Hebbel der Nibelungendichter.

Prolog zu einer Nibelungen-Aufführung.

Von Siegfried tönt ein hoher Klang.
Ein Siegfried war es, der ihn sang.
Von Friedrich Hebbeln heb ich an,
Der war ein stolzer Knab und Mann.
Den nackten Stecken in der Hand,
Zog er allein durchs deutsche Land
Und schaut’ nach starken Schmieden aus
Und fand die rechten bald heraus
Und übt’ in Feuers Licht und Brunst
Bei großen Meistern seine Kunst.
Er schlug, daß hell die Welt erklang
Und Splitter rings und Funke sprang,
Und schmiedet’ sich ein funkelnd Schwert,
Das macht’ ihn tausend Ritter wert.
Er zwang die Riesen Not und Leid,
Wusch sich im Blut des Drachen Neid,
Gewann das Kleid Unsterblichkeit
Und deutsche Kunst, die Sternenmaid.
Wie früh sein irdisch Auge brach!
Der Tod ihn hinterrücks erstach.
Doch ruht auf deutscher Seelen Grund
Des werten Helden goldner Fund
Und strahlt in Tag und Nacht hinein
Mit tiefer Glut und klarem Schein.
Der ihn errang, lebt ewig-jung
Wie Siegfried lebt, der Nibelung.