VERLAG VON FRANZ DEUTICKE IN LEIPZIG UND WIEN.

Schriften zur angewandten Seelenkunde.

Herausgegeben von Prof. Dr. Sigm. Freud in Wien.

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II. Heft: Wunscherfüllung und Symbolik im Märchen. Eine Studie von Dr. Franz Riklin, Sekundararzt in Rheinau (Schweiz). Preis M 3.— = K 3.60.

III. Heft: Der Inhalt der Psychose. Von Dr. C. G. Jung, Privatdozent der Psychiatrie in Zürich. Preis M 1.25 = K 1.50.

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Jahrbuch für psycho-analytische und
psycho-pathologische Forschungen.

Herausgegeben von Prof. Dr. E. Bleuler in Zürich u. Prof. Dr. S. Freud in Wien.
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Privatdozenten der Psychiatrie in Zürich.
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Dr. Sigm. Freud, Dozent für Nervenkrankheiten an der Universität in Wien.
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Professor an der Faculté de médecine in Nancy.
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Privatdozent für Psychologie an der Universität in Wien.
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Fußnoten:

[1] Nach dem Worte J. Burckhardts, zitiert bei Alexandra Konstantinowa, Die Entwicklung des Madonnentypus bei Leonardo da Vinci, Straßburg 1907 (Zur Kunstgeschichte des Auslandes, Heft 54).

[2] »Egli per reverenza, rizzatosi a sedere sul letto, contando il mal suo e gli accidenti di quello, mostrava tuttavia quanto aveva offeso Dio e gli uomini del mondo, non avendo operato nell' arte come si convenia.« Vasari, Vite etc. LXXXIII. 1550-1584.

[3] Traktat von der Malerei, neu herausgegeben und eingeleitet von Marie Herzfeld, E. Diederichs, Jena 1909.

[4] Solmi. La resurrezione dell' opera di Leonardo in dem Sammelwerk: Leonardo da Vinci. Conferenze Fiorentine. Milano 1910.

[5] Bei Scognamiglio. Ricerche e Documenti sulla giovinezza di Leonardo da Vinci. Napoli 1900.

[6] W. v. Seidlitz. Leonardo da Vinci, der Wendepunkt der Renaissance, 1909, I. Bd., p. 203.

[7] v. Seidlitz l. c., II. Bd., p. 48.

[8] W. Pater. Die Renaissance. Aus dem Englischen. Zweite Auflage 1906. »Doch sicher ist es, daß er in einem gewissen Abschnitt seines Lebens beinahe aufgehört hatte, Künstler zu sein.«

[9] Vgl. bei v. Seidlitz, Bd. I die Geschichte der Restaurations- und Rettungsversuche.

[10] E. Müntz. Léonard de Vinci. Paris 1899, p. 18. (Ein Brief eines Zeitgenossen aus Indien an einen Medici spielt auf diese Eigentümlichkeit Leonardos an. Nach Richter: The literary Works of L. d. V.)

[11] F. Botazzi. Leonardo biologo e anatomico. In Conferenze fiorentine, p. 186, 1910.

[12] E. Solmi. Leonardo da Vinci. Deutsche Übersetzung von Emmi Hirschberg. Berlin 1908.

[13] Marie Herzfeld, Leonardo da Vinci der Denker, Forscher und Poet. Zweite Auflage. Jena 1906.

[14] Vielleicht machen hier die von ihm gesammelten Schwänke — belle facezie, — die nicht übersetzt vorliegen, eine, übrigens belanglose, Ausnahme. Vgl. Herzfeld, L. d. V., p. CLI.

[15] Auf diesen Zwischenfall bezieht sich nach Scognamiglio (l. c., p. 49) eine dunkle und selbst verschieden gelesene Stelle des Codex Atlanticus: »Quando io feci Domeneddio putto voi mi metteste in prigione, ora s'io lo fo grande, voi mi farete peggio.«

[16] Mereschkowski, Leonardo da Vinci. Ein biographischer Roman aus der Wende des XV. Jahrhunderts. Deutsche Übersetzung von C. v. Gülschow, Leipzig 1903. Das Mittelstück einer großen Romantrilogie, die »Christ und Antichrist« betitelt ist. Die beiden anderen Bände heißen »Julian Apostata« und »Peter der Große und Alexei«.

[17] Solmi. Leonardo da Vinci. Deutsche Übersetzung von Emmi Hirschberg. Berlin 1908, p. 46.

[18] Filippo Botazzi. Leonardo biologo e anatomico, p. 193.

[19] Marie Herzfeld. Leonardo da Vinci. Traktat von der Malerei. Nach der Übersetzung von Heinrich Ludwig neu herausgegeben und eingeleitet. Jena 1909 (Abschnitt I, 64, p. 54).

[20] Solmi. La resurrezione etc., p. 11.

[21] La resurrezione etc., p. 8: »Leonardo aveva posto, come regola al pittore, lo studio della natura ...., poi la passione dello studio era divenuta dominante, egli aveva voluto acquistare non piu la scienza per l'arte, ma la scienza per la scienza.«

[22] Siehe die Aufzählung seiner wissenschaftlichen Leistungen in der schönen biographischen Einleitung der Marie Herzfeld (Jena 1906), in den einzelnen Essays der Conferenze Fiorentine 1910 und anderwärts.

[23] Zur Erhärtung dieser unwahrscheinlich klingenden Behauptungen nehme man Einsicht in die »Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben«, Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen Bd. I., 1909 und die ähnliche Beobachtung im II. B., 1910. In einem Aufsatze über die »Infantilen Sexualtheorien«, 1908 (Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre, zweite Folge, 1909), schrieb ich: »Dieses Grübeln und Zweifeln wird aber vorbildlich für alle spätere Denkarbeit an Problemen und der erste Mißerfolg wirkt für alle Zeiten lähmend fort« (p. 167).

[24] Scognamiglio l. c., p. 15.

[25] »Questo scriver si distintamente del nibio par che sia mio destino, perchè nella mia prima ricordatione della mia infantia e mi parea che essendo io in culla, che un nibio venissi a me e mi aprissi la bocca colla sua coda e molte volte mi percuotesse con tal coda dentro alle labbra.« (Cod. atlant. F. 65 V. nach Scognamiglio.)

[26] Vgl. hiezu das »Bruchstück einer Hysterieanalyse« in Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre. Zweite Folge, 1909.

[27] Horapollo. Hieroglyphica 1, 11. Μητερα δε γρἀφοντες ...... γῡπα ζωγραφοῡσιν.

[28] Roscher. Ausf. Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Artikel Mut, II. Band, 1894-1897. — Lanzone. Dizionario di mitologia egizia. Torino 1882.

[29] H. Hartleben, Champollion. Sein Leben und sein Werk, 1906.

[30] »γῡπα δἑ ᾰρρενα ου φασιγἐνεσθαι ποτε, ἀιλἁ θηλείας ἁπἁσας« bei v. Römer. Über die androgynische Idee des Lebens. Jahrb. f. sexuelle Zwischenstufen, V, 1903, p. 732.

[31] Plutarch. Veluti scarabaeos mares tantum esse putarunt Ägyptii sic inter vultures mares non inveniri statuerunt.

[32] Horapollinis Niloi Hieroglyphica edidit Conradus Leemans Amstelodami 1835. Die auf das Geschlecht der Geier bezüglichen Worte lauten (p. 14): μητἑρα μἑν ἑπειδἡ ἁρρεν ἑν τοὑτω τω γἑνει τὡν ζὡων οὑχ ὑπαἁρχει.

[33] E. Müntz. Léonard de Vinci, Paris 1899, p. 282.

[34] Müntz l. c.

[35] Vgl. die Abbildungen bei Lanzone l. c., T. CXXXVI-VIII.

[36] v. Römer l. c.

[37] Vgl. die Beobachtungen im Jahrbuch für psychoanalyt. u. psychopath. Forschungen, Bd. I, 1909.

[38] Vgl. Richard Payne Knight. Le culte du Priape. Traduit de l'Anglais, Bruxelles 1883.

[39] Es sind dies vornehmlich Untersuchungen von I. Sadger, die ich aus eigener Erfahrung im Wesentlichen bestätigen kann. Überdies ist mir bekannt, daß W. Stekel in Wien und S. Ferenczi in Budapest zu den gleichen Resultaten gekommen sind.

[40] Edm. Solmi. Leonardo da Vinci. Deutsche Übersetzung, 1908, p. 152.

[41] ibid.

[42] Solmi. Leonardo da Vinci, p. 203.

[43] Leonardo benimmt sich dabei wie jemand der gewöhnt war, einer anderen Person seine tägliche Beichte abzulegen, und der sich jetzt diese Person durch das Tagebuch ersetzt. Eine Vermutung, wer das gewesen sein mag, siehe bei Mereschkowski, S. 367.

[44] M. Herzfeld. Leonardo da Vinci, 1906, p. CXLI.

[45] Der Wortlaut nach Mereschkowski l. c., p. 282.

[46] oder Modell.

[47] Vom Reiterdenkmal des Francesco Sforza.

[48] Der volle Wortlaut bei M. Herzfeld l. c., p. XLV.

[49] Mereschkowski l. c., p. 372. — Als betrübenden Beleg für die Unsicherheit der ohnedies spärlichen Nachrichten über Leonardos intimes Leben erwähne ich, daß die gleiche Kostenrechnung bei Solmi (deutsche Übersetzung, p. 104) mit erheblichen Abänderungen wiedergegeben ist. Am bedenklichsten erscheint, daß die Florins in ihr durch Soldi ersetzt sind. Man darf annehmen, daß in dieser Rechnung Florins nicht die alten »Goldgulden,« sondern die später gebräuchliche Rechnungsgröße, die 1-2/3 Lire oder 33-1/3 Soldi gleichkommt, bedeuten. — Solmi macht die Katharina zu einer Magd, die Leonardos Hauswesen durch eine gewisse Zeit geleitet hatte. Die Quelle, aus der die beiden Darstellungen dieser Rechnung geschöpft haben, wurde mir nicht zugänglich.

[50] »Katharina ist am 16. Juli 1493 eingetroffen.« — »Giovannina — ein märchenhaftes Gesicht — frage bei Katharina im Krankenhause nach.«

[51] Die Ausdrucksformen, in denen sich die verdrängte Libido bei Leonardo äußern darf, Umständlichkeit und Geldinteresse, gehören den aus der Analerotik hervorgegangenen Charakterzügen an. Vgl.: Charakter und Analerotik in der Zweiten Folge meiner Sammlung zur Neurosenlehre, 1909.

[52] Gruyer nach Seidlitz. L. da V., II. B., p. 280.

[53] Geschichte der Malerei, Bd. I, p. 314.

[54] L. c. p. 417.

[55] A. Conti. Leonardo pittore, Conferenze fiorentine l. c., p. 93.

[56] L. c. p. 45.

[57] W. Pater. Die Renaissance. 2. Aufl., 1906, p. 157. (Aus dem Englischen.)

[58] M. Herzfeld. L. d. V., p. LXXXVIII.

[59] Bei Scognamiglio l. c., p. 32.

[60] Von L. Schorn, III. Bd., 1843, p. 6.

[61] Das nämliche nimmt Mereschkowski an, der doch für Leonardo eine Kindheitsgeschichte imaginiert, welche in den wesentlichen Punkten von unseren, aus der Geierphantasie geschöpften, Ergebnissen abweicht. Wenn aber Leonardo selbst dies Lächeln gezeigt hätte, so hätte die Tradition es wohl kaum unterlassen, uns dies Zusammentreffen zu berichten.

[62] L. c. p. 309.

[63] A. Konstantinowa l. c.: »Maria schaut voll Innigkeit zu ihrem Liebling herab, mit einem Lächeln, das an den rätselhaften Ausdruck der Giocondo erinnert,« und anderswo von der Maria: »Um ihre Züge schwebt das Lächeln der Gioconda.«

[64] S. v. Seidlitz l. c., II. Bd., p. 274, Anmerkungen.

[65] Vgl. »Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie«, 2. Aufl., 1910.

[66] Nach E. Müntz l. c., p. 13, Anmerkung.

[67] Von einem größeren Irrtum, den Leonardo in dieser Notiz beging, indem er dem 77jährigen Vater 80 Jahre gab, will ich absehen.

[68] Canto, XXVII, V. 22-25.

[69] Es scheint, daß Leonardo in jener Tagebuchstelle sich auch in der Anzahl seiner Geschwister geirrt hat, was zur anscheinenden Exaktheit derselben in einem merkwürdigen Gegensatze steht.

[70] »Il duca perse lo stato e la roba e libertà e nessuna sua opera si finì per lui.« — v. Seidlitz l. c., II, p. 270.

[71] l. c., p. 348.

[72] Chi disputa allegando l'autorità non adopra l'ingegno ma piuttosto la memoria; Solmi, Conf. fior, p. 13.

[73] Müntz l. c. La religion de Léonard, l. c., p. 292 u. ff.

[74] Nach Herzfeld, p. 292.

[75] Nach M. Herzfeld, L. d. V., p. 32. »Der große Schwan« soll einen Hügel, Monte Cecero, bei Florenz bedeuten.

[76] Vasari, übersetzt von Schorn, 1843.

[77] Ebenda, p. 39.

[78] Über diese Briefe und die an sie geknüpften Kombinationen siehe: Müntz l. c., p. 82 ff.; den Wortlaut derselben und anderer an sie anschließender Aufzeichnungen bei M. Herzfeld l. c., p. 223 u. ff.

[79] »Außerdem verlor er manche Zeit, indem er sogar ein Schnurgeflechte zeichnete, worin man den Faden von einem Ende bis zum anderen verfolgen konnte, bis er eine völlig kreisförmige Figur beschrieb; eine sehr schwierige und schöne Zeichnung der Art ist in Kupfer gestochen, in deren Mitte man die Worte liest: »Leonardus Vinci Academia« (p. 8).«

[80] Diese Kritik soll ganz allgemein gelten und nicht etwa auf die Biographen Leonardos besonders zielen.

[81] v. Seidlitz, II, p. 271.

[82] M. Herzfeld l. c., p. 11.