[87] Die folgenden Ausführungen entnehmen wir einem Aufsatze der deutschen Uhrmacherzeitung, den Speckhart in seiner Bearbeitung des Saunierschen Werkes, S. 549 und 550 mitteilt.
[88] 1766 wurden in Le Locle und La Chaux-de-Fonds über 15000 goldene und silberne Uhren, sowie zahlreiche Standuhren (pendules) verfertigt.
[89] „P. Franz Steyrerʼs Benediktiners des Stiftes St. Peter auf dem Schwarzwalde Geschichte der Schwarzwälder Uhrmacherkunst, nebst einem Anhange von dem Uhrenhandel derselben. Eine Beylage zur Geschichte des Schwarzwaldes. Freyburg i. Br. 1796.”
[90] Die älteste datierte Holzräderuhr befindet sich in der Sammlung Junghans in Schramberg, mit der Jahreszahl 1613 (Fig. 65). Eine weitere aus dem Jahre 1630 besitzt das germanische Museum.
[91] Diese Schule umfaßt 2 Abteilungen, eine für Uhrmacherei, (Heranbildung von Taschenuhrenfabrikanten, Konstrukteure, Reparateure und Werkführer), die andere für Elektrotechnik (Herstellung elektrischer Uhren, Fabrikanten und Monteure von Haus- und Hôteltelegraphen, Fernsprechanlagen u. s. w.). Der Unterricht umfaßt niedere und höhere Mathematik, Physik und Chemie, Astronomie (Orts- und Zeitbestimmungen), Zeichnen, Technologie, Handelswissenschaft, Französisch und Englisch. Der mehr praktische Teil umfaßt die eigentliche Uhrmacherei. Reiche Sammlungen und Anlagen aller Art machen die Anstalt zu einer der besten, welche zur Zeit existieren.
[92] Eine weitere befindet sich in Coventry; auch auf dem Londoner Polytechnikum wird ein Kurs für Uhrmacher gegeben.
[93] Das Hauptprüfungsinstitut ist in Greenwich; außerdem befassen sich damit die Observatorien in Liverpool, Southampton etc.
Verlagsanstalt Benziger & Co. A. G, Einsiedeln, Waldshut, Köln a/Rh.
Einige Preßstimmen
über Benzigers Naturwissenschaftliche Bibliothek.
Praxis der kathol. Volksschule, Breslau. No. 14 vom 15./VII. 05. Die beiden Bändchen (die Erde; die Abstammungslehre) bilden den Anfang einer naturwissenschaftlichen Bibliothek, die auf katholischem Boden steht. Wenn die Fortsetzung dem Anfang entspricht, so liegt hier ein Unternehmen vor, das sich unter andern gleichartigen sehen lassen kann. Der Verfasser zeigt sich als ein tüchtiger Gelehrter und gründlicher Literaturkenner, seine Ausführungen sind klar und interessant. Besonders aber verdient hervorgehoben zu werden, daß er überall die Tatsachen sprechen läßt und ihnen ganz unbefangen gegenüber steht. Ungezwungen ergibt sich das für jeden überzeugten Christen durchaus nicht überraschende Resultat, daß die Resultate der Naturwissenschaft mit dem christlichen Glauben durchaus nicht in Widerspruch stehen. Besonders gilt das vom Bändchen III, das die so heiß umstrittene Abstammungslehre zum Gegenstande hat. Gander findet das zum Beweise für die Deszendenztheorie besonders für die Abstammung des Menschen vom Affen beigebrachte Material unzureichend. Seine sachlichen Ausführungen lassen nicht daran zweifeln, daß er dabei einzig seiner wissenschaftlichen Überzeugung folgt und die Entwicklungstheorie nicht etwa deshalb ablehnt, weil sie mit dem religiösen Dogma in Widerspruch geraten könnte. Er weist vielmehr nach, daß ein solcher Widerstreit künstlich konstruiert werden muß, in der Abstammungslehre an sich ist er nicht enthalten ...
Literarischer Anzeiger, Graz. No. 8 vom 15./V. 05. Die ersten drei Bändchen sind sämtliche von P. Martin Gander, Professor der Naturgeschichte in Einsiedeln verfaßt; sein Name hat besonders in der Geologie einen guten Klang. Die zahlreichen einschlägigen Fragen aus der Kosmogonie, Geologie, der Entwicklungslehre etc. etc., die in diesen drei Bändchen zur Sprache kommen, sind gründlich behandelt. Sehr interessant sind die oft in Bezug auf die wichtigsten Fragen obwaltenden Differenzen zwischen den bedeutendsten Vertretern der Wissenschaft, die manches als Ergebnis der wissenschaftlichen Forschung hingestelltes Resultat in sehr zweifelhaftem Licht erscheinen lassen. Übrigens wird man den Verfasser gewiß keines einseitigen oder rückständigen Standpunktes beschuldigen können, auch nicht in theologischen Fragen.
St. Benedikts-Stimmen, Emaus b. Prag. Heft 9. 1905. Nachdem die ungläubige Naturforschung eingestandenermaßen sich allmählich überzeugt, daß sie in den Fragen über den Ursprung des Lebens auf Erden vielfach nur irregegangen ist und irregeführt hat, ist es eine ungemein wohltuende Sache, von einem in wissenschaftlichen Kreisen schon längst bekannten und geschätzten Autor im Sinne der gläubigen Naturerkenntnis über alle wirklichen Resultate so belehrt zu werden, wie es in vorliegenden Bändchen 1–4 geschieht. Populär gehalten, leicht verständlich und dabei das Gemüt erfrischend, sind diese Spezimina der Benzigerschen naturwissenschaftlichen Bibliothek sich selbst eigentlich die beste Empfehlung.
Biblische Zeitschrift, Freiburg. III. 3. 1905. Diese populär gehaltenen, aber sehr instruktiven Bändchen berühren selbstverständlich auch die Bibel und werden für die Schöpfungsgeschichte eine Apologie der biblischen Auffassung. Der Hauptwert der Schriftchen liegt übrigens darin, daß sie sehr geeignet sich erweisen, Naturerkenntnis nach den neuesten Ergebnissen für einen gläubigen Sinn zu vermitteln.
Theolog.-praktische Quartalschrift, Linz. Heft 3. 1905. Das Unternehmen ist ohne Zweifel auf das wärmste zu begrüßen. Es ist hervorgegangen aus dem Bestreben, dem gläubigen Gebildeten zu zeigen, daß zwischen Glaube und Wissen bei den hauptsächlich in Betracht kommenden Fragen kein Widerspruch vorhanden ist. Wie aus der Inhaltsangabe ersichtlich ist, werden in den bereits erschienenen Bändchen sehr interessante aber zugleich auch heikle Themata besprochen. Ihre Bearbeitung lag in tüchtigen Händen. P. Martin Gander O. S. B., Professor der Naturgeschichte in Einsiedeln, verstand es, die weit verzweigten und oft vom verschiedensten Standpunkt aus beantworteten Fragen in knapper und dabei doch verhältnismäßig erschöpfender, gut verständlicher und ansprechender Form auseinanderzusetzen und war redlich bemüht, sowohl der Offenbarung als den neuesten Ergebnissen der naturwissenschaftlichen Forschung gerecht zu werden ...
Wissenschaftliche Beilage zur Germania, Berlin. No. 4 1905 ... Der Inhalt dieser ersten Bändchen zeigt, daß der Verfasser sowohl naturwissenschaftlich als philosophisch wohl orientiert und mit dem neuesten Stand der Forschung vertraut ist. Die Polemik ist im allgemeinen ruhig und vornehm. Die bisherigen Bändchen können nach allem als zuverlässige Führer in den behandelten Fragen aufs wärmste empfohlen werden.
Literarischer Handweiser, Münster. No. 3. 1905. Wenn die folgenden Bändchen das halten, was man nach den vorliegenden drei sich versprechen zu können glaubt, — und es ist kein Grund, daran zu zweifeln, — so ist das Unternehmen auf das wärmste allen Gebildeten zu empfehlen und nicht zuletzt der gebildeten Jugend.
Neue Zürcher Nachrichten. No. 13 vom 24./VII. 04 ... Wer Ganders drei erste Bändchen von Benzigers Naturwissenschaftliche Bibliothek studiert, ist auf der Höhe des heutigen naturwissenschaftlichen Tages und darf kühn mit jedem Darwinisten auf die Mensur gehen. Der Verfasser läßt uns tief ins Chaos der Systeme blicken, er entwirrt uns mit leichter Hand das ungeheuere Netz der Hypothesen, alles in naturgemäßem Gang der Forschung. Dann setzt er selber ein, er mit seiner klugen, klaren, sichern Denkweise, mit seiner ungezwungenen Würdigung des Für und Wider, mit der Bloßstellung der Schwächen und der Anerkennung der Vorzüge im Untersuch, endlich mit dem rechnerisch kalten Kassasturz, womit dieses naturwissenschaftliche Theater abschließt ...
Hochland, München. Die bisherigen drei Bändchen von Benzigers Naturwissenschaftliche Bibliothek, sämtliche von P. Martin Gander O. S. B. verfaßt, behandeln das Problem der „Schöpfung und Entwicklung.” Die Einzeltitel lauten: „Die Erde; ihre Entstehung und ihr Untergang,” — „Der erste Organismus” — und „Die Abstammungslehre.” — Grundtatsachen werden jedesmal in gemeinverständlicher Sprache mitgeteilt und durch reichen Bilderapparat angemessen verdeutlicht. Die wichtigsten Theorien werden erörtert und, soweit sie als sachlich begründet erscheinen, ihre Übereinstimmung mit der christlichen Weltauffassung dargetan. Besonders glücklich sind, namentlich im ersten Bändchen, die Hinweise, wie sich oft ganz moderne Theorien den Vorstellungen altchristlicher Denker nähern ... Die Bändchen verdienen weiteste Verbreitung.
Korrespondenz- und Offertenblatt für die ges. kathol. Geistlichkeit Deutschlands, Regensburg. No. 6. 1905. Was die erschienenen Bändchen vor allem auszeichnet, ist der durchaus wissenschaftliche Ernst, der alles durchzieht. Trotzdem ist die Darstellung nicht allzuschwer geraten, so daß die reifere Jugend, besonders unsere Gymnasiasten, die Bändchen schon mit Erfolg benützen. In den Versuchen, die wissenschaftlichen Ergebnisse mit den Andeutungen der Bibel zusammen zu stellen, zeigt der Verfasser eine sehr glückliche Hand; er will nicht mehr beweisen, als bewiesen werden kann und bewahrt sich so das Vertrauen auch kritischer Leser ...
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FIDES ET SCIENTIA.
Benzigers Naturwissenschaftliche Bibliothek.
Erschienen sind bis jetzt:
No 1. Die Erde. Ihre Entstehung und ihr Untergang. Von P. Martin Gander, O. S. B., Professor der Naturgeschichte. Mit 28 Textillustrationen und einer Spektraltafel. 160 Seiten.
No. 2. Der erste Organismus. Von P. Martin Gander, O. S. B., Professor der Naturgeschichte. Mit 28 Textillustrationen. 160 Seiten.
No. 3. Die Abstammungslehre. Von P. Martin Gander, O. S. B., Professor der Naturgeschichte. Mit 28 Textillustrationen. 182 Seiten.
No. 4. Die Bakterien. Von P. Martin Gander, O. S. B., Professor der Naturgeschichte. Mit 23 Textillustrationen. 160 Seiten.
No. 5 und 6. Die Pflanze in ihrem äußeren Bau. Von P. M. Gander, O. S. B., Professor der Naturgeschichte. Doppelbändchen. Mit 117 Illustrationen. 336 Seiten.
No. 7. Die Uhren. Ein Abriß der Geschichte d. Zeitmessung. Von P. Fintan Kindler, O. S. B., Professor der Physik. Mit 65 Textillustrationen. 192 Seiten.
☛ Demnächst wird erscheinen:
No. 8. Naturwissenschaft und Glaube. Angriffe u. Abwehr. Von P. M. Gander, O. S. B., Professor der Naturgeschichte. ca. 180 Seiten.
Vom gleichen und andern Verfassern sind in Vorbereitung und liegen teils druckbereit vor:
Naturwissenschaft und Glaube.
Darwin und seine Schule.
Wunder der Kleintierwelt.
Die Vulkane und Erdbeben.
Die fünf Sinne des Menschen.
Das Gehirn und seine Tätigkeit.
Der Kalender.
Wind und Wetter.
Die Pflanze in ihrem inneren Bau.
Die Energie.
Die Ameisen.
Preis des Bändchens in Leinwand gebunden Mk. 1.50.
Inkonsistenzen wurden beibehalten, wenn beide Schreibweisen gebräuchlich waren, wie:
Folgende Änderungen wurden vorgenommen: