WeRead Powered by ReaderPub
Die Umsegelung Afrikas durch phönizische Schiffer ums Jahr 600 v. Chr. Geb. cover

Die Umsegelung Afrikas durch phönizische Schiffer ums Jahr 600 v. Chr. Geb.

Chapter 29: Grund für die Aussendung mehrerer Schiffe.
Open in WeRead

Explore more books like this:

About This Book

The author scrutinizes Herodotus's brief report of a Phoenician circumnavigation of Africa ordered by an Egyptian king around 600 BC, assembling prior scholarship for and against the claim. He evaluates source reliability, the characters and motives of alleged sponsors, and the seafaring competence, ships, provisioning, navigation techniques, winds, currents, and coastal stopovers that would shape such a voyage. The study reconstructs probable routes, timing, and practical measures like sowing and harvesting at landfalls, considers reasons for limited historical consequences, and concludes that careful consideration of geographic and nautical factors renders the expedition at least highly plausible.

Grund für die Aussendung mehrerer Schiffe.

Trotzdem war natürlich die Reise sehr gefahrvoll, und es lag nahe, die Möglichkeit eines Schiffbruches ins Auge zu fassen. So erklärt sich wohl, dass mehrere Fahrzeuge – die genauere Zahl kennen wir nicht – abgesendet wurden; hatte eins Unglück, so brauchte deshalb die Expedition noch nicht aufgegeben zu werden, sondern die Mannschaft konnte sich auf ein anderes retten. So fuhr auch Demokedes, als er seine Fahrt zur Erforschung Griechenlands unternahm, mit drei Schiffen aus[261]. Sataspes freilich hatte nur eins[262]; aus welchem Grunde, wissen wir nicht. Vielleicht war es ihm so vorgeschrieben, damit die Gefahr der Reise gesteigert würde. Möglich ist es, vielleicht wahrscheinlich, dass auf der langen Fahrt der Phönizier das eine oder das andere Schiff verloren gegangen ist. Man wird nach 150 Jahren bei dem vermuthlichen Mangel an schriftlicher Ueberlieferung schwerlich noch die Zahl der ausgesandten Schiffe gekannt haben; das Gros der Flotte war heimgekehrt und das Problem der Umschiffung gelöst, das genügte; der Verlust eines Schiffes oder auch mehrerer war dagegen so verschwindend, dass man sich begreiflicherweise nicht die Mühe gegeben hat, darüber der Nachwelt besondere Mittheilungen zu hinterlassen.