[945] Tartaglia, Nuova scienza (Venedig 1537).

[946] Nach v. Lippmann.

[947] Dies geschah im Jahre 1423.

[948] Übrigens betrieb Karl VII. von Frankreich, dem die Engländer den Thron zugunsten ihres Königs Heinrich VI. streitig machten, dieselbe Art von Falschmünzerei.

Siehe auch H. Schelenz: »Hermes und seine Kunst, Alchemie in England«. Pharmazeutische Post. Wien 1902. Nr. 6. Danach wurde im Jahre 1440 einer englischen Firma sogar das Privileg zur Herstellung von künstlichem Gold gegeben. Doch sank dadurch der Wert der englischen Goldmünzen um die Hälfte. Nach v. Lippmann handelte es sich um gefälschte Münzen.

[949] Es lehrte, sagt Chamberlain treffend, schärfer beobachten, verdoppelte die Erfindungsgabe, flößte die kühnsten Hypothesen ein und schenkte endlose Ausdauer und Todesverachtung (Chamberlain, Grundlagen. S. 756).

[950] Siehe in v. Lippmanns Werk »Die Alchemie« (1919) den Abschnitt, der von der Alchemie nach 1300 handelt (S. 495 u. f.).

[951] Vereinzelt selbst bis ins 19. Jahrhundert. So entstand 1894 in Paris eine Société hermétique und bald darauf eine Société alchimique. Fristeten diese Regungen ihr Dasein immer wieder durch ihre Verbindung mit Mystik und Okkultismus, so erhielten sie neue Nahrung durch die Umwandlungen, die man am Radium und den radioaktiven Stoffen entdeckte.

[952] Besonders die Studien Sudhoffs.

[953] Siehe F. Strunz, Theophrastus Paracelsus, sein Leben und seine Persönlichkeit. Ein Beitrag zur Geistesgeschichte der deutschen Renaissance. Leipzig, E. Diederichs. 1903.

[954] Siehe E. Sudhoffs Bericht über die neuesten Wertungen Hohenheims in den Mitteil. z. Gesch. d. Medizin u. Naturwiss. 1904. S. 475.

[955] Im Druck erschien es zuerst 1493 und zuletzt in Basel in fünf Bänden 1523, also kurz bevor Paracelsus dort auftrat.

[956] Voll Selbstbewußtsein sprach er einst das Wort: »Engländer, Franzosen, Italiener, ihr mir nach, nicht ich euch!«

[957] Strunz a. a. O.

[958] Über die Anfänge des Apothekenwesens im frühen Mittelalter siehe S. 294 d. Bds.

[959] Es wurde im Jahre 1505 veröffentlicht. Der Titel lautet: »Ein wolgeordnet vñ nutzlich büchlin wie man Bergwerck sůchen und finden sol / von allerley Metall / mit seinen figuren / nach gelegenheyt, des gebijrges / artlych angezeygt / Mit anhangenden Bercknamen / den anfahenden Bergleuten vast dienstlich.« In dem Buch spricht »Daniel der Bergner stendig / zum jungen Knappjo«. Einen Abdruck dieses seltenen Werkes hat die »Zeitschrift für Bergrecht« in Band XXVI gebracht.

Siehe die Besprechung von O. Vogel in den Mitteilungen z. Gesch. d. Medizin u. d. Naturwiss. 1909. S. 299. Ferner W. Jacobi, Das älteste Lehrbuch für den Bergbau. Der Erzbergbau. 1909. Heft 3. S. 52.

[960] Beckmann, Geschichte der Erfindungen. Bd. III.

Siehe auch Ranke, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation. Bd. V. S. 348.

[961] Agricolas Bergwerksbuch. Übersetzt von Bechius 1621. Vgl. auch Agricolas mineralogische Schriften, übersetzt und mit Anmerkungen von E. Lehmann. Freiburg 1816. Der Titel des Originalwerkes lautet: De re metallica libri XII. 1556. Ein Jahr nach dem Erscheinen von Agricolas »De re metallica« wurde eine deutsche Übersetzung von Ph. Beck unter dem Titel »Vom Bergwerk XII Bücher« herausgegeben. Sie erlebte mehrere Auflagen (1580, 1621). Eine neuere deutsche Übersetzung gibt es nicht, wohl aber eine vorzügliche englische vom Jahre 1912 (O. Vogel, Stahl und Eisen. Jahrg. 1916. S. 405).

[962] Vom Marktscheiden, kurzer und gründlicher Unterricht durch E. Reinhard. Erfurt 1574.

[963] Über die Anregungen, die der Bergbau im Laufe der Kulturgeschichte der Naturwissenschaft und der Technik gegeben hat, berichtete E. Gerland im Archiv für Geschichte der Naturwissensch. u. der Technik. Jahrg. 1910. S. 301 u. f.

[964] Lindner, Gesch. Bd. IV. S. 431.

[965] Seit 1566.

[966] Seit 1574.

[967] Historia natural y moral de las Indias.

[968] Näheres siehe in den Mitteilungen z. Gesch. d. Med. u. d. Naturwiss. Nr. 59. S. 592.

[969] Diejenigen Stellen der Bibel, welche der Entwicklung der Geologie besonders hinderlich waren, lauten nach der Ausgabe von E. Kautzsch, Die Heilige Schrift des Alten Testaments, 1896, S. 1 und S. 750:

Da sprach Gott: Es sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an einem Ort, so daß das Trockne sichtbar wird. Und so geschah es, und Gott nannte das Trockne Erde, die Ansammlung der Gewässer aber nannte er Meer. (Die Schöpfung der Welt. Text S. 1.)

Ehe die Berge geboren, und die Erde und der Erdkreis ‚hervorgebracht wurden‘ und von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, o Gott. (Text S. 750. Ps. 90.)

[970] Agricola, De ortu et causis subterraneorum. Basileae 1546. Liber tertius, p. 36.

[971] Principles of geology. 11. Aufl. Bd. I. London 1872. S. 27–28.

[972] Georgius Agricola, De natura fossilium. Basel 1546.

[973] Als Begründer dieser irrigen Ansicht ist Avicenna (980–1037) zu betrachten. Auch Albertus Magnus huldigte ihr. Doch meinte er, Tiere und Pflanzen könnten auch wohl an solchen Orten zu Stein erhärten, wo eine steinmachende Kraft vorhanden sei. (Zittel, Geschichte d. Geol. u. Paläont. 1899. S. 15.)

[974] Konrad Gesner, De omni rerum fossilium genere. 1565.

[975] Zittel, Geschichte der Geologie und Paläontologie. 1899. S. 18.

[976] Palissy, Discours admirable de la nature des eaux et fontaines, des métaux, des sels et salines, des pierres, des terres, du feu et des émaux. Paris 1580. Nach E. v. Lippmann wird seine Originalität neuerdings stark bezweifelt.

[977] Zittel, a. a. O. S. 22.

[978] Nach Löwenheim stimmen Palissy und Cardanus mitunter fast wörtlich überein. Siehe S. 74 u. 75.

[979] Den jüngsten Sohn König Johanns des Ersten.

[980] Siehe S. 399.

[981] Exoticorum libri X.

[982] Sprengel, Geschichte der Botanik. Bd. I. S. 352.

[983] E. Meyer, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 290.

[984] Eine ausführliche Schilderung des Lebenslaufes von Brunfels und seiner Verdienste um die Botanik enthält die Abhandlung von F. W. E. Roth: »Otto Brunfels, 1489–1534, ein deutscher Botaniker«. Botanische Zeitung 1901. S. 191 u. f. Brunfels trat als Kartäusermönch mit den bedeutendsten Humanisten, darunter mit Ulrich von Hutten, in Verbindung. Mit Hilfe des letzteren entfloh Brunfels dem Kloster, um offen als Lutheraner aufzutreten. Später wirkte er als Lehrer am Gymnasium in Straßburg. Er starb im Jahre 1534, nachdem er einige Jahre vorher die medizinische Doktorwürde erworben hatte.

[985] S. Killermann, Dürers Pflanzen- und Tierzeichnungen und ihre Bedeutung für die Naturgeschichte. Heft 119 der Studien zur deutschen Kunstgeschichte. Mit 22 Tafeln. Straßburg 1910.

[986] Brunfels lernte, wahrscheinlich im Jahre 1533, die Sammlungen Bocks kennen und veranlaßte ihn zur Herausgabe des Kräuterbuches.

[987] Hieronymus Bock (1498–1554), New Kreuterbuch von Underscheidt, Würkung und Namen der Kreuter, so in teutschen Landen wachsen.

[988] Einige der von Fuchs zum ersten Male abgebildeten deutschen Arten seien hier aufgezählt: Ligustrum vulgare, Salvia pratensis, Hordeum vulgare, Avena sativa, Convolvulus arvensis, Lysimachia Nummularia, Cyclamen europaeum, Lilium candidum, Paris quadrifolia, Daphne Merzereum, Saponaria officinalis, Euphorbia Cyparissias, Prunus spinosa, Clematis Vitalba, Ranunculus acris, Digitalis purpurea, Genista tinctoria, Orchis Morio, Equisetum arvense, Pteris aquilina usw.

[989] Dodonaei stirpium historiae pemptades sex sive libri XXX. Antwerpiae, ex officina Christophori Plantini, 1583, in fol.

[990] Von der Einführung amerikanischer Pflanzen handelt S. Killermann in der Naturwiss. Wochenschrift. 1909. S. 193. Danach ist der Mais in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts nach Europa gekommen. Die Agave americana wurde nach Caesalpin 1561 eingeführt. Weitere Angaben finden sich über Nicotiana tabacum, Solanum tuberosum, Capsicum annuum usw.

Mitgebracht hat den Mais übrigens schon Columbus, wie er (nach E. v. Lippmann) selbst bezeugt.

[991] E. Meyer, Geschichte der Botanik. Bd. III. S. 325.

[992] Conradi Gesneri, Opera botanica. 2 Bde. Nürnberg 1751–1771. Dieser Nachlaß Gesners wurde also erst lange nach seinem Tode herausgegeben (durch Schmiedel).

[993] E. Meyer, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 334.

[994] Siehe S. 337.

[995] A. v. Humboldt, Kosmos. Bd. II. S. 256.

[996] Pro herbis necessariis artis suae.

[997] 1540 und 1547.

[998] E. Meyer, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 270.

[999] H. Schelenz, Über Kräutersammlungen und das älteste deutsche Herbarium. Verhandlungen der Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte. 1906. II. 2.

[1000] L. Ranke, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation. 5. Bd. 4. Aufl. S. 346.

[1001] Conradi Gesneri, Historiae animalium libri, opus philosophis, medicis, grammaticis, philologis, poetis et omnibus rerum linguarumque variarum studiosis utilissimum simul jucundissimumque.

[1002] Ulisse Aldrovandi wurde 1522 in Bologna geboren. Er gründete dort 1567 einen botanischen Garten. Sein Nachfolger in der Leitung dieses Gartens war der Botaniker Caesalpin. Aldrovandi, Opera omnia. 13 Bde.

[1003] De differentiis animalium.

[1004] Nach Dantes Inferno ruht Friedrich II. in einem feurigen Grabe.

[1005] Siehe S. 313.

[1006] Eustachio lieferte unter anderem eine genaue Untersuchung des Gehörorgans und entdeckte dabei den Steigbügel (um 1546). Hammer und Amboß waren schon früher aufgefunden (um 1480). Haeser, Geschichte der Medizin. Bd. II. S. 61.

[1007] L. v. Ranke, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation. Bd. V. S. 345.

[1008] Namens Johann Stephan von Calcar. Jedoch ist dessen Autorschaft nicht sichergestellt. Siehe Mitteilungen z. Geschichte d. Medizin u. d. Naturwiss. 1903. S. 282.

[1009] Sprengel, Geschichte der Arzneikunde. Bd. III. § 46–78.

[1010] Wunderlich, Geschichte der Medizin. Stuttgart 1859. S. 70.

[1011] De humani corporis fabrica libri VII. Basel 1543.

[1012] Wunderlich, Geschichte der Medizin. Stuttgart 1859.

[1013] Fabricio ab Aquapendente (1537–1619), De formatione ovi.

[1014] Zum Beispiel, daß die Herzscheidewand, durch die Galen das Blut aus dem rechten in den linken Ventrikel hindurchtreten ließ, undurchdringlich ist.

[1015] Sie rühren zum größten Teile von E. Wiedemann (Wi), E. v. Lippmann (Li) und J. Würschmidt (Wü) her.