Südamerika.

Icazbalceta führt 93 in Mexico und 7 in PERU gedruckte Werke aus der Zeit von 1540-1600 auf. Zeitungen hatten Mexico und LIMA mutmasslich schon von Ende des xvii. Jahrh. Die Jahrgänge 1728-1730 der Mexico-Gazette sind noch vorhanden. Ein litterarisches Journal Gazetta de literatura erschien 1750.

Auf ST. DOMINGO war in der Stadt gleichen Namens eine spanische Presse zu Beginn des xvii. Jahrh. thätig. Es durfte jedoch nichts ohne besondere Erlaubnis der Kolonialregierung gedruckt, und von jedem Werk mussten derselben zwanzig Exemplare abgegeben werden. In PORT AU PRINCE hatten die Franzosen 1750 eine königliche Druckerei etabliert.

SURINAM erhielt von den Holländern vor 1775 eine Offizin. In dem portugiesischen Amerika scheint die Presse in den Händen der Regierung geblieben zu sein und diese erst gegen Ende des Jahrhunderts in Thätigkeit gewesen zu sein. In CORDOVA bestand bereits im xvii. Jahrh. eine geheime Jesuitenpresse.

[1] A. A. Renouard, Annales de l'imprimerie des Alde. Paris 1834. Dritte Auflage. — Ambr. Firmin Didot, Alde Manutius et l'hellenisme à Venise. Paris 1875.
[2] A. M. Bandini, de Florentina Juntarum typgr. 2 Bde. Lucca 1791.
[3] E. Carmoly, Annalen der hebr. Typogr. von Riva di Trento. Frankf. a. M.
[4] J. C. Amaduti, Catalogus libr., qui ex typ. S. Congr. etc. variis linguis prodierunt. 7. Aufl. Rom 1773.
[5] F. Federici, Annali d. Tipogr. Volpi-Cominiana. Padua 1809. — Catalogus Stamperia Cominiana. Padua. — G. Volpi, La libreria dei Volpi e la Stamperia Cominiana. Padua 1756. — V. Fineschi, Notizie storiche sopra la stamperia de Ripoli. Florenz 1781.
[6] Vecellius nennt Krieger, „Christophe Guerra, mio amico et excellentissimo intagliatore di legno“.
[7] Ambr. Firmin Didot gab von dem Werke eine gelungenere Reproduktion, welche zugleich Veranlassung zu der öfters erwähnten Schrift Essai typographique gab.
[8] Joach. Garcia Icazbalceta, Apuntes para un catálogo de Escritores en lenguas indigenos de Amerika. Mexico 1866.
[9] Dieses bedeutende Werk ist auf Veranlassung des Herrn Dr. Jul. Platzmann in Leipzig zugleich mit einer Anzahl anderer der ältesten grammatikalischen Schriften Mexicos mit grossem Aufwand in ganz genauen Reproduktionen herausgegeben. Letztere sind vortrefflich in der W. Drugulin'schen Offizin in Leipzig ausgeführt. Von Dr. Platzmann erschien auch ein „Verzeichnis einer Auswahl amerikanischer Grammatiken etc.“, welche von ihm mit grosser Sorgfalt gesammelt wurden.
[10] Ein Exemplar wurde in Leipzig 1869 in der Versteigerung Andrade (Bibliothek des unglücklichen Kaisers Maximilian von Mexico, von dem British Museum für 2250 Mark angekauft.)
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