Die St.-Helena-Medaille.[16]

Weis’ her die wälsche Medaille!

Wie funkelt so neu das Ding!

Und so alt schon ist die Bataille,

Wo Dein Arm zum Teufel ging.

Wär’ weiter nichts mitgegangen,

Nicht Dein Herz, Dein größter Schatz,

Sie hätten Dir nicht gehangen

Die Medaille an seinen Platz.

Sie hätten es nicht probiret,

Nach fünfzig Jahren auf’s Neu’,

Und zweimal speculiret

Auf Deine Kaisertreu’.

Der Kaiser liegt im Grabe

Und seine Garde dazu.

Gott geb’ ihm und seinem Stabe

Pardon und die ew’ge Ruh’.

Viel Jahre sind gezogen

Wohl über die Gruft daher.

Kaum rauschen noch die Wogen

Die blutige Kaisermähr.

Und Gras ist viel gewachsen

Ueber Ehr’ und über Schand’,

In Preußen und in Sachsen

Und im Franzosenland.

Nun kommen sie wieder und äffen

Und schmücken sich mit dem Ding

Und werben Dich für den Neffen

Um einen Silberling.

Kämen sie im Schlachtgebrause

Zu hunderttausend Mann,

Wir schickten sie nach Hause,

Wie wir es schon gethan.

Und Du greifst nach dem Bande?

Du heftest Dir es an?

Du brüstest Dich mit der Schande!

O, schäme Dich, alter Mann!