Der Bürgergardist.

Seht dort den Mann mit Waff’ und Wehr!

Er schreitet so männlich und fest einher;

Ihm schmückt eine weißblaue Binde den Arm,

Ihm blitzt das Auge nicht toll und wild,

Er schaut so ernst, er schaut so mild,

Als trüg’ er’s im Herzen groß und warm.

Wer bist Du, Krieger, ich sah in der That

So einfach im Schmucke nie einen Soldat?

Wem dienst Du, sprich, Du ernsthafter Mann?

„Mir blühet ein einfach und schönes Loos,

„Still herrscht meine Königin, heilig und groß,

„Ihr gehör’ ich im Leben und Sterben an.“

Wo liegt das Land Deiner Königin?

Hat’s viele der Männer von Deinem Sinn?

Stellt’s viele Regimenter in’s Feld hinaus?

„Das Land meiner Königin ist nicht weit.

„D’rin schaffet und baut sie für jegliche Zeit

„Geräuschlos dem Frieden ein goldenes Haus.“

So ist Deine Königin reich an Gold?

Was erhältst Du, glücklicher Mann, an Sold?

Wie stark an der Zahl ist das stehende Heer?

„Reich ist uns’re Königin, reich unser Lohn;

„Wir stützen als fleißige Bürger den Thron

„Und greifen als Krieger für ihn zur Wehr.“

So sprich denn, Du Mann in schwarzer Tracht,

Wer ist Deine große ausländische Macht?

Nenn mir Deiner Königin heiliges Land.

„Die Ordnung ist meine Königin,

„Für sie geb’ ich Glück und Leben hin,

„Und das Land ist Dein eig’nes Vaterland.“