 7 pf.

[60a] fur die grossen kuffen auf der Pleich zu pinden 3 und 5 groschen.

für ein wasser vaß zu pinden und einen newen poden ein zusetzen 21 pf.

für ein wasser vaß, heiltum und fewer kuffen zu pinden 14 und 10 pf.

für ein kalckzuber zu pinden 5 pf., und von newen zu setzen einen kalckzuber und zu pinden 8 pf.

fur ein morter, fewerschaff, schuffen und gelten zu pinden von einem 1 pf.

fur alle schaff in den hütten zu dem fewer gehorent zu pinden, von einem schaff 1 pf.

Man gibt auch Sebolten Kressen alle wegen zu sant Walpurgen tag [1 Mai] ein gesetz schaff auf die vesten, das sein sechs schaff in einander steend, das gröst als ein südschaff, das kleinst ein geeltlein, und ein solich gesetz schaff kost pei vier groschen. aber es haben furgenomen die obersten heuptleut herre Nicklas Muffel, herre Hanns Coler und herre Jobst Tetzel und befolhen, dem Kressen zweintzig liderein eimer hinauf zu geben auf die vesten, das ich dann also getan hab und die schaff ab geprochen, dann die nach altem herkomen hinauf geben wurden, ob fewer außkeme, do got vor sei, das ein burkherre dann kleine schaff dobei hett etc. aber der Kreß hat durch die obgeschriben herwider zu weg bracht, das man im die schaff noch geben soll zu Walpurgis.

Es soll auch ein paumeister bestellen mit der stat püttner, das man zu dem heiltum und ettlich tag davor auf der vesten alle kuffen und schaff des Kressen oder eins burggrafen, die anders geprennt sein von der stat wegen, desgleichen dem Haugen sein kuffen pinden, des gleichen auf der Peunt, alle wasser vaß auf den kerren und kuffen zu dem fewer und heiltum, auch in allen fewrhütten alle schaff [60b] nemlich bei dem Tiergartner thore, Luginslant, innern Lauffer thore, im Marstall, auf der Peunt, pei dem innern Frawenthor, innern Spittallerthor und dem Irhertürlein.

Wo dann ein mercklicher tag sust im jare her verrempt oder vill herschaft sust herkomen solt, so soll der stat paumeister ettlich tag vor zu allen kuffen, wasser vassen und fewer schaffen sehen lassen, und die pinden und vertigen lassen, dadurch kein pruch doran sei, der gehindern mocht.

Die wannen in dem Wilpat auf der Schüt, die sein alle halb der stat hie, und halb des wilpaders der dorinnen ist, und was also pruchs daran ist, das soll der wilpader halbs zallen, so zalt das ander halb teil der stat zinsmeister und nit der stat paumeister, als nach altem herkomen.

Nun also wenn ein paumeister mit der statt püttner rechen will, so soll der püttner einem paumeister beschriben geben, was er von newen gemacht oder sunst gepunden hab zu der stat nottorft sider der nechsten rechnung etc. so gibt im ein paumeister zu trinckgelt ie von sechtzig pfenning ein haller oder von vier pfunt alt drei haller.

So ist ein püttner zu der Leynburg, genant Paulus Haß, der hat lange zeit und noch wenn man seiner arbeit bedarf, einem paumeister [61a] geben ie ein gesetz schaff, das sein sechs stuck, fur drei groschen, und ein morter schaff und gelten fur zwen pfenning, auch ein morter zuber fur zwelf pfenning, das alles ist föllig und gut gemacht. was derselb Paulus Haß also einem paumeister herein zu der stat nottorft füret und gibt, das lest der amptman des walds durchgeen; wo er aber solliche arbeit sust herein furet zu verkauffen, so pfenten ine die knecht und amptman doran, wo sie des gewar werden etc.

[61b] Von dem schreinner.

Auch so soll ein paumeister bestellen und sein abrede haben mit einem schreinner, der zu der stat nottorft mach wes dann not sei, als der meister Ulrich Kawr lange zeit und ietzunt Herrman Wagner, schreinner, in das vierd jare auch thut. so hat eines schreinners lon und arbeit kein bestimpt noch gesetzt gelt, dann es ist allerlai kleins und mancherlai arbeit von fenster ramen zu pesseren und etlich new zu machen, und allerlai posselwerk. und wenn ein paumeister im jare dann mit im rechent, so soll er einem paumeister beschriben geben, was und wohin er ein iedes stück gemacht hab. so gibt man sein knechten zu trinckgelt ie von einem pfunt novi zwen pfenning oder drei haller. der schreinner soll auch niemantz nichts machen auf der stat kost on wissen und heissen eines paumeisters oder schaffers.

[62a] Von der stat seiler.

Mer soll ein paumeister bestellen einen seiler, der zu der stat nottorft mach und gebe wes not ist, auch das er gute arbeit mach darmit man bewart sei, und die auch in gleichem gelt geb, als dann ietzunt meister Mertein in der Eisgruben ettwan vill jar her getan hat. und sünderlich so haben des seilers arbeit eines teils gesetzt gelt nach altem herkomen, als hernach steet, und alles von seinem zeug fur hanf und arbeit etc. was aber kein bestimpt gelt het, muß sich ein paumeister selber einrichten.

Item von rangseilen, eselseilen, lein, zugseilen, alles von newen geschwungen seinem zeug, ie von einem zentner schwer gemacht viertzehen pfunt alt, und zu zeitten sechtzehen pfunt alt, zweintzig pfunt ein zentner schwer.

Fur die mangseil, auch von geschwungem newem seinem zeug, dreitzehenthalb pfunt alt einen zentner schwer.

Mer hat man geben von kriegseillen, die von gehecheltem zeug gemacht sein, ie für ein pfunt acht pfenning.

Für ein newes eselseil von seinem zeuge 35 pf.

Von eselseillen, zugseilen auf thürnen den thürnern zu ir speis und holtz etc. die man von alten der stat seillen mit newen des seillers zeug über zeugt, ie von einem zentner schwer acht pfunt alt und 9 und 10 pfunt alt.

Fur sechsklefterige seil zu den schnellern unter die thör, ie drei oder vier pfenning für ein klafter.

Für ein hengseil vier pfenning ein klafter.

Für dreuzehen klefterige seil zu den schlachglocken sant Sebolts und sant Laurentzen, ie für ein klafter vier pfenning.

[62b] Fur einen sillstrank sechs pfenning.

Fur ein afterstrank drei und vierdhalben pfenning.

Haller und pfenning strick auch in irem gelt.

Fur ein klafter glöckelseil den thürnern ein pfenning, und fur zwue klaftern drei haller.

Fur ein klewel rebseil, das ist lank sechtzig klafter, zwelf und vierzehen pf.

Fur drei klafter rötelschnür den zimmerleuten und pleischeit snür den steinmetzen ie fur ein 1 pfenning.

So sol ein paumeister sich alle wege versehen, das er allerlai seil ein nottorft gemacht hab do ligent, wenn man etwaß zu der stat nottorft bedarf, das der zwei oder dreu do sein.

Es soll auch ein paumeister ein fürsorg do ligent haben zehn oder funftzehn zentner hanfs, ob pruch geschee oder theurer wurd, das man dann zu der stat nottorft versorgt were. ein zentner hanfs gilt bei zehen, ailf und zwelf pfunden alt darnach er gut ist.

Hanf und allerlai seil groß und klein seien auf der Peunt in dem mittel langen hauß in einer versperten kamern, darzu der Gürtler die schlüssel hat.

[63a] Auch soll der seiler niemantz nichtz geben auf der stat kost on wissen und willen eines paumeisters oder schaffers.

Wenn ein paumeister mit dem seiller dann also rechent, so soll der seiller einem paumeister eigentlich beschriben geben, was er von seillen und strengen zu der stat nottorft geben hab oder an was ent. und wenn die rechnung also geschicht, so gibt man seinen knechten zu trinckgelt von einem pfund novi drei schlecht haller ongeverlichen.

So hat man der stat seiller alleweg vergündet zu arbeitten in dem zwinger, der do ist zwischen dem Tiergarten und dem Newenthor, dorinnen er noch also arbeit unter der verdachten meurren doselbst, wann es ist kein zeug in demselben zwinger als in den andern etc. so geet er in dem vorwerck vor Tiergartner thore auß und ein in demselben zwinger, und hat auch ein aigen schlüssel darzu zu demselben thore.

[63b] Von pesten seillen zu dem prunnen auf der vesten.

Mer hat man vor zeitten geben für zwai pesten prunnseil zu dem radprunnen auf der vesten und fur ein ein kleines prunnseil zu dem prunnen unter alt Nüremberg pei dreuundzweintzig pfunt alt, aber die grossen seil giengen nit lenger dann pei sechtzehen oder achtzehen wochen. so hab ich, die weil und ich paumeister gewesen pin, ie fur zwei pesten prunn seil zu dem prunnen auf die vesten, der eins pei achtundzweintzig klafter lanck ist, und fur zwai pesten prunnseil zu dem prunnen pei dem eusern Frawenthor, der an des Widersteins haus steet, geben sechsundviertzig pfunt alt zehen pfenning, und rechen der klein seil eins für fünf grosch und der grossen eines für zweiundzweintzig pfunt alt etc. derselben grossen seil am ratprunnen auf der vesten geet ein pare pei anderthalb jaren, aber man muß ie warten und sie umbkeren wenn sein nöt ist etc. soliche seil hab ich machen lassen Eckart Steinpach den seiller, der hat mir der dreu pare gemacht solicher grossen seil.

Derselben grossen pesten prunnseil soll alleweg ein pare auf der vesten im sale an einem rick oder stangen hangen und warten; wenn man dann die anhengt soll man als palde ein ander pare an die stat auf die vesten in sale hencken.

Und wenn dann also not ist, die newen seil ein zu ziehen aber die seil umb zu keren, so soll der stat paumeister zwen zimmergesellen hinauf senden und ine haller strick oder rebsnür geben zu den seillen, das sie die seil einziehen; darzu sollen inen die thorwarten im sloß helfen. und wenn sie ein newes par seile einziehen, so soll man das alt pare seil auf die Peunt füren lassen.

[64a] So soll der burkherre auf der vesten und die thorwarten in gutter acht haben, die seil und das rat an demselben prunnen, ob icht pruchs doran were, das sie das der stat paumeister zu wissen thun etc.

[64b] Von der stat schlötfeger.

Auch so hat der Steinlinger seliger, als er paumeister ward, ein abrede gehabt mit dem Thauben Öttlein, dem schlöt und rauchloch veger, und den bestellt zu der stat schleten also, wenn er zwenunddreissig feget und außkeret, so soll im ein paumeister geben acht pfunt alt. also ist derselb Thauben Öttlein noch an dem ampt und ich halt es also mit ime nach altem herkomen.

Derselb schlötfeger soll kein schlöt fegen, er thue es dann mit wissen und gehaiß eines paumeisters, dann man lest auf der stat kost niemant sein schlöt fegen dann auf den peden vesten, auch allen thürnern auf den versperten thürnen und iren weibern herniden, des gleichen auf dem rathaus allenthalben und im loch, allen thorwarten auf den prücken, auf der Peunt, im Marstall, auf den stroffthürnen und im Schießgraben, auch dem nachrichter, leben, huntschlaher, den zweien stathirten, in den gefencknussen und auf dem thuren neben dem Marstall.

Was süst schlett auf andern thürnen umb die stat und süst in der stat zinsen sein, der lest man kein fegen, dann der stat zinsmeister soll die selben thüren und herberk mit der unterscheid verlassen, das man ir keinem weder gleser, öffen noch schlett machen, pessern noch fegen lest, dann das ein rat sider und als pald nach dem krieg also fürgenomen hat etc. und vor nit also gewest ist.

Es soll auch der stat schlöttfeger auß der stat nit ziehen noch außwendig arbeitten on wissen und willen eines paumeisters.

[65a] Zu sant Gallentag [16 Oct.] thut der schlötfeger gemeinlich einem paumeister gehorsam und gelobt im wider ein jare hinfür; so gibt im ein paumeister zu leikauf zwelf oder viertzehen pfenning.

So ist in dem neunundsechtzigisten jare hie gewest zu sant Laurentzen tag [10 Aug.] ein schlottfeger, genant Endres Dür von Nördling, den ließ ich 85 schlett fegen allenthalben, der sie dann ser sauber macht und keiner leitter bedorft. darvon gab ich im vierundzweintzig pfunt alt.

[65b] Von der stat schleiffer.

Auch soll ein paumeister sein abred haben mit einem schleiffer irgen in der stat do es gelegen ist, der do die gesellen fürder vor andern leuten und in gut schneiden mach, als dann der Stockel, schleiffer, ettwan vil jar here und noch schleift den zimmergesellen an der stat arbeit. dem hat man nach altem herkomen geben und gibt zins noch ie von hundert schneiden, die er macht, fünf grosch oder fünfunddreissig pf. mit dem schleiffer soll ein paumeister alle jar auf das minst ein moll oder zwir abrechen und inen bezallen, und dann sein knechten zu trinckgelt geben ein vierteil weins, das sie die gesellen dester ee fürderen wenn sie komen etc. darzu soll ein paumeister bestellen, das die zimmergesellen an der stat arbeit ein kerben haben, doran sie die schnit schneiden so oft sie schleiffen lassen; desgleichen soll der schleiffer auch ein kerben haben dergleichen, doran man solich schnit schneidt.

Ich hab gemeinlichen ein jar müssen zallen pei fünf hundert schnit, die man überall geschliffen hat den zimmergesellen mit peiheln, hobeleisen und anderm etc.

Nun hab ich ein schliffstein auf der Peünt im werckhaus lassen zu richten, darauf sie zu zeiten einer dem andern auch helfen mügen iren zeug zu schleiffen, also das sie nit alleweg auf die schleiffmüll lauffen dürfen etc.

[66a] Von der stat nachtmeister.

Ein paumeister soll auch acht haben, weliche die redlichsten nachtmeister hie sein, das er dieselben dann für andere prauch, wo er dann der bedarf, alsdann der Jorg Lobensin ettwan vill jar her der stat gearbeit hat und noch thut.

So muß man alle jar das heimlich gemache im loch dem lochhütter raumen lassen, und das soll ein paumeister in acht haben, das es geschee in der kelt und zu zeitten, so der lochhüter am minsten gefangen hab, oder dem lochhüter am ebensten sei. es ist bißher gewonlich gescheen alleweg zwischen weiennachten und unser lieben frawen tag liechtmess. wenn sie das raumen, so gibt man inen nach altem herkomen acht pfunt alt und ire recht darzu, zwue maß weins, vier maß piers und kess und prott, auch schebe und stro und liecht, das kost auch bei sibentzig pfenning. das verrichten sie alleweg in einer nacht und ee.

Auch so soll ein paumeister in acht haben und alle jar die gemeinen heimlichen gemach, die auf der Pegnitz sein do die mann und frawen auf geen, einß raumen und saubern lassen, alleweg umb Martini ee und die kelt angeet so mügen sie es recht saubern und gewinnen. dovon gibt inen ein paumeister sechtzig pfenning. der gemache und heuslein ist eines hinter dem Wildpat, eines pei dem Schießgraben, eines pei der Mang, eines pei der parfüsen prücken, eines auf dem Sweinmarckt, eines pei der steinen prücken, eines bei dem Irhertürlein.

Item im zweiundsechtzigisten jar am sambstag nach Elisabeth hab ich von dem gemach im Schießgraben geben ein nacht von vierhundert und zehen schaffen zu tragen auf den stege doselbst ie von zweien schefflein drei haller, und für ire recht, wein, piere, prott, liecht, stro etc. [66b] bei fünftzig pfenning.

Item im dreuundsechtzigisten jare vor Walpurgis hab ich von dem gemach im gewanthaus geben anderhalb nacht von vierhundert schefflein ie von einem ein pfenning, und für ire recht etc. pei fünftzig pfenning.

Item im dreuundsechtzigisten jare nach Walpurgis hab ich von sechsundviertzig gemachen geben, die auf der vesten und also gerings umb die stat von den thürnen und der innern statmeur in die zwinger geen allenthalben, das ein zu graben dorpei und zu raumen, die sider, als man zelt nach Cristi gepurt im 45 jar, der minderen zall nit geraumt wären worden und sere unlustig in zwingern darvon was, desgleichen bei den thoren in vorwercken, gab ich ie von einem in das ander zwenunddreissig pfenning und sechtzehen pf. hinüber padgeltz.

Item man gibt in dem gemach auf der Peunt zu raumen ie von einem schefflein drei haller nach altem herkomen und ire recht etc. im fünfundsechtzigisten jar nachsten umb liechtmess hab ich in geben von 980 schefflein doselbst ie von dreuen schefflein fünf haller.

Item im sibenundsechtzigisten jare zu sant Paulus bekerung tag hab ich in geben von vierhundert und zehen schefflein von des Holpers haus und heimlichen gemach ie von einem schefflein ein pfenning und ire recht etc.

Item im sibenundsechtzigisten jar am freitag vor Lucie hab ich von dem gemach pei dem weissen thurn, darauf die thürner und die leüt im werckhaus dorpei geen von fünfhundert und viertzig schefflein ie von einem schefflein ein pfenning und ire recht geben.

Item im achtundsechtzigisten jar zu sant Dyonisientag hab ich von dem gemach in dem Marstall von vierhundert und neuntzig schefflein ie von einem ein haller geben und ire recht etc.

Item im achtundsechtzigisten jar am pfintztag nach Othmari hab ich von dem gemach im gewanthaus von dreuhundert und sechtzig schefflein ie von zweien schefflein drei haller geben und ire recht etc.

[67a] Item im sibentzigsten jar zu sant Gallen tag hab ich von dem gemach auf der Pleich geben ein halben tag zu raumen, das trugen sie pei dem tage auf den stege etc. dreu pfunt alt für alle ding.

Dorpei so soll ein paumeister in guter acht haben, wenn das ist das sie außfüren und in das wasser schütten, und dann zu zeitten geschicht, das es ansetzt in der Pegnitz, oder das das wasser als klein ist oder mit eis überlegt ist, also das die Pegnitz das kott nit alles verzern mag, das sie dann ein paumeister besende, und weliche parthei dann unter den nachtmeistern das also uberfürt haben, das ine ein paumeister ernstlich befelhe, das sie gedencken und raumen und das kott zu ziehen in der Pegnitz, darmit das das wasser das verzere; und wo sie des nit fürderlich tetten, das ein paumeister durch den pfenter bestelle sie zu pfenten, dann solich kott ser ubel schmeckt und grausam sicht, das also leit, das das wasser nit verzeren mag.

So sein vier thürn zwischen dem Frawen und Spitalerthore an der eusern hochen stat meur, darinnen die nachtmeister unden iren zeug und kerren haben, und sein gemeinlich in iedem thurn zwen meister mit irem zeug. derselben meister ieder dem paumeister alle jare zu zins gibt zwen kreutzkess zu sant Walpurgen tag; wo sie die auf die zeit nit bezallen, so mag inen ein paumeister wol die thüren versperren lassen so lang, piß sie die zins zallen dem paumeister. sust geben sie nichtz von den thürnen, alles nach altem herkomen.

Auch so thüren die nachtmeister von sant Walpurgen tag [1 Mai] piß auf sant Michelstag [29 Sept.] in der stat kein gemach raumen on erlaubung eines ratz. darzu erlaubt es ein rat nit gern in [67b] solicher zeit, es thet dann so grosse not, also das einem ein gemach ubergieng, aufprech oder an einem pawe irret, so derlaubet man in ie zu zeitten zwue drei stunt oder ein halbe nacht auf das lengst und nit mer. das soll ein paumeister in acht haben, das er in nichtz erlaub on wissen und willen eines ratz oder bürgermeisters. nachdem der ding so vill an einen rat und bürgermeister gelangen, hat ein rat das gesetzt auf einen paumeister die ding zu erlauben doch nit on merklich ursach, und das ein paumeister daruber schick oder selber gehe und das sech was noet oder nit nöt sei, das er sich darinnen wiß denn zu halten etc.

[68a] Von eichen pantnageln und kleibzwecken.

Der stat paumeister soll auch geflissen sein, das er alleweg auf ein fürsorge hab ettlich hundert eicher pantnagel, groß und klein, auch eichen kleibzweck. die machen die zimmergesellen gern im winter in iren stuben und geben hundert pantnagel fur zehen und zwelf pfenning, und die kleibzweck für zehen und fünftzehen pfenning ein tausent, darnach sie sein, von irem holtz etc. aber nachdem zu zeitten ettlich abgeng von eichen stümellen abgeen, die hab ich mitsampt newem eichen holtz schneiden lassen nagels leng, und der stat zimmergesellen die heim geschickt, zu den ich mich versach, die gut nagel machten. darfür gib ich in, so ich ine das holtz gib, ie für ein hundert pantnagel vier pfenning und für ein tausent kleibzweck siben pfenning, von der stat holtz etc. und von einem hundert leittersprüssel zu fewerleittern zwelf pfenning, von der stat holtz.

[68b] Von leinöl.

So soll der stat paumeister auch allewegen pei im haben einen zentner oder zwen leinöls, das man zu wagenschmir und küt, auch sünst zu öltrencken und mancherlai sachen bedarf. sünderlichen muß man haben ein jar bei zwei schaff schmir zu wagen und kerren, darzu man des öls und unslit, das man darzu kauffen muß, vil vernützt etc. des alles hab ich ie uber das ander jar ein dünn, die bei zweien zentnern swer ist, kauft zu sibenthalben pfenning und sechs pfenning drei ört. dasselb öl thut man auf der Peunt in einen trock, der darzu gehort und gemacht ist; das kauff man umb aller heiligen tag [1 Nov.]. auch soll man sich versehen, das es abloß und laüter und nit dick oder voll kötz sei, dann doran geet sünst vill ab etc.

[69a] Von wagenschmiere.

Der wagensmire muß man haben ein jare pei zweien schaffen, ein summer und ein winter schaff, die lest man ie zu zeitten machen alte weiber, die sie den pfragnern auch machen; darzu gibt man iren allen zeug und ie von einem schaffe zu machen pei siben und acht pfenning. so hab ich sie zu zeitten kauft also gemacht und für ein pfunt geben sechs pfenning, darnach das unslit und öl tewr ist. die bestellet man eins zu mitfasten und das ander zu sant Gallen tag.

[69b] Von pessen.

So muß man bestellen und auch ein jar haben pei fünftzig oder sechtzig pessen, darnach man vill zu mauren hat. die pessen nützen die maurrer auf der meur am ersten, wenn die dann stumpfet werden, so gibt man sie den pflasterern und den deckern, die nützen sie das pflaster damit auß zu keren, so machen die decker kleine pessenlein darauß, darmit sie ire dach auß keren und ir gelten. die pessen hat mir einer, genannt Fritz, zu Zyrndorf gemacht und die auf die Peunt bracht, ie zwen für drei haller, und ein für einen pfenning zu zeitten etc.

[70a] Von fackelen.

Der stat paumeister soll alleweg ein hundert oder dreuhundert fackelen vor handen haben die gut sein, und wie woll der vill auf der Peunt sein und so alt sein, das sie nit mer prünnen wollen, dann der kin verdort und verdorben ist. dieselben fackelen hab ich lassen zufellen und die mit newen holtz lassen spicken und vernewen, und der fackel iedem vierteil und fewrmeister zehen heim geschickt von befelhnus eines erbern ratz, ob fewr auß keme, do got vor sei, das man dann domit pei dem fewer in den gassen gesehen müg. was ir dann also abgeen und verprent werden, so soll inen ein paumeister andere schicken. so hab ich geben Weierhennsel ie für ein newe fackel drei, fünfthalben und ie zu zeitten fünf pfenning, und von der alten einer zu vernewen drei pfenning, alles von seinem holtz, dann er macht sie gut etc.

[70b] Von den püchsenschützen.

Auch haben die püchsenschützen ein heuslein pei sant Johanns steen, das ich im zweiundsechtzigistem jar umb Laurenty dohin setzen ließ, wann es stunt vor unten am Santeperg doselbst. darzu haben sie die schlüssel. auch ließ ich ine die steinen stetten dapei alspalde auch machen von befelhnus eines erbergen ratz, darzu kamen pei dritthalb hundert quader. das alles soll ein paumeister auch künftiglichen pessern lassen und in wesen behalten.

So macht man den püchsen schützen ir schirm auf der Peunt, was sie der bedürfen oder zuschiessen uber jare, doch also wenn der Winckler das heist oder sicht, das sie der nottorftig sein. darfür geben sie nichtz, dann der stat meister dem zimmerman geben sie, die schützen, acht pfenning. und bedürfen ir ein jare pei siben oder acht paren, dann man ine gewönlichen zwene mit einander macht.