Bei dieser Abtheilung machte es besondere Schwierigkeiten, den ziemlich umfangreichen, aber andererseits durchaus nicht vollständigen Stoff in eine leidliche logische Ordnung zu bringen. Es wurde vor Allem der Gesichtspunkt der Feste in das Auge gefaßt und zunächst diejenigen Sitten und Gebräuche erörtert, welche sich an noch gegenwärtige oder frühere kirchliche Feiertage anschließen. Dann folgen die Feste, deren Feier aus dem alltäglichen Leben und dem Bedürfnisse nach religiöser Weihe oder nach leiblicher Erholung hervorgegangen ist. Die Feste endlich, welche die einzelne Familie bei besonderen Ereignissen ihres häuslichen Kreises begeht, bilden den Schluß. Es lag nahe, namentlich „bei den Festen des bürgerlichen Jahres,“ an die feiernden Personen das oder jenes anzuschließen, was ebenfalls in das Gebiet der Sitten und Gebräuche gehört. Es werden daher bei der Kinderwelt außer dem Schulfeste auch Spiele und andere Erholungen besprochen und bei den Festen der Erwachsenen ist insbesondere auf die Eigenthümlichkeiten des Bergmannes und des Bauers näher eingegangen. Diese gesammte Anordnung kann vielfach angefochten werden, doch erschien sie immer noch als die übersichtlichste und ist deshalb gewählt worden. — Ein anderer Mangel liegt weniger in der Form, als in dem Inhalt. Manches, was vielleicht ausführlich behandelt ist, wird der oder jener für unwichtig halten, während er Anderes, was gar nicht erwähnt ist, vermißt. Wir gestehen dies gern zu; doch rechnen wir aus den in der Vorrede angeführten Gründen auf nachsichtige Beurtheilung.