(Nach gegebenen Endreimen.)

Die Herzen knüpfen schneller ein Bündniß, als die Staaten. –

Ein junger Gärtner machte im Garten den Besuch,

Und sah nach seinen Blumen, mit vorgebund’nem Tuch,

Die Aermel aufgewickelt, und in der Hand den Spaten.

Die Rosentöpfe standen gereiht auf der Estrade

Nah’ bei dem Strom – da plötzlich, jenseits am andern Strand,

Erschien ein lieblich Mägdlein, die bunte Kränze wand.

Er warf ihr eine Rose hinüber an’s Gestade.

Das Kind war schön – so malet kein Pinsel, keine Kreide

Die feinste Huldgestalt, wie gewebt aus Blüthenduft.

Er schwur in seinem Innern: ja, ja, ich bin ein Schuft,

Sah ich in meinem Leben ’ne schön’re Augenweide.

Sogleich umschlangen beide der Liebe seidne Stricke,

Sie steckt’ in ihre Flechten die Ros’ aus seinem Topf,

So ward der Bund geschlossen – die Ros’ in ihrem Zopf

Ward so der Liebe Sprache, der Liebe Pfand und Brücke.