Aus umnachteten Stunden.

Du liegst so lächelnd schön
Auf deinem weißen Bette,
Als ob ein süßer Traum
Dich fest umsponnen hätte.
Wie schlummerst du so tief
Mit schweigendem Behagen! —
Sie haben mir ins Haus
Viel duftige Blumen getragen.
Die schwellenden Düfte wehn
Betäubend durch die Räume;
Es kreisen durch mein Haupt
Die wilden Liebesträume.
Mit reicher Blumenpracht
Will ich dich leise schmücken;
Wenn du’s erwachend siehst,
Wie wird es dich beglücken!
Die goldne Primel ins Haar,
Daß wie ein Stern sie gleiße,
Die dunkle Nelkenglut
Auf deiner Schultern Weiße.
Um deine knospende Brust
Die kaum erblühten Rosen,
In deine weiße Hand
Die Lilien, die makellosen.
O komm! Erwach’, erwach’,
Daß ich dich heiß umfange! —
Huscht nicht ein warmes Rot
Über die zarte Wange?
Die schwellenden Düfte wehn
Betäubend durch die Räume;
Es kreisen durch mein Haupt
Die wilden Liebesträume.
O komm! Erwachst du nicht
Von meines Herzens Pochen?
Hat meine Sehnsucht nicht
Im Traum zu dir gesprochen?
Ich küsse in taumelnder Lust
Dein Antlitz, das süße, bleiche —
Dein Lager ist ein Sarg,
Und du bist eine Leiche. —