Die Engländer sehen uns gar nicht davor an und können gar nicht begreifen, wie ein Mann von Ehre seinen Ehrgeiz auf das treiben kann, seine Haut vor Geld zu verkaufen. Alles, was wir in Ansehung unseres Exerzierens voraus haben, ist in ihren Augen lächerlich und sehen uns allein dazu tüchtig an, diejenigen Posten zu besetzen, welche sie erobern. Unsere Lage ist höchst unerquicklich; wir sind weder Fisch noch Fleisch, weder halb noch ganz. Ich bin aber nicht gesonnen, noch länger unter meiner Charge aus Liebe vor Ihro Durchlaucht zu dienen, will also lieber unter derselben in einem andern Dienste dienen und lieber nicht in meiner jetzigen Stellung ein rapides (?) Glück machen.“
Gemmingen nahm als vorurtheilsfreier Mann diesen Brief gut auf und berief umgehend dessen Absender nach Europa zurück, wo dieser Mitte Oktober landete.
So glücklich wie Wöllwarth waren aber die wenigsten seiner Kameraden. Es hatte nicht lange gewährt, bis sie sich ihre traurige Lage klar gemacht hatten, allein sie wandten sich mit der Bitte um Rückkehr in der Regel vergebens an ihre Landesväter. Namentlich war der Landgraf von Hessen selbst Kranken gegenüber ein strenger Herr. Wenn er endlich nothgedrungen seine Einwilligung zur Rückkehr ertheilen mußte, so verzögerte er gewöhnlich die Uebermittlung so lange, daß die Bittsteller keinen Gebrauch mehr davon machen konnten, indem sie schon vorher gestorben waren. Eine Luftveränderung, andere Umgebungen und bessere Nahrung hätten die Armen sicher am Leben erhalten. Bei den hessischen Regimentern, die von 1779–1783 im Süden standen, reichten die Offiziere fast wöchentlich Entlassungsgesuche ein; nur einige wenige wurden genehmigt; die Bittsteller aber fielen meistens dem Faulfieber zur Beute. Andrer Seits kam es vor, daß junge Fähndriche und Lieutenants desertirten, weil sie nicht unbestimmte Zeit auf die Antwort aus Kassel warten wollten, so z.B. ein Fähndrich Karl Wilhelm Kleinschmidt aus Landau in Waldeck und ein Lieutenant Führer.
Zu diesen Uebelständen gesellte sich nun bei den Hessen das schlechte Avancement, das bei einzelnen Regimentern langsamer war als in den heimischen Garnisonen. Nach der Niederlage bei Trenton (26. Dezember 1776) bis zum 19. November 1779 unterschrieb der Landgraf keine Beförderung eines Offiziers der bei jenem unglücklichen Ereigniß betheiligten Regimenter. Selbst der Kommandeur des früher vom Obersten Rall befehligten Grenadier-Regimentes war zuletzt ein Major, nachdem der Obristlieutenant mit Tode abgegangen war. „Bei der noch immer nicht in völliges Licht gesetzten fatalen Affaire von Trenton — schrieb der Landgraf am 11. August 1779 aus Hofgeismar an den Major Mathaeus — kann ich mich vor der Hand, und bis das Regiment durch wesentliche und eklatante Proben seiner Tapferkeit sich meiner Gnade wieder gänzlich würdig gezeigt haben wird, zu keinem Avancement derer dabei mitgewesenen Offiziers entschließen. Des Herrn Majors gethaner Vorschlag wegen Ernennung derer beyden Premier-Lieutenants Saltzmann und Stoebell zu Stabskapitains hat also auch keine Statt finden können.“
Unterm 10. Juli 1779 hatte der Major Endemann von der Betheiligung des Regiments Trümbach an der Affaire bei Stonoferry berichtet, wo es sich besonders auszeichnete, in dessen Folge es vom kommandirenden General Provost durch Armeebefehl belobt wurde, und bat, „die unglückliche Trenton-Affaire nunmehr in die Tiefe gänzlicher Vergessenheit zu versenken, hingegen dem Regimente die seither entzogene Gnade nach wie vor zuzueignen geruhen zu wollen.“ Der Landgraf nahm aus Weißenstein unterm 19. November 1779 aus dieser Meldung Anlaß, „dem Regiment nunmehr wieder seine vorige Gnade zuzuwenden, auch ihm wieder Fahnen zu geben, und die Avancements, welche zeither lediglich wegen der Burgoise von Trenton zurückgeblieben, wiederum darin zu lassen. Inzwischen wird dieses jedoch mein Ressentiment gegen diejenigen im Regiment nicht aufheben, welche bei dieser fatalen Affaire nach geendigter Untersuchung durch das befohlene Kriegsgericht etwa schuldig befunden werden sollen und sich hätten Ein oder Anderes zur Last kommen lassen.“
Während die übrigen Lieferanten die Korrespondenz mit ihren Truppen in Amerika durch die Hände ihrer Minister gehen ließen, nahm der Landgraf von Hessen, wie wir bereits im vierten Kapitel, S.50, angedeutet haben, an Allem Theil, was seine Offiziere betraf, und beantwortete die Berichte seiner Regiments-Kommandeure und Generale immer umgehend selbst. Aus diesem Briefwechsel geht hervor, daß er stets sehr gut unterrichtet war und daß er genaues Buch über alle Ereignisse auf dem amerikanischen Kriegsschauplatze führte. Seine Antworten sind kurz, klar und sachgemäß; sie enthalten kein Wort zu viel und tragen den Zuschnitt des knappen preußischen Geschäftsstils jener Zeit. Selten läuft etwas Privates mit unter. Er ist immer der hohe herablassende „Kriegsherr“, der lobt und tadelt, zürnt und straft. Einmal, gegen Ende des Krieges, bat der Landgraf den Obersten v. Porbeck um eine Sendung von amerikanischen Merkwürdigkeiten, seltenen Vögeln, Indianer-Kleidern und Waffen, fremden Gewächsen &c. Der Oberst antwortete am 31. Januar 1783 aus Cow Neck auf Long Island, daß er zu seinem Bedauern keinen dieser Gegenstände beschaffen könne. „Außerdem — fügte er hinzu — haben die hiesigen Einwohner einen solchen Abscheu vor allen zur britischen Armee gehörigen Leuten, daß sie Niemanden, wenn sie auch wirklich etwas von Raritäten hätten, davon zukommen lassen, und uns selbst die nöthigen Lebensmittel auf das Theuerste verkaufen.“
Persönlich waren übrigens die deutschen, namentlich höheren Offiziere, Ehrenmänner in des Wortes vollster Bedeutung. Das englische Ministerium ließ es ihnen gegenüber an Versprechungen und Versuchen, sie in sein Interesse zu ziehen, nicht fehlen; allein sie waren unbestechlich und ehrlich. „Da sehr viel von der herzlichen Mitwirkung und der guten Stimmung der deutschen Offiziere abhängt — schreibt der Staatssekretär Suffolk bereits am 12. Februar 1776 an seinen Agenten Faucitt — und da dieser Zweck am besten durch Mittheilungen über ihren Charakter und ihre Fähigkeiten erreicht werden kann, so verschaffen Sie sich darüber möglichst viel Einzelheiten. Ein anderer nicht minder wichtiger Punkt ist der, daß die Offiziere auf die Freigebigkeit des Königs verwiesen werden, wenn sie unseren Erwartungen entsprechen und weder durch parteiische und unzulässische Rücksicht auf die Erhaltung der von ihnen befehligten Truppen, noch durch Eifersüchteleien unter einander oder gegen die englischen Offiziere den Dienst stören oder unterbrechen. Ich bevollmächtige Sie also, den betreffenden Offizieren die Freigebigkeit und Gunst des Königs für den Fall der glücklichen Beendigung des Krieges in Aussicht zu stellen und sie über ihre Ansprüche genau auszuforschen.“ Faucitt verfehlte natürlich nicht, von dieser Vollmacht den weitgehendsten Gebrauch zu machen und fragte bei Einzelnen, z.B. Riedesel, Heister und Knyphausen an, in welcher Art sie die englische Gunstbezeugung wünschten; allein er erhielt von ihnen die kühle einstimmige Antwort, daß sie in Amerika aus eigenem Antriebe als gute Soldaten ihre Pflicht thun würden und daß es ihrer Ehre zuwiderlaufe, mit England über außerordentliche Belohnungen zu unterhandeln.
Der General Heister, ein tapferer alter Haudegen, aber auf seine Würde eifersüchtiger Korpsführer, bat nur für den Fall, daß er vor dem Feinde bleiben sollte, um Berücksichtigung seiner Familie. Er wurde aber auf Veranlassung des englischen Ministeriums schon zu Anfang 1777 zurückberufen, angeblich wegen der Niederlage bei Trenton, woran übrigens Heister ganz unschuldig war, in der That aber, weil er nicht zugeben wollte, daß seine Hessen immer und überall die gefährlichsten, exponirtesten Stellungen einnehmen und zu den blutigsten Angriffen verwandt werden sollten. Suffolk nannte das im Sinne seines oben mitgetheilten Schreibens unpraktisch und unzulässig. Er erklärte deshalb dem Landgrafen von Hessen, daß die Operationen des Heeres leiden würden, wenn Heister an der Spitze der Hessen bliebe, und versprach Schlieffen, dem Minister und Unterhändler des Landgrafen, mehr als einen bloßen Dank in Worten, wenn er ihm in dieser Angelegenheit seine Hülfe zusagen wollte. Der „Weise von Windhausen“ ging sofort auf Suffolk's Wunsch ein und setzte diesen auch beim Landgrafen durch. Der brave alte General kehrte im Sommer 1777 nach Europa zurück, starb aber schon am 19. November 1777 in Kassel aus Gram über die ihm zu Theil gewordene ungerechte Behandlung. Der König von England ließ seiner Wittwe, die mit ihren acht unversorgten, in Armuth zurückgelassenen Kindern vom Landgrafen nur 600 Thlr. jährliche Pension erhielt, ein Jahrgehalt von 200 Pfund Sterling auszahlen. Knyphausen, der bisher die zweite hessische Division kommandirt hatte, wurde Heister's Nachfolger und machte sich bei seinen englischen Vorgesetzten sehr beliebt, vielleicht weil er weder Deutsche noch Engländer schonte. Er war einer der besten Divisionsgenerale auf englischer Seite. Bekanntlich wurde das von ihm erstürmte Fort Washington auf der Insel New-York ihm zu Ehren Fort Knyphausen benannt. Als ein englischer Oberst einen Theil der hier erbeuteten acht amerikanischen Fahnen für sein Regiment begehrte, stieß Knyphausen sie verächtlich mit dem Fuße weg und erwiderte: „Meinetwegen nehmt sie alle und wischt Euch den H—— damit ab!“ Von seinen Soldaten konnte er jede Leistung verlangen, weil er überall selbst mit dabei war und weder Gefahr noch Strapazen scheute. Gegen Ende des Krieges wurde General Loßberg der Nachfolger Knyphausen's. Der braunschweigische General Riedesel ist durch die von seiner tapfern Frau und Begleiterin geschriebene sog. „Berufsreise“ und die Biographie von Eelking als ein tüchtiger und umsichtiger Offizier, humaner Vorgesetzter und edler Charakter allgemein bekannt geworden. Die übrigen Kontingente hatten keine Generale, sondern nur Obersten an ihrer Spitze.
Eine Unart dieser Männer, die zugleich durch die Mode der Zeit bedingt war, bestand in dem Gebrauch des Französischen als ihrer Geschäftssprache; dabei drückten sie sich durchaus schlecht und inkorrekt aus. Das Küchenlatein der Mönche ist klassisches Latein im Verhältniß zum Französischen der deutschen Generale und Obersten. So schrieb, um hier nur ein Beispiel herauszugreifen, u.A. einmal Riedesel an den Earl von Suffolk: „Le courier, qui prendra cette lettre avec.“ Und Riedesel war sogar noch einer der kleinsten Verbrecher am Genius der französischen Sprache!
Während somit keiner der nach Amerika gesandten deutschen Offiziere einen pekuniären Vortheil zog — der doppelte Sold ging mehr als ein Mal bei den theuren Preisen der nothwendigen Bedürfnisse darauf — erhielt mit Ausnahme der bei derartigen Verhandlungen üblichen Kanzleigeschenke nur Schlieffen in Gestalt verschiedener Baarzahlungen von je 330 Pfund und schließlich einer Pension von 300 Pfund, eine Belohnung von England. Diese letztere wurde ihm angeblich dafür bewilligt, daß er einige Zeit vor der Schlacht bei Minden in Osnabrück mehrere wichtige, der verbündeten Armee gehörige Magazine gerettet habe, in der That aber ward sie für seine bei Abschluß und Ausführung des Truppenlieferungs-Vertrages sowie bei der Absetzung Heister's geleistete Hülfe ausgeworfen. Schlieffen selbst wunderte sich anfangs über das plötzlich so gut gewordene Gedächtniß und eine so lebhaft, wenn auch spät, zu Tage tretende Dankbarkeit des englischen Ministeriums, begriff aber sehr schnell, daß dieses nur unter einem so unschuldigen Titel die Genehmigung des Parlaments erlangen könne. Er erinnerte sich also bald sehr genau seiner wichtigen Dienste, erläuterte, daß ohne ihn der Sieg in der Schlacht bei Minden gar nicht möglich gewesen sein würde und bezog die Pension länger als vierzig Jahre bis zu seinem erst 1825 erfolgten Tode.
Außer Schlieffen und den unmittelbar Betheiligten selbst gewann in der Folge auch das Haus Rothschild an den englischen Millionen, welche England den hessischen Fürsten für ihre Soldaten gezahlt hatte. Es ist eine interessante Thatsache, daß sich der erste Ursprung des Reichthums und der Weltstellung der Rothschilds indirekt auf diesen Handel zurückführen läßt. Der alte Landgraf und spätere Kurfürst von Hessen-Kassel hatte nämlich den Begründer des Hauses Rothschild, Mayer Amschel, schon lange vor der französischen Revolution durch Geschäfte in alten Münzen kennen gelernt und benutzte denselben als Agenten, um seine Zinsen aus der Londoner Bank zu erheben, welche dort von den in Folge der Menschenfleischlieferungen von England gezahlten Kapitalien fällig wurden. M.A. Rothschild zog für diese Summen Wechsel auf das englische Bankierhaus van Notten, welches Vollmacht des Landgrafen zur Erhebung der Zinsen hatte. Beim Jahresschluß berechnete sich Rothschild mit dem Landgrafen und hatte, abgesehen von der nicht unbedeutenden Provision, auch noch den Nutzen, fortwährend mit den Geldern des Landgrafen spekuliren zu können, was er auch in seiner unermüdlichen und scharfsinnigen Weise mit dem glücklichsten Erfolge that. Die Erwerbung ungeheurer Summen wurde dem M.A. Rothschild später dadurch möglich, daß es ihm gelang, den Landgrafen dazu zu bewegen, daß er die Vollmacht dem Hause van Notten entzog und dieselbe dem zweiten Sohne Rothschild's, Nathan, übertrug, der auf Grund derselben Kapital und Zinsen einzog. Als nun die englische Regierung ihre Armee in Spanien zu unterhalten hatte und kein englischer Bankier die Lieferung des Geldes von England nach Spanien übernehmen wollte, da übernahm M.A. Rothschild diese Lieferung gegen hohe Provision und leistete mit den unter Einwilligung des Eigenthümers erhobenen landgräflichen Fonds die geforderte Kaution, bei der Niemand sein eigenes Vermögen wagen wollte. Das Glück begünstigte Rothschild's Unternehmen, die Geldsendungen kamen unversehrt an. Auf diese Weise verdiente Rothschild während der Dauer des spanischen Feldzuges, also während acht Jahren, jährlich mehrere Millionen. Die Möglichkeit, eine so hohe Kaution zu leisten und die pünktliche Geschäftsbesorgung veranlaßten hierauf die englische Regierung, den europäischen Fürsten die enormen Subsidien während des Kontinentalkrieges durch das Haus Rothschild zu übermitteln, wodurch dessen Ansehen und Reichthum zusehends wuchsen. Von dieser Zeit an, namentlich seit dem Wiener Frieden, nahmen die Rothschild's Theil an allen großen Geldoperationen und Anleihen der wieder eingesetzten Dynastien und wurden von Tag zu Tage mächtiger.
Auch Frankreich betheiligte sich am amerikanischen Kriege, allein mit geringeren Opfern an Menschen und auf der den deutschen Fürsten entgegengesetzten Seite. Während diese lediglich aus Rücksicht auf ihren Beutel als gefügige und willenlose Werkzeuge einer an sich schlechten und unglücklichen Politik keine politischen Zwecke und Interessen kannten, eroberte dagegen Frankreich mit den 6000 Mann, die es der jungen Republik zu Hülfe schickte, seine durch den siebenjährigen Krieg erschütterte Weltmachtstellung wieder. Frankreich ließ es sich zwar Millionen über Millionen kosten, es gewann dafür aber Ansehen, Ehre und Macht. Deutschland nahm Millionen und Millionen ein; es verlor aber dadurch den letzten Rest von politischer Bedeutung und sank zum Spott von Freund und Feind herab. Die paar tausend Franzosen, die unter Rochambeau die Taufpathen eines mächtigen Freistaates wurden, haben bewirkt, daß, so lange es Vereinigte Staaten von Amerika geben wird, die französischen Waffen und der französische Name in der Union jeder Zeit geehrt und gefeiert dastehen werden. Die 30,000 Deutschen dagegen haben als die bezahlten Schergen englischer Anmaßungen nicht allein sich den Haß zugezogen, der in erster Linie das Mutterland traf, sondern zu diesem Haß noch die Verachtung auf sich geladen, welcher sich Jeder aussetzt, der sich um ein schnödes Trinkgeld zur Unterdrückung der Freiheit mißbrauchen läßt. „Von dem Augenblicke an, sagt der hochverdiente amerikanische Geschichtsschreiber G.W. Greene, in welchem der erste Hesse seinen Fuß auf amerikanischen Boden setzte, wurde die Wiederaufnahme des alten kindlichen Verhältnisses zum Mutterlande unmöglich.“ Noch heute ist im Munde eines Amerikaners der Name Hesse eines der verächtlichsten Schimpfworte, welches einen feilen, verkäuflichen Menschen bezeichnet, und noch heute leidet unser Volk unter dem Fluche jenes nichtswürdigen Handels[8]. Denn in dem internationalen Verkehr handelt es sich nicht um die Ansichten, Wünsche und Bestrebungen der ein Volk bildenden Individuen, sondern um den Ausdruck, den sein inneres nationales Leben in der Politik thatsächlich gewinnt. Darum können auch im vorliegenden Falle nicht Schiller, Kant, noch Friedrich der Große unsre Vertheidigung übernehmen und unsre Nation von aller Schuld rein waschen, denn das Ausland wiegt uns nach dem, was die Fürsten gesündigt haben.
Bleibt es unter diesen Umständen ein Trost sich sagen zu können, daß wenigstens die also verkauften Soldaten tüchtig und tapfer waren und dem alten militärischen Rufe der Heimath in Amerika alle Ehre machten? Wohl schwerlich! Jede tapfere That, die sie verrichteten, jeder Erfolg, den sie mit dem Einsatz ihres Lebens erkämpften, war für das Vaterland verloren oder wenigstens nicht errungen. Wohl hat der amerikanische Krieg herrliche Thaten der Einzelnen gesehen, die, für eine bessere Sache vollbracht, den Namen ihrer Urheber in Lied und Sage verherrlicht und für alle Zeiten als volksthümliche Gestalten verewigt hätten; aber es war der Fluch der bösen That der Fürsten, daß selbst die Heldengestalten unter den verkauften Truppen ungenannt und ungekannt in ein ruhmloses Grab sanken. Der hessische Oberst Rall, der allerdings durch seine übermüthige Verachtung des „Rebellenpacks“ die Katastrophe bei Trenton veranlaßte und dadurch die entscheidende Wendung des Krieges herbei führte, gilt namentlich den Amerikanern als ein kopfloser und unfähiger Offizier; allein er war in Wirklichkeit einer der tüchtigsten und tapfersten Befehlshaber. Seine englischen Kameraden nannten ihn nur den hessischen Löwen, und für die Amerikaner war er der leibhaftige Schrecken. Um seine Niederlage nicht zu überleben, stürzte er sich in das heißeste Gefecht und fiel wenigstens mit Ehren. Wer, außer dem engen Kreise kriegsgeschichtlicher Fachschriftsteller, kennt heute noch die tapferen Jägerstückchen des Hauptmanns Emmerich in Amerika, desselben spätern Obersten Emmerich, welcher am 18. Juli 1809, selbst ein Rebell, auf dem großen Forst bei Kassel von den Napoleonischen Schergen erschossen wurde und wie ein Held starb; wer meldet den Ruhm des umsichtigen und kühnen Ewald, wer weiß vom heldenmüthigen Hauptmann Schaller, der mit dreißig Mann einen Posten gegen einen ihm fünfzigfach überlegenen Feind glücklich vertheidigte und als Fremder nicht einmal eine öffentliche Anerkennung für seine That erhielt, weil der kommandirende General Schaller's unfähigem Vorgesetzten, einem englischen Major, nicht wehe thun wollte; wer kümmert sich wohl um den tapfern waldecker Obersten Hanxleden, der an der Spitze seiner Truppen unter den Mauern von Pensacola fiel und um den waldecker Hauptmann Stierlin, den die tödtliche Kugel traf, als er eben an der Spitze seiner Kompagnie eine Redoute erstiegen hatte? Wer endlich hat vom braven Sergeanten Rübenkönig gehört, der gleich dem Kapitain d'Assas vom französischen Regiment d'Auvergne, in der Gewalt des Feindes und von diesem mit augenblicklichem Tode bedroht, trotzdem seine Pflicht höher achtete als sein Leben und sein Regiment durch seinen Zuruf rettete? Den Franzosen rühmt Geschichte und Gedicht; sein dankbares Vaterland nahm sich sogar in der Revolution seiner Wittwe und Kinder an; den Namen des braven hessischen Unteroffiziers dagegen meldet kein Lied, kein Heldenbuch.
Ja, selbst Donop ist vergessen, der tapfere hessische Oberst, der uns den tragischen Schmerz des Helden über seinen frühen Tod und über seine Hinopferung für fremde Zwecke ergreifend vor Augen führt. Er hatte, als einer der beliebtesten und geachtetsten Offiziere und der beste Brigadier der Armee, nach Rall's Tode das Kommando über die Jäger und Grenadiere erhalten und im Oktober 1777 an der Spitze seiner Brigade, zu Fuß und mit dem Degen in der Hand, den Sturm gegen Fort Redbank am Delaware unternommen, um es, nach dem von Knyphausen bei Fort Washington gegebenen Beispiele, auf seinen Namen umzutaufen. Bei diesem Angriff wurde er aber zurückgeschlagen und von einer Kugel zu Boden gestreckt. Hülflos lag er unter einem Haufen Leichen, als der Vertheidiger des Forts, der französische Ingenieur-Hauptmann Mauduit de Duplessis, ihn fand und in das benachbarte Haus eines Quäkers schaffen ließ, wo der Sterbende noch drei Tage mit dem Tode rang. Dort auf dem Schmerzenslager in der einfachen Quäkerwohnung und im Frieden des amerikanischen Waldes, fern von dem Flitter und Tand der Welt, schwebten zum letzten Male die Bilder der Vergangenheit, der Glanz seiner Jugend, die Pracht der europäischen Höfe und die stolzen Ziele seines Ehrgeizes vor dem Geiste des tapfern, erst sieben und dreißigjährigen Soldaten vorüber. Sein Blick klärte sich, und sein Verstand unterschied zwischen dem Wesen und Schein seines Lebens. „Ich bin zufrieden — sprach er zu dem ihn sorgsam pflegenden Duplessis in dessen Muttersprache — ich sterbe in den Armen der Ehre selbst: ein jähes Ende für eine schöne Laufbahn; aber ich falle als das Opfer meines Ehrgeizes und der Habsucht meines Fürsten!“[9]
Doch so trostlos als diese Reflexion eines Sterbenden ist das letzte Wort unsrer Geschichte nicht!
Wenden wir uns von den Opfern, welche für eine ihnen aufgedrungene Sache fern von der Heimath gestorben oder ohne Gewinn für sich und Andere in's Vaterland zurückgekehrt sind, zu einem jungen Soldaten, der, unter Tausenden der einzige selbständige und denkende Kopf, den amerikanischen Krieg in seiner ganzen Tragweite als einen Sieg des bewaffneten Volkes gegen ein durch Gewalt, List und Betrug geworbenes Heer erkannte, und welcher in Amerika zuerst aus eigener Anschauung lernte, ein wie mächtiger Verbündeter die Begeisterung zu werden vermag, wenn die rechten Mittel ergriffen werden, sie zu wecken, und wenn der zündende Gedanke da ist, für welchen die Masse sich erwärmen läßt. Jahrzehnte mußten vergehen, bis ihm im Verlaufe der deutschen Geschichte die Gelegenheit reifte, den Krieg nach amerikanischen Grundsätzen zu organisiren und, von den amerikanischen Milizen ausgehend, dieser Volksbewaffnung in der preußischen Landwehr den vollendetsten Ausdruck schaffen zu helfen; aber dieser Krieg wurde durch jene Grundsätze und den Geist ihrer Ausführung, trotzdem daß die Fürsten sich hemmend und störend an ihn hingen, zu einem der größten und edelsten, welche die neuere Geschichte kennt.
In dem damals kaum drei und zwanzigjährigen, unbekannten und wenig hervorstechenden anspachschen Lieutenant Neithard v. Gneisenau ahnte der englische General, der ihn zur Rückkehr einschiffte, wohl nicht den großen Strategen, den genialen Schlachtendenker, welcher kaum ein Menschenalter später über Wellington's ursprünglich engbegrenzten Plan einer, Napoleon vor Brüssel zu liefernden Vertheidigungsschlacht hinausging und diese, durch seine Dispositionen für das Eingreifen der preußischen Truppen, zur Vernichtungsschlacht bei Waterloo, zum Weltgericht über das brutale erste Kaiserreich erhob.
Und noch jüngst im amerikanischen Bürgerkriege, durch einen neuen Rückschlag in der Geschichte, traten mehr als 200,000 deutsche Freiwillige für dieselbe Republik in Waffen, gegen welche deutsche Landesväter 30,000 Söldner zu kämpfen gezwungen hatten. Die wehrhaften Söhne Deutschlands in der Fremde haben das Verbrechen seiner Fürsten glänzend gesühnt.
Bei uns in der Heimath aber giebt es seit den letzten glorreichen Feldzügen keine Söldner mehr, sondern nur noch das deutsche Volk in Waffen, welches, wenn es sein muß, mannhaft für Haus und Heerd kämpfen und sich siegreich gegen seine Neider und Feinde zu behaupten wissen wird.
Anhang.
I.
Der Erbprinz von Hessen-Kassel an König Georg III.
(State Paper Office, Holland Vol. 592.)
Hanau, ce 19. Août 1775.
Sire,
L'Epoque présente que les troubles suscités par les sujets de V. Mté dans une autre partie du monde ont fait naître, rallume le zéle et l'attachement de tous ceux qui pénetrés de vos bontés, Sire, ne cessent de faire les voeux les plus ardens pour la felicité et le repos du meilleur des Rois.
Animé de ces sentiments que mon respect soumis et mon attachement inviolable pour sa Personne me dictent, je supplie V. Mté d'agréer favorablement que dans cet instant ou Elle paroit desirer des trouppes Allemandes, j'ose lui offrir sans la moindre condition et à ses ordres mon Regiment d'Infanterie composé de cinq cent hommes, tous enfants du pay que la protection de V. Mté m'assure uniquement et tous prêts á sacrifier avec moi leur vie et leur sang pour son service.
Daignéz me pardonner la liberté que je prens et regarder l'intention et non la chose même. Que ne puisse-je offrir 20 mille hommes à V. Mté, ce seroit avec le même empressement. Qu'il lui plaise donc de disposer entièrement de mon Regiment à quel tems et où Elle ordonnera. Il est tout prêt au premier clin d'oeuil qu'Elle daignera m'en faire donner,
II.
Der Erbprinz von Hessen-Kassel an Sir Joseph Yorke.
(S.P.O. Holland, Vol. 592.)
Hanau, ce 20. Août 1775.
Monsieur. En m'adressant à Votre Excellence au moment présent je profite de son amitié sur laquelle je fais toujours le plus grand fond et en la priant de remettre l'incluse à Sa Majesté le Roi vous obligerez quelqu'un dont tous les sentimens les plus vifs vous sont acquis pour toujours Monsieur; la copie ci-jointe vous mettra au fait du sujet contenu dans la lettre susdite. La reconnaissance la plus soumise pour toutes les bontés que le Roi a eu pour moi et en aucune façon mon interêt me determine à cette demarche. Si Votre Excellence trouvait qu'il fut necessaire de l'adresser au Ministre de ce Departement en Angleterre, je le laisse uniquement à votre decision, n'aiant pas l'honneur de connaître celui qui en est chargé. Je n'ai voulu que donner à Sa Majesté une faible preuve de mon respect et de mon attachement, ne demandant rien que d'avoir le bonheur de lui être en quelque façon utile pour toutes ses bontés infinies à mon égard, et que je n'ai encore jamais pu mériter.
Si vous vous souvenez encore un peu, Monsieur, de quelqu'un qui sait estimer votre amitié, vous voudrez bien être aussi persuadé que rien ne changera la consideration la plus distinguée et l'amitié la plus constante avec lesquels j'ai l'honneur d'être pour ma vie
Monsieur de Votre Excellence
le très humble, très obeissant Serviteur et fidele ami
Guillaume P. H. D'Hesse.
III.
Der Fürst von Waldeck an den Earl von Suffolk.
(S. P. O. German States, Vol. 101.)
Arolsen, ce 13. Novembre 1775.
Attaché de coeur et d'âme au monarque dont votre Excellence a le bonheur d'être le ministre, je crois de mon devoir de faire tout ce que mes faibles moyens me permettent, pour tacher de lui prouver du moins ma bonne volonté, quand il s'agit de son service. Je prends donc la liberté, Mylord, de vous supplier d'assurer Sa Majesté qu'au cas que des circonstances quelconques la mettent dans le cas d'avoir besoin de troupes étrangères je regarderai comme une faveur de sa part, de vouloir accepter un regiment de 600 hommes[10], composé d'officiers et de soldats qui ainci que leur prince ne demanderont certainement pas mieux que de trouver l'occasion de se sacrifier pour elle.
J'ai l'honneur d'être avec la consideration la plus parfaite, Mylord, votre très humble et très obéissant serviteur
Frédéric P. de Waldeck.
IV.
Earl von Suffolk an den Fürsten von Waldeck.
(S. P. O. German States, Vol. 101.)
St. James, ce 24. Novembre 1775.
Monseigneur!
Je n'ai pas manqué un seul instant de rendre compte au roi du contenu de la lettre que Votre Altesse Serenissime a daigné m'honorer. Sa Majesté m'ordonne de vous assurer, Monseigneur, qu'elle est très sensible à la manière noble dans laquelle Votre Altesse Serenissime fait l'offre de ses troupes. La situation des affaires demandera une force considérable en Amérique avec toute la promptitude possible; et le regiment de votre Altesse Serenissime fera une augmentation bien desirable à l'armée qui y est destinée. J'ai donc les ordres du Roy d'informer V. A. S. que Sa Majesté accepte avec bien de remercimens le secours que vous venez d'offrir; et j'espère que V. A. S. me permettra dans peu de tems lui écrire de nouveau sur ce sujet, et de lui renouveller les assurances du profond respect, avec lequel j'ai l'honneur d'être etc. etc.
V.
Der Fürst von Waldeck an den Earl von Suffolk.
(S. P. O. German States, Vol. 101.)
Arolsen, ce 30. Decembre 1775.
La lettre que Votre Excellence m'a fait l'honneur de m'écrire m'est parvenue Vendredi dernier. L'idée de trouver peut-être une occasion de prouver à Sa Majesté mon inviolable attachement, me pénètre exactement de la joie la plus vive et la plus pure. Comptez donc, Mylord, je vous en supplie que je ferai tout ce qui dependra de moi pour faire convenir Mr. Faucitt de la réalité de ces sentimens. J'ai l'honneur etc. etc.
VI.
Georg III. an den Fürsten von Waldeck und gleichlautend an den Prinzen von Hanau.
(S. P. O. German States, Vol. 102.)
St. James, January 2. 1776.
Mon cousin,
En conséquence de ce que mon principal Secretaire d'Etat, le Comte de Suffolk, a eu l'honneur de vous écrire en mon nom, j'ai chargé le Col. Faucitt de se rendre à votre cour de vous présenter cette lettre de ma part et de réitérer les assurances de ma sensibilité, pour la manière noble avec laquelle vous avez bien voulu m'offrir vos troupes. Je les accepte avec bien des remercimens et ayant muni le Col. Faucitt des plein-pouvoirs nécessaires pour conclure une convention avec vous, je vous prie de donner créance entière à ce qu'il vous dira en mon nom, surtout quand il vous donnera des assurances de l'amitié et de l'estime, avec lesquelles je suis etc. etc.
VII.
Herzog Carl von Braunschweig an König Georg III.
(S. P. O. German States, Vol. 101.)
Brunsvic, ce 5. Decembre 1775.
Sire,
Le Ministre plénipotentiaire de votre Majesté, Colonel Faucitt m'a remis la lettre dont elle m'a honoré, en date du 14. Novembre. Rien ne pouvait être plus satisfaisant pour moi que de recevoir les assurances flatteuses de la continuation de ses bontés. Mon empressement à aller au devant de tout ce que vous desirez, Sire, doit déjà être connu de Votre Majesté et elle daignera se rappeller qu'a cet égard ma conduite durant la dernière guerre a été invariable. Je serai certainement empressé à concourir aux voeux de votre Majesté dans l'époque présente, et je le ferai avec tout le zèle que m'inspirent les sentimens qui m'attachent à elle.
J'ai ordonné au Conseiller Privé de Feronce d'entrer incessament en conférence avec le Ministre de Votre Majesté, et je lui ai enjoint d'accélérer le travail autant que possible.
Votre Majesté peut être persuadée que je me préterai avec toute la facilité imaginable à tout ce qui sera executable dans les circonstances actuelles. Permettez moi, Sire, d'assurer Votre Majesté que je serais au comble de ma joie, si j'avais de frequentes occasions de la convaincre que rien n'egale les sentimens du très-profond respect avec le quel je suis, Sire, de Votre Majesté le très humble, très obéissant et devoué Cousin et serviteur
Charles Duc de Brunsvic-Oels.
VIII.
Der Erbprinz von Hessen-Kassel an den König Georg III.
(S. P. O. Germain States, Vol. 103.)
Hanau, ce 17. Mars 1776.
C'est avec ce respect et ce zèle sans bornes que les ordres de Votre Majesté m'inspirent à jamais, que je viens de fair partir avant-hier le 15. de ce mois mon régiment destiné à servir dans son armée. Le Colonel Faucitt m'ayant averti que le jour de départ devoit être accéleré autant que possible, je n'ai pas pérdu un instant pour cet effet. La liste ci-jointe que j'ose mettre devant Votre Majesté presentera l'état du régiment, comme j'en ai fait la revue Vendredi dernier, ainsi que les noms des officiers avec la date de leur patentes.
Puissiez-vous, Sire, avoir lieu d'être satisfait des faibles preuves que j'ai desiré de vous donner de mon devouement respectueux, de ma reconnaissance soumise. J'ose encore réitérer que mon ardeur inexprimable d'être utile à son service peut seule être nommée et non la chose même.
Permettez, Sire, que venant d'apprendre que le Landgrave, mon père, fournit à votre Majesté un Corps d'artillerie, j'ose lui offrir une compagnie de 120 hommes de cette espèce appartenant jusqu'ici à mon régiment. J'en ai déjà fait la proposition au Colonel Faucitt, mais comme il n'avait pas d'ordre de prendre de l'artillerie en subsides, il n'a pas pu y entrer alors.
Des que j'apprendrai les intentions de Votre Majesté à cet égrad cette compagnie pourra incessement marcher à ses ordres.
C'est avec etc. etc.
IX.
Der Erbprinz von Hessen an den Earl v. Suffolk.
(S. P. O. German States, Vol. 104.)
Hanau, 1. May 1776.
My Lord!
The luck I have had to be able to show in some manner my utmost respect and gratitude to the best of Kings by offering my troops to His Majesty's service gives me a very agreeable opportunity of thanking you, Mylord, for all your kindness and friendship to me upon that occasion and begging your pardon for all the trouble I may have provided you in this regard.
My only wishes are that all the officers and soldiers of my regiment, now to His Majesty's ordres, may be animated of the same respectful attachment and utmost zeal I shall ever bear for the king, my generous protector and magnanimous support. May the end they shall fight for answer to the kings upper contentment, and your laudable endeavors, My Lord, be granted by the most happiest issue. The continuation of your friendship to me, Sir, which I desire very much assures your goodnes and protection to my troops. I ask in their names this favor from you and hope they will deserve it.
Excuse me, Sir, if I am not strong enough in the English language for to explain as I should the utmost consideration and sincere esteem with which I am for ever, Mylord, your most humble and very obedient servant
William H. P. of Hesse.
X.
Suffolk an den Erbprinzen von Hessen.
(S. P. O. German States, Vol. 104.)
St. James, May 14. 1776.
Sir,
I am too deeply penetrated by the notice Your Serene Highness is pleased to take of me, not to beg your acceptance of my humble acknowlegdments for your great condescension. The experience I have had of your Serene Highnesses sincere and affectionate attachment to the King has impressed indelible marks of gratitude and veneration on my breast. But proud as I shall be to show them upon all occasions, I am happy to assure your Serene Highness from a perfect knowledge of his Majesty's sentiments, that there is in this country a more powerful supporter of Your Serene Highnesses interests and a better advocate for any object you can recommend than any minister, be he ever so zealous, whom Your Serene Highness may honor with your commands.
Your troops, Sir, than which none can be finer or in a more complete condition, will certainly meet with every degree of protection and encouragement, and I make no doubt under the Blessing of God, share the high reputation of having preserved the lustre of that crown from which you are descended, the glory of that Monarch to whom in blood and principles you are so nearly allied, and the welfare of that nation of whose language your Highness has in so flattering and so accurate a manner shown your hereditary knowledge.
Permit me, Sir, to repeat the profound respect with which I have the honor etc. etc.
XI.
Der Erbprinz von Hessen-Nassau an den Earl von Suffolk.
(S. P. O. German States, Vol. 105.)
Hanau, 21. July 1776.
Sir,
I can make no better use of your friendship and goodness to me than in recommending you, Mylord, the propositions which my private Counsellor Malsburg directs in my name to you. My attachment and most humble respect to the best of kings removes all idea of interest in me. His Majesty's particular goodness assures me that he would take ill, the desire I have to stay in a certain military relation with his service even after the present treaty's expiration.
I hope, Mylord, you will find I do not ask too much, and in this regard I beg you to support this affair with your utmost credit. My gratitude will be without end, and shall only be compared to the greatest consideration —, I have the honor to be with for ever, Mylord, your most humble and very obliged servant
William H.P. of Hesse.
XII.
Malsburg an den Earl von Suffolk.
(S.P.O. German States, Vol. 105.)
Hanau, 27. Novembre 1776.
— — L'assurance des bontés et graces de ce Monarque magnanime (George III.) que votre Excellence lui renouvelle à cette occasion (Subsidien für Artillerie) en augmente infiniment le prix et pénètre S.A.S. de la reconnaissance la plus vive. Son attachement soumis à Sa Majesté ne connait point de bornes, et Monseigneur le Prince Héréditaire vient d'en donner une nouvelle marque par l'offre que j'ai fait par son ordre à Mr. le Col. Faucitt d'un corps de chasseurs que S.A.S. compte de lever et de fournir pour le service du roi, si l'on en a besoin encore. Je ne doute pas que Votre Excellence en sera déjà instruite par son rapport et mon Maitre attend la dessus le plutôt qu'il sera possible les ordres de Sa Majesté pour pouvoir faire les arrangemens nécessaires à ce sujet.
XIII.
Der Erbprinz von Hanau an den Earl von Suffolk.
Hanau, 4. December 1776.
Sir,
The kings gracious determination about the subsidy relative to my Artillery in his Majesty's service gives me a new proof of his goodness to me, especially as it does not deprive me of all hopes in seeing once succeed the project I had the honor to direct to you, Mylord, and which I have so much reasons to wish.
The offer, Malsburg made you, Sir, in my name of a corps of Chasseurs for the kings service in America demands only a positive and prompt resolution. My attachment for the best of kings is the only thing which can determinate me to this new undertaking. Col. Faucitt will have told you how I work when I once have a hint of the kings intentions. If I have soon your answer, I'll begin immediately. I refer myself to Malsburg's letter to you, Mylord, and have the honor to be forever with the utmost consideration and greatest friendship, Mylord, your most humble and obedient servant and attached friend
William H.P. of Hesse.
P.Scr. If perhaps there are no chasseurs wanting in Canada, those I offer can serve in New York under Gen. Howe, as the king pleases.
XIV.
Oeffentlicher in Querfolio gedruckter Anschlag in den fürstlich Anhalt-Zerbstischen Landen.
(Schlözer's Staats-Anzeigen, Heft 53, Seite 120.)
Nachdem Sr. Hochfürstl. Durchlaucht, unser gnädigster Fürst und Herr, gemessenst und wiederholt verboten wissen wollen, daß Niemand Höchstdenenselben nachzulaufen, oder durch unmittelbaren Antritt Höchstdieselben zu behelligen sich unterstehen solle: so wird solches allen und jeden, bei Vermeidung unnachbleiblicher Andung, und besonders der Dienerschaft bei Strafe der Cassation, hiermit untersagt.
Dat. Zerbst, 1. März 1788.
Aus Fürstl. Landes-Regierung hieselbst.
(L.S.) Johann August Carl von Kalitsch.
XV.
Reskript an die Dienerschaft
vom 1. April 1792.
(Schlözer's Staats-Anzeigen, Heft 69, Seite 125.)
Sermus haben geruhet, den schon vorhin, durch öffentliche Anschläge publizirten höchsten Befel, daß Höchstdenenselben niemand nachlaufen, und einer unmittelbaren Behelligung sich unterfangen solle, dahin zu erstrecken, daß schärfest und nachdrücklichst allen Civil- und Militär-Personen, so in herrschaftlichen Diensten stehen, angedeutet werde, daß der Erste, so sich unterstehen möchte, Höchstdenenselben nachzulaufen, nicht allein seines Dienstes verlustig seyn, sondern auch bestraft werden, und die Familien, so solche angehören, responsabel seyn, und sich an solche gehalten, auch am Ersten, wenn solche Befele und Warnungen nicht helfen, ein hartes Exempel statuirt werden soll. Wornach &c.
XVI.
Der Fürst von Anhalt-Zerbst an Sir Joseph Yorke.
(Wörtlich.)
(S.P.O. Holland, Vol. 601.)