Morgenglanz der Ewigkeit,
Licht vom unerschöpften Lichte,
Schick uns diese Morgenzeit
Deine Strahlen zu Gesichte
Und vertreib durch deine Macht
Unsre Nacht!
2.
Deiner Güte Morgentau
Fall’ auf unser matt Gewissen,
Lass die dürre Lebensau
Lauter süssen Trost geniessen
Und erquick uns, deine Schar,
Immerdar!
3.
Gib, dass deiner Liebe Glut
Unsre kalten Werke töte,
Und erweck uns Herz und Mut
Bei entstandner Morgenröte,
Dass wir, eh’ wir gar vergehn,
Recht aufstehn!
4.
Ach du Aufgang aus der Höh’,
Gib dass auch am Jüngsten Tage
Unser Leichnam aufersteh’
Und, entfernt von aller Plage,
Sich auf jener Freudenbahn
Freuen kann!
5.
Leucht uns selbst in jene Welt,
Du verklärte Gnadensonne,
Führ uns durch das Tränenfeld
In das Land der ew’gen Wonne,
Wo die Lust, die uns erhöht,
Nie vergeht!
One of the best and most spirited of morning hymns, “as if born from the dew of the sunrise.”
The author, Christian Knorr, Baron von Rosenroth, was the son of a Silesian pastor. After years of study and travel, he also settled down to a pastorate in Silesia. He was well versed in philosophy and chemistry, as well as theology, and his memory was so remarkable that he knew nearly the whole Bible by heart. He took special interest in the study of the Jewish Kabbala, the so-called secret wisdom of the rabbis, and his writings on this literature made him world famous. Knorr wrote seventy hymns, the present being the only one now in general use among English speaking people.
The translator, Richard Massie, was the son of the Rev. R. Massie, a minister in the Anglican church. A man of wealth and leisure, he was able to devote himself to literature and gardening. His rock garden, a rare thing in those days, attracted wide attention. Massie and his mother and sisters are remembered for their quiet spirituality and saintliness.
MUSIC. MORGENGLANZ DER EWIGKEIT is an adaptation of an air by Johann Rudolph Ahle. The tune appeared in Freylinghausen’s Gesangbuch, Halle, 1704, set to this hymn. Its beauty of melody and rhythm is extraordinary. For comments on the composer see Hymn 553.
555. Evening and morning, sunset and dawning
1.
Die güldne Sonne,
Voll Freud’ und Wonne,
Bringt unsern Grenzen
Mit ihrem Glänzen
Ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder,
Die lagen danieder;
Aber nun steh’ ich,
Bin munter und fröhlich,
Schaue den Himmel mit meinem Gesicht.
2.
Mein Auge schauet,
Was Gott gebauet
Zu seinen Ehren,
Und uns zu lehren,
Wie sein Vermögen sei mächtig und gross,
Und wo die Frommen
Einst sollen hinkommen,
Wann sie mit Frieden
Von hinnen geschieden
Aus dieser Erde vergänglichem Schoss.
3.
Lasset uns singen,
Dem Schöpfer bringen
Güter und Gaben!
Was wir nur haben,
Alles das sei Gott zum Opfer gesetzt.
Die besten Güter
Sind unsre Gemüter;
Lieder der Frommen,
Von Herzen gekommen,
Sind Opferrauch, der ihn am meisten ergötzt.
4.
Abend und Morgen
Sind seine Sorgen;
Segnen und mehren,
Unglück verwehren
Sind seine Werke und Taten allein.
Wann wir uns legen,
Ist er zugegen;
Wann wir aufstehen,
So lässt er aufgehen
Ueber uns seiner Barmherzigkeit Schein.
5.
Ich hab’ erhoben
Zu dir hoch droben
All’ meine Sinnen:
Lass mein Beginnen
Ohn’ allen Anstoss und glücklich ergehn!
Laster und Schande,
Lucifers Bande
Fallen und Tücke
Treib’ ferne zurücke;
Lass mich auf deinen Geboten bestehn!
6.
Lass mich mit Freuden,
Ohn’ alles Neiden
Sehen den Segen,
Den du wirst legen
In meines Bruders und Nähesten Haus!
Geiziges Brennen,
Unchristlich Rennen
Nach Gut mit Sünde
Das tilge geschwinde
Aus meinem Herzen, und wirf es hinaus!
7.
Menschliches Wesen,
Was ist’s gewesen!
In einer Stunde
Geht es zu Grunde,
Sobald das Lüftlein des Todes drein weht;
Alles in Allem
Muss brechen und fallen;
Himmel und Erden,
Die müssen das werden,
Was sie gewesen, eh’ Gott sie erhöht.
8.
Alles vergehet;
Gott aber stehet
Ohn’ alles Wanken;
Seine Gedanken,
Sein Wort und Wille hat ewigen Grund.
Sein Heil und Gnaden,
Die nehmen nicht Schaden,
Heilen im Herzen
Die tödtlichen Schmerzen,
Halten uns zeitlich und ewig gesund.
9.
Gott, meine Krone,
Vergib und schone!
Lass meine Schulden
In Gnad’ und Hulden
Aus deinen Augen sein abgewandt.
Sonsten regiere
Mich, lenk’ und führe
Wie dir’s gefället!
Ich habe gestellet
Alles in deine Beliebung und Hand!
10.
Willst du mir geben,
Womit mein Leben
Ich kann ernähren,
So lass mich hören
Allzeit im Herzen dies heilige Wort:
“Gott ist das Grösste,
Das Schönste, Beste!
Gott is das Süss’ste,
Das Allergewiss’ste
Von allen Schätzen, der edelste Hort!”
11.
Willst du mich kränken,
Mit Galle tränken,
Und soll von Plagen
Ich auch was tragen:
Wohlan denn, so mach’ es, wie dir es beliebt!
Was gut und tüchtig,
Was schädlich und nichtig
Meinem Gebeine,
Das weisst Du alleine,
Hast niemals einen zu bitter betrübt.
12.
Trübsal und Zähren
Nicht ewig währen;
Nach Meeresbrausen
Und Windessausen
Leuchtet der Sonne verklärtes Gesicht.
Freude die Fülle,
Und selige Stille
Hab’ ich zu warten
Im himmlischen Garten;
Dahin sind meine Gedanken gericht’t!
“A splendid hymn of our poet, golden as the sun going forth in his beauty, full of force and of blessed peace in the Lord, full of sparkling thoughts of God.” (Lauxmann). Our hymn is a selection of stanzas 4, 8, and 12 of the original twelve.
For comments on Paul Gerhardt see Hymn 134.
This excellent translation by Richard Massie has come into general use.
For comments on Massie see Hymn 554.
MUSIC. DIE GÜLDNE SONNE, also called “Franconia,” is a beautiful melody by Johann G. Ebeling, 1620-76. A number of his chorales are still in high favor. The name of the tune is derived from the title of Gerhardt’s hymn for which it was written.
For comments on Ebeling see Hymn 525.
EVENING
556. The duteous day now closeth
1.
Nun ruhen alle Wälder,
Vieh, Menschen, Städt’ und Felder,
Es schläft die ganze Welt.
Ihr, aber, meine Sinnen,
Auf, auf! ihr sollt beginnen,
Was eurem Schöpfer wohlgefällt.
2.
Wo bist du, Sonne, blieben?
Die Nacht hat dich vertrieben,
Die Nacht, des Tages Feind.
Fahr him, ein’ andre Sonne,
Mein Jesus, meine Wonne,
Gar hell in meinem Herzen scheint.
3.
Der Tag ist nun vergangen,
Die güldnen Sterne prangen
Am blauen Himmelssaal.
Also werd ich auch stehen,
Wann mich wird heissen gehen
Mein Gott aus diesem Jammertal.
4.
Der Leib eilt nun zur Ruhe,
Legt Kleider ab und Schuhe,
Das Bild der Sterblichkeit.
Die zieh ich aus; dagegen
Wird Christus mir anlegen
Das Kleid der Ehr’ und Herrlichkeit.
5.
Das Haupt, die Füss und Hände
Sind froh, dass nun zum Ende
Die Arbeit kommen sei.
Herz, freu dich! du sollst werden
Vom Elend dieser Erden,
Und von der Sünden Arbeit frei.
6.
Nun geht, ihr matten Glieder,
Geht hin und legt euch nieder,
Des Bettleins ihr begehrt.
Es kommen Stund’ und Zeiten,
Da man euch wird bereiten
Zu Ruh’ ein Bettlein in der Erd’.
7.
Die Augen stehn verdrossen,
Im Nu sind sie geschlossen;
Wo bleibt dann Leib und Seel’?
Nimm sie zu deinen Gnaden,
Sei gut für allen Schaden,
Du Aug’ und Wächter Israel!
8.
Breit’ aus die Flügel beide,
O Jesu, meine Freude,
Und nimm dein Küchlein ein!
Will mich der Feind verschlingen,
So lass die Engel singen:
“Dies Kind soll unverletzet sein!”
9.
Auch euch, ihr meine Lieben,
Soll heute nicht betrüben
Ein Unfall noch Gefahr;
Gott lass’ euch selig schlafen,
Stell’ euch die güldnen Waffen
Ums Bett und seiner Engel Schar!
Gerhardt’s hymn appeared in nine stanzas in Crüger’s Praxis Pietatis Melica, 3d ed., 1648. The hymn became known everywhere in Germany and was a favorite of the poet Schiller.
For comments on Paul Gerhardt see Hymn 134.
Stanzas 1 and 2 are free translations by Robert Bridges who added stanzas 3 and 4, his own work, for his Yattendon Hymnal, 1899.
For comments on Bridges see Hymn 32.
MUSIC. INNSBRUCK is commonly attributed to Heinrich Isaak, c. 1460-c. 1527, a German or Dutch (it is not certain which) born musician who spent most of his life in Italy, an eminent organist and composer. Isaak was kapellmeister of Lorenzo the Magnificent and later of Maximilian of Vienna. The tune was first published, so far as is known, in Nürnberg, 1539, in a different version, set to the words, “Innsbruck ich muss dich lassen.” Later it was adapted to the hymn, “O Welt ich muss dich lassen,” and then to Gerhardt’s evening hymn, “Nun ruhen alle Wälder.” The melody has appeared in many different forms in German collections. The arrangement here is that made by J. S. Bach and used in his St. Matthew Passion and elsewhere.
557. Now cheer our hearts this eventide
1.
Ach bleib’ bei uns, Herr Jesu Christ,
Weil es nun Abend worden ist;
Dein göttlich Wort, das helle Licht,
Lass ja bei uns auslöschen nicht!
2.
In dieser letzten, bösen Zeit
Gib uns des Glaubens Beständigkeit,
Dass wir dein Wort und Sakrament
Rein b’halten bis an unser End’.
3.
Herr Jesu, hilf, dein’ Kirch’ erhalt’!
Wir sind sicher, arg, träg’ und kalt;
Gib Glück und Heil zu deinem Wort,
Dass es erschall’ an jedem Ort.
4.
Erhalt’ uns nur bei deinem Wort,
Und wehr’ des Teufels Trug und Mord;
Gib deiner Kirche Gnad’ und Huld,
Fried’, Einigkeit, Mut und Geduld.
5.
Ach Gott, es geht gar übel zu,
Auf dieser Erd’ ist keine Ruh’!
Viel Sekten und viel Schwärmerei
Auf einen Haufen kommt herbei.
6.
Den stolzen Geistern wehre doch,
Die sich mit Macht erheben hoch,
Und bringen stets was Neues her,
Zu fälschen deine rechte Lehr’.
7.
Die Sach’ und Ehr’, Herr Jesu Christ,
Nicht unser, sondern dein ja ist;
Darum so steh’ du denen bei,
Die sich auf dich verlassen frei.
8.
Dein Wort ist unsers Herzens Trutz
Und deiner Kirche wahrer Schutz;
Dabei erhalt’ uns, lieber Herr,
Dass wir nichts Andres suchen mehr!
9.
Gib, dass wir leben in dem Wort,
Und darauf fahren ferner fort
Von hinnen aus dem Jammertal
Zu dir in deinen Freudensaal!
The author, Nikolaus Selnecker, an ardent Lutheran, was a scholar and accomplished musician. He became church organist when only twelve years old and afterwards, in succession, lecturer at the University of Wittenberg, Professor of Theology at Jena, and pastor of St. Thomas’ Church at Leipzig. He wrote Latin verse and composed many German hymns but is chiefly known through this evening hymn. The English rendering of it we owe to Robert Bridges’ Yattendon Hymnal. It was made to suit Bach’s setting of the Proper tune, and freely though finely expands stanzas 1 and 9 of the original.
For comments on Robert Bridges see Hymn 32.
MUSIC. ACH BLEIB BEI UNS, “one of the most famous of German chorales,” appeared in Geistliche Lieder, Leipzig, 1589, and in other contemporary collections.
The composer, Seth Calvisius, 1556-1615, was the son of poor parents, but succeeded in obtaining an education at the Universities of Helmstedt and Leipzig. He was an astronomer and chronologer, besides being a musician, and was offered the Chair of Mathematics at Wittenberg in 1611. Calvisius refused the offer in order to devote himself to music. After holding various musical posts in churches in Leipzig and Schulpforta, he became music director at the Thomaskirche in the former city. Calvisius wrote treatises on the theory of music and published several collections of his own and others’ music, among them Hymni Sacri Latini et Germanici, 1594, in which this tune appears in the alto as a descant to another melody. The present version is from J. S. Bach’s Vierstimmige Choralgesänge, 1769.
GENERAL
558. Commit thou all thy griefs
1.
Befiehl du deine Wege,
Und was dein Herze kränkt,
Der allertreusten Pflege
Des, der den Himmel lenkt!
Der Wolken, Luft und Winden,
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden,
Da dein Fuss gehen kann.
2.
Dem Herren musst du trauen,
Wenn dir’s soll wohlergehn;
Auf sein Werk musst du schauen,
Wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen
Und mit selbsteigner Pein
Lässt Gott sich gar nichts nehmen,
Es muss erbeten sein.
3.
Dein’ ew’ge Treu’ und Gnade,
O Vater, weiss und sieht,
Was gut sei oder schade
Dem sterblichen Geblüt;
Und was du dann erlesen,
Das treibst du, starker Held,
Und bringst zum Stand und Wesen,
Was deinem Rat gefällt.
4.
Weg’ hast du allerwegen,
An Mitteln fehlt dir’s nicht;
Dein Tun ist lauter Segen,
Dein Gang ist lauter Licht,
Dein Werk kann niemand hindern,
Dein’ Arbeit darf nicht ruhn,
Wenn du, was deinen Kindern
Erspriesslich ist, willst tun.
5.
Und ob gleich alle Teufel
Hier wollten widerstehn,
So wird doch ohne Zweifel
Gott nicht zurückegehn;
Was er sich vorgenommen,
Und was er haben will,
Das muss doch endlich kommen
Zu seinem Zweck und Ziel.
6.
Hoff, o du arme Seele,
Hoff und sei unverzagt!
Gott wird dich aus der Höhle,
Da dich der Kummer plagt,
Mit grossen Gnaden rücken;
Erwarte nur die Zeit,
So wirst du schon erblicken
Die Sonn’ der schönsten Freud’.
7.
Auf, auf, gib deinem Schmerze
Und Sorgen gute Nacht!
Lass fahren, was dein Herze
Betrübt und traurig macht!
Bist du doch nicht Regente,
Der alles führen soll;
Gott sitzt im Regimente
Und führet alles wohl.
8.
Ihn, ihn lass tun und walten,
Er ist ein weiser Fürst
Und wird sich so verhalten,
Dass du dich wundern wirst,
Wenn er, wie ihm gebühret,
Mit wunderbarem Rat
Die Sach’ hinausgeführet,
Die dich bekümmert hat.
9.
Er wird zwar eine Weile
Mit seinem Trost verziehn
Und tun an seinem Teile,
Als hätt’ in seinem Sinn
Er deiner sich begeben,
Und sollt’st du für und für
In Angst und Nöten schweben,
Frag’ er doch nichts nach dir.
10.
Wird’s aber sich befinden,
Dass du ihm treu verbleibst,
So wird er dich entbinden,
Da du’s am mind’sten gläubst;
Er wird dein Herze lösen
Von der so schweren Last,
Die du zu keinem Bösen
Bisher getragen hast.
11.
Wohl dir, du Kind der Treue!
Du hast und trägst davon
Mit Ruhm und Dankgeschreie
Den Sieg und Ehrenkron’.
Gott gibt dir selbst die Palmen
In deine rechte Hand,
Und du singst Freudenpsalmen
Dem, der dein Leid gewandt.
12.
Mach End’ o Herr, mach Ende
An aller unsrer Not,
Stärk unsre Füss’ und Hände
Und lass bis in den Tod
Uns allzeit deiner Pflege
Und Treu’ empfohlen sein,
So gehen unsre Wege
Gewiss zum Himmel ein.
This “Hymn of Trust” is Gerhardt’s finest lyric. It is based on Psalm 37:5: “Commit thy way unto the Lord; trust also in him; and he shall bring it to pass.” The initial words of each stanza form an acrostic of the German version: “Befiehl dem Herrn deine Wege, und hoff auf ihn; er wird es wohlmachen.” The hymn first appeared in Crüger’s Praxis, 1646. It expresses the simple trust in God that supported Gerhardt through the troubles that arose out of the Thirty Years’ War, as well as his own personal sorrows.
For comments on Gerhardt see Hymn 134.
Of the many translations of this hymn, this one by John Wesley remains the most popular. It was published in 16 four-line stanzas in his Hymns and Sacred Poems, 1739, with the title, “Trust in Providence.” Since the hymn was written in Short Meter, the editors of the Hymnary had to abridge the third line of each stanza to fit this tune with its 7.6.7.6. meter, a practice which Wesley himself would have heartily condemned. Wesley’s unaltered version of his eight stanzas used here are as follows:
1.
Commit thou all thy griefs
And ways into His hands,
To His sure truth and tender care
Who earth and heaven commands.
2.
Who points the clouds their course,
Whom winds and seas obey,
He shall direct thy wandering feet,
He shall prepare thy way.
3.
Thou on the Lord rely,
So safe shalt thou go on;
Fix on His work thy steadfast eye,
So shall thy work be done.
4.
No profit canst thou gain
By self-consuming care;
To Him commend thy cause; His ear
Attends the softest prayer.
5.
Thy everlasting truth,
Father, Thy ceaseless love,
Sees all Thy children’s wants, and knows
What best for each will prove.
6.
And whatsoe’er Thou will’st
Thou dost, O King of kings;
What Thy unerring wisdom chose,
Thy power to being brings.
7.
Thou everywhere hast sway,
And all things serve Thy might;
Thy every act pure blessing is,
Thy path unsullied light.
8.
When Thou arisest, Lord,
Who shall Thy work withstand?
When all Thy children want, Thou giv’st;
Who, who, shall stay Thy hand?
The latter part of the hymn, in Wesley’s translation, is found at No. 246.
For comments on John Wesley see Hymn 170.
MUSIC. The tune, BEFIEHL DU DEINE WEGE, appears anonymously in the Gesangbuch mit Noten. It is probably of American origin.
559. Abide with us, our Savior
1.
Ach bleib mit deiner Gnade
Bei uns, Herr Jesu Christ,
Dass uns hinfort nicht schade
Des bösen Feindes List!
2.
Ach bleib mit deinem Worte
Bei uns, Erlöser wert,
Dass uns beid’ hier und dorte
Sei Güt’ und Heil beschert!
3.
Ach bleib mit deinem Glanze
Bei uns, du wertes Licht;
Dein’ Wahrheit uns umschanze,
Damit wir irren nicht!
4.
Ach bleib mit deinem Segen
Bei uns, du reicher Herr!
Dein’ Gnad’ und all’s Vermögen
In uns reichlich vermehr!
5.
Ach bleib mit deinem Schutze
Bei uns, du starker Held,
Dass uns der Feind nicht trutze,
Noch fäll’ die böse Welt!
6.
Ach bleib mit deiner Treue
Bei uns, mein Herr und Gott!
Beständigkeit verleihe,
Hilf uns aus aller Not!
A simple and beautiful hymn, having as its keynote the saying of the two disciples at Emmaus: “Abide with us: for it is toward evening, and the day is far spent” (Lk. 24:29). It originally appeared in the author’s Christliches Gebetsbüchlein, Rinteln, 1627, and later in his Erneuerte Hertzen-Seufzer, 1630, under the title, “For the Blessing and Support of the Ministry,” to be used as a closing hymn after the “Prayer for the Preservation of the Doctrine, and of the Church of God.”
Our version is a free translation of stanzas 1 to 3 as it appeared, anonymously, in the Dalston Hospital Hymn Book, 1848, and as repeated in the Pennsylvania Lutheran Church Book, 1868.
Josua Stegmann, son of a Lutheran pastor, was born at Sülzfeld, Germany. He was educated at the Universities of Leipzig and Wittenberg. After holding several positions as teacher and pastor, he became Professor of Theology at Rinteln. With the outbreak of the Thirty Years’ War, he was forced to flee but returned after several years. He suffered much at the hands of his Catholic opponents. Benedictine monks claimed to be the rightful professors and demanded the restoration of certain church properties. At one time soldiers were sent into Stegmann’s house, demanding a refund of his salary, compelling him to a public disputation, and otherwise subjecting him to humiliation.
MUSIC. ACH BLEIB MIT DEINER GNADE is a simple but lovely tune, permeated with a feeling of deep serenity, fitting the present hymn perfectly. It appeared in the composer’s Ein Schön Geistlich Gesangbuch, Jena, 1609, set to the hymn, “Christus, der ist mein Leben,” by which name the tune is also known. J. S. Bach used the melody in his chorale cantata, Christus, der ist mein Leben.
The composer, Melchior Vulpius, c. 1560-1616, was precentor at Weimar about 1600. He composed a number of tunes and published them in his Ein schön geistlich Gesangbuch, &c., durch M.V. Cantorem zu Weymar. Others of his tunes were published after his death.
560. God is my Light
1.
Gott ist mein Licht!
Verzage nicht, mein Herz
In banger, dunkler Zeit!
Die Sonne sinkt,
Die Nacht bringt Furcht und Schmerz,
Mein Licht strahlt allezeit!
Es schimmert an dem Tag der Freuden;
Es leuchtet durch die Nacht der Leiden:
Gott ist mein Licht!
2.
Gott ist mein Heil!
O Seele, fürchte nichts!
Dein Helfer ist getreu.
Er lässt dich nicht,
Sein Vaterwort verspricht’s.
Er steht dir mächtig bei.
Er will mich bis ins Alter tragen,
Kein wahres Gut mir je versagen:
Gott ist mein Heil!
3.
Sein ist die Kraft!
Er spricht und es geschieht,
Gebeut und es steht da.
Und wenn mein Blick
Noch keine Hoffnung sieht,
Ist schon die Rettung nah.
Wo schwache Menschen nichts vermögen,
Da kommt uns stärkend Gott entgegen.
Sein ist die Kraft!
4.
Sein ist das Reich!
Er herrscht im Weltgebiet
Mit Weisheit, Huld und Macht.
Die Sterne ziehn;
Der Strom der Zeiten flieht,
Von seinem Arm bewacht.
Und alles lenket er im stillen
Zum Ziel nach seinem heilgen Willen.
Sein ist das Reich!
5.
Gott ist mein Schild!
Mein Schirm in der Gefahr,
Die er nur wenden kann.
Er deckt mein Haupt,
Und ohn ihn fällt kein Haar.
Er nimmt sich aller an.
Ob Tausende, die mit mir wallen,
Zur Rechten oder Linken fallen—
Er ist mein Schild!
6.
Gott ist mein Lohn!
Drum geh ich unverzagt
Die Bahn, die er nur zeigt.
Der Gang sei schwer—
Er wird mit Gott gewagt,
Der dort die Palme reicht.
Froh wird gekämpft, um Sieg gerungen
Voll Mut der Widerstand bezwungen.
Gott ist mein Lohn!
The hymn was written by Johann Heinrich Karl Hengstenberg, a Lutheran pastor in the town of Wetter in Westphalia. His literary work is Psalterion published in Essen, 1825, a collection of his hymns, several of which passed into general use in the Lutheran churches of Germany.
The translator has not been identified.
MUSIC. GOTT IST GETREU is a melody contributed by J. R. Ahle, in his Geistliche Arien, 1662, where it is set to the hymn, “Es ist genug,” by Franz Burmeister.
For comments on Ahle see Hymn 553.
561. Take Thou my hand, O Father
1.
So nimm denn meine Hände
Und führe mich
Bis an mein selig’ Ende
Und ewiglich!
Ich kann allein nicht gehen,
Nicht einen Schritt;
Wo du wirst geh’n und stehen,
Da nimm mich mit.
2.
In Deine Gnade hülle
Mein schwaches Herz,
Und mach’ es endlich stille
In Freud’ und Schmerz;
Lass ruh’n zu deinen Füssen
Dein schwaches Kind,
Es will die Augen schliessen
Und folgen blind.
3.
Wenn ich auch gar nichts fühle
Von deiner Macht,
Du bringst mich doch zum Ziele
Auch durch die Nacht;
So nimm denn meine Hände
Und führe mich
Bis an mein selig’ Ende
Und ewiglich!
Julie von Haussmann, born in Mitau, in the province of Kurland, was the second youngest of a family of six daughters. Her father had been a teacher in a Gymnasium at Riga, later moving to Mitau where he held a government position. Julie, never in vigorous health, was a shy, retiring young woman, but keen of intellect. On several occasions she accepted positions as governess in private homes but was always compelled to give up on account of her health. She finally dismissed all thoughts of a career and devoted herself to the care of her father who had become blind, until the latter’s death in 1864. The following two years she lived with a married sister in Germany and Switzerland and then accompanied her younger sister to Biarritz in southern France where the latter held a position as organist. In 1870 both went to St. Petersburg to be with two other sisters, one of them employed as Director of St. Annenschule. The family circle was broken in 1896 and 1898 upon the death of the youngest and oldest sister. In 1901 Julie settled with relatives near Wösso in Estonia. In spite of old age and weak eyesight, she was busily engaged, until her death, with charities and literary work. She published a devotional book, Hausbrot, and, upon the insistence of a friend, Gustav Knak, her lyrics were published in three volumes, entitled, Maiblumen. Lieder einer Stillen im Lande. “So nimm denn mein Hände” appeared in Maiblumen, 1862, Vol I. It has been translated into many languages.
For comments on the translator, H. Brueckner, see Hymn 517.
MUSIC. SO NIMM DENN MEINE HÄNDE first appeared with the present hymn in 1883. The tune was composed by Friedrich Silcher, 1789-1860, a German musician, born at Schnaith, Württemberg. For 43 years Silcher was the director of music and organist at the University of Tübingen. He composed popular songs and hymns, and a cantata.
562. What mercy and divine compassion
1.
Mir ist Erbarmung widerfahren,
Erbarmung, deren ich nicht wert!
Das zähl’ ich zu dem Wunderbaren;
Mein stolzes Herz hat’s nie begehrt.
Nun weiss ich das, und bin erfreut,
: Und rühme die Barmherzigkeit:
2.
Ich hatte nichts als Zorn verdienet,
Und soll bei Gott in Gnaden sein;
Gott hat mich mit sich selbst versühnet,
Und macht durchs Blut des Sohn’s mich rein,
Nicht durch Verdienst der Kreatur,—
: Erbarmung ist’s, Erbarmung nur:
3.
Das musz ich dir, mein Gott, bekennen,
Das rühm’ ich, wenn ein Mensch mich fragt;
Ich kann es nur Erbarmung nennen,
So ist mein ganzes Herz gesagt;
Ich beuge mich, und bin erfreut,
: Und rühme die Barmherzigkeit:
4.
Dies lass ich kein Geschöpf mir rauben,
Dies soll mein einzig Rühmen sein;
Auf dies Erbarmen will ich glauben;
Auf dieses bet’ ich auch allein;
Auf dieses duld’ ich in der Not;
: Auf dieses hoff’ ich noch im Tod:
5.
Gott, der du reich bist an Erbarmen,
Nimm dein Erbarmen nicht von mir,
Und führe durch den Tod mich Armen
Durch meines Heilands Tod zu dir;
Da bin ich ewig hoch erfreut,
: Und rühme die Barmherzigkeit:
Based on I Tim. 1:13: “aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren” (“but I obtained mercy”).
The hymn appeared first in Hiller’s Geistliches Liederkästlein, Part II, 1767, with the following note by the author:
An unconverted person is much too proud to say these words sincerely from the heart; but the converted person confesses them freely before God and man.
For comments on the author, Philipp Friedrich Hiller, see Hymn 524. The hymn is credited, erroneously, to Gerhard Tersteegen, in the Hymnary.
A number of Hiller’s hymns have been translated but this one apparently had never before been put into English. Our translation, consisting of stanzas 1, 2, 4, and 5, was made especially for the Hymnary by Sister Frieda Kaufman who was for many years associated with the Bethel Deaconess Hospital, Newton, Kansas. Sister Frieda was born near Basel, Switzerland; came with her parents to Halstead, Kansas; and attended Bethel College. After graduating from a nursing course in Cincinnati, Ohio, she received her deaconess garb and has since been known as “Sister Frieda.” From 1908 to 1943 she served as sister-in-charge of the hospital and during much of that time served also as its superintendent. She had much to do with the planning of the Home for the Aged which is operated in connection with the hospital. To these two institutions she devoted her rare gifts and set for them a high standard of Christian service. Sister Frieda had unusual literary and artistic endowments and translated several German hymns into English.
MUSIC. ERBARMUNG is a popular Swiss melody which appeared anonymously in the Gesangbuch mit Noten. It was composed by Johann Gottfried Schicht, 1753-1823, who was born in Zittau. Schicht composed 3 oratorios, church and chamber music, and edited Bach’s motets. He became cantor of the Thomasschule in Leipzig in 1810.