[717] Besonders durch Schnaase und E. Wiedemann.
[718] Die Tabelle findet sich bei Al Khazini her, der im Jahre 1137 ein die »Wage der Weisheit« betiteltes Buch verfaßte. Siehe Wiedemanns Annalen. Bd. 20. S. 539.
[719] Näheres siehe Gerland und Traumüller, Geschichte der physikalischen Experimentierkunst. Leipzig, Wilh. Engelmann. 1899. S. 71 u. f.
[720] E. Wiedemann, Über das Experiment im Altertum und Mittelalter (Vortrag).
[721] Starb 1274.
[722] Summa theologiae. Venet. 1593. T. XI. p. 407.
[723] In der Bibliothek zu Lucca. Siehe Berthelot a. a. O. S. 28.
[724] E. v. Lippmann, Alchemie. S. 405.
[725] Eine Übersetzung erschien in den »Historischen Studien«, Jahrg. 1893. Einen Auszug brachte E. v. Lippmann unter der Überschrift »Chemie vor tausend Jahren« in der Zeitschrift f. angewandte Chemie. 1901. H. 26; siehe auch dessen Abhandlungen und Vorträge.
[726] Näheres siehe bei E. v. Lippmann, Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte der Naturwissenschaften. Leipzig 1906. S. 139.
[727] E. v. Lippmann a. a. O. S. 132.
[728] Nach E. v. Lippmann (a. a. O. S. 263) in der Zeit zwischen 300 und 600 n. Chr. Geb.
[729] Über die Ergebnisse der neuesten Untersuchungen, die v. Lippmann hierüber angestellt hat, siehe den Anhang dieses Bandes.
[730] Deutsche Ausgaben erschienen 1710 in Erfurt und 1751 in Wien. Eine Aufzählung der Schriften Gebers siehe bei Wüstenfeld, Geschichte der arabischen Ärzte und Naturforscher. 1840. S. 12 u. 13.
[731] Siehe auch E. v. Lippmann in der Zeitschrift f. angewandte Chemie. 1901. H. 26.
[732] Berthelot a. a. O. S. 61.
[733] Die wichtigsten sind die »Summa perfectionis magisterii«, die Schrift »de inventione veritatis« und die »Alchimia Geberi«. In der letzteren wird die Zubereitung der Salpetersäure und des Königswassers beschrieben. Nach Berthelot ist es unrichtig, wenn man annimmt, die genauere Kenntnis unserer Mineralsäuren und ihrer Salze sei auf die arabischen Autoren des 12. und 13. Jahrhunderts zurückzuführen. Vielmehr wurden die »komplizierten und umständlichen Darstellungsmethoden von damals erst im lateinischen Abendland im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts entwirrt«.
Die Ergebnisse der Forschungen Berthelots erscheinen in neuester Zeit durch die von E. v. Lippmann in seiner »Alchemie« über Geber veröffentlichten Untersuchungen in mancher Hinsicht anfechtbar. Siehe den Anhang des vorliegenden Bandes.
[734] Siehe auch die Abhandlung von E. Wiedemann, Über chemische Apparate bei den Arabern; erschienen in Diergart, Beiträge aus der Geschichte der Chemie.
[735] H. Kopp, Geschichte der Chemie. Bd. I. S. 53.
[736] Na2CO3 + Ca(OH)2 = 2 NaOH + CaCO3.
6 KOH + 12 S = K2S2O3 + 2 K2S5 + 3 H2O
K2S2O3 + 2 HCl = 2 KCl + SO2 + S + H2O
K2S5 + 2 HCl = 2 KCl + H2S + 4 S.
[738] In den echten Schriften Gebers ist nach Berthelot diese Theorie noch nirgends erwähnt (a. a. O. S. 65).
[739] Die Kenntnis des metallischen Zinks läßt sich nicht weiter als bis gegen den Ausgang des Mittelalters zurückverfolgen. Nach E. v. Lippmann (siehe dessen »Alchemie«) ist das metallische Zink sogar erst in der Neuzeit bekannt geworden. Die Legierung von Kupfer und Zink, das Messing, war dagegen schon zur römischen Kaiserzeit bekannt. Mitteil. z. Gesch. d. Med. u. d. Naturwissensch. 1903. S. 150 u. 174.
[740] Zur Erläuterung diene folgende von Berthelot (a. a. O. S. 66) wiedergegebene Stelle: »Das Kupfer wird von einem trüben und dicken Quecksilber und einem trüben und roten Schwefel erzeugt. – Das Zinn wird von einem klaren Quecksilber, das kurze Zeit mit einem weißen und klaren Schwefel gekocht wird, erzeugt. Wenn die Kochung von langer Dauer ist, gewinnt man Silber usw. Diese Erzeugung der Metalle wird im Schoß der Erde allerdings in dem langen Zeitraum von hundert Jahren vollendet, aber die Kunst kann die Vollendung abkürzen. Sie wird also in einigen Stunden oder in einigen Minuten in Erfüllung gehen.«
[741] E. v. Lippmann, Alchemie. 1919. S. 487. Ferner Stillmann und Sudhoff.
[742] Eine unvollendet gebliebene Übersetzung wurde nach der Wüstenfeldschen Textausgabe von H. Ethé im Jahre 1868 herausgegeben. Den Abschnitt, der von den Steinen handelt, hat (1895) J. Ruska übersetzt und erläutert. Er wurde hier zugrunde gelegt.
[743] Siehe über den »Physiologus« an späterer Stelle.
[744] Siehe Carus, Geschichte der Zoologie. S. 173.
[745] Meyer, Geschichte der Botanik. Bd. III. S. 263.
[746] Ins Englische übersetzt von S. Lee. London 1829.
Ins Französische von Defremerie u. Sanguinetti. Paris 1854. Neue Aufl. ebd. 1913.
[747] Näheres enthält: Berendes, Das Apothekenwesen, seine Entstehung und geschichtliche Entwicklung. Stuttgart 1907. S. 61.
[748] Siehe Hirschberg, Über das älteste arabische Lehrbuch der Augenheilkunde (Berichte der Berliner Akademie der Wissenschaften. 1903).
Ferner J. Hirschberg, Geschichte der Augenheilkunde. Zweites Buch. 1. Abteil. Geschichte der Augenheilkunde bei den Arabern. Leipzig, W. Engelmann. 1905.
[749] C. Brockelmann, Gesch. d. arab. Literatur. Bd. II (1902). S. 3.
[750] C. Brockelmann a. a. O. Bd. II. S. 6.
[751] F. Boll im Reallexikon der germanischen Altertumskunde von Hoops (1911–1918) unter »Astronomie«.
[752] Hoops, Reallexikon des german. Altertums.
[753] Er wurde 754 in Friesland erschlagen und in Fulda beigesetzt.
[754] De Universo libri. XXII.
[755] L. Geisenheyner, Über die Physika der heiligen Hildegard und die in ihr enthaltene älteste Naturgeschichte des Nahegaues. Berichte über die Versammlungen des Botan. und des Zoolog. Vereins f. Rheinland-Westfalen. 1911. Bonn. Vgl. auch die Veröffentlichungen von Ch. Singer, Oxford (siehe Mitteil. z. Gesch. d. Med. 1919. S. 338).
[756] Tropfke, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. I. S. 13.
[757] Vgl. H. Würschmidt, Archiv f. Gesch. d. Mathem. 1913.
[758] Durch den englischen Mönch Atelhart um 1120.
[759] Auch Fibonacci oder Bonacci genannt. Fibonacci bedeutet Sohn Bonaccis (filius Bonacci).
[760] Cantor, Bd. II. S. 3.
[761] Eine ausführliche Inhaltsangabe des Liber abaci gibt Cantor in seiner Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 7–32.
[762] Am bekanntesten ist die Ausgabe von F. Risner. Basel 1572.
[763] Ad Vitellonem Paralipomena, quibus astronomiae pars optica traditur. Francof. 1604.
[764] So auch von Cantor in seiner großen Geschichte der Mathematik.
[765] Die Reisen des Venezianers Marco Polo im 13. Jahrhundert. Zum ersten Male vollständig nach den besten Ausgaben deutsch mit einem Kommentar, von Aug. Bürck. Leipzig 1845.
[766] Reste und Eier riesiger, ausgestorbener Vögel sind bekanntlich später in Madagaskar gefunden worden (Äpyornis). Ein Auszug über die zoologischen Angaben Marco Polos findet sich in Carus, Geschichte der Zoologie. München 1872. S. 197 u. f.
Unter dem Titel »Chemisches bei Marco Polo« hat E. v. Lippmann eine Abhandlung in der Zeitschrift für angewandte Chemie veröffentlicht. 1908. 34. Heft.
[767] Die Gründung der Städte bedeutet eine der fruchtbarsten Errungenschaften des Mitteltalters. Dadurch erfolgte eine Loslösung der Arbeit von der Scholle. Vor der Entwicklung der Städtefreiheiten besaß im Mittelalter niemand Rechte und ausgiebige Lebensquellen, der nicht mit der Scholle verknüpft war. Siehe Grupp im 2. Bande seiner Kulturgeschichte d. Mittelalters.
[768] Der älteste bekannt gewordene Geldwechsel stammt aus dem Jahre 1207. Siehe Grupp, Kulturgeschichte d. Mittelalters. 1894. Bd. II. S. 56. Im Orient waren Wechsel, Geldanweisungen und Abrechnungsanstalten weit älter.
[769] Beide gehören der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts an.
[770] Diese Lehre war aber nicht allgemein angenommen. (Bemerkung von Würschmidt.)
[771] M. Maywald, Die Lehre von der zwiefachen Wahrheit, ein Beitrag zur Geschichte der scholastischen Philosophie. Berlin 1861. Siehe auch J. Tyndall, Religion und Wissenschaft, sowie Langes Geschichte des Materialismus.
[772] Jourdain, Geschichte der aristotelischen Schriften im Mittelalter, übersetzt von Ad. Stahr. Halle 1831.
[773] Meyer, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S.
[774] In Lauingen. Als Geburtsjahr ist neuerdings mit großer Wahrscheinlichkeit das Jahr 1207 nachgewiesen (Enders im Histor. Jahrbuch der Görresgesellschaft. 1910. S. 293).
[775] Siehe auch Peters, Der griechische Physiologus und seine orientalischen Übersetzungen. Berlin 1898. Das genannte Werk enthält auch eine Geschichte der merkwürdigen Schrift.
[776] M. Goldstaub, Der Physiologus und seine Weiterbildung, besonders in der lateinischen und byzantinischen Literatur. Philologus, 1901. Supplementband 8, 3.
[777] H. Stadler, Neue Jahrbücher f. d. klass. Altertum. 1911. S. 86.
[778] Carus, Geschichte der Zoologie. S. 231.
[779] Eingehender wird Albertus Magnus gewürdigt in E. Meyer, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 9–84. Vgl. auch Fellner, Albertus Magnus als Botaniker. Wien 1881.
Eine kritische Ausgabe der botanischen Schriften rührt von E. Meyer und K. Jessen her: Alberti Magni de vegetabilibus libri VII. Berlin 1867.
[780] H. Stadler, Albertus Magnus als selbständiger Naturforscher (Forschungen zur Geschichte Bayerns. Bd. 14. S. 95–114).
[781] H. Stadler a. a. O.
[782] Des Nikolaos Damaskenos.
[783] E. Meyer, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 40.
Anzuerkennen waren jedoch die Verdienste der Araber um die Botanik. (Bem. von E. Wiedemann.)
[784] E. Meyer, Geschichte der Botanik.
[785] Auch nach Warburg (Berichte der Deutschen botan. Gesellschaft. 1901. S. 153) hat das Mittelalter weder für die wissenschaftliche, noch für die angewandte Botanik neue Bahnen erschlossen, wenn auch die Araber auf dem Gebiete der Heilmittellehre manche neue Tatsache fanden.
[786] Nach H. Stadler, Albertus Magnus von Cöln als Naturforscher und das Kölner Autogramm seiner Tiergeschichte. Leipzig 1908.
Nach der Kölner Handschrift, welche nach Stadler von den vorhandenen Handschriften die beste ist, hat der Genannte eine Ausgabe der Tiergeschichte des Albertus Magnus veranstaltet: Albertus Magnus, De animalibus libri XXVI. Nach der Cölner Urschrift. Erster Band, Buch I-XII enthaltend. Münster i. W., Aschendorff. 1916.
[787] Die Albertus Magnus zugeschriebenen, eigentlich alchemistischen Werke sind nach E. v. Lippmann als Fälschungen zu betrachten.
[788] Kopp, Beiträge z. Geschichte der Chemie. 3, 64 u. f.
[789] Das Geburtsjahr steht nicht fest. Die Angaben schwanken zwischen 1210 und 1214. Doch nimmt man wohl meist 1214 an. (Feier in Oxford 1914. Vgl. »Die Roger Bacon-Commem.«.)
[790] Sebastian Vogl, Die Physik Roger Bacons. Inaug.-Dissertation. Erlangen 1906.
[791] Von Peregrinus ist noch eine Schrift über den Magneten erhalten. Peregrinus unterschied die Pole des Magneten und wies die Anziehung der ungleichnamigen Pole nach.
[792] Gerbert war in Frankreich geboren. Er besuchte die arabischen Hochschulen in Sevilla und Cordova und wurde im Jahre 999 zum Papst gewählt; als solcher führte er den Namen Sylvester II.
[793] Vogl a. a. O.
[794] Epistola de secretis artis et naturae operibus atque nullitate magiae. 1260. Eine Ausgabe dieser Schrift erschien im Jahre 1542 in Paris.
Ausführlich über Bacon handelt Siebert, Roger Bacon, sein Leben und seine Philosophie. Marburg 1861.
[795] Bacon, Opus tert. cap. 43. Siehe auch K. Werner, Die Kosmologie und allgemeine Naturlehre des Roger Baco. Wien 1879.
[796] Opus majus cap. 1.
[797] Opus majus cap. 13.
[798] Vogl, Die Physik Roger Bacons.
[799] Bacon erklärt die Förderung des geistigen und materiellen Wohlseins als Zweck sämtlicher Wissenschaften. Doch gibt es nach Bacon ein noch höheres Ziel, das er in dem Wort ausspricht: »Humana nihil valent nisi applicentur ad divina« (Opus majus p. 108).
[800] Döring, Die beiden Bacon (Archiv für Geschichte der Philosophie. 1904. S. 341).
[801] Clemens IV.
[802] Eine Neuausgabe veranstaltete J. H. Bridges. London 1897–1909. 3 Bände. Das Werk enthält den lateinischen Text und eine ausführliche Analyse jedes Kapitels in englischer Sprache, ferner eine Einleitung über das Leben und die Bedeutung Bacons.
Eine ältere unzuverlässige Ausgabe wurde von Jebb (London 1733) herausgegeben.
Zur Feier des 700. Geburtstags Bacons erschien 1914 ein Erinnerungsband, der Abhandlungen über Bacons wissenschaftliche Tätigkeit und Bedeutung enthält (Oxford, Clarendon press, 1914). Genannt seien: F. Picavet (Paris), La place de Roger Bacon parmi les philosophes du XIIIe siècle. – E. Smith (New York), The place of R. Bacon in the history of mathematics. – E. Wiedemann (Erlangen), R. Bacon und seine Verdienste um die Optik. – Pierre Duhem (Bordeaux), Roger Bacon et l'horreur du vide. – Pattison Muir (Cambridge), Roger Bacon, his relations to alchemie and chemistry.
[803] »Visio non completur in oculis, sed in nervo« heißt es bei ihm (Opus majus V cap. 2).
[804] Die Brennkugel erwähnen schon Aristoteles und Plinius.
[805] J. Würschmidt, Roger Bacons Art des wissenschaftlichen Arbeitens, dargestellt nach seiner Schrift »De speculis« (Roger Bacon Commemoration Essays IX).
[806] Sine experientia nihil sufficienter sciri potest.
[807] Opus majus IV cap. 3.
[808] Ein Wort, das lebhaft an Kants späteren, oft zitierten Ausspruch erinnert.
[809] De secretis operibus artis et naturae, cap. 4.
[810] Als Erfinder wird ein Salvino degli Armati in Florenz genannt. Nach anderer Nachricht ist Alexander de Spina als Erfinder der Brillen zu betrachten. Beide Angaben sind unrichtig. Soviel ist jedoch sicher, daß die ersten Brillen in Italien gemacht wurden und daß dies gegen das Ende des 13. Jahrhunderts geschah (Wilde, Optik. Bd. I. S. 96).
Daß der geschliffene Smaragd, mittels dessen Nero die Zirkusspiele besah, ein Spiegel war, hat schon Lessing nachzuweisen gesucht: Lessing, Antiquarische Briefe. 45. Die Erzählung kommt bei Plinius vor (Nat. hist. XXXVII. S. 84. Sillig).
[811] Sie werden neuerdings als nicht echt betrachtet (E. v. Lippmann).
[812] Nach einer Untersuchung von H. W. L. Hime (R. B. Essays, Oxford 1914) hat er aus Salpeter, Kohlenpulver und Schwefel eine explosible Mischung wohl zufällig hergestellt und die Explosion des Gemisches beobachtet. Die Zusammensetzung des Gemisches hat er anagrammatisch mitgeteilt, wohl um das Geheimnis nicht allgemein zugänglich zu machen und Schwierigkeiten bei der kurz zuvor gegründeten Inquisition wegen dieser gefährlichen Kunst zu vermeiden. (J. Würschmidt, Mon.-Hefte f. d. nat. Unterr. 1915, 264.)
[813] Nach E. v. Lippmann ist dies jedoch nicht zutreffend.
[814] Die Feuerwaffe wurde sehr wahrscheinlich in Deutschland erfunden. Ihr Erfinder ist nicht bekannt. Sicher ist nur, daß sich die neue Erfindung im 14. Jahrhundert schnell durch ganz Europa bis nach Asien verbreitete. Ariost wütet im »Orlando furioso« gegen die »verruchte, dumme Teufelskunst«, von der er sagt:
»Durch dich ging jeder Waffenruhm verloren,
Die Ritterehre ward zum eitlen Dunst!«
[815] Das Buch war eine der Enzyklopädien des Mittelalters. Es entstand im Anfang des 15. Jahrhunderts. Columbus wurde dadurch mit der Ansicht des Aristoteles und des Strabon bekannt, daß die Ostküste Asiens durch eine Fahrt nach Westen zu erreichen sein müsse.
[816] Tschackert, Peter von Ailly. Gotha 1877. S. 335.
[817] Siehe K. Werner, Die Kosmologie und allgemeine Naturlehre des Roger Baco. Wien 1879.
[818] »Seit die Inquisition ihre Ketzerverfolgungen anfing und seit fanatische Pfaffenwut alle selbständigen Gedanken auszurotten trachtete, fielen vier Jahrhunderte lang zahlreiche Schlachtopfer in ganz Europa.« M. Carrierre, Die philosophische Weltanschauung der Reformationszeit. Stuttg. 1847. S. 87.
[819] Näheres über Pico von Mirandola siehe bei M. Carrierre, Die philosophische Weltanschauung der Reformationszeit. 1847.
[820] Es wurde 1862 nach den Handschriften von Fr. Pfeiffer veröffentlicht. Die neueste auszugsweise Bearbeitung rührt von H. Schulz her: Conrad von Megenberg, Das Buch der Natur. Die erste Naturgeschichte in deutscher Sprache. In neuhochdeutscher Sprache bearbeitet und mit Anmerkungen versehen von H. Schulz. Greifswald 1897.
[821] Es sind noch zahlreiche Handschriften vorhanden, so in Breslau, Wolfenbüttel, Gotha, Paris, London usw. Siehe Carus, Geschichte der Zoologie. S. 214.
Über das Verhältnis Konrads von Megenbergs zu Thomas schreibt H. Stadler bei der Besprechung der ersten Auflage dieses Werkes in den Neuen Jahrbüchern f. d. klass. Altert. 1911. S. 86: »Es ist natürlich bei Konrad von Megenberg nicht an eine direkte Benutzung des Aristoteles, Galen, Plinius oder gar des Theophrast, den kein mittelalterlicher Autor wirklich kennt, zu denken, sondern alle diese Autorenzitate Megenbergs stammen aus Thomas von Cantimpré.« Es existieren neben den vollständigen Handschriften (in Paris und München) des Werkes dieses Autors gekürzte. »Eine Handschrift letzterer Form übersetzte Konrad und fügte gelegentlich eine naive Kritik, eine erweiterte Moralisation und auch einige wenige sachliche Bemerkungen hinzu.«
[822] Daß es eine große Verbreitung fand, beweisen die zahlreichen Handschriften, die sich noch heute besonders in Süddeutschland finden. Auch erschien es bis 1500 sechsmal im Druck.
Megenbergs »Buch der Natur« ist eine Übersetzung des Thomas von Cantimpré und darf nicht als selbständige Arbeit betrachtet werden (H. Stadler, Albertus Magnus, Thomas von Cantimpré und Vinzenz von Beauvais, Natur und Kultur. 1906. S. 86–90).
[823] Siehe Ausgabe von Schulz, Vorrede. VI.
[824] J. Burkhardt, Die Kultur der Renaissance in Italien. Derselbe, Geschichte der Renaissance in Italien.
[825] Giorgio Vasari, Vite di più eccellente pittori, scultori ed architetti. Florenz 1550. Dasselbe deutsch 1832–1849. 6 Bände.
[826] W. Goetz, Mittelalter und Renaissance. Historische Zeitschrift. Bd. 98 (1907). S. 30.
[827] W. Goetz a. a. O. S. 50.
[828] G. Voigt im Vorwort zu seinem Werke: Die Wiederbelebung des klassischen Altertums. Berlin 1859.
[829] Ranke, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation. Bd. I. S. 174 u. f.
[830] Siehe auch Libri, Histoire des sciences mathématiques en Italie. Bd. II. S. 173.
[831] G. Voigt, Die Wiederbelebung des klassischen Altertums. Berlin 1859.