1854.
Im Waffenkleid, in blankem Stahl
Vom Kopf bis zu den Waden,
Umsteh’n den tapfern General
Die muthigen Soldaten.
Im Auge blitzt der Heldenmuth,
Verachtung für die Schande.
Sie rufen laut – und schwenken den Hut –
Ein Hoch! dem Vaterlande.
Und Hoch! dem General, der sie
So oft ins Feld geführet,
Und gegen manche Schlachtbatt’rie
Die Truppen commandiret.
Der sitzt mit seinem Ordensband
Auf seinem stolzen Pferde,
Und dankt, an seinem Hut die Hand,
Mit freudiger Geberde.
Auch wir sind eine stärk’re Armee,
Als manche Contingente.
Es hängt uns zwar kein Portepee,
Kein Schwert um uns’re Lende;
Doch unser Schwert und uns’re Wehr,
Das ist der gute Glaube,
Der heil’ge Schutz von Oben her
Ist uns’re Pickelhaube.
Auch unser Herz durchglüht der Muth,
Auch wir verachten die Schande,
Und rufen auch – und schwenken den Hut –
Ein Hoch! dem Vaterlande.
Das ist noch größer als Oesterreich,
Als Preußenland und Polen,
Man mißt’s nicht aus, und lief man gleich
Auf Siebenmeilen-Sohlen.
Und alle Menschen wohnen d’rin,
Die Großen und die Kleinen,
Das Land umschließt als Hüterin
Eine Mauer von Edelsteinen.
Und unser Herrgott hat gesagt:
Mit Stürmen und Gewittern
Soll nicht die Hölle, wenn sie’s wagt,
Dies Vaterland erschüttern.
Es leb’ auch hoch der General,
Der uns zu Felde führet,
Und der uns nicht zum ersten Mal
Zum Kampfe commandiret.
Der sitzt nicht mit dem Ordensband
Auf einem stolzen Pferde:
Er trägt ein einfach schwarz Gewand
Und geht auf rauher Erde.
Nicht streng ist sein Commandowort,
Es dringt aus sanfter Kehle,
Und dennoch reißt’s wie Sturmwind fort,
Und dringt uns durch die Seele.
Er droht uns nicht mit Haft und Strang,
Der Feind nur kriegt die Hiebe,
Und unser ganzes Reglement
Ist guter Will’ und Liebe.
Sein Hauptquartier und Marschallzelt
Ist eine stille Klause,
Dort stünd’ ein jeder, wenn es gält’,
Als Schildwach vor dem Hause.
Wir halten bei ihm allzumal,
Im Frieden wie im Streite.
Es lebe unser Feldmarschall
In seinem Ordenskleide.