Zwölftes Kapitel.
Im Schnee begraben.

Ich hatte von Kuti aus einen kräftigen Schoka namens Nattu ausgesandt, um festzustellen, ob es möglich wäre, das Gebirge über den hohen Mangschanpaß zu überschreiten, da ich in diesem Falle imstande gewesen wäre, ohne entdeckt zu werden, weit nach Tibet hineinzukommen. Ich würde so die große Anzahl von Soldaten umgangen haben, die, wie mir berichtet worden war, der Jong Pen von Taklakot am Lippupaß konzentriert hatte, um mein Eindringen in das Land zu verhindern. Und ehe sie Zeit gehabt haben würden, sich über meinen Verbleib klar zu werden, würde ich einen zu großen Vorsprung gehabt haben, als daß sie mich noch hätten finden können.

Nattu kam fast gleichzeitig mit uns im Lager an und hatte eine lange Leidensgeschichte zu erzählen. Er war den Berg halbwegs hinaufgekommen. Der Schnee war tief, und ungeheuere, gefährliche Spalten waren im Eise. Beim Aufstieg war über seinen Weg eine Lawine niedergegangen, und nur mit genauer Not war er mit dem Leben davongekommen. Das hielt er für ein böses Omen und kehrte um, ohne die Höhe des Passes erreicht zu haben. Er schien abgeschreckt und ermattet zu sein und erklärte, daß es für uns unmöglich sei, auf diesem Wege vorwärtszukommen. Leider machte der aufregende Bericht des Mannes aus Kuti auf meine Leute einen sehr entmutigenden Eindruck. Durch die heftige Kälte, die Anstrengung des Tragens so schwerer Lasten über ein so schlechtes Terrain, durch die gefürchteten Flüsse, von denen wir so viele überschritten hatten, wurden meine Träger bei dem Gedanken an weitere bevorstehende Leiden völlig demoralisiert, um so mehr, als ich ihnen versicherte, daß ich Nattu nicht glaubte und gehen würde, um selbst zu sehen.

Es war 4½ Uhr nachmittags, also geraume Zeit vor Sonnenuntergang, und Mondschein zu erwarten. Ich war an dem Tage 15 Kilometer marschiert, und obgleich die Sohlen meiner Füße wund waren, war ich doch nicht ermüdet. Man muß bedenken, daß in hohen Regionen die Anstrengung, 15 Kilometer zu gehen, gleichbedeutend ist mit der eines Marsches von dreifacher Länge in geringern Höhen.

Unser Lager befand sich 4920 Meter über dem Meere, eine ziemlich respektable Höhe, wenn man bedenkt, daß der Montblanc, der höchste Berg in Europa, nur 4810 Meter hat. Dr. Wilson bestand darauf, mich zum Gipfel hinauf zu begleiten. Katschi Ram und der Rongba boten sich freiwillig an, Bijesing, der Johari, schloß sich nach einigem Zureden an, was unsere kleine Gesellschaft vervollständigte. Tschanden Sing, der einzige, dem ich wirklich trauen konnte, wurde zur Aufsicht über das Lager zurückgelassen, mit dem strengen Befehl, jeden, der während meiner Abwesenheit versuchen sollte umzukehren, streng zu bestrafen.

Fast unmittelbar, nachdem wir im Lager angekommen waren, brachen wir auf und folgten stromaufwärts dem Laufe des Mangschanflusses, der zwischen hohen Bergen eingeschlossen ist. Es gab keinen Fußweg, und der Marsch über große, schlüpfrige Steine, zwischen denen unsere Füße beständig ausglitten, eingeklemmt und verletzt wurden, war außerordentlich beschwerlich. Da ich meinem Gefolge, das dicht vor der Meuterei zu stehen schien, wenig traute, wollte ich nicht gern die schwere Last von 800 Silberrupien, die in meinen Rock eingenäht war und die ich, beiläufig gesagt, immer bei mir trug, im Lager zurücklassen, und ebensowenig meine Flinte, zwei Kompasse, zwei Aneroide, ein Halbchronometer, eine andere Uhr und einige dreißig Patronen. Das Gesamtgewicht dieser Gegenstände war beträchtlich, was ich besonders während der ersten Tage meines Marsches fühlte. Indessen, man gewöhnt sich an alles, und bald spürte ich beim Marschieren verhältnismäßig wenig davon. Ich hatte beschlossen, dies alles selbst zu tragen, um immer sicher zu sein, im Falle meine Leute revoltierten oder ausrissen.

Unser Weg führte über einen Gletscher, aus welchem der Mangschanfluß entspringt. In einer Höhe von 5420 Meter verließen wir den Gletscher, dessen grünliches klares Eis eine interessante Schichtung zeigte, und begannen, uns scharf nordwärts wendend, unsern Aufstieg nach dem Paß. Schon wenn man den Abhang vor uns hinaufblickte, hätte man von dem Versuche, ihn zu ersteigen, Abstand genommen, wenn man die Wahl gehabt hätte. Noch dazu war der Schnee, auf dem wir uns mühsam vorwärts arbeiteten, so weich und tief, daß wir bald bis an die Hüften einsanken. Gelegentlich wechselte der Schnee mit losem Geröll und verwittertem Gestein ab, auf dem wir nicht besser daran waren. Unter solchen Umständen war die Anstrengung übermäßig.

In 5800 Meter Höhe befanden wir uns auf einer längern Strecke von weichem Schnee, der ein Eisfeld bedeckte, das von tiefen Spalten durchzogen war. Mit großer Vorsicht mußten wir unsern Weg tasten, was bei dem matten Scheine des Mondes seine besondern Schwierigkeiten hatte.

Zum Glück hörten die Spalten auf, als wir höher kamen. Aber ich fing an, eine sonderbare Erschöpfung zu fühlen, die ich nie vorher empfunden hatte. Bei Sonnenuntergang war das Thermometer, das Katschi trug, plötzlich innerhalb weniger Minuten stark gefallen, und die schroffe Temperaturänderung schien uns alle mehr oder weniger zu beeinflussen. Wir setzten dennoch unsern Aufstieg fort, mit Ausnahme von Bijesing, der so heftig von der Bergkrankheit ergriffen wurde, daß er unfähig war zu folgen. Auch der Doktor, ein Mann von mächtigem Körperbau, litt sehr. Seine Beine waren, wie er sagte, bleischwer, und jedes schien einige Zentner zu wiegen. Die Anstrengung, sie zu heben und zu bewegen, erforderte seine ganze Energie. Obgleich er völlig außer Atem war und nach Luft schnappte, wollte er doch nicht nachgeben und mühte sich tapfer weiter, bis wir eine Höhe von 6250 Meter erreichten. Hier wurde er von solcher Erschöpfung und Schmerzen ergriffen, daß er unfähig war, weiterzugeben.

Katschi Ram, der Rongba und ich gingen weiter; aber auch wir litten. Katschi klagte über heftiges Hämmern in den Schläfen und lautes Sausen in den Ohren. Er keuchte furchtbar und taumelte unheimlich, ab und zu sank er zusammen. In 6400 Meter Höhe fiel er platt auf den Schnee. Er war sofort eingeschlafen, atmete schwer und schnarchte rasselnd. Seine Hände und Füße waren eiskalt, weshalb ich sie rieb. Aber was mir mehr Sorge machte als alles andere, war der unregelmäßige Schlag seines Herzens. Ich wickelte ihn in seine Decke und meinen Wettermantel ein und rief dann den Doktor, dem ich erzählte, was geschehen war. Ich selbst wollte noch so viel höher vordringen, als ich aushalten würde. Der Rongba war jetzt der einzige der Gesellschaft, der fähig war, sich aufrecht zu halten.

Ein dicker Nebel fiel ein und umhüllte uns, was das Emporklimmen bedeutend erschwerte. Unsere Anstrengungen, weiterzukommen, nachdem wir Katschi zurückgelassen hatten, waren verzweifelt; unsere Lungen waren in krampfhafter Tätigkeit, als ob sie bersten wollten, unsere Pulse beschleunigt. Unsere Herzen klopften, als wollten sie sich einen Weg aus dem Körper herausbahnen. Erschöpft und von einer unwiderstehlichen Schlafsucht ergriffen, erreichte ich mit dem Rongba schließlich dennoch die Höhe. Trotzdem ich mir schon lange die Unmöglichkeit klargemacht hatte, meine Leute auf diesem Wege hinüberzubringen, war es eine Genugtuung, hierher gelangt und eine solche Höhe erreicht zu haben. Es hatte auch das Gute, daß ich mich über die Schneeverhältnisse auf der andern Seite des Gebirges orientieren konnte. Wie ich durch den Nebel ab und zu sehen konnte, war die Menge des Schnees auf der nördlichen Seite der Kette größer als auf der südlichen. Wenn auch vor Ermüdung fast ohnmächtig, trug ich meine Beobachtungen doch ein. Die Höhe war 6700 Meter, die Zeit 11 Uhr nachts; der Wind wehte stark und schneidend aus Nordost. Ich hatte ungeschickterweise vergessen, mein Thermometer aus Katschis Tasche zu nehmen, als ich ihn verließ, und war nun nicht imstande, die Temperatur zu notieren; die Kälte war aber ganz intensiv. Die Sterne schienen außerordentlich hell, und der Mond beleuchtete eine Weile das Panorama rings um mich. Obgleich es ein Anblick größter Trostlosigleit war, bot er dennoch einen seltsamen, unbeschreiblichen Zauber. Unter mir, im Süden, lagen die Bergmassen im Schnee begraben, in Südosten und Nordosten ragten Gipfel auf, die noch höher waren als der, auf dem ich stand. Im Norden dehnte sich das ungeheure, öde tibetische Hochland aus mit wellenförmigen Erhebungen und verworrenen Hügelketten, über die aus der Ferne ein hoher Gebirgszug mit Schneegipfeln herüberblickte. In der Nähe konnte ich nur sehr wenig Schnee sehen, ausgenommen an dem nördlichen Abhange der Kette, auf der ich stand, und auf den Höhenzügen, die das Plateau durchkreuzten.

Ich hatte das Wunder der in ewiger Starrheit schlafenden Natur kaum geschaut, als der Nebel unter mir sich schon wieder erhob und ich ein riesenhaftes Gespenst erblickte, das aus dem Nebel, der ringsum alles in seinen Mantel hüllte, auftauchte.

Im Mittelpunkt eines leuchtenden Kreises stand eine große, dunkle Gestalt in einem ungeheuern Nebelschleier. Die Wirkung war überwältigend, und erst nach einigen Augenblicken wurde es mir klar, daß das Gespenst mir glich, eine flüchtige Darstellung meines eigenen, ins Ungeheuere vergrößerten Körpers, und daß ich im Mittelpunkte eines Mondregenbogens stand und auf mein eigenes Nebelbild blickte. Wie ich auch meine Arme, meinen Körper, meinen Kopf bewegte, die geisterhafte Gestalt tat es mir nach. Ich fühlte mich unwiderstehlich veranlaßt, meine Stellungen zu verändern, zuerst unruhig und etwas aufgeregt, dann mit innerlichem Lächeln über mein Tun, denn es machte mir Spaß, mein Nebelbild mich nachäffen zu sehen. Ich kam mir vor wie ein Kind, das zum erstenmal vor einem Spiegel steht.

Der Rongba war erschöpft niedergefallen, und auch ich fühlte mich bald so matt, daß ich trotz meines Ankämpfens dagegen auf dem Schnee zusammenbrach. Jämmerlich zitternd teilte ich mit dem Kuli dieselbe Decke, um uns gegenseitig mehr zu wärmen. Beide waren wir von einer unwiderstehlichen Schlafsucht ergriffen, die der Wirkung eines starken narkotischen Mittels glich. Ich versuchte alles dagegen, denn ich wußte nur zu gut, daß, wenn meine Augenlider sich einmal schlössen, sie sich nie mehr öffnen würden.

Ich rief den Rongba. Er schlief fest. Ich bot die letzte Spur von Lebenskraft auf, um meine Augen offen zu halten, aber der Wind blies stark und schneidend und pfiff sein grausames Lied. Noch heute höre ich es bei dem Gedanken an meine damalige Lage!

Der zähneklappernd zusammengekauerte Rongba stöhnte, und sein plötzliches Erschaudern verriet große Schmerzen. Ich hielt es für Christenpflicht, ihm die Decke allein zu überlassen, die für uns beide zu klein war, und wickelte sie ihm fest um Kopf und Leib. Er saß zusammengedrückt da, das Kinn auf den Knien.

Diese kleine Anstrengung war genügend, mich den Kampf gegen die Natur verlieren zu lassen. Wie das Medium unter hypnotischem Einfluß den eigenen Willen und die eigene Kraft plötzlich schwinden fühlt, so fühlte ich die gänzliche Hoffnungslosigkeit des weitern Abmühens gegen die scheinbar übernatürlichen Kräfte, mit denen ich kämpfte. Nach rückwärts auf den Schnee fallend, machte ich eine letzte verzweifelte Anstrengung, nach den glitzernden Sternen zu blicken … Vor meinen Augen wurde es trüb und dunkel. An Weiteres vermag ich mich nicht mehr zu erinnern. Wie lange diese halbe Bewußtlosigkeit währte, weiß ich nicht.

»Gott, wie gräßlich! Doktor! Katschi!« versuchte ich zu rufen – vergebens. Meine Stimme schien in meinem Halse erstickt.

War, was ich vor mir sah, wirklich? Die beiden zu Tode erfrorenen Männer lagen nebeneinander auf der weiten weißen Schneedecke, unbeweglich wie Statuen. Ich versuchte, sie aufzuheben. Sie waren ganz starr. Ich kniete neben ihnen nieder, rief sie und bemühte mich wie wahnsinnig, sie wieder zu Bewußtsein und Leben zurückzubringen. Verwirrt wandte ich mich um, um nach Bijesing zu sehen, und dabei schien alle Lebenskraft in mir zu erstarren. Ich sah mich selbst in einem geräumigen, aber sich schnell zusammenziehenden Grabe von durchsichtigem Eise eingeschlossen. Es war mir, als müßte auch ich bald ein fester Eisblock sein wie meine beiden Freunde. Meine Beine und Arme waren schon erstarrt.

In dem Entsetzen vor einem so hoffnungslosen, gräßlichen Tode wurden meine Empfindungen von einer unbeschreiblichen, aber fast wohltuenden Mattigkeit begleitet. Bis zu einem gewissen Grade hatte ich noch Bewußtsein. Sollte ich, Ruhe und Frieden der Anstrengung vorziehend, schmerzlos dahinsterben oder einen letzten verzweifelten Versuch machen, mich zu retten? Das Eis schien sich jeden Augenblick fester und fester zu schließen. Ich war am Ersticken.

»Hinaus! Ich muß hinaus!« versuchte ich zu schreien. »Weg mit dieser erstickenden Last!« Da fiel ich heftig zurück, und alles war verschwunden: der erfrorene Katschi, der Doktor, das durchsichtige Grab, das Nichts!

Als ich meine Augen öffnete, die wie von Nadelstichen schmerzten, schneite es stark. Ich hatte vorübergehend den Gebrauch meiner Beine und Finger verloren. Sie waren erfroren. So heftig die Erschütterung war, als ich mir vorstellte, wie schrecklich nahe ich dem Tode gewesen, war ich mir beim Erwachen von diesem gräßlichen Alpdrücken doch augenblicklich bewußt, unsern Weg nach einer tiefern Region antreten zu müssen. Schon war ich mit einer Schneedecke zugedeckt, und ich glaube, daß es der kalte Druck auf meine Stirn war, der jenen beängstigenden Traum hervorgerufen hatte. Wahrscheinlich ist es jedoch, daß ich ohne diese scheußliche Vision, die meine Nerven aus der lähmenden Betäubung aufrüttelte, nie aus jenem Zustand erwacht sein würde.

Mit Mühe richtete ich mich auf und gewann durch beständiges Reiben und Schlagen langsam den Gebrauch meiner Beine wieder. Ich weckte den Rongba, rieb ihn und schüttelte ihn, bis er fähig war, sich zu bewegen. Dann begannen wir den Abstieg.

Ohne Zweifel ist es eine große Genugtuung, hohe Berge zu ersteigen. Aber kann sie mit der des Abstiegs verglichen werden? Bei dieser Gelegenheit wurde ich in dieser Meinung noch mehr bestärkt.

Der Abstieg war gefährlich, aber nicht ermüdend. Da der Abhang außerordentlich steil war, machten wir auf dem Schnee Riesenschritte, und wenn wir an Schutt- und Trümmerfelder kamen, glitten wir bei jedem Schritt drei bis fünf Meter hinab unter dem betäubenden Geräusch der durch uns in Bewegung gebrachten ungeheuern Masse loser Steine.

»Horch!« sagte ich zu dem Rongba, »was ist das?«

Wir warteten, bis es still wurde, dann lauschten wir aufmerksam mit den Händen an den Ohren. Es schneite noch.

»Ao, ao, ao! Jaldi ao! Tumka hatte? Kommt, kommt, kommt schnell! Wo seid ihr?« rief eine schwache, angsterfüllte Stimme weit unten.

Wir beschleunigten unsere Schritte. Da wir über unsere Beine kaum Gewalt hatten, ging der Abstieg reißend schnell. Der Schneefall hörte auf, und wir wurden in einen dichten Nebel eingehüllt, der uns bis auf die Haut drang.

Durch die Rufe des Doktors geleitet, dessen Stimme wir nun erkannten, setzten wir unsern halsbrecherischen Abstieg fort. Die Rufe wurden immer deutlicher, und endlich fanden wir uns zu meiner größten Freude Wilson gegenüber, der, dem Himmel sei Dank, noch am Leben, aber fast hilflos war, da seine Beine, wie er sagte, noch wie Blei waren und er sie kaum bewegen konnte.

In Sorge um uns hatte er lange Zeit gerufen, und da er keine Antwort bekommen hatte, war er sehr unruhig geworden, um so mehr, als er fand, daß er uns in keiner Weise zu Hilfe kommen konnte. Er hatte uns bereits für verloren gehalten.

Wir sahen uns nach Katschi um. Er hatte, in seine warme Decke und meinen Mantel gewickelt, wie ein Murmeltier geschlafen und war jetzt ganz frisch. So setzten wir alle zusammen unsern Wettlauf nach unten fort, lustig schwatzend und über den glücklichen Ausgang scherzend. Der Aufstieg von dem Gletscher am Fuße des Berges bis zur Höhe hatte 4½ Stunden in Anspruch genommen; der Abstieg hatte, ohne die Aufenthalte zu rechnen, nur den neunten Teil jener Zeit gekostet.

Wir erreichten das Lager während der ersten Morgenstunden. Die Besorgnis meiner Leute war groß gewesen. Sie hatten alle Hoffnung verloren, uns wiederzusehen. Als ich ihnen sagte, daß wir über den Lumpiyapaß gehen würden, der für viel bequemer galt, waren sie wieder guter Dinge.

Wir zündeten ein Feuer an, und nachdem wir um 5 Uhr morgens eine außerordentliche Mahlzeit von Reis, Tschapatis, Fleischextrakt und stärkenden Konserven gehabt hatten, hielten wir uns zu einer Ruhe von einigen Stunden voll berechtigt.

Um 9 Uhr vormittags waren wir zum Aufbruch bereit. Das Thermometer zeigte im Innern des Zeltes 4½ Grad über Null, das Minimum draußen waren während der Nacht 10 Grad Kälte. Am Fuße des Gebirges entlang folgten wir dem Laufe des Kuti. Als wir um einen Felsvorsprung bogen, sahen wir auf einem Hügel uns gegenüber wieder 14 Steinsäulen und Pyramiden mit weißen Steinen und die üblichen fliegenden Gebete aus Zeug daran. An diesem Punkte beginnt der Aufstieg zum Lumpiyapaß.