O grosser fürst, gnediger her,
Wiewol es von sich selbs ist schwer,
Das eyner bei sein finden redt
Und er werd gweret seiner bedt
Bei denen, die er hett zůvor
Mit wort und werck beleydigt zwor
Noch tröst uns dein gross miltigkeyt
Die bei dir allweg ist bereyt
Die macht das wir auch hoffnung han 10
Dein gnad die werd uns nemen an
Bissher hond wir noch nie erkant
Dein onüberwintliche handt
Und das mit unserm schaden gross
Das wir nit wurden zerst dein gnoss
Dieweil du so freigebig bist
Das all den deinen nichts gebrist
Mit grossem bracht sie gond daher
Als ob die gantz welt iren wer.
Nichts mangelt in an eer und gůt. 20
Dazů hond sie eyn gůten můt.
On arbeyt werden sie all reich,
So uns gar nit geschicht der gleich.
Wir sind verschmacht
[905] in aller welt
Wir hond auch weder gold noch gelt,
Wir sind veracht und gar verbandt.
Man nimbt uns alles was wir handt.
Mit hauss und hoff, mit weib und kind
Wir täglich in den gferden sind
Thůnd wir schon gůts, so ists keyn danck 30
Also leiden wir grossen zwanck
Aber uns gschicht da eben recht
Das wir nit wöllen sein dein knecht
Die in deim reich hie müssend won.
Drumb nemend wir eyn solchen lon.
Eyn knecht sol warten auff sein hern,
Will er von im eyn lon begern.
Solchs solten wir betrachtet hon
Und nit wöln deim gwalt widerston.
Aber es gschach auss unverstandt.
Drumb strecken wir auss unser hand,
Du wölst dein knechten gnedig sein.
Die vorhin haben straff und pein.
Jetzt nim uns auff auch in dein reich.
Mach uns dein underthonen gleich: 10
Wir wöllen gůten fleiss an kern,
Dasselbig fürdern und zů mehrn.
Das du můst sagen sicherlich,
Du habst zůvor nit unsers gleich.
Wie wir dir theten widerstandt,
So wöln wir fürter mern dein landt,
Also das keyner strenger sei
Von allen die dir wonen bei.