[35] Java hat, sammt der dazu gehörigen kleinen Insel Madura 2444 Quadratmeilen mit einer Bevölkerung von 9½ Millionen Seelen.

[36] Chef der Chinesen auf Batavia.

[37] Wenn man auf Java mit Postpferden reist, müssen Laufzettel vorausgesandt werden.

[38] Ich werde von nun an immer nach Paal rechnen. Ein Paal ist gleich einer Englischen Meile.

[39] Der Nopal gehört zum Cactus-Geschlechte.

[40] Folgende Anekdote habe ich aus dem Munde eines sehr glaubwürdigen Mannes. „Ein hoher Beamter kam zur Audienz und bat um freie Postpferde zu einer Reise auf Java. Der Gouverneur-General frug ihn „wie groß ist ihr Gehalt?“ — So und so viel war die Antwort. „Oh, da ist er groß genug, daß sie die Postgebühren bezahlen können.“ Zur selben Audienz kam ein geringer Beamter mit derselben Bitte; er brachte ein ärztliches Zeugniß bei, daß er eine Luftveränderung nöthig habe. Der Gouverneur-General frug ebenfalls nach dem Gehalte, und da er noch klein war, sagte er: „Damit können sie freilich keine Gebühren bezahlen,“ — und bewilligte die Bitte.“

[41] Neben der Post-Straße, die durch ganz Java geht, läuft eine zweite Straße, die für diese Karren bestimmt ist.

[42] Bekanntlich wird nur der schwarze Thee der Sonnenhitze ausgesetzt, jener, der grün bleiben soll, muß durch künstliche Wärme getrocknet werden.

[43] Auf Java ist jedem Residenten ein Rajah oder sonstiger Vornehmer des Landes als Beamter beigegeben, der den Titel „Regent“ führt und denselben Gehalt bezieht, wie der Resident, nebst Procenten vom Kaffee, Zucker u. s. w. Ohne seinen Beisitz wird nichts Bedeutendes unternommen. Seine Meinung ist jedoch höchst selten von der des Residenten verschieden.

[44] Der Gouverneur-General der Holländisch-Indischen Besitzungen hat 150,000 Rupien jährlichen Gehalt, nebst dem Genusse mehrerer Paläste, Sommerhäuser, Gärten und Ländereien. Er bleibt vier, höchstens fünf Jahre auf diesem Posten. An Macht und Ansehen übertrifft seine Stellung bei weitem jene eines konstitutionellen Königs in Europa.