Gesang der Sterne.

Wir ziehen über Berg und Thal

Und über’s weite Meer;

Wir ziehen über Menschenqual

Und Menschenglück daher.

Wir kennen, was in stiller Brust

Sich vor der Welt verhüllt,

Und was mit namenloser Lust

Ein einsam Auge füllt.

Und wenn der Schmerz die Seele quält,

Wir geben ihr die Ruh’,

Und wenn die Lieb’ ihr Glück erzählt,

So hören wir ihr zu.

Wir schau’n auf manches kühle Grab,

An dem ein Mensch sich härmt,

Und schimmern in die Laub’ hinab,

In der die Liebe schwärmt.

Wir reden mit dem Gram und sind

Stets mit dem Kummer wach;

Die Thräne des Entzückens rinnt

Gern unter unserm Dach.

Wir schlingen in den luftigen Höh’n

Den stillen frohen Reih’n,

Und scheinen Ruh’ und Wiederseh’n

In jedes Herz hinein. –