Vorrede.
Die Geschichte der Alchemie ist nach KOPP „die Geschichte eines Irrtums“[1]. Die Seltsamkeit seiner Natur, die Größe seines Beharrungsvermögens und die Bedeutsamkeit seiner Folgen stempeln ihn in gleicher Weise zu einem der merkwürdigsten im Gesamtgebiete der Kulturentwicklung. Daß die Kunst des Gold- und Silbermachens ungefähr seit Beginn unserer Zeitrechnung den Anspruch erheben und auch festhalten konnte, eine tatsächliche zu sein, obwohl sie im Verlaufe von fast zwanzig Jahrhunderten niemals auch nur das geringste nachweisbare Ergebnis, geschweige denn einen dauernden Erfolg zu verzeichnen hatte, möchte zunächst unbegreiflich, ja unfaßbar erscheinen! Einige Aufklärung gewähren indessen Beispiele, die verwandten Gebieten zu entnehmen sind, z. B. jenem der Astrologie, über die es im 2. Teile des „Faust“ heißt[2]:
Von solchem Glauben gilt, was UHLAND in den „Schriften zur Geschichte der Dichtung und Sage“ ausspricht[3]: „Aller Zauberglaube beruht auf dem Gefühle der Abhängigkeit von Kräften, deren Wirken ein Unbegriffenes ist und eben darum auch für ein Grenzenloses angesehen werden kann; ... da wird denn ... eine Formel gesucht, welche, die Sinne treffend, unmittelbar das Geheimnis in sich schließt.“ Hinsichtlich derartiger Gefühle und Formeln wieder sagt BOUCHÉ-LECLERCQ ebenso geistvoll wie treffend[4]: „Lehren, die sich auf den Glauben berufen, müssen ihren Ursprung verbergen und in eine möglichst entlegene Vorzeit zurückversetzen, um der Kritik zu entgehen. Sie suchen die Wunder, und zwar die ‚alten‘, als spezifische Kennzeichen göttlicher Werke oder Wahrheiten, und wünschen nicht, daß ihnen Einsicht das Vergnügen des Glaubens verderbe. Den Glauben der Menschen erfüllt aber das, was sie hoffen, daher geht er aus jeder Widerlegung durch die Erfahrung immer wieder siegreich hervor; auch ist die Fähigkeit zu glauben unbegrenzt, und was man voraussetzt sieht man auch, oder sah es doch in früherer Zeit, als die Menschen noch bessere Augen hatten.“ — Die so geschaute „geheime“ Wahrheit stellen nun die bevorzugten Geister, die mit ihr begnadet sein wollen, dem harrenden Chorus der Urteilslosen dar, und zwar unter dem „geziemenden“ Schleier jener nebelhaften und mystischen Andeutungen, die ihren Eindruck auf die große Masse niemals verfehlen. Schon LUCRETIUS versichert[5]:
und über die maßgebende Rolle der Zeit hierbei äußert sich ein orientalischer Geistesverwandter[6]:
Wird aber das Dunkel der Autoren allmählich doch gar zu sehr als solches empfunden, dann betritt, es zu lichten, die Schar der Kommentatoren den Schauplatz; über ihr Treiben ergeht sich schon ein altindischer Kenner in bewegter, leider nur allzu berechtigter Klage[7]:
Allen den aus dem Vorstehenden ersichtlichen Schwierigkeiten wird vereint begegnen, wer sich mit der Geschichte der Alchemie beschäftigt. Mich selbst hat hierzu das Bestreben veranlaßt, nach Aufklärung der eingangs angedeuteten, kulturgeschichtlich wie psychologisch gleich fesselnden Probleme zu suchen: wie und wo ist der Glauben an das Gold- und Silbermachen entstanden, und durch welche Umstände begünstigt konnte er sich ausbreiten und dauernd erhalten? Als ich mir vorsetzte, diese Fragen einer ausreichenden Beantwortung entgegen zu führen, hielt ich eine solche, wie das auch dem schon Erfahreneren immer wieder begegnet, für weitaus einfacher als sie sich im Laufe fortschreitender Untersuchung erwies; schon bevor mein Irrtum endgültig zutage trat, war jedoch so viele Mühe und Zeit aufgewandt, daß ich sie hinterher nicht verloren geben konnte und mochte, nun vielmehr erst recht trachtete, ganze Arbeit zu leisten. Während mehr als zwei Jahrzehnten betrieb ich daher, soweit berufliche und ältere wissenschaftliche Verpflichtungen von vielerlei Art es zuließen, die erforderlichen Studien auf allen den zugehörigen, sehr mannigfaltigen Gebieten, denen der Chemiker meist so gut wie völlig fernsteht und in die er sich daher erst einzuarbeiten hat. Zu einem endgültigen Abschlusse, insoweit ein solcher überhaupt erreichbar ist, war ich noch nicht gelangt, als der Weltkrieg ausbrach. Für den Leiter eines großen industriellen Unternehmens galt es, der voraussichtlich äußersten Inanspruchnahme seiner Kräfte dauernd gewachsen zu bleiben; dies aber, so fühlte ich, war nur möglich, wenn der Anstrengung des Berufes ein Gegengewicht geschaffen wurde, und zwar in Gestalt einer gänzlich fernliegenden, hierdurch aber ablenkend wirkenden Tätigkeit. So begann ich denn mit der Abfassung und Niederschrift des vorliegenden Werkes, und war so glücklich, es nicht nur vor etwa Jahresfrist im wesentlichen zu vollenden, sondern auch einem Verleger zu begegnen, der sich sogleich bereit erklärte, trotz der allbekannten, fast unglaublichen Schwierigkeiten, den Druck umgehend zu beginnen und nach Möglichkeit zu fördern. Hierfür habe ich der Firma JULIUS SPRINGER ganz besonderen Dank auszusprechen.
Die Eigenart des behandelten Gegenstandes und seine Verzweigung nach den verschiedensten Richtungen erweckte das dringende Verlangen, der Drucklegung nicht ohne jene Mitarbeit und Berichtigung seitens nachprüfender Fachmänner näher zu treten, die nach einem schönen Ausspruche REITZENSTEINS[8] „den einzigen Lohn bildet, den ehrliche Arbeit sich wünscht“. In dieser Richtung fand ich, wie bei Herausgabe meiner früheren Werke so auch diesmal, das erfreuendste Entgegenkommen: Gelehrte allerersten Ranges auf altphilologischem, orientalischem, paläographischem und religionsgeschichtlichem Gebiete, die Herren Geheimräte und Professoren G. JACOB in Kiel, R. REITZENSTEIN in Göttingen, J. RUSKA in Heidelberg und C. WESSELY in Wien erklärten sich bereit, die Korrekturen mitzulesen und hierdurch ein Opfer an Arbeitslast und Zeitverlust auf sich zu nehmen, das angesichts der gegebenen Umstände gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Die Herren Geheimräte Prof. Dr. R. REITZENSTEIN und G. JACOB sahen sich allerdings veranlaßt, bald nach Vollendung des 1. Abschnittes zurückzutreten; die übrigen beiden Herren hielten jedoch bis zum Schlusse mit durch, und Herr Geheimrat Prof. Dr. G. JACOB hatte noch die Güte, seine Herren Kollegen Prof. Dr. W. JAEGER und H. PRINZ für die Durchsicht einiger besonderer Kapitel zu gewinnen. Ihnen allen möchte ich auch an dieser Stelle nochmals und aus ganzem Herzen wahren und aufrichtigen Dank darbringen, und ich bin überzeugt, daß die Leser, von gleichem Gefühle beseelt, voll in ihn einstimmen werden. Die mir mitgeteilten kleineren Berichtigungen konnten mit vereinzelten Ausnahmen noch im Texte verwertet werden; größere Zusätze hingegen mußten, da Abänderungen des einmal fertigen Satzes tunlichst zu vermeiden waren, unter Bezeichnung mit dem Namen ihres Urhebers in die Nachträge wandern. Diese haben hierdurch einen mehr wie gewöhnlichen Umfang angenommen, da aber ihr Inhalt in den Registern noch mit berücksichtigt ist, dürfte der Übelstand nicht allzu fühlbar hervortreten. Daß für die Art, in der die empfangenen Ratschläge verwertet wurden, ich allein verantwortlich bin, bedarf wohl keiner ausdrücklichen Hervorhebung; nochmalige Rückfragen zur Behebung einzelner Zweifel oder Unklarheiten machten die Zeitumstände meist unmöglich.
Für mancherlei wichtige Auskünfte, die mir mündlich oder schriftlich im Laufe langer Jahre zuteil wurden, bin ich ferner großen Dank schuldig: den Herren Geheimräten und Professoren C. BROCKELMANN, H. DIELS, A. GRÜNWEDEL, E. KAUTZSCH (†), R. KOBERT, F. X. KUGLER, H. MOISSAN (†), TH. NÖLDEKE, R. PISCHEL (†), F. V. RICHTHOFEN (†), H. SUCHIER (†), A. TSCHIRCH, E. WIEDEMANN und G. WISSOWA.
Was die benützten Quellen anbelangt, so suchte ich zunächst der Anweisung zu folgen, die BURCKHARDT in seiner „Griechischen Kultur-Geschichte“ gibt[9]: „Es steht in den alten Autoren noch so vieles Merkwürdige, das Wenige beachten; ... zum Ganzdurchlesen der Autoren muß uns die Einsicht bestimmen, daß das, was für uns wichtig ist, nur wir finden.“ Demgemäß strebte ich also, die Quellenschriften tunlichst aus eigener Anschauung kennen zu lernen; hierbei stieß ich aber auf schwerwiegende Hindernisse, denn ich besitze zwar eine gründliche gymnasiale, aber keine eigentlich philologische Vorbildung, und bin zudem keines Wortes einer orientalischen Sprache mächtig, blieb also betreff der so zahlreichen und wichtigen Werke arabischer, syrischer und persischer Herkunft lediglich auf Übersetzungen angewiesen. Auf diesem Gebiete war daher die Unterstützung durch orientalistische Fachgelehrte von ausschlaggebender Bedeutung, und ich muß namentlich den selbstlosen, wahrhaft unermüdlichen Eifer hervorheben, mit dem Herr Prof. Dr. J. RUSKA nicht nur für sachliche Berichtigung und Verbesserung sorgte, sondern auch für Durchführung einer einheitlichen Schreibung der Namen und Bezeichnungen, die den gegenwärtig anerkannten Grundsätzen entspricht[10]. Für einige Ungleichheiten, die trotzdessen (hauptsächlich im ersten Drittel des Buches) stehen blieben und mir zur Last fallen, habe ich angesichts des durch die Zeitumstände und zuweilen auch noch durch Postsperren verzögerten Eingangs der versandten Korrekturen um Nachsicht zu bitten.
Hinsichtlich der griechischen Alchemisten bedingte den größten Mißstand die Tatsache, daß die von BERTHELOT veranstaltete Ausgabe an erheblichen Mängeln und Unzuverlässigkeiten sowohl des Textes wie der Übersetzung leidet, nichtsdestoweniger aber benützt werden muß, weil sie die einzige vorhandene ist. Die unumgängliche allgemeine Auseinandersetzung mit BERTHELOT als Historiker habe ich in die Nachträge verwiesen, teils um mich zuvörderst mit kurzen Andeutungen begnügen zu können, teils weil am Schlusse des Werkes auch der Leser selbst ein gewisses eigenes Urteil gewonnen haben wird. Die wirklichen Verdienste jenes großen Mannes verkleinern zu wollen, lag mir dabei fern; wo ich aber, im Dienste der Wissenschaft nach Wahrheit und Gerechtigkeit strebend, ihm zu nahe getreten sein sollte, bin ich, soferne mir dies nachgewiesen wird, zum Widerrufe gerne bereit.
Daß ich nicht den Anspruch erheben könne und wolle, den Anforderungen der Vertreter philologischer oder anderer Sondergebiete zu genügen, war mir von vornherein klar; als ich dieserhalb meinen verewigten hochverehrten Freund Prof. Dr. E. KAUTZSCH um Rat fragte, lautete seine Antwort: „Leisten Sie, was Sie können, nachher kommen die Fachgelehrten und bauen weiter, aber ohne die Vorarbeit kommen sie nicht.“ Demgemäß verfuhr ich, und mein Buch wendet sich also in erster Linie an Chemiker, Naturforscher und Allgemein-Gebildete. Diese sind jedoch heutzutage fast durchwegs des Lateinischen kaum mehr, des Griechischen gar nicht mächtig; daher habe ich alles Fremdsprachige in Übersetzung wiedergegeben, den griechischen Fachworten aber, da der geschichtliche Zweck ihre Beibehaltung unbedingt erforderte, in der Regel eine Umschrift in lateinischen Buchstaben beigefügt und die richtige Aussprache durch Angabe der Akzente gesichert. Wer solche Ausdrücke als für seine Zwecke entbehrlich erachtet, mag ganz über sie hinweglesen. Das oft arg verderbte Griechisch der Papyri chemischen Inhaltes, mit seinen zahlreichen Entstellungen von Worten, Vertauschungen von Vokalen, Auslassungen von Akzenten u. dgl., haben die Herren Mitleser der Korrekturen nach Ermessen abgeändert und verbessert.
Seinem Titel entsprechend behandelt mein Werk nicht die gesamte Geschichte der Alchemie, sondern die ihrer Entstehung und Ausbreitung. Gerade diese Frühzeit lag nämlich, trotz aller bisherigen rühmlichen Arbeiten, immer noch in tiefem Dunkel und war der Aufklärung besonders bedürftig; für die spätere Periode hingegen, die etwa im 11. Jahrhundert mit dem Aufkommen der Alchemie in Südeuropa einsetzt und erst an der Schwelle der neuesten Zeit abschließt, liegen bereits treffliche und reichhaltige Darstellungen verschiedener Richtung vor, die insbesondere auch auf die Rolle der „Schwärmer und Schwindler“, sowie auf die oft höchst abenteuerlichen persönlichen Schicksale der „Meister und Adepten“ in gründlicher Weise eingehen. Vom wissenschaftlichen Standpunkte aus bieten übrigens jene langen Jahrhunderte nicht das geringste Neue; es taucht auch nicht ein Gedanke auf, der den engen Umkreis urväterischer Tradition überschritte.
In der Darstellung befleißigte ich mich möglichster Knappheit und Verständlichkeit. Eigene erklärende Zusätze sind in eckige Klammern [] gesetzt, um sie von den in runden () stehenden, den Originalen angehörigen, deutlich zu unterscheiden. Fremdworte trachtete ich zwar zu vermeiden, schloß sie aber nicht grundsätzlich aus; sie blieben stehen, wo sie ohne weiteres das gewünschte Verständnis sichern, während Umschreibungen erst selbst einer Erklärung bedürfen, ferner wo sie größere Kürze gewährleisten, endlich auch wo sie Abwechslung im Ausdruck zulassen.
Über die benützten Quellen habe ich sehr reichliche Angaben beigefügt, die eine weitgehende Nachprüfung gestatten, und hierdurch zur Aufklärung von Irrtümern oder Mißverständnissen führen sollen, die mir trotz aller Bemühungen zweifellos unterlaufen sein werden. Titel, Verlagsorte und Erscheinungsjahre der Werke wurden stets genau angeführt; einfach beigesetzte Zahlen sind die der betreffenden Seiten, besteht aber ein Werk aus mehreren, oder aus einer Reihe von Bänden, so geben die ersten Zahlen die Bände, die zweiten (und die folgenden) die Seiten an, also z. B. ZELLER, „Die Philosophie der Griechen“ 1, 509 = Bd. 1, S. 509, WIEDEMANN, „Beiträge zur Geschichte der Naturwissenschaften“ 21, 118, 123 = Heft 21, S. 118 u. 123. Nur für BERTHELOTS „Collection des Alchimistes grecs“ und „La Chimie au moyen âge“ blieben in den ersten Bogen durch ein Versehen römische Zahlen als Band-Angaben stehen und wurden daraufhin dann auch weiter beibehalten. Daß ich PLINIUS zwar in der Regel nach Kapiteln, einige Male aber nach Abschnitten zitierte, bemerkte ich leider erst im Laufe der Korrektur, und konnte die betreffenden Stellen nicht mehr abändern. Meine ausführlichen Aufsätze über Chemisches bei PLINIUS, DIOSKURIDES, PLATON und ARISTOTELES hätten eigentlich im vorliegenden Werke ihre Stelle finden müssen; da sie aber in meinen „Abhandlungen und Vorträgen zur Geschichte der Naturwissenschaften“ bereits abgedruckt vorliegen, wiederholte ich nur das ganz Unentbehrliche und begnügte mich im übrigen mit kurzen Hinweisen.
Vielfach steht die Geschichte der Alchemie in innigem Verbande mit jener der Mineralogie und der chemischen Technologie, namentlich der Metallurgie; diesen Zusammenhängen wurde daher allerorten besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Um jedoch weitgehende Zersplitterung zu vermeiden, schien es zweckmäßig, die Hauptmenge der Nachrichten über die ältere Geschichte der Metalle in einem besonderen Anhange (dem 6. Abschnitte des Buches) zu vereinigen; eingehendere Berücksichtigung fanden hierbei die kulturhistorischen und etymologischen Gesichtspunkte, schon weil die einschlägigen Quellen dem Chemiker meist schwer zugänglich oder ganz unbekannt sind. Der Natur der Sache nach beschränken sich jedoch diese Darlegungen auf die sog. planetarischen und die als Abarten von solchen angesehenen Metalle, sowie auf ihre Legierungen.
Inhalts-Verzeichnisse sind vier vorhanden: 1. das der griechischen Worte, einschließlich gewisser dogmatischer Redensarten, 2. das der angeführten Schriftsteller und Werke, 3. das der geographischen, Eigen- und Völker-Namen, 4. das sachliche. Ihre Abgrenzung war oft schwierig, und es bleibt zu beachten, daß das nämliche Wort in verschiedenen Registern vorkommen kann, z. B. HERMES als Autor in 2., als Gott in 3., als Planet in 4., ebenso z. B. λόγος in 1. und Logos in 4. Auf der Suche nach Ausdrücken, die aus zwei Worten bestehen, wird man unter Umständen bei beiden nachzuschlagen haben, also z. B. betreff ἱερά τέχνη bei ἱερός und bei τέχνη. Die Seitenzahlen, die sich auf die betreffenden Hauptstellen sowie auf die erstmaligen genauen Anführungen der Büchertitel beziehen, sind durch fetten Druck hervorgehoben.
Für das mühevolle Ausziehen der Inhalts-Verzeichnisse, sowie für vielerlei andere Schreib- und Hilfsarbeiten gelegentlich der Fertigstellung der Druckvorlagen und der Erledigung der Korrekturen habe ich neben mehreren Mitgliedern meiner Familie auch Fräulein ELFRIEDE BRAEUER, Chemikerin der „Zuckerraffinerie Halle“, herzlichen Dank zu sagen.
Auf die Genauigkeit der Register ist größte Sorgfalt verwendet worden, dennoch zweifle ich nicht daran, daß manche Fehler stehen geblieben sind; den Lesern, die solche hier oder auch an anderen Stellen des Werkes bemerken, wäre ich für freundliche Mitteilung sehr verbunden, damit ich sie an geeignetem Orte zu berichtigen vermöge. Überhaupt dürfte niemand rein sachlicher über das Erreichte denken, als ich selbst; ich halte mich an GOETHES Ausspruch in der Vorrede zum ersten Bande seiner wesentlich der Kunstgeschichte gewidmeten Zeitschrift „Die Propyläen“ (1798), woselbst es heißt: „... unsere Absicht war, ... wenn wir gleich nicht voraussetzen, die nötige Arbeit selbst vollenden zu können, dennoch teils im ganzen eine Übersicht zu geben, teils im einzelnen die Ausführung einzuleiten“.
Halle a. S., den 8. Oktober 1918.
Der Verfasser.