Sonett.

So eilst Du denn der Königsstadt entgegen,

Wird sich, wenn ihre Reize Dich umzweigen,

Zur Heimath liebend dein Gedanke neigen,

Und wirst Du deutschen Sinn im Busen pflegen?

Wo die Empfindung fremde Stempel prägen,

Wo Deines Vaterlandes Klänge schweigen,

Wird sich Dein Herz empfänglich für sie zeigen?

Und bleibt es treu den heimathlichen Schlägen?

O lebe wohl, viel hast Du hier erfahren,

Und trübe war, was auch Dir blühen mag,

Ich weiß es, Deiner Jugend Frühlingstag.

Doch Deiner Freunde Liebe folgt Dir nach,

Und bitten zu des Himmels heil’gen Schaaren,

Daß sie Dein Herz Dir und sich selbst bewahren.