3.
Schneehäuser, Schneemänner und Lavinen.

Im Winter vergnügt man sich auch gewöhnlich durch den Schnee selbst. So macht man kleine Schneeballen und setzt daraus hohe pyramidenförmige Häuschen zusammen, worein man Abends ein brennendes Licht setzt. Dieses sieht nun prächtig aus, vorzüglich in der Ferne, daß man gar nicht weiß, wofür man es halten soll; denn die Schneeballen an und für sich sind erleuchtet und durch die Lücken strahlt übrigens noch der hellere Schein hindurch.

Ferner formt man aus dem Schnee große, menschliche Figuren, welche man bemahlt und mit einem ausgehöhlten, bunt durchsichtigen Kürbisse statt des Kopfes ziert, in welchem ebenfalls des Abends ein brennendes Licht gesetzt wird. Damit macht man sich nun viel Spaß. Auch häuft man von Schnee einen Berg auf, in welchem man Höhlen und Ausgänge bildet. – Wenn es thaut und der Schnee sich ballt oder vielmehr ballen läßt, geht man auf hohe, steile Berge, macht einen nicht großen Ball und läßt ihn auf der Oberfläche des Schnees hinunter rollen. Je weiter dieser nun rollt, desto größer wird er und stürzt sich als Lavine dann mit Pfeilesschnelle hinab ins Thal, wodurch aber bisweilen eine ganze Strecke Weges oft verschüttet wird. Solche Lavinen rollen sich häufig auch selbst die Berge herab, aber die Größe und den Schaden haben und thun sie nicht, wie ihre gigantischen Brüder in den Schweitzergebirgen. In den Wäldern jedoch thun sie durch Umknicken junger Bäume manchen Schaden. –