[3] Diese Hanfsandalen, alpargatas, werden in dem größten Theile Spaniens von den unteren Classen statt der Schuhe getragen und bilden, mit farbigen Bändern am Beine befestigt, eine eben so niedliche wie in der trockenen Jahreszeit passende Fußbekleidung. In einigen Provinzen tragen die Bauern auch Sandalen aus einem viereckigen Stücke gegerbten oder rohen Ochsenfelles; diese wurden jedoch von den Soldaten nur im Falle augenblicklicher Noth getragen, während die alpargatas in der Armee allgemein waren.
Übrigens war die carlistische Armee späterhin oft sehr gut uniformirt; so stets die Divisionen beim Ausmarsch zu Expeditionen. Die Uniform bestand aus dem Überrock, der ohne Jacke etc. getragen wurde, rothen Beinkleidern, dem Barett mit wollenen Quasten; die Officiere trugen dunkelblaue Überröcke und darüber die beliebte zamarra, eine elegante Jacke aus schwarzem Lämmerfell mit seidenen Schnüren; die Quasten ihrer Baretts waren von Gold oder Silber. Das Gepäck der Soldaten, wie der Officiere war sehr einfach, da selbst diese Effecten von den Bedienten getragen werden mußten: nur die Capitains durften ein Pferd mit sich führen. — Die christinische Armee war eben so uniformirt; trug aber größtentheils weißes Lederzeug und, oft einzige Unterscheidung der streitenden Corps, Czako’s oder französische Mützen. — Die Bekleidung der spanischen Armee in Friedenszeit ist äußerst geschmackvoll. Während des Krieges fehlte es oft an Allem.
[4] „Königliche Freiwillige“: unter Ferdinand etablirt, den National-Garden der christinischen Regierung entsprechend, aber mit gerade entgegengesetzter Richtung, übrigens weit zahlreicher als diese, wiewohl sie alle freiwillig, die liberalen Nationalen großentheils gezwungen die Waffen trugen.
[5] Die baskischen Provinzen und Navarra werden in Spanien gewöhnlich nur durch „las provincias“ bezeichnet.
[6] Er ist erbitterter Feind Espartero’s.
[7] Sie durchzogen Frankreich, die Waffen auf Wagen mit sich führend.