Aengstlich treten wir und schüchtern
In der Muse Tempel ein,
In der Göttin Heiligthume
Den bescheid’nen Kranz zu weih’n.
„Welch gewagtes Unternehmen!
Kränze von so kleiner Hand,
Die ein Chor von kühnen Mädchen
Am Altar der Künste wand!“
O verzeiht, auf Eure Güte
Hat das bange Herz vertraut,
Und auf Eurer Milde gläubig
All sein Hoffen aufgebaut.
Hebt auch schüchtern und mit Zagen
Sich empor der scheue Blick,
Gern vertraut die Seele wieder,
Und die Hoffnung kehrt zurück.
Darum täuschet, Ihr Geliebten,
Nicht dies kindliche Gefühl!
Muthig haben wir gerungen
Nach dem heiß ersehnten Ziel.
Und verkündet Euren Beifall
Nur ein Lächeln, sauft und leicht,
O dann ist ja tausendfältig
Dieses schöne Ziel erreicht.
Wo der Seligkeiten höchste,
Wo nur Dank und Freude wohnt,
Wo mit diamant’nen Kronen
Euer Beifall uns belohnt.