[832] G. Voigt nach Benvenuti Insolensis Comment. in Dantes Comoed.

[833] Auch unter dem Namen Enea Silvio bekannt.

[834] Lindner, Weltgeschichte. Bd. IV. S. 277.

[835] Lindner, Weltgeschichte. Bd. IV. S. 291.

[836] Lindner, Weltgeschichte. Bd. IV. S. 314.

[837] Lange, Geschichte des Materialismus. Bd. I. S. 189.

[838] J. Ranke, Die Geschichte des Zeitalters d. Reformation. Bd. IV. S. 4.

[839] A. Harnack, Geschichte d. Akademie d. Wissensch. zu Berlin. S. 3.

[840] A. Harnack a. a. O. S. 3.

[841] Das »Lob der Narrheit« (Encomium moriae) fand in Holbein einen seiner Bedeutung würdigen Illustrator.

[842] Ranke a. a. O. S. 178.

[843] Das Wort, mit dem Hutten sein Denkschreiben an den Humanisten Pirkheimer schloß.

[844] Peschel, Geschichte der Erdkunde. 1877. S. 386.

[845] Auf dem Konzil zu Basel im Jahre 1437.

[846] Das Original der ersten gedruckten Karte von Deutschland befindet sich im Germanischen Museum in Nürnberg. Die Karte (1491) rührt von Nicolaus von Cusa her. Die erste in Holz geschnittene Karte (Weltkarte) stammt aus dem Jahre 1475.

[847] De docta ignorantia. II. 1 u. 2.

[848] Nach diesem System wurde der Erde eine dreifache Bewegung beigelegt, diejenige um ihre Achse, um zwei im Äquator befindliche Pole und die Bewegung um die Weltpole.

[849] Über »Nicolaus von Cusa und seine Beziehungen zur mathematischen und physischen Geographie« äußert sich Günther in den Jahrbüchern über die Fortschritte der Mathematik (Jahrg. 1899) mit folgenden Worten: »Er zertrümmerte die Kristallsphären der Griechen, verkündete die Wesensgleichheit der Erde mit anderen Weltkörpern, lehrte die Bewegung der Erde und entwarf als erster unter den Neueren eine Landkarte in richtigem geometrischen Netz.«

[850] Max Jacobi, Das Weltgebäude des Kardinals Nicolaus von Cusa. Ein Beitrag zur Geschichte der Naturphilosophie und Kosmologie in der Frührenaissance. Berlin 1904.

[851] De staticis experimentis dialogus.

[852] Vasari.

[853] Lindner, Weltgeschichte. Bd. IV. S. 288.

[854] Er schuf den Kanal von Martesano, welcher den Tessin mit der Adda verbindet.

[855] Libri, Histoire des sciences mathématiques en Italie. T. III. Dühring, Kritische Geschichte der allgemeinen Prinzipien der Mechanik. Berlin 1873. S. 12 ff.

[856] Vgl. H. Grothe, Leonardo da Vinci als Ingenieur und Philosoph. Berlin 1874.

[857] H. Wieleitner, Das Gesetz vom freien Fall in der Scholastik, bei Descartes und Galilei. Mitteilungen zur Gesch. d. Medizin u. d. Naturwiss. Nr. 58. S. 488.

[858] Siehe auch Fritz Schuster, Zur Mechanik Leonardo da Vincis (Hebelgesetz, Rolle, Tragfähigkeit von Ständern und Trägern). In.-Diss. Erlangen 1915. 153 Seiten.

[859] Siehe auch E. v. Lippmann in der Zeitschrift f. Naturwissensch. 72. Bd. S. 291. Siehe auch dessen Abhandlungen u. Vorträge.

[860] Eine Zusammenstellung der wichtigsten Sätze aus dem großen, von der französischen Akademie herausgegebenen Manuskriptenwerk Lionardo da Vincis hat Marie Herzfeld unter dem Titel »Leonardo da Vinci, der Denker, Forscher und Poet« herausgegeben. Jena 1906.

Das Buch M. Herzfelds enthält 745 Notizen Lionardos, die nach bestimmten Gesichtspunkten geordnet sind: Über die Wissenschaft; Von der Natur, ihren Kräften und Gesetzen; Sonne, Mond und Erde; Menschen, Tiere und Pflanzen; Philosophische Gedanken; Aphorismen, Allegorien; Entwürfe zu Briefen; Allegorische Naturgeschichte; Fabeln; Schöne Schwänke; Prophezeiungen. Bei jeder Notiz ist auf die betreffende Manuskriptstelle hingewiesen.

[861] Auch gegen die alchemistischen Bestrebungen wendet sich Lionardo.

[862] Manuskript A. Fol. 22 v.

[863] Siehe F. M. Feldhaus, Leonardo, der Techniker u. Erfinder. E. Diederichs, Jena 1913. Mit 9 Tafeln und 131 Abbildungen im Text. S. 118.

[864] L. Darmstädter, Handbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften u. der Technik. Berlin 1908. S. 136. Dort wird das Jahr 1667 als das Jahr der Erfindung angegeben.

[865] Siehe F. M. Feldhaus, Leonardo, der Techniker und Erfinder.

[866] Durch Lenormand im Jahre 1783.

[867] E. v. Lippmann, da Vinci (Abhandl. u. Vortr. 1906. S. 346).

[868] Eingehender handelt von der »Anatomie des Lionardo da Vinci« M. Roth im Archiv für Anatomie u. Physiologie. Jahrg. 1907. Anat. Abteil. Suppl.-Bd. S. 1–122.

[869] Mit den biologischen Kenntnissen und Anschauungen Lionardo da Vincis befaßt sich de Toni in seiner Schrift »La Biologia in Leonardo da Vinci«. Discorso letto nell' adunanza solenne del R. Istituto Veneto, il 24 maggio 1903. De Toni erblickt den Ausgang der zahllosen Studien Lionardos in der Künstlernatur, die sich in die Gegenstände vertieft, um sie der Wirklichkeit entsprechend darzustellen. In Lionardos anatomischen Tafeln sind nach de Toni die Muskeln stellenweise so genau abgebildet, wie in den besten modernen Werken.

Das gleiche Thema behandelt M. Holl in der Inaugurationsrede »Ein Biologe aus der Wende des 15. Jahrhunderts«. Graz 1905. Holl weist besonders auf die methodischen Grundsätze Lionardos hin und erwähnt als solche seine vergleichende Methode, die Anwendung des Experiments, die Bezugnahme auf die Funktionen des Organismus und die Altersveränderung der Organe usw.

[870] Im »Laokoon« und in den »Briefen antiquarischen Inhalts«.

[871] Les manuscrits de Léonard de Vinci. Paris 1881.

[872] Manuskript F. Fol. 69.

[873] Manuskript CA. Fol. 190v.

[874] Gerland u. Traumüller, Abb. 100.

[875] Manuskript CA. Fol. 345v. in der Übersetzung von M. Herzfeld auf S. 42.

[876] Nach E. Wiedemann hat Lionardo da Vinci sehr viel von den Arabern übernommen und ist sein schriftlicher Nachlaß zum großen Teile eine Sammlung von Notizen.

[877] Manuskript E. Fol. 55 v.

[878] Max Jacobi, Nicolaus von Cusa und Lionardo da Vinci, zwei Vorläufer des Nicolaus Coppernicus. Altpr. Monatsschr. Bd. 39. Heft 3 u. 4.

[879] Einen Vorläufer besaß Peurbach in Johann von Gmunden (1380 bis 1442), der vor Peurbach an der Wiener Hochschule lehrte und wohl als der Vater der deutschen Astronomie bezeichnet wurde. Nach E. v. Lippmann erhob die Universität Protest gegen diese erstmalige Einrichtung einer Professur für Mathematik. Dieser Protest wurde aber durch den einsichtigen Kaiser Maximilian I. abschlägig beschieden.

[880] Alfons X. von Kastilien hatte um 1250 die ptolemäischen Planetentafeln durch neue Tafeln ersetzen lassen.

[881] Repsold, Zur Gesch. der astronomischen Meßwerkzeuge. W. Engelmann, Leipzig 1907. Abt. 7. – Vgl. hierzu Gerbert (J. Würschmidt, Archiv f. Gesch. d. Math. 1919), der gleichfalls sich des Quadratum geometr. bediente. Er hatte es zweifellos von den Arabern übernommen.

[882] Die Anregung empfing Peurbach durch den großen Humanisten Bessarion (um 1500), durch dessen Vermittlung zahlreiche Werke aus Konstantinopel nach Italien gelangten.

[883] Es handelt sich um einen kleinen Ort dieses Namens in Unterfranken.

[884] So berichtet Doppelmayr in seinem Werk »Historische Nachrichten« von den Nürnberger Mathematicis und Künstlern. 1730. S. 22.

[885] Siehe Doppelmayr a. a. O.

[886] Ein mit Gradteilung und Dioptern versehener Ring, in dem sich eine drehbare, gleichfalls mit Dioptern versehene Scheibe befindet. Eine derartige Vorrichtung wurde schon von Hipparch zum Messen von Winkeln benutzt.

[887] Montucla, Histoire des mathémat. Paris. An VII. Tome I. p. 307.

[888] Repsold, Zur Gesch. der astronomischen Meßwerkzeuge. W. Engelmann, Leipzig 1907.

Als Erfinder des Jakobsstabes gilt der Astronom Levi ben Gerson. Er hat dadurch (1325) ein bequemes Mittel für Ortsbestimmungen auf See geschaffen.

[889] Breusing in der Zeitschrift für Erdkunde. Berlin 1868. Über Behaims Globus, sowie andere Globen aus dem Zeitalter der großen Entdeckungsreisen siehe: Matteo Fiorini, Erd- und Himmelsgloben, ihre Geschichte und Konstruktion; frei bearbeitet von S. Günther. Leipzig 1895. Kapitel V. Globen fertigten auch schon die Araber an, z. B. Edrisi im 12. Jahrhundert.

[890] Eine Abbildung enthält das Werk von Ghillany: »Geschichte des Seefahrers M. Behaim«. Nürnberg 1853.

[891] Plastische Darstellungen der Erde fertigte man übrigens auch schon im Altertum an (s. Peschels Gesch. d. Erdk. 1877. S. 51), und die Araber stellten Himmelsgloben her.

[892] Pierre d'Ailly (Petrus de Alliaco) lebte von 1350 bis 1420. Er war ein hoher kirchlicher Würdenträger. In seinem Weltbuch (Imago mundi) findet sich die antike, von Roger Bacon wiederholte Ansicht, Asien erstrecke sich so weit nach Osten, daß seine Küste von Spanien aus in wenigen Tagen zu erreichen sei (Tschackert, Peter von Ailly. Gotha 1877. S. 335).

[893] Doppelmayr, Historische Nachrichten von den Nürnberger Mathematikern und Künstlern. 1730.

[894] E. F. Apelt, Die Reformation der Sternkunde von N. v. Cusa bis auf Kepler. Jena 1852. S. 58. Behaims Verdienst um die Entwicklung und die Übermittelung der wissenschaftlichen Nautik wird heute geringer eingeschätzt. Siehe die Mitteilungen z. Geschichte d. Medizin u. d. Naturwiss. Nr. 60. S. 21.

[895] E. Meyer, Geschichte d. Botanik. Bd. IV. S. 255. Zoologische Gärten finden sich schon bei den Arabern (E. Wiedemann).

[896] Der Leydener Garten wurde 1577, der Heidelberger 1593 eingerichtet.

[897] E. Meyer, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 273, ist geneigt, den Italiener Luca Ghini, der in Bologna lehrte, als den Erfinder der Herbarien zu betrachten.

In Leyden ist noch ein Herbarium von Rauwolf vorhanden, der 1573 in den Orient reiste. (Mitteilung von E. Wiedemann.)

[898] E. Meyer, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 284.

[899] Es ist archivalisch festgestellt, daß der Name Koppernigk lautete. Das Titelblatt des 1543 in Nürnberg gedruckten Werkes enthält zwar den Namen Copernicus. Es scheint hier aber ein Versehen des Herausgebers (Rheticus) vorzuliegen. Die richtige Schreibweise würde Coppernicus oder Koppernikus lauten. Siehe Max Jacobi, »Koppernikus oder Kopernikus«. Artikel in der »Täglichen Rundschau« v. 14. 8. 1907.

[900] Apian lebte von 1495–1552. Er wurde von Kaiser Karl V. hoch geschätzt und verfertigte für diesen eine Maschine, durch deren Bewegung man den Lauf der Planeten darstellen konnte. Auch empfahl er dunkle Gläser zur Beobachtung der Sonne, in der Hoffnung, auf diese Weise den Vorübergang von Venus und Merkur sehen zu können. Auch der Vorschlag, die Monddistanzen zum Bestimmen der geographischen Länge zu benutzen, rührt von Apian her (Cosmographia § 5).

[901] Anspielung auf das Horazische nonumque prematur in annum.

[902] »Dem Reformator«, sagt Schiaparelli (Die Vorläufer des Koppernikus im Altertum, S. 87), »der ein wesentlich neues Weltschema zur Geltung bringen wollte, konnte es nicht genügen, nur eine allgemeine Idee auseinanderzusetzen, sondern ihm fiel die Pflicht zu, seine Idee bis zu demselben Grade der Vollendung auszuarbeiten, bis zu dem Ptolemäos die seinige gebracht hatte.«

[903] Nicolai Copernici Torinensis, De revolutionibus orbium coelestium, libri VI. Eine Übersetzung von C. L. Menzzer hat der Koppernikus-Verein zu Thorn im Jahre 1879 herausgegeben.

[904] In dem Bestreben, die ungleichförmig erscheinenden Bewegungen der Planeten auf gleichförmige Bewegungen zurückzuführen, nahm man an, diese Himmelskörper beschrieben Kreise, deren Mittelpunkt sich gleichzeitig der Peripherie eines zweiten Kreises entlang bewege; die so entstandenen Linien nennt man Epizyklen.

[905] Siehe S. 180 u. f. d. Bds.

[906] Schiaparelli, Die Vorläufer des Koppernikus im Altertum, übersetzt von M. Curtze.

[907] Die außerhalb des Saturn befindlichen Planeten Uranus und Neptun wurden erst 1781, beziehungsweise 1846 entdeckt.

[908] Die hierin liegende Schwierigkeit wurde erst von Bessel gehoben, der nachwies, daß die Fixsterne in der Tat infolge der jährlichen Bewegung der Erde ihren Ort, wenn auch in sehr geringem Maße, verändern.

[909] Die Schrift galt lange als verschollen. Sie wurde erst im 19. Jahrhundert wieder entdeckt und (1878) herausgegeben. Näheres siehe in dem von A. Kistner herrührenden Bd. 39 von Voigtländers Quellenbüchern.

[910] Die Drehung der Erde wurde durch Fallversuche, sowie den Foucaultschen Pendelversuch nachgewiesen, während die Fortbewegung im Raume aus der Aberration und der Fixsternparallaxe geschlossen wurde.

[911] Anstatt 1 : 49 : 1300000.

[912] In seiner, sechs Jahre nach dem Tode des Koppernikus veröffentlichten Schrift »Initia doctrinae physicae 1549« (Die Anfangsgründe der Naturlehre) beschuldigt Melanchthon den Koppernikus, daß er lediglich zur Befriedigung seiner Eitelkeit Irrlehren, die schon das Altertum als bloße Gedankenspiele erkannt habe, verbreitete (L. Prowe, Nicolaus Coppernicus. Bd. I, 2. S. 232). In den späteren Auflagen seiner »Naturlehre« hat Melanchthon diesen Vorwurf zwar abgeschwächt, den ablehnenden Standpunkt gegen die heliozentrische Lehre aber beibehalten. Melanchthon ließ sich von der Überzeugung leiten, daß auch in den Fragen der Naturwissenschaft die Bibel maßgebend sei. Siehe die Abhandlung von E. Wohlwill: »Melanchthon und Copernicus«. Mitteil. z. Gesch. d. Med. u. d. Naturw. 1904. S. 260 u. f.

[913] Die kirchliche Behörde, der das Zensoramt oblag und die mißliebige Bücher auf den Index, d. h. das Verzeichnis der verbotenen Bücher setzte.

[914] Giordano Bruno wurde zu Nola im Jahre 1548 geboren. Er durchwanderte lehrend Europa, geriet jedoch mit den herrschenden kirchlichen Dogmen in Widerspruch und wurde, weil er nicht widerrufen wollte, 1600 von der Inquisition zu Rom den Flammen übergeben. Siehe Landsbeck, Bruno, der Märtyrer der neuen Weltanschauung. Leipzig 1890.

[915] De Immenso. L. III. c. 5.

[916] Wie klein erscheint Hegel dagegen, der aus spekulativen Gründen annahm, daß es nicht mehr als 7 Planeten geben könne.

[917] Dilthey, G. Bruno und Spinoza. Archiv der Philosophie. 1894. S. 269 u. f.

[918] Übersetzt von Kuhlenbeck 1893.

[919] Breusing, Gerhard Kremer, genannt Merkator, der deutsche Geograph. Duisburg 1869.

H. Averdunk und J. Müller-Reinhard, Gerhard Mercator und die Geographen unter seinen Nachkommen. J. Perthes, Gotha 1914. VIII u. 188 S.

[920] Die »Kosmographie« erschien 1544 in Basel (zuletzt 1628). Sie kam auch lateinisch (1550), französisch, italienisch usw. heraus.

[921] Professor der Medizin und der Astronomie in Löwen; lebte von 1535 bis 1577.

[922] Siehe Breusings zitierte Schrift S. 35.

[923] Philipp Apian (1531–1589), Sohn des Astronomen Peter Apian (zu deutsch Bienewitz).

[924] 1526–1598.

[925] Nova et aucta orbis terrae descriptio ad usum navigantium emendata accommodata. Duisburgi mense Augusto, 1569. Auf 8 Blättern, im ganzen 1,26 m hoch und 2 m breit. Die Karte wurde nach den Originalen in der Stadtbibliothek zu Breslau im Jahre 1891 von der Gesellschaft für Erdkunde in Berlin herausgegeben.

[926] Rumold Mercator.

[927] Atlas sive cosmographicae meditationes de Fabrica mundi et fabricati figura. Duysburgi Clivorum 1595.

[928] In seiner Schrift »Über die geographische Kunst«.

[929] Die Bedingung der Konformität aufgestellt zu haben, gilt gewöhnlich als ein Verdienst Lamberts (siehe a. a. St.). Mercator spricht sie aber fast mit denselben Worten aus. Die Bedingung der Konformität ist dann erfüllt, wenn das Verhältnis zwischen den Breiten- und Längengraden überall auf der Karte gewahrt bleibt.

[930] Maurolykus, De lumine et umbra. Venedig 1575.

[931] Die Erklärung des Maurolykus beruht gleichfalls auf der geradlinigen Fortpflanzung des Lichtes; jeder Punkt der Öffnung wird dabei als die Spitze eines von der Sonne ausgehenden Strahlenkegels betrachtet, der auf der andern Seite der Öffnung seine Fortsetzung findet.

[932] J. P. Portae Neapolitani, Magia naturalis. 1553 (nicht mehr vorhanden). 1560. 1589.

[933] Eine Beschreibung der schon viel älteren Lochkamera findet sich auch bei Lionardo da Vinci. Sie lautet: »Wenn die Bilder von beleuchteten Gegenständen durch ein kleines Loch in ein sehr dunkles Zimmer fallen, so sieht man diese Bilder im Innern des Zimmers auf weißem Papier, das in einiger Entfernung von dem Loche aufgestellt ist, in voller Form und Farbe. Sie sind aber in der Größe verringert und stehen auf dem Kopfe.« Die Umkehrung des Bildes leitete Lionardo da Vinci ganz richtig von dem Gang der Lichtstrahlen ab.

Von früheren abendländischen Gelehrten haben sich Vitello, Peckham und Roger Bacon mit der Abbildung der Sonne durch verschieden gestaltete Öffnungen beschäftigt; im 14. Jahrhundert hat sich Levi ben Gerson der Camera obscura zu Beobachtungen bei Sonnen- und Mondfinsternissen bedient, Maurolykus im 15. Jahrhundert eine genügend richtige Abbildung der Sonne durch eine enge Öffnung gegeben.

Von den arabischen Gelehrten hat schon Alkindi (750–800) den Strahlengang für den Fall der Lochkamera untersucht, dann haben der große Ihn al Haitam und sein ebenfalls bedeutender Kommentator Kamâl al Dîn die Theorie ausführlich entwickelt. (J. Würschmidt, Zeitschr. f. math. u. naturwiss. Unters. 1915, 466.)

[934] W. Schmidt, Heron von Alexandrien im 17. Jahrhundert. In den Abhandlungen z. Gesch. d. Mathem. 8. Heft (1898). S. 195.

[935] Porta, Pneumaticorum libri tres. Neapoli 1601.

[936] Seine Vorrichtung, mit Hilfe gespannter Dämpfe Wasser zu heben, kann noch nicht als Dampfmaschine bezeichnet werden. Außerdem ist es zweifelhaft, ob de Caus ein Franzose oder ein Deutscher war.

[937] Gilbert, De magnete. I, 1. Von dem Deutschen Georg Hartmann (1489–1564) rührt eine noch ältere, aber ganz ungenaue Beobachtung der Inklination her (9 Grad anstatt etwa 70 Grad).

[938] Deliciae physico-mathematicae. Nach dem Tode Schwenters erschienen. Eine Übersetzung rührt von Harsdörffer her.

[939] A. a. O. 3. Teil XIX.

[940] A. a. O. 11. Teil XVIII.

[941] Dieses Holz hatten Jesuiten in Mexiko kennen gelernt; es wurde Nierenholz (lignum nephriticum) genannt, weil man es gegen Nieren- und Blasenkrankheiten anwandte.

Ausführlicher hat G. Berthold über die Geschichte der Fluoreszenz in Poggendorffs Annalen der Physik und Chemie, Bd. 158 (1876) S. 620, berichtet. Danach rührt die älteste Nachricht über die Fluoreszenz eines Aufgusses des lignum nephriticum von Monardes (16. Jahrh.) her. Auch Boyle, Grimaldi, Newton und andere haben sich mit dem Phänomen beschäftigt. Newton hat zuerst den Aufguß in homogenem Lichte untersucht. Eingehender geschah dies durch E. Wünsch (Versuche und Beobachtungen über die Farben. Leipzig 1792). Bei Musschenbroek findet sich die Bemerkung, daß Erdöl dieselbe Erscheinung zeige wie der Aufguß des Nierenholzes (Introductio ad philos. nat. 1762. Bd. II. S. 739). Goethe beschrieb sie an dem Aufguß der frischen Rinde der Roßkastanie (Nachträge zur Farbenlehre. Nr. 10). Da indessen die Erklärung dieser Erscheinung nicht gelang, geriet sie in Vergessenheit, bis sie um die Mitte des 19. Jahrhunderts zum Gegenstande sehr eingehender Experimentaluntersuchungen gemacht wurde. (Siehe Bd. IV.)

[942] Sie soll um 1630 erfolgt sein.

[943] Siehe Wilde, Geschichte der Optik. Bd. I. S. 294.

[944] Schon im 13. Jahrhundert versuchte der Deutsche Jordanus Nemorarius, mechanische Probleme auf dynamischem Wege zu lösen (Liber Jordani Nemorarii de ponderibus. Herausgegeben von Peter Apian, 1533). Näheres siehe Gerland und Traumüller, Geschichte der physikalischen Experimentierkunst. Leipzig, W. Engelmann. 1899. S. 78 u. f.