Nachts in der Kabine

Das Meer klopft an die Wand,

Im kleinen runden Fenster blaut die Nacht

Und atmet heiß mit Wüstenhauch herein.

Ich bin zum zehntenmal erwacht

Und liege still in atemlosem Brand

Und schlafe nimmer ein.

Und wie ein wildes Herz

Stößt die Maschine heiß und stöhnend fort

Und müht sich unerlöst in blindem Schmerz

Durch immer neue Fernen sinnlos fort.

O wessen Herz nicht klar und fest

Und froh ist wie Kristall,

Für den ist solcher Raum kein Nest,

Dem folgt die Sehnsucht und der Heimat Sorgenschwall,

Folgt ungestillte Liebe überall

Und macht ihn arm;

Und alles sieht ihn wild und teuflisch an,

Weil er den Feind im eignen Busen trägt

Und nie entrinnen kann.