Eine Meerleuchte
Fig. 11. Eine Meerleuchte (Noctiluca miliaris). 1. Die ganze Geisselzelle von oben. 2. Im optischen Durchschnitt: a Peitschenförmiger Anhang, b Kern, c Furche der Oberfläche, d zahnförmiger Fortsatz, daneben die zarte Geissel; e, f grössere Protoplasma-Ansammlung um den Kern herum; g, g verzweigte Stromfäden des Protoplasma.

Neuerdings ist eine Noctiluken-Form entdeckt worden, welche zum Verwechseln einer kleinen schirmförmigen Meduse ähnlich ist, und gleich einer solchen sich durch Zusammenklappen des zarten concaven Schirmes schwimmend bewegt (Leptodiscus medusoides).

Während über die einzellige Natur der Geisselschwärmer und der Amoeben heutzutage kein Zweifel mehr besteht, so ist diese dagegen bis vor Kurzem streitig gewesen bei denjenigen Protisten, die man heute vielfach als Infusionsthierchen im engeren Sinne bezeichnet. Dazu gehören die beiden Klassen der Wimperthierchen oder Ciliaten (Fig. 12–15) und der Starrthierchen oder Acineten (Fig. 16, 17). Massenhaft bevölkern sie alle stehenden und fliessenden Gewässer und sind auch in allen Infusionen zu finden.