[144] Abschnitt IV der »Saggi«.
[145] Abbildung aus Musschenbroek: Tentamina experimentorum naturalium captorum in Accademia del Cimento.
[146] Gerland, Beiträge zur Geschichte der Physik. Leopoldina. Halle 1882.
[147] Eines dieser Instrumente befindet sich noch heute im physikalischen Museum zu Florenz.
[148] Benzenberg, Versuche über das Gesetz des Falles, über den Widerstand der Luft und über die Umdrehung der Erde. Dortmund 1804. S. 101.
[149] Bologna 1665.
[150] l. c. S. 235 u. f.
[151] Physico-Mathesis, s. S. 2.
[152] Physico-Mathesis, S. 8.
[153] Physico-Mathesis, Propos. XXII.
[154] Physico-Mathesis, Propos. XXIV. S. 231.
[155] Ostwalds Klassiker Nr. 43.
[156] Grimaldi, Physico-Mathesis. Propos. XLII.
[157] Im ersten Buche seiner Physico-Mathesis sucht Grimaldi in 60 Propositionen darzutun, daß das Licht eine Substanz sei, im zweiten spricht er sich in einer Reihe von Propositionen für die Akzidentalität des Lichtes, also für das Gegenteil aus.
[158] Rosenberger, Newton und seine Prinzipien. S. 27.
[159] L. v. Ranke, Englische Geschichte im 17. Jahrhundert, I, 324.
[160] Ein Ausspruch Bacons: »Scientia est potentia.«
[161] Gilbert, Physiologia nova de magnete magneticisque corporibus et de magno magnete tellure, London 1600. Auch in Deutschland erschienen mehrere Ausgaben, so in Stettin 1628 und 1633, sowie in Frankfurt a. M. 1629. Eine biographische Skizze über Gilbert veröffentlichte F. M. Feldhaus. Winters Universitätsbuchhandlung. Heidelberg 1904.
[162] Nach anderen Angaben 1544. Siehe Mitteilungen z. Gesch. d. Mediz. und Naturw. 1904. (Bd. III; Heft 1 u. 2.) S. 115.
[163] Ein auf Deutsch schlecht wiederzugebendes Diminutiv von Terra, die Erde.
[164] Über Petrus Peregrinus siehe auch Bd. I. S. 353. Seine Schrift wurde durch G. Hellmann von neuem herausgegeben. Siehe Nr. 10 der von diesem veröffentlichten Neudrucke von Schriften über Meteorologie. Nr. 10 bringt unter dem Titel »Rara Magnetica« die seltensten und wichtigsten Abhandlungen über den Erdmagnetismus aus der ersten bis Gilbert reichenden Periode.
[165] Gilbert, De magnete, Buch II, Kapitel II.
[166] Über die Verwendung der Magnetnadel bei der Anlage von Gruben berichtet Agricola (1490–1555) in seinem Werke De re metallica.
[167] Gilbert, De magnete, I, 1. Diese Messung rührt von Robert Norman her. Die erste, jedoch sehr ungenaue Beobachtung der Inklination erfolgte im Jahre 1544 durch den Deutschen Georg Hartmann.
[168] Gilbert, De magnete. Lib. II. Cap. VI.
[169] Gilbert, De magnete II, Cap. IV.
[170] Ähnliche Gedanken wie bei Gilbert begegnen uns auch bei Descartes, und man kann annehmen, daß dieser seine Wirbeltheorie unter dem Einfluß von Gilberts Lehren entwickelt hat (M. L. Hoppe, Die Abhängigkeit der Wirbeltheorie des Descartes von Gilberts Lehre vom Magnetismus. Halle a. S. 1914).
[171] Solche Versuche stellte auch schon Galilei an. Siehe S. 77 dies. Bds.
[172] Gilbert, De magnete. Cap. XX.
[173] Otto von Guericke, De vacuo spatio. 1672. Tafel XVIII. Fig. 5.
[174] Hoppe, Geschichte der Elektrizität. Leipzig 1884, S. 5.
[175] Bacon, Novum organon. 1610. Übersetzt und erläutert von J. H. v. Kirchmann, Berlin, 1870.
[176] Telesio (Bernardinus Telesius) schrieb in der Vorrede zu diesem naturphilosophischen Buch, er könne nicht begreifen, daß so viele ausgezeichnete Männer sich durch die Jahrhunderte mit der aristotelischen Physik zufriedengegeben hätten. Er gründete eine Vereinigung, die sich die Aufgabe stellte, die Natur zu ergründen und die Philosophie des Aristoteles zu beseitigen. Diese Vereinbarung wurde durch die Kurie aufgelöst.
Nach Telesio gibt es nur drei Prinzipien, ein völlig passives, den Stoff, und zwei bewegende, die Wärme und die Kälte. Erstere dehnt den Stoff aus, letztere zieht ihn zusammen. Die experimentelle Erforschung der Natur hat Telesio nicht gefördert. Sein Verdienst ist, daß er die Menschheit vom Autoritätsglauben freizumachen suchte.
[177] Näheres über ihn und seine Beziehung zu Bacon findet man in dem Buche von A. B. Hanschmann, Bernhard Palissy als Vater der induktiven Wissenschaftsmethode. Leipzig 1903.
Über Palissy siehe auch Bd. I dies. Werkes S. 438, 444, 445.
[178] L. v. Ranke, Englische Geschichte. Bd. II. S. 135.
[179] Siehe Draper, Geschichte der geistigen Entwicklung Europas. Leipzig 1841. S. 527 u. f.
[180] Novum organum scientiarum. Lugd. Bat. 1645. Kap. 48, S. 366.
[181] Eine scharfe, aber in mancher Hinsicht gerechte Beurteilung Bacons rührt von Liebig her (Ueber Bacon und die Methode der Naturforschung, München 1863): »Bacons Urteil über Gilbert und Coppernikus ist sein eigenes wissenschaftliches Todesurteil. Die Tatsachen, die Gilbert entdeckte, hielt Bacon für Fabeln (Nov. Organ. II. Aph. 48) und Coppernikus erklärt er für einen Schwindler (Glob. intell. Cap. VI).« Das Vernichtende für Bacon ist, daß er beide verurteilt, weil er ihrer Forschungsmethode die Berechtigung abspricht. (Nov. Org. I. Aph. 64.) Liebig hat es von philosophischer Seite an Entgegnungen zugunsten Bacons nicht gefehlt. Das zutreffende Urteil ist auf der mittleren Linie zu finden, der die Darstellung des vorliegenden Werkes gefolgt ist. Vgl. v. Lippmann in »Abhandl. u. Vorträge« Bd. I: Bacon.
[182] Die gleiche Forderung ist oft und lange vor Comenius erhoben worden. Es kam aber vor allem darauf an, wie Galilei sich ausdrückt, die »Sprache und die Schriftzeichen verstehen zu lernen, worin dieses Buch geschrieben ist. Erst dann könne es verstanden werden«.
Auch die übliche Art der philologischen Ausbildung wurde angegriffen. Gegen sie wandte sich besonders der geistreiche Montaigne (1533–1592), der zu dem Urteil gelangte, daß der Zögling durch das jahrelange Studium der griechischen und der lateinischen Sprache »dummer werde, als er war, da er von Hause fortging«.
[183] Der gregorianische Kalender schaltet somit in 400 Jahren 97 Tage ein; sein Fehler beträgt für diesen Zeitraum nur 0,122 Tage.
[184] Die evangelischen Stände des Deutschen Reiches nahmen den gregorianischen Kalender 1700 an. England folgte erst 1752, während die griechisch-katholische Kirche sich bis auf den heutigen Tag ablehnend verhalten hat.
[185] Rosa Ursina sive sol ex admirando facularum et macularum suarum phaenomeno varius. 1630.
[186] Kästner, Geschichte der Mathematik. IV. S. 247.
[187] Siehe Günther, Kepler u. Galilei. E. Hofmann & Co., Berlin. 1896.
[188] Siehe Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher. 3. Auflage, Abschnitt 12. Es handelt sich um den Halleyschen Kometen.
Eine volkstümliche Darstellung der Lehren Keplers bringt das Buch L. Günthers, Die Mechanik des Weltalls. Leipzig 1909.
[189] Breitschwerdt, J. Keplers Leben und Wirken. 1831. S. 71.
[190] Prodromus dissertationum cosmographicarum continens Mysterium cosmographicum de admirabili proportione orbium coelestium a Joanne Keplero. Tübingen 1596.
[191] Ein Bild des Lebens und Schaffens Tychos hat J. E. L. Dreyer geliefert: Tycho Brahe, ein Bild wissenschaftlichen Lebens und Arbeitens im 16. Jahrhundert. Autorisierte deutsche Übersetzung von M. Bruns. XII, 434 S. Karlsruhe, 1894.
[192] Friedrich II.
[193] Namens Hven.
[194] Nach Tychos »Mechanica«. 1602.
[195] Brief an Rothmann vom 24. 11. 1589. Tychonis Brahe, epistolarum astronomicarum libri. 1610.
[196] Bei Annahme des koppernikanischen Systems nämlich.
[197] Siehe den 66. Abschnitt von Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig, W. Engelmann. 1908.
[198] Tycho Brahe, De mundi aetherei recentioribus phaenomenis. Liber secundus. Prag 1603. Figur auf S. 463.
[199] Im Jahre 1587.
[200] 1588.
[201] Laplace sagt in seiner Darstellung des Weltsystems (Ausgabe von Hauff), der Name aller derjenigen, welche ihre Gewalt mißbrauchten, um die Fortschritte der Vernunft aufzuhalten, müsse der Verwünschung aller Zeitalter preisgegeben werden. Als Tychos größten Widersacher nennt Laplace (Bd. II, S. 278) den dänischen Minister Walchendorp.
[202] Guericke, De vacuo spatio. lib. I. Icon. III.
[203] De motibus stellae Martis, Pars Secunda, Cap. 7.
[204] Siehe Johannes Frischauf, Grundriß der theoretischen Astronomie und der Geschichte der Planetentheorien. Leipzig, W. Engelmann. 1903.
[205] De motibus stellae Martis. Prag 1609, Opera omnia ed. Frisch. III. 135 ff.
[206] Am 24. Oktober 1601.
[207] Die Hexenverfolgungen haben mit dem Ende des 15. Jahrhunderts mehr als zweihundert Jahre wie die Pest gewirkt. Näheres siehe bei Binz, Doktor Johann Weyer, ein rheinischer Arzt, der erste Bekämpfer des Hexenwahns. Berlin 1896. Das Unheil ging von der Kirche aus. Seine Ausrottung erfolgte durch die der Naturwissenschaft zu verdankende Aufklärung. Als Beweis für die Verblendung jener Zeit mögen folgende Zeilen eines berühmten Theologen dienen. Sie sind einem Buche entnommen, daß auf Befehl Joachims von Brandenburg verfaßt wurde. Es heißt dort von den Hexen: »Kein Glied ist an unserem Körper, dem sie nicht schaden können. Meist machen sie die Menschen besessen und lassen sie von den Dämonen kreuzigen. Mit letzteren treten sie sogar in fleischliche Verbindung. Kein Ort ist so klein, wo man nicht eine Hexe findet. Aber selten findet sich ein Inquisitor«. Daß sich letztere auf kirchliches Geheiß bald einstellten, beweist die Tatsache, daß allein in der Gegend von Bormio die von Innocenz VIII. eingesetzten Inquisitoren in einem Jahre 41 Hexen verbrannten.
[208] Tabulae Rudolphinae. Ulm 1627. Opera omnia (ed. Frisch), VI. 661.
[209] Bürgi, ein Schweizer (1552–1632), und Napier oder Neper, ein Schotte (1550–1617), machten die so wichtige Erfindung der Logarithmen unabhängig voneinander. Bürgi war zuerst Gehilfe an der vom Landgrafen von Hessen unterhaltenen Sternwarte zu Cassel. Später leitete er diese Sternwarte, trat aber bald nach dem Tode seines fürstlichen Gönners in den Dienst Rudolfs des Zweiten über und wurde so zum Mitarbeiter Keplers.
[210] De motibus stellae Martis, Cap. 59 (Opera, edit. Frisch, Bd. III).
[211] Opera omnia (ed. Frisch) I. 106.
[212] »Harmonices mundi« lib. V.
[213] Opera omnia V. 279.
[214] Da sich die Massen bei gleicher Dichte wie die Volumina verhalten. In Wahrheit beträgt das Volumen der Erde etwa das 50fache von dem des Mondes, während sich die Dichten beider Weltkörper wie 1 : 0,6 verhalten. Die betreffende Stelle findet sich in Keplers Astronomia nova (Opera omnia III, 151).
[215] Nach einem von Kästner in seiner Geschichte der Mathematik Bd. IV. 360 mitgeteilten Auszug der Epitome astronomicae copernicanae Keplers.
[216] Joannis Kepleri Phaenomenon singulare seu Mercurius in sole. Leipzig 1609. (Opera omnia, ed. Frisch. II, 793.)
[217] In Einhards Vita Caroli Magni (herausgegeben von Jaffé 1876) wird berichtet, der Merkur sei im April des Jahres 807 »quasi parva macula nigra« vor der Sonnenscheibe gesehen worden.
[218] Opera omnia, II, S. 805.
[219] Durch Dr. G. Berthold.
[220] Siehe das Vorwort zu der erwähnten Ausgabe Dr. Bertholds. Über Keplers Stellung zur Astrologie siehe auch S. 115 dieses Bandes.
[221] Der Prediger David Fabricius war nicht etwa ein Mann, der sich mit der Astronomie nur oberflächlich aus Liebhaberei befaßte, sondern er hat nach Tycho Brahes Tode die erste Stelle unter den beobachtenden Astronomen eingenommen. So urteilt wenigstens Kepler, mit dem Fabricius in regem Briefwechsel stand. Für die Bestimmung der Marsbahn hat Kepler durch Fabricius viel wertvolles Material erhalten. David Fabricius gehörte auch zu den ersten, die das Fernrohr zu astronomischen Zwecken benutzten. Wahrscheinlich brachte es ihm sein Sohn Johann, der sich 1610 als Student der Medizin in Leyden aufhielt, aus Holland mit. Mit einem solchen Fernrohr entdeckte Johann Fabricius im elterlichen Hause die Sonnenflecken. Er stellte darauf unter Aufsicht seines Vaters eine Reihe von Beobachtungen zusammen und veröffentlichte deren Ergebnis in einer Schrift, die 1611 unter dem Titel »De Maculis in sole observatis« (Von den Sonnenflecken) erschien. (Näheres darüber siehe Bd. II. S. 26.)
[222] Erschienen 1618–1621 in Linz und Frankfurt; Opera omnia VI, 113 u. f.
[223] Somnium Kepleri von Ludwig Kepler dem Sohne. Frankfurt 1634. Eine deutsche, mit Erläuterungen versehene Ausgabe besorgte L. Günther, Leipzig, B. G. Teubner. 1898.
[224] Günther hat auch diese Anmerkungen übersetzt und erläutert. L. Günther, Keplers Traum vom Monde. Leipzig 1898.
[225] Günther, Keplers Traum. S. 129 u. f.
[226] A. a. O. S. 174.
[227] Siehe auch H. Hankel, Die Entwicklung der Mathematik. Tübingen 1869. S. 26.
[228] Ad Vitellionem Paralipomena. Frankfurt 1604 (Gesamtausgabe von Frisch II, 119).
[229] Johannis Kepleri Dioptrice. Augsburg 1611 (Gesamtausgabe von Frisch II. 515). – Keplers Dioptrik wurde neuerdings von Plehn in deutscher Übersetzung als Band 144 von Ostwalds Klassikern der exakten Wissenschaften herausgegeben (Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1904).
[230] Siehe S. 133 ds. Bds.
[231] Ad Vitellionem Paralip. Cap. I, Prop. IX. (Edit. Frisch. II, 113).
[232] Der vollständige Titel lautet: Ad Vitellionem Paralipomena, quibus Astronomiae pars optica traditur. Frankfurt 1604. Ausgabe von Frisch II. 119–397.
Der Pole Vitello (Vitellio) lebte um 1270. Er war also ein Zeitgenosse Roger Bacons. Vitello hat seine Optik, die im wesentlichen in einer Wiedergabe der Lehren Alhazens besteht, in Italien verfaßt. Sie erschien wiederholt gedruckt. Am bekanntesten ist die Ausgabe von Risner (Basel, 1572).
[233] Letzteres wird damit begründet, daß das Licht nichts Stoffliches sei (quia lux materia caret).
[234] Sicut se habent sphaericae superficies, quibus origo lucis pro centro est, amplior ad angustiorem: ita se habet fortitudo seu densitas lucis radiorum in angustiori ad illam in laxiori sphaerica superficie.
[235] Dies geschah durch Harriot, Epist. ad Keplerum scriptae; ed. Hanschii, 233; 1606. Siehe auch Wilde, Geschichte der Optik. I. 190.
[236] Ad Vitellionem. cap. 2. Opera omnia II. 153. – Einen Überblick über den Inhalt dieses Werkes, das die optischen Grundlagen der Astronomie entwickelt, gibt F. Plehn im Archiv für Optik. I. Bd. S. 75 u. f. 1908.
[237] Wilde, Geschichte der Optik. I. 188.
[238] Poggendorff, Geschichte der Physik. S. 167.
[239] Johannis Kepleri Dioptrice 1611. Opera omnia II. S. 515–567.
[240] Johannes Keplers Dioptrik oder Schilderung der Folgen, die sich aus der unlängst gemachten Erfindung der Fernrohre für das Sehen und die sichtbaren Gegenstände ergeben. 1611. Übersetzt und herausgegeben von Ferdinand Plehn. Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Nr. 144. Leipzig, Verlag von W. Engelmann. 1904.
[241] Keplers Dioptrice, Figur zu Problema IV (Editio Frisch II, 528).
[242] Dioptrice, XIII. Propositio (Edit. Frisch II, 530): Nullus radius, qui intra corpus crystalli super unam ejus superficiem plus 42° inclinatur a vertice, potent illam superficiem penetrare.
[243] Dioptrik, Lehrsatz XII.
[244] Das Komplement des 42° betragenden Brechungswinkels.
[245] Der von Snellius gefundene Ausdruck läßt sich leicht in den gebräuchlichen umwandeln. Man geht von der oben gegebenen Abb. 47 aus und schlägt um C einen Kreis mit CA als Einheit (siehe Abb. 48). Dann ist sin α (Einfallsw.) = DE und sin β (Brchsw.) = AF, ferner ist AC : CB = sin (180 - α) : sin β = sin α : sin β = DE : AF. Ist nun AC : CB konstant, und zwar für Luft und Wasser = 3 : 2, so gilt dasselbe von sin α : sin β, da wir diesen Ausdruck gleich AC : CB gefunden haben.
[246] Descartes Dioptrik, Kapitel 2. Näheres über Descartes' Anteil an der Entdeckung des Brechungsgesetzes siehe in der bezüglichen Abhandlung von P. Kramer (Abhandlungen zur Geschichte der Mathematik. 4. Heft. 1882), sowie in der Abhandlung von H. Wieleitner »Das Brechungsgesetz bei Descartes und Snellius« (Natur und Kultur, 13. Jahrgang. S. 403–406).
[247] Lehrsatz XXXIX.
[248] Siehe auch Wilde, Geschichte der Optik. Berlin 1838. Bd. I. S. 201.
[249] Die Ähnlichkeit des Auges mit der Dunkelkammer findet man zuerst bei Lionardo da Vinci erwähnt. Porta, dem wir die erste abendländische Beschreibung der Dunkelkammer verdanken, betrachtete die hintere Wand des Auges als einen Hohlspiegel, von dem aus das Licht nach der Mitte des Auges gelange, um dort wahrgenommen zu werden.
Der Nachweis, daß die Linse des Auges ein Bild auf die Netzhaut wirft, erfolgte indessen schon vor Scheiner (Arauzi 1587). Das Auge eines Tieres wurde auf der hinteren Seite mit einem Ausschnitt versehen. In diesem Ausschnitt fing man das Bild eines vor dem Auge befindlichen Lichtes auf. E. Pergens, Geschichtliches über das Netzhautbildchen und den Optikuseintritt. Klinisches Monatsblatt für Augenheilkunde. Bd. 42, I. S. 137–143.
[250] In Vitellionem Paralipomena. Cap. V.
[251] Ostwalds Klassiker Nr. 144 (Dioptrik), S. 26–34.
[252] Siehe an späterer Stelle dieses Werkes.
[253] Dioptrik, Lehrsatz 62.
[254] Wilde, Geschichte der Optik, I. S. 199.