Weis’ her die wälsche Medaille!
Wie funkelt so neu das Ding!
Und so alt schon ist die Bataille,
Wo Dein Arm zum Teufel ging.
Wär’ weiter nichts mitgegangen,
Nicht Dein Herz, Dein größter Schatz,
Sie hätten Dir nicht gehangen
Die Medaille an seinen Platz.
Sie hätten es nicht probiret,
Nach fünfzig Jahren auf’s Neu’,
Und zweimal speculiret
Auf Deine Kaisertreu’.
Der Kaiser liegt im Grabe
Und seine Garde dazu.
Gott geb’ ihm und seinem Stabe
Pardon und die ew’ge Ruh’.
Viel Jahre sind gezogen
Wohl über die Gruft daher.
Kaum rauschen noch die Wogen
Die blutige Kaisermähr.
Und Gras ist viel gewachsen
Ueber Ehr’ und über Schand’,
In Preußen und in Sachsen
Und im Franzosenland.
Nun kommen sie wieder und äffen
Und schmücken sich mit dem Ding
Und werben Dich für den Neffen
Um einen Silberling.
Kämen sie im Schlachtgebrause
Zu hunderttausend Mann,
Wir schickten sie nach Hause,
Wie wir es schon gethan.
Und Du greifst nach dem Bande?
Du heftest Dir es an?
Du brüstest Dich mit der Schande!
O, schäme Dich, alter Mann!