Pelaiang

Die Nacht ist ganz von Blitzen hell

Und zuckt in weißem Licht

Und flackert wild, verstört und grell

Über den Wald, den Strom und mein bleiches Gesicht.

Am kühlen Bambusstamm gelehnt

Steh’ ich und schaue unverwandt

Über das regengepeitschte, blasse Land,

Das sich nach Ruhe sehnt,

Und aus der fernen Jugend her

Blitzt mir aus regentrüber

Verdüsterung ein Freudenschrei herüber,

Daß doch nicht alles leer,

Daß doch nicht alles schal und dunkel sei,

Daß noch Gewitter sprühen

Und an der Tage ödem Zug vorbei

Geheimnisse und wilde Wunder glühen.

Tief atmend lausche ich dem Donner nach

Und spüre feucht den Sturm in meinem Haar

Und bin für Augenblicke tigerwach

Und froh, wie ichs in Knabenzeiten

Und seit den Knabenzeiten nimmer war.