Am Abend.

Senke Deine gold’nen Flügel,

Holder Abend Du,

Send’ auf Fluren und auf Hügel

Stille süße Ruh’!

Milden Trost auf herbe Thränen,

Guter Genius;

Schlägt mein Herz in bangem Sehnen,

Deinen Friedenskuß!

Alles ruht in Wonneträumen,

Jedes Auge blickt

Dankbar zu des Himmels Räumen,

Der den Frieden schickt.

Hüll’ auch mich in Deinen Schleier,

Seel’ger Abend ein,

Laß auch mich von Deiner Feier

Still gegrüßet sein!

Dann bring’ ich Dir meine Gabe,

Tief von Dank durchglüht,

Bringe freudig, was ich habe,

Dir ein sanftes Lied.