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Das Mikroskop und seine Anwendung / Ein Leitfaden bei mikroskopischen Untersuchungen cover

Das Mikroskop und seine Anwendung / Ein Leitfaden bei mikroskopischen Untersuchungen

Chapter 19: Arrow-Root.
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About This Book

A practical guide to the compound dioptric microscope that explains essential optical principles (lenses, focal length, magnification, aberrations) and describes instrument parts, adjustments, and illumination methods including condenser, diaphragms, immersion, and micrometry. It gives advice on purchasing, centering, cleaning, and routine maintenance, then presents slide preparation, mounting techniques, preservatives, and mounting devices. Illustrated practical examinations survey a wide range of specimens and routine analyses—foodstuffs and adulterants, spices and starches, fungi and diatoms, blood elements and other tissues, parasites such as trichinae, hairs and fibers—aiming to equip users for inspection and everyday microscopic work.

Arrow-Root.

Arrow-Root, Marantastärke oder Pfeilwurzelmehl, welches von vielen wegen seiner leichteren Verdaulichkeit und Nahrhaftigkeit (?) unseren inländischen Stärkemehlarten vorgezogen, besondere den an Diarrhöe leidenden kleinen Kindern gereicht wird, kommt in verschiedenen Sorten, oft auch mit Reismehl oder Kartoffelstärke verfälscht in den Handel.

Bermuda-Arrow-Root. Marantastärkemehl.

400mal vergr.

Brasilian-Arrow-Root. Kassavastärkemehl.
400mal vergr.

Bombay- oder Malabar-Arrow-Root.
Curcuma-Arrow-Root.

400mal vergr.

TS Tahiti- oder Tacca-Arrow-Root.
400mal vergr.
RS Reisstärkemehl. 400mal vergr.

Das beste Arrow-Root ist die Bermudasorte oder das eigentliche Marantastärkemehl, geringer schätzt man die Brasilianische Waare, Tapioka oder Kassavastärke, dann das Bombay-Arrow-Root oder Tikmehl und das Tahiti- oder Tacca-Arrow-Root. Mit 100 Th. kochendem Wasser geben diese Stärkemehle einen dickflüssigen, nicht gallertartigen, durchscheinenden Schleim.

Die Körnchen des Marantastärkemehls, sowohl der Bermuda- wie Brasilian-Sorte, sind im Ganzen kleiner als die der Kartoffelstärke, welche am häufigsten als Verfälschung angetroffen wird. Bei letzteren sind die Schichten scharf hervortretend, daher auffallend sichtbar, bei ersteren dagegen sehr zart und daher weniger sichtbar. Statt des punktförmigen Nabels oder Kernes des Kartoffelstärkekörnchen zeigt sich an dem Körnchen der Marantastärke eine kurze, selten 3- bis 4strahlige Querspalte oder eine kleine runde schattige Vertiefung, meist in der Mitte oder dem stumpferen Ende zu, während der Nabel bei den Körnchen der Kartoffelstärke fast immer am spitzeren Ende liegt. Die concentrischen Schichten an den Körnchen der Bombay-Sorte sind gleichfalls zarter wie an denen der Kartoffelstärke. Die Form ist auch eine verschiedene. Die Reisstärkemehlkörnchen (Fig. 62) sind an ihrer eckigen und kantigen Form und an ihrer geringeren Grösse leicht zu erkennen.

Stärkemehlkörnchen des echten Sago.
250mal vergr.

Der ostindische Sago ist das in der Wärme in kleine Kugeln geformte Mark der Sagopalme. Behufs der Prüfung unter dem Mikroskop werden einige Kügelchen des Sago zu Pulver gerieben und dieses einige Stunden in kaltem Wasser geweicht. Dadurch schwellen die Stärkemehlkörnchen an und wird ihre Structur restituirt.