In Fig. 129 ist eine Trommel mit aufgespanntem Filmband dargestellt. Die Anordnung ist hier etwas anders als in der ersten Abbildung: die Trommel ist aus Metall gefertigt und mit ihrer Achse auf den Querwänden des Troges gelagert. Eine Trommel von 40 cm Durchmesser nimmt beispielsweise auf jede Umdrehung etwa 1,20 m Film; wenn sie 1 m lang ist und man für das Band einen Raum von 4 cm rechnet, was reichlich ist, so werden ungefähr 30 Meter Film darauf gehen.
Wo die Herstellung von Films in großem Maßstabe fabrikationsweise vorgenommen wird, verwendet man dem Bedürfnisse entsprechend auch viel größere Trommeln, z. B. solche von 1 Meter Durchmesser bei 1 1/2 bis 2 Meter Länge, die dann eine richtige »Seeschlange« von Film aufnehmen.
Als zweckmäßig wird die Verwendung von Glastrommeln oder Zylindern empfohlen; da sie sich sehr leicht reinigen lassen. Der Film wird auf dem Glaszylinder beiderseitig durch Klammern befestigt oder auf Korkstücke, die in entsprechende Öffnungen des Zylinders eingeklemmt sind, mittels Heftzwecken festgesteckt.
Während der Entwicklung wird die Trommel gleichmäßig gedreht, so daß alle Teile des Filmbandes gleichmäßig mit Flüssigkeit benetzt werden. Man kann den Film auf der gleichen Trommel in die anderen Bäder (Wasserbad und Fixierbad) bringen; es ist jedoch besser, ihn für jeden Prozeß auf eine andere Trommel, und zwar stets eine solche von größerem Durchmesser, umzurollen.
Innerhalb der Trommel kann man eine rote elektrische Glühlampe unterbringen, mit deren Hilfe sich (im transparenten Licht) das Fortschreiten der Entwicklung verfolgen läßt. Dazu muß die Trommel natürlich durchbrochen oder aus Glas sein.
An Stelle der Trommel wird sehr häufig ein Rahmen aus Holz oder Aluminium gebraucht, worauf man den Film in engen Windungen aufspannt. Damit sich die Ränder des Bandes nicht berühren oder gar aufeinander schieben, ist er oben und unten mit einer Reihe von Stiften versehen, welche die Windungen auseinander halten. Die Enden werden mittels Heftzwecken oder Klammern befestigt. Der mit Film bewickelte Rahmen wird in den Bädern geradeso wie eine Trockenplatte behandelt. Man nimmt den Entwicklungstrog so groß, daß der Film vollständig in die Flüssigkeit eintaucht, und wendet den Rahmen, um eine gleichmäßige Entwicklung zu erzielen, nochmals darin um. Die Filmfabriken verwenden vielfach hohe Tröge, worin die in Nuten eingeschobenen Rahmen hochstehen, und zwar eventuell zwei hintereinander. Zum bequemeren Aufwickeln des Films fertigt man einen Bock, worin sich der Rahmen einspannen und dann drehen läßt.
Während Fig. 130 einen solchen Rahmen zeigt, ist in der nächsten Abbildung (Fig. 131) eine dritte Anordnung veranschaulicht, die zur Entwicklung kleinerer Filmbänder ganz zweckmäßig ist. Sie besteht aus zwei zu einem Kreuz vereinigten Stäben, die mit einer Anzahl etwa 4 cm hohen Stiften versehen sind. Der Film wird mit einem Ende in der Mitte befestigt und dann, Schichtseite nach außen, um die Stifte geschlungen, so daß er eine »rechteckige Spirale« bildet; das letzte Ende wird an dem zunächst befindlichen Stifte befestigt. In der Regel ist das Gestell mit einem Griff versehen, woran man es bequem in die Schalen einsetzen kann.
Der Entwicklungstrog (Fig. 132) wird aus Holz gefertigt und mit einem Zink-, oder besser einem Bleieinsatz versehen, der mit einem geeigneten Lack ausgestrichen wird. Nicht minder brauchbar sind Tröge aus emailliertem Eisenblech.
Die Entwicklung des Film wird in einer Dunkelkammer bei rotem Licht vorgenommen; man sorge dafür, daß die Dunkelkammer dicht ist und nirgends Licht von außen zuläßt, sowie ferner, daß die Lampen nur spektral geprüftes, nicht aktinisches rotes Licht liefern. Das Dunkelzimmer und alle Geräte darin müssen recht sauber gehalten werden. Die Temperatur des Raumes sollte der normalen Zimmertemperatur entsprechen und gleichmäßig sein; bei Kälte arbeitet der Entwickler zu langsam, bei Wärme zu rasch.
Der Entwickler.
Jeder gute, langsam arbeitende Entwickler kann benutzt werden. Aber namentlich bei Anwendung der Trommel sind Entwickler zu vermeiden, die beim Oxydieren stark gefärbte Produkte geben und dadurch Farbschleier bewirken, da der Entwickler bei diesem Verfahren besonders stark mit der Luft in Berührung gebracht wird. Zu verwerfen ist daher insbesondere Pyrogall mit Ammoniak, eine Zusammensetzung, die in England für Trockenplatten vielfach im Gebrauch ist. Den Pyro-Soda-Entwickler kann man, wenn der Film auf einen Rahmen gespannt in das Bad gebracht wird, allenfalls zur Anwendung bringen. Ein langsames Arbeiten des Entwicklers ist notwendig, weil man sonst den Prozeß nicht in der Hand hat und auch leicht ungleichmäßige Entwicklung eintreten kann. Das Bild sollte in etwa 5 Minuten herauskommen und in 10 bis 15 Minuten ausentwickelt sein. Sehr beliebt ist der Hydrochinon-Metol-Entwickler, welcher den Vorteil bietet, daß man ihn wiederholt benutzen kann; hierfür sei folgendes Rezept angegeben, nach dem man sich die erforderliche Menge den Verhältniszahlen gemäß ansetzt.
| Wasser | 1 | Liter |
| Metol | 3 | gr |
| Hydrochinon | 3 | gr |
| Schwefligsaures Natron | 50 | gr |
| Kohlensaures Natron | 30 | gr |
| Bromkali | 1 | gr |
Von anderer Seite wird folgende Zusammensetzung empfohlen:
| Wasser | 2 | Liter |
| Metol | 3 | gr |
| Sulfit (wasserfrei) | 60 | gr |
| Hydrochinon | 5 | gr |
| Pottasche | 40 | gr |
| Bromkali | 2 | gr |
Dieser Entwickler arbeitet anfangs rasch, später langsamer. Wenn das Bad schon zuviel Brom enthält und die Negative zu hart werden, so setzt man frischen Entwickler zu, oder wenn es zu alt wird, ist es vollständig zu erneuern.
Ausgezeichnet ist auch folgendes, speziell für Films ausgearbeitetes Rezept des Edinol-Entwicklers:
| Wasser | 1 | Liter |
| krist. Natriumsulfit) | 200 | gr |
| Edinol | 5 | gr |
| Hydrochinon | 5 | gr |
| Wasserfreie Soda | 50 | gr |
| Bromkali | 2 | gr |
Das Entwickeln der Films.
Man tut gut, zuerst ein kleines Stück des Filmbandes abzuschneiden und zur Probe zu entwickeln, um zu kontrollieren, ob der Entwickler für die Aufnahme gut ist. Zeigt es sich dabei, daß der Film überbelichtet ist, so gibt man in entsprechendem Maße Bromkalium in Lösung 1: 10 zu; wenn der Film unterbelichtet ist, benutzt man den oben angegebenen Entwickler unverdünnt. In beiden Fällen ist es zweckmäßig, noch eine zweite Probe vorzunehmen. Umfaßt der Film mehrere verschiedene Aufnahmen, so schneide man ihn durch und entwickle jede Aufnahme für sich.
Ferner empfiehlt es sich, den Film vor dem Entwickeln in ein Wasserbad zu bringen und gehörig einzuweichen, weil er dann den Entwickler besser und vor allem gleichmäßig annimmt. Luftbläschen, die sich nach dem Bade auf dem Film zeigen sollten, sind mit einem breiten, weichen Pinsel zu entfernen.
Das Fortschreiten der Entwicklung läßt sich bei dem Lichte der Dunkelzimmerlampe zur Genüge beobachten; man setze den Film allerdings nicht zu viel und zu lange dem Lichte aus. Wenn die Entwicklung sich der Vollendung nähert, löst man ein Ende des Bandes ab, damit man es, gegen die Lampe gehalten, im durchfallenden Lichte betrachten kann. Man beachte, daß wie bei Trockenplatten das »Durchschlagen« des Bildes (die Sichtbarkeit von der Rückseite her) bei verschiedenen Fabrikaten oft sehr ungleich ist.
Fertigmachen des Negativs.
Der Entwicklung folgt eine gründliche Wasserspülung; es muß nicht nur die Schicht ausgewaschen, sondern auch alles, was sich vom Entwickler am Rahmen oder an der Trommel festgesetzt hat, entfernt werden. Dann wird der Film, aufgespannt wie er ist, in ein saures Fixierbad gebracht, wie man es im Handel fertig bekommt oder das man beispielsweise nach folgendem Rezept ansetzt:
| Unterschwefligsaures Natron | 200 | gr |
| Wasser | 800 | gr |
Nach der Auflösung kommt hinzu:
| Wasser | 60 | gr |
| Natriumsulfit, chem. rein, krist. | 6 | gr |
| Essigsäure | 18 | gr |
| Pulverisiertes Alaun | 6 | gr |
Nach etwa 10 bis 15 Minuten wird in der Regel das Bromsilber entfernt und die Fixierung beendet sein. Der Film muß dann über eine Stunde gehörig mit fließendem oder öfters erneuertem Wasser ausgewaschen werden, worauf man ihn auf 5 Minuten in ein Glyzerinbad bringt, das aus 1 Teil Glyzerin auf etwa 40 Teile Wasser besteht. Dieses Bad bewirkt, daß der Film geschmeidig bleibt. Man läßt ihn dann einige Minuten abträufeln und entfernt etwa sitzengebliebene Glyzerintropfen, die sonst beim Eintrocknen Ränder hinterlassen könnten.
Nun läßt man den Film trocknen, und zwar am besten in einem möglichst staubfreien, luftigen Raum. Ein kleiner elektrischer Ventilator kann dabei gute Dienste leisten.
Wo die Herstellung im großen betrieben wird, richtet man einen besonderen Trockenraum her, der mit filtrierter Luft ventiliert und in geeigneter Weise erwärmt wird; die Films sind auf Trommeln gespannt darin aufgehängt, wie es die Abbildung Fig. 133 zeigt. Auf einer Trommel trocknet das Band am schönsten auf; man hat es dann nachher hübsch glatt und kann es leicht aufrollen. Den Film zum Trocknen auf dem Rahmen und namentlich auf dem Stiftgestell zu belassen, ist mehr oder minder gefährlich; denn er schrumpft beim Trocknen etwas ein und möchte infolge der dadurch entstehenden Spannung Beschädigungen erleiden. Hat man keine Trommel zur Verfügung, so spannt man zwei Bindfaden in einigem Abstand nebeneinander und windet den Film darum. Vor dem Aufrollen putze man die Zelluloidseite mit einem weichen Lappen und überzeuge sich, ob der Film auch völlig trocken ist. Gleichzeitig prüfe man ihn auf Fehler und helfe erforderlichenfalls mit Retouche nach. Der Film wird mit der Schichtseite nach außen aufgerollt.
Die Anwendung eines Härtebades, wie Alaun oder Formalin, hat hier keinen Zweck, da die Gelatineschicht gegen Hitze weniger empfindlich ist als das Zelluloid. Verstärken erfolgt, wenn es nötig sein sollte, wie bei Trockenplatten mit Sublimat und Nachbehandlung mit Ammoniak; Abschwächen mit rotem Blutlaugensalz und Fixiernatron. Man darf die Films nicht, um ein rascheres Trocknen zu erzielen, in Alkohol baden, da dieser durch Auslösen des Kampfers das Zelluloid verdirbt.
Fehlerhafte Erscheinungen.
Fehlerhafte Erscheinungen. Verschleierung des Negativs ist ein Zeichen dafür, daß falsches Licht an den Film gelangt ist; das kann beim Laden der Kassette, unter Umständen in der Kamera selbst, indem man beispielsweise bei dem in Fig. 117 abgebildeten Modell vergessen hat, das Einstellrohr rückwärts durch die Büchse zu schließen, oder beim Entwickeln selbst geschehen. Man untersuche die Dunkelkammer auf Lichtsicherheit, desgleichen prüfe man die rote Lampe. — Flaue, verschwommene Bilder können dadurch entstanden sein, daß die Linsen des Objektivs beschlagen waren. Über Fehler, die bei der Entwicklung auftreten sollten, unterrichtet man sich am besten in einem photographischen Lehrbuch.
Kratzen auf der Schichtseite zeigen sich, wenn das Sammetstück, welches sich in den Kassetten und ev. in der Türführung befindet, nicht völlig sauber gehalten ist. Kleine weiße Pünktchen werden verursacht durch anhaftende Staubteilchen, die den Entwickler von diesen Stellen fernhalten. Einreißen der Perforation ist die Folge, wenn man beim Einspannen in den Apparat die Bauschbildung unterläßt oder die Schlaufe zu klein macht.
Eine störende Erscheinung, die sich dann und wann zeigt, sind elektrische Entladungen. Sie machen sich beim Entwickeln in der Bildschicht bemerkbar durch Verästelungen von der Gestalt eines elektrischen Funkens und treten insbesondere bei trockenem Wetter auf. Den Anlaß dazu gibt starke Reibung am Sammet der Türe, was der Fall ist, wenn die Federn zu stark aufdrücken. Ferner können solche Entladungen entstehen durch zu straffes Auf- und Abrollen des Bandes von den Kassetten-Spulen, indem die Windungen dann stark gegeneinander reiben und zur Bildung von Elektrizität Anlaß geben. Es liegt schließlich noch die Möglichkeit vor, daß die Entladungen beim Perforieren des Film entstanden sind.
Der Kopier-Apparat und das Kopieren der Films.
Manche Aufnahme-Apparate, insbesondere die Miniatur-Kameras, sind zum Kopieren des Positivfilm nach dem Negativfilm eingerichtet. Der Vorgang ist in der Regel derart, daß die beiden Films auf Spulen oben an der Kamera angebracht werden, dann zusammen, Schicht gegen Schicht, durch den Bewegungs-Mechanismus laufen, worauf der belichtete Positivfilm auf eine dritte Spule aufgerollt wird, während man den Negativfilm unten frei austreten und in einen Behälter laufen läßt. Die Belichtung geschieht mit irgend einer künstlichen Lichtquelle, wie Petroleum-, Gasglühlicht oder elektrischem Glühlicht.
Die Benutzung des Aufnahme-Apparates zum Kopieren ist weniger zu empfehlen, wenn bei ihm die Weiterbewegung durch eine ruckweise, bewegte Zahntrommel geschieht, wie dies z. B. beim Malteserkreuz-System der Fall ist. Die Trommel muß hier nämlich die beiden aufeinander liegenden Films gleichzeitig transportieren, und da das obere Band einen weniger sichern Halt darauf haben wird wie das untere, so liegt die Gefahr vor, daß es sich zeitweise, wenn auch nur sehr wenig, verschiebt. Zur Erzielung eines genauen, gleichmäßigen Transportes, wie er von größter Wichtigkeit ist, eignet sich weit besser das Greifersystem, da der Greifer in die beiden aufeinander liegenden Perforationen gleich sicher einfaßt. Deshalb wird auch der Greifer gern zum Transport bei solchen Apparaten verwandt, die speziell nur für das Kopieren der Films gebaut sind. Kopierapparate, bei denen die Bänder kontinuierlich laufen, sind ebenfalls weniger zuverlässig.
Der Vorzug des Kopierapparates mit Greifer, wie ein solcher in Fig. 134 abgebildet ist, zeigt sich namentlich in Fällen, wo die Perforation des Positivfilm und des zu kopierenden Negativfilm nicht absolut identisch sind. Der Greifer schafft hier einen Ausgleich, während eine kontinuierliche Transportvorrichtung, bei der beide Films zusammen über Zahntrommeln laufen, Ungleichmäßigkeiten durch Verschiebungen der Films gegeneinander befürchten läßt. Wenn Positiv- und Negativfilm mit einer und derselben Maschine perforiert sind, so kann doch eine, wenn auch geringe Differenz dadurch entstehen, daß der Negativfilm in den Bädern, die er durchgemacht hat, etwas geschrumpft ist.
Der dargestellte Kopierapparat hat oben eine Kassette mit zwei übereinander befindlichen Spulen; der Negativfilm kommt auf die untere Spule, und zwar die Schichtseite nach außen, während der Positivfilm, Schicht nach innen, oben eingesetzt wird — natürlich in der Dunkelkammer bei rotem Licht. Alsdann zieht man beide Films durch den Schlitz, schließt die Kassette und legt die Bänder in die Transportvorrichtung; zur Kontrolle, ob der Greifer auch richtig faßt, gibt man der Kurbel ein paar Umdrehungen. Ein Triebknopf an der Seite des Apparates dient dazu, das Fenster so einzustellen, daß sich genau ein Bildchen des Negativs innerhalb desselben befindet. Die Films läßt man unten in einen Behälter laufen.
Das Kopieren geschieht am einfachsten in der Dunkelkammer; die zur Belichtung dienende Lampe muß dabei so abgedeckt sein, daß kein Licht auf den austretenden Positivfilm gelangt. Will man das Kopieren bei Tageslicht ausführen, so ist es erforderlich, den Auffang-Behälter für die Films lichtdicht an den Apparat anzusetzen. Da der Positivfilm in der Regel weniger empfindlich ist als das zur Aufnahme benutzte Filmband, können die Arbeiten damit meistens bei gelbem Licht vorgenommen werden.
Beim Kopieren gilt es in erster Linie, die richtige Geschwindigkeit zu finden, mit der man die Kurbel drehen muß, damit der Positivfilm nicht zu schwach und nicht zu stark belichtet wird. Angaben können da nicht helfen: man muß in jedem Falle zuerst mit einem kleinen Filmstück eine Probebelichtung vornehmen und die Probe, wenn nötig, wiederholen, bis man das Rechte getroffen hat. Dann kommt ein Zweites: gleichmäßiges Drehen. Ändert man nämlich die Geschwindigkeit, so ist ungleiche Belichtung unausbleiblich. Wenn man den Apparat mit der Hand betreiben will, so tut vorherige Übung gerade so not wie zur Aufnahme. Hat man viel zu kopieren, so empfiehlt sich ein Antrieb mit Elektromotor nebst Regulierwiderstand. Gestattet der Apparat, den Negativfilm während des Kopierens, von rückwärts her im Auge zu halten, so ist man unter Umständen in der Lage, Mängel, die in verschiedener Dichte einiger Partien bestehen, durch rascheres bezw. langsameres Belichten oder ev. durch Veränderung der Breite der Belichtungsöffnung oder durch Nähern bezw. Entfernen der Lampe auszugleichen.
Wenn ein Negativfilm aus mehreren verschieden dichten Teilen besteht, so kopiere man diese einzeln, um sie nachher getrennt zu entwickeln. Läßt man einen solchen Film in einem Stück durch den Kopierapparat und durch den Entwickler laufen, so wird man unmöglich ein in allen Teilen gutes Positiv erhalten.
Die Herstellung der Titel geschieht in folgender Weise. Man läßt eine geeignete Vorlage anfertigen durch Druck oder Zeichnung und macht darnach mittels der Aufnahmekamera ein einziges kleines Negativbildchen. Dieses wird im Kopierapparat an der Belichtungsstelle fest eingespannt, derart, daß der Positivfilm bei ruckweisem Durchlaufen dagegen zu liegen kommt. Dann kopiert man wie sonst.
Fertigmachen der Positivfilms.
Der Positivfilm wird in der gleichen Weise entwickelt, fixiert und getrocknet wie der Negativfilm. Es kann auch hier jeder gute Entwickler genommen werden; doch muß er recht klar arbeiten. Von Entwicklern, die dazu neigen, Farbschleier zu geben, wie Pyrogall, wird man unter allen Umständen absehen. Recht geeignet ist z. B. der oben angeführte Hydrochinon-Metol-Entwickler, dem man einen stärkeren Zusatz von Bromkali beigibt; empfohlen wird ferner der Rodinal-Entwickler in einer wässerigen Lösung 1: 20, die man wiederholt gebrauchen kann. Wenn man den hierzu ebenfalls recht guten Eisenoxalat-Entwickler anwendet, so vergesse man nicht, dem Film direkt nach der Entwicklung ein Essigsäurebad zu geben. Positivfilms fallen leicht zu dicht aus; man achte besonders darauf, daß auch die Schattenpartien schön klar bleiben. Über das Auswaschen und Fixieren ist nichts Besonderes zu sagen; ein Abschwächen geschieht, wenn nötig, mit rotem Blutlaugensalz und Fixiernatron. Zum Schluß wird ebenfalls ein Glyzerinbad angewandt.
In manchen Fällen läßt sich der Film durch nachherige Behandlung in einem Tonbad bedeutend wirkungsvoller machen. Seestücke z. B. werden häufig sehr gehoben durch eine Blautonung. Ein Blaueisenbad gibt Blau, ein Urantonbad Braun und eine Mischung beider Grün, während Rot mittels eines Kupfertonbades erzielt wird. Die erforderlichen Substanzen werden von verschiedenen Firmen in Patronenform geliefert. Es seien jedoch hier einige erprobte Rezepte angegeben.
Für das Blaueisenbad setzt man zwei Vorratslösungen an:
Lösung I.
| Abgekochtes Wasser | 10 | Liter |
| Zitronensaures Eisenoxyd-Ammon (grün) | 100 | gr |
Lösung II.
| Abgekochtes Wasser | 10 | Liter |
| Rotes Blutlaugensalz | 100 | gr |
Zum Gebrauch mischt man 5 Teile Lösung I mit 1 Teil Eisessig und 5 Teilen Lösung II.
Man beläßt den Film je nach dem Ton, den man erzielen will, in dem Bade 1 bis 5 Minuten; der Ton geht in dieser Zeit von Schwarzblau zu einem klaren Blau über. Darauf wäscht man unter laufendem Wasser 10 bis 15 Minuten aus, bis das Wasser keine Spuren von Farbe mehr zeigt.
Urantonbad für braune Töne, wie man sie z. B. für Panorama-Aufnahmen und dergl. gern nimmt, setzt man folgendermaßen zusammen:
Vorratslösung I.
| Abgekochtes Wasser | 10 | Liter |
| Salpetersaures Uran | 100 | gr |
Vorratslösung II.
| Abgekochtes Wasser | 10 | Liter |
| Rotes Blutlaugensalz | 100 | gr |
Zum Gebrauch mischt man 5 Teile Lösung I mit 1 Teil Eisessig und 5 Teilen Lösung II. Bei diesem Bad muß man darauf achten, fleckige Tonung zu vermeiden, was bei einiger Übung leicht erreicht wird.
Ein Grüntonbad stellt man her, indem man Blaueisenbad und Urantonbad zu gleichen Teilen mischt oder auf 1 Teil des ersteren zwei Teile des letzteren gibt. Besser noch ist es, die Bäder nacheinander anzuwenden, den Film also zuerst blau zu tonen und darauf im Urantonbad zu behandeln. Zu langes Auswaschen ist zu vermeiden, weil sonst das Grün in Blau ausbleicht; dies geschieht übrigens auch, und zwar im Laufe mehrerer Tage, wenn der Film dem Licht ausgesetzt ist.
Das für rote Töne bestimmte Kupfertonbad erfordert drei Vorratslösungen, die man folgendermaßen zusammensetzt:
| Lösung I. | |
| Abgekochtes Wasser | 10 Liter |
| Rotes Blutlaugensalz | 500 gr |
| Lösung II. | |
| Abgekochtes Wasser | 10 Liter |
| Kupfervitriol | 500 gr |
| Lösung III. | |
| Abgekochtes Wasser | 10 Liter |
| Pottasche | 250 gr |
| Zitronensäure | 250 gr |
Zum Gebrauch gibt man auf 8 Teile der Lösung III 1 Teil Lösung II und dann 1 Teil Lösung I. Die Mischung muß in der angegebenen Reihenfolge geschehen; beim Zugießen rühre man um. Das Tonen dauert hier länger: 5 bis 30 Minuten; die Farbe geht dabei von Schwarzrot in ein reines Rot über. Die Verwendung des Bades verlangt große Aufmerksamkeit, da leicht Schleier entstehen; außerdem wird hierbei die Gelatine weich, man muß deshalb darauf achten, daß die Schicht sich nicht kräuselt oder verkratzt wird.
Ein großer Übelstand haftet diesen Tonbädern an: sie halten sich nur kurze Zeit, und zwar höchstens eine Stunde. Man tut daher gut, wenn man einen Ansatz macht, mehrere Films bereitzuhalten, und diese so rasch wie möglich zu behandeln, damit die Arbeit fertig ist, bevor sich das Bad zersetzt hat. Films, die man tonen will, müssen ganz reine Weißen haben und dürfen keinerlei Schleier zeigen; ferner muß, was überhaupt nötig ist, alles Fixiernatron durch gründliches Auswaschen entfernt sein.
Bei den oben beschriebenen Prozessen werden die dunklen Partien getont, während die Lichter weiß bleiben. Man kann nun recht hübsche Effekte auch durch Färben der ganzen Schicht bekommen, was mit Hilfe von wasserlöslichen Anilinfarben oder ähnlichen Farben geschieht. Das Färben nimmt man nach dem Auswaschen vor dem Trocknen vor; geschieht es später, so muß man die Schicht des Film zuvor durch ein Wasserbad aufweichen, damit die Farbe gut und gleichmäßig aufgenommen wird. Nach dem Färbebade spüle man den Überschuß an Farbe ab, damit nicht Ungleichmäßigkeiten oder z. B. durch Eintrocknen von Tropfen der Lösung Ränder entstehen.
Durch Tonen des Film in einem der oben besprochenen Bäder und nachherige Färbung kann man alle möglichen Kombinationen erzielen. Tont man den Film z. B. blau, wobei die Lichter weiß bleiben, und färbt ihn dann gelb, so werden die Lichter gelb, während die vorher blaue Farbe in Grün übergeht. Eine Behandlung in blauem Tonbad mit darauffolgender Rotfärbung gibt ein violettes Bild mit roten Lichtern; eine solche Zusammenstellung ist eventl. zur Darstellung von Nachteffekten gut zu brauchen.
Weiter oben habe ich darauf hingewiesen, daß sich bei harten kontrastreichen Films mit scharfen Lichtern das »Flimmern« stärker bemerkbar macht, als bei Bildern, deren Weißen etwas gedeckt sind. Ich machte gleichzeitig darauf aufmerksam, daß man durch Färben der Films in einfacher Weise Abhilfe schaffen kann. Namentlich bei Films, deren Bilder große weiße Flächen zeigen und die deshalb besonders zum Flimmern neigen, sollte man diese Methode häufiger anwenden. Für jedes Sujet wird sich leicht ein geeigneter Farbton finden lassen; natürlich muß man sich vor Übertreibungen hüten und sich in der Regel auf zarte Tönungen beschränken. Bei den Titeln wird das Färben in der Regel angewandt.
Das Gleiche kann man durch Kolorieren erreichen. Das Kolorieren der Films geschieht mit Hilfe von Anilinfarben, die man mittels eines feinen Marderpinsels aufträgt. Die Schicht muß dazu vorher mit Wasser aufgeweicht werden, damit sie die Farbe gut aufnimmt. Das Auftragen erfordert Geschick und Übung; der Anfänger bekommt leicht Farbränder und Kleckse. Ein feines Ausmalen aller Details ist bei Films meist nicht nötig; man bekommt eine gute, oft viel schönere Wirkung durch Auflage einiger Farbtöne. Durch viele, in Details gebrachte Farben, namentlich gegeneinander abstechende Farben, wird das Bild leicht »auseinander gerissen«; es ist wichtig beim Kolorieren, die Gesamtwirkung stets im Auge zu behalten und sich nicht zu sehr in Einzelheiten zu verlieren.
Noch auf eines sei dabei aufmerksam gemacht. Wenn man die Films bis in die Details ausmalt, so ist es erforderlich, die Konturen peinlichst genau einzuhalten. Geht man nämlich in einem Bild mit der Farbe bis an die Linie heran, während man in anderen Bildern darüber hinwegstreicht oder nicht ganz herankommt, so wird diese Linie infolge des schwankenden Farbenumrisses in der Projektion hin und her pendeln, was natürlich einen sehr schlechten Eindruck macht. Auch aus diesem Grunde ist es zweckmäßiger, die Farben nur in einigen Tönen aufzusetzen.
In den großen Fabriken geschieht das Kolorieren mit Hilfe sinnreicher Maschinen. Bei diesem maschinellen Verfahren muß man mehrere der Films, welche die betreffenden Aufnahmen darstellen, opfern. Aus diesen werden nämlich Schablonen hergestellt; für jede Farbe eine. Der Arbeiter schneidet dazu mit großem Geschick zunächst aus einem Film, Bild um Bild, alle die Stücke aus, die rot werden sollen. Dieser Schablonenfilm läuft nun mit dem zu kolorierenden Film, wobei sich die Bildteile beider genau decken, durch die Maschine und diese trägt mechanisch durch die ausgeschnittenen Stücke rote Farbe auf. Dann erhalten ein zweiter, dritter und wer weiß wie viele Films mit Hilfe derselben Schablone den gleichen »Aufdruck« in Rot. Inzwischen ist der zweite Schablonenfilm fertig geworden, bei dem alle blauen Stücke ausgeschnitten sind. Nun wird die ganze Reihe mit diesem »gedruckt«, worauf in gleicher Weise die übrigen Farben daran kommen. Diese Methode lohnt sich natürlich nur für einen Betrieb, der eine große Anzahl Films in kolorierter Ausführung absetzen kann.
Wenn der Film fertig und völlig trocken ist, muß man ihn einer genauen Prüfung auf etwaige Fehler unterziehen. Recht störend sind helle Flecken und Risse in der Schicht, namentlich wenn solche in einer Reihe aufeinanderfolgender Bilder auftreten. Das gibt ein »Blitzen und Blinkern«, wodurch das Auge irritiert und ermüdet wird. Man muß dann zusehen, wieweit sich durch Retusche Abhilfe schaffen läßt, oder, wenn es gar zu schlimm ist, eine neue Kopie herstellen.
Alphabetisches Inhaltsverzeichnis.
Aequivalente Brennweite 95
Aethersaturator 155, 166
Antriebswerk 69
Aufnahme-Apparat 4, 275
Aufnahme-Apparat, Handhabung 288
Aufnahme-Film 285
Aufstellung d. Apparates 195, 202
Aufrollvorrichtung 53, 212
Ausrüstungsgegenstände 195, 204
Auswahl der Systeme 33, 71
Auswechselbare Objektive 105
Automat. Feuerschutz 66, 235
Azetylen-Kalklicht 157, 171
Bewegungsmechanismus 18
Bildgröße 96
Bildhalter 84
Blende 7, 39, 265
Blendscheibe 276, 292
Bogenlampe 136
Bogenlampe, Handhabung 147
Bogenlicht 122
Bogenlicht, Helligkeit desselben 146
Braunsteinkuchen 177
Brennweiten-Bestimmung 91
Copierapparat 312
Doppelapparat 83
Doppelkondensoren 88
Dreifacher Kondensor 89
Druckreduzierventil 153, 159
Dunkler Raum 200
Einstellung der Lichtquelle 193
Elektrisches Bogenlicht 122
Endlose Films 214, 273
Entwickler 306
Entwicklung der Films 302, 308
Färben der Films 318
Fehlerhafte Erscheinungen 260, 311
Feuersgefahr 233
Feuersichere Trommel 56, 241
Feuerschutz-Vorricht. 66, 235
Film 10
Film-Aufwinder 212
Films, Behandlung 221
Filmrahmen 305
Filmspule 56
Films, Verkleben derselben 224
Fixieren 309
Flickern 8, 219, 265
Flimmern 5, 39, 216, 264
Gasator 155, 164
Gassack 173, 189
Geräusch des Apparates 73
Geräuschmaschine 254
Gestell für die Wand 199
Gitter 87
Glasbilder 15
Gleichrichter 132
Grammophon 259
Greifer 26
Inhaltsmesser 154, 160
Kalklicht 152
Kalklicht-Brenner 161
Kalkstifte 153, 161
Kamera 275
Kinematogr.-Handhabung 207
„Mechanismus 48
Kinem.-Mech.-Instandhalt. 229
Kinematograph-Werk 48
Klebmittel 226
Klemmvorrichtung 227
Klemmzug 31
Kohlenstifte 147
Kolorieren der Films 319
Komprim. Sauerstoff 153, 163
„Wasserstoff 157, 164
Kondensor 14, 88, 260
Kopier-Apparat 312
Korrigier. d. Bildeinstellung 58
Kühlflüssigkeit 85
Kühlgefäß 84, 236
Lichtbilder-Apparat 13, 75
Lichteindruck 2
Lichteinrichtungen 122
Lichtmaschinen 135
Lichtquelle 14
Lichtquelle, Einstellung 193
Malteserkreuz 20
Meßvorrichtung 287
Motorantrieb 70
Nachstellung des Bildes 58
Nebelbilder 248
Neigevorrichtung 285
Nockenapparat 31
Objektiv 14, 89, 281
„Anpassung desselben 101
Optische Ausrüstung 88
„Formeln 106
Perforation 10
Perforiermaschine 285
Phonograph 255
Polizei-Vorschriften 243
Positivfilms 315
Programm 245
Projektions-Apparat 13, 75
„-Wand 195
Quecksilberdampf-Gleichrichter 132
Regnen 8, 42, 265
Reflexwand 197
Sauerstoff-Gasometer 179, 189
„-Generator 177
„-Retorte 171
„-Selbstherstellung 158, 171, 175
Schalttafel 143
Schläger 23
Schonung der Films 8, 64
Schwungrad 49
Selbsttät. Feuerschutz 66, 245
Sicherheitsbrenner 189
Sicherheitsrohr 191
Sicherheits-Vorrichtungen 237
Sicherung 142
Spannung 123
Sprechmaschine 255
Spule 56
Stahlflasche 153, 159
Stativ 195, 284
Stehende Lichtbilder 220
Synchronismus 256
Tabellen 114
Tageslicht-Projektion 201
Tonbild 259
Tonen der Films 316
Transformator 126
Trockenraum 309
Türe 19, 36
Umformer 129
Umrollvorrichtung 204, 212
Verkleben von Films 224
Verstellbarkeit d. Filmbildes 58
Verstellb. Transporttrommel 63
Vertikaleinrichtung 81
Vibrieren 7, 266
Vorführung 245
Vorschub des Filmbandes 50
Vorschubtrommel 51
Wärmeschutz 87
Wand 195
Waschgefäß 172
Wasserdruck-Gasometer 182
Wasserstoff, kompr. 157, 164
„Selbstbereitung 186
Werkzeugkasten 205
Widerstand 141
Windmaschine 253
Wirkungsweise 1
Zählwerk 287
Zuschauerplätze 202
Von demselben Verfasser und im gleichen Verlage erschien
die von der Presse außerordentlich günstig beurteilte Schrift:
Das lebende Lichtbild.
Entwicklung, Wesen und Bedeutung des Kinematographen.
Mit 53 Abbildungen, Modellen für Wunderscheibe, Lebensrad und
Malteserkreuz sowie mit Taschenkinematograph.
Preis Mark 2.—.
Inhaltsübersicht des Werkes.
Vorwort
Die Entwicklung des Kinematographen
Einleitung — Die Wunderscheibe und die Geschichte ihrer Erfindung — Das Lebensrad (Stroboskop, Phenakistiskop) — Die Wundertrommel — Taschenkinematograph und Mutoskop — Verbindung von Lebensrad und Lichtbilderapparat — Die Anfänge der Bewegungsphotographie — Herstellung der ersten Reihenaufnahmen durch Muybridge — Förderung der Reihenphotographie durch Anschütz — Marey, der Begründer der modernen Kinematographie — Ausbau der modernen Kinematographie
Wesen und Wirkungsweise des Kinematographen
Wirkungsweise des Aufnahme-Apparates — Das Filmband und seine Fertigstellung — Wirkungsweise des kinematographischen Wiedergabe-Apparates — Das Flimmern und die Mittel zur Behebung — Konstruktion des Transport-Mechanismus — Die Malteserkreuz-Einrichtung — Andere Bewegungs-Mechanismen — Kinematographen mit gleichmäßig laufendem Filmband — Ausstattung des Kinematograph-Mechanismus — Der Aufnahme-Apparat
Das kinematographische Aufnahme-Verfahren
Wie man mit der Aufnahme-Kamera arbeitet — Aufnahme-Ateliers — Lebensgeschichte des Kinematographenfilm — Wie die Trickfilms hergestellt werden
Die Bedeutung des Kinematographen
Der Kinematograph als Forscher und Lehrer — Macht der kinematographischen Darstellung — Das Kinematographen-Theater — — Das Tonbild — Fehlerhafte Erscheinungen — Das lebende Lichtbild in Schule und Vortragssaal — Was es an lehrhaften Films gibt — Kinematographische Aufnahmen für Kunstschulen — Der Kinematographenfilm als geschichtliche Urkunde — Das lebende Lichtbild im Dienste der Reklame — Der Kinematograph in der Wissenschaft — Wirtschaftliche Bedeutung des Kinematographen
Die Projektions-Kunst
für Schulen, Familien und öffentliche Vorstellungen
mit einer Anleitung zum Malen auf Glas und Beschreibung chemischer, magnetischer,
optischer und elektrischer Experimente
Von Dr. Paul Ed. Liesegang.
Mit 153 Abbildungen. 12. Auflage.
In 11. Auflage vollständig umgearbeitet und vermehrt
von F. Paul Liesegang und Dr. Berghoff.
Preis Mk. 5.—, gebunden Mk. 6.—.
Inhaltsverzeichnis.
Die Projektionskunst. Die verschiedenen Lichtquellen. Das optische System des Projektions-Apparates. Der Kondensor. Das Objektiv. Der Bildhalter. Dissolver. Stativ für Projektions-Apparate. Die Wand. Der dunkle Raum. Die Zentrierung des Lichtpunktes. Die Größe des Lichtbildes. Die Aufstellung des Projektions-Apparates. Der Projektions-Apparat und die Lichtquellen. Die Bauart des Skioptikons. Die Petrol- oder Skioptikon-Lampe. Die Handhabung der Skioptikon-Lampe. Gasglühlicht. Spiritusglühlicht. Das Azetylen.Das Kalklicht. Bereitung von Sauerstoff. Die Gassäcke und Verbindungsschläuche. Sauerstoff-Generator mit Gasometer. Komprimierter Sauerstoff. Wasserstoff-Bereitung. Kontinuierliche Herstellung von Wasserstoff-Gas. Komprimierter Wasserstoff. Die Kalklichtbrenner. Die Kalkzylinder. Sicherheits-Vorrichtungen gegen Explosionsgefahr. Das Projizieren mit Kalklicht. Der Aether-Saturator. Das elektrische Bogenlicht. Das elektrische Glühlicht. Die Projektion undurchsichtiger Gegenstände. Nebelbilder-Apparate.Der Kinematograph. Die Herstellung der Projektionsbilder. A. Ohne Hilfe der Photographie. Statuen auf mattem Glas. Astronomische Tafeln. B. Photographische Projektionsbilder. Chlorbromsilberplatten. Abziehpapier. Aristoplatten. Pigment- (Kohle-) Druck. Photorelief- oder Woodbury-Druck. Das Albuminverfahren. Das Malen von Glasbildern mit Wasserfarben. Die Umrisse des Bildes. Die erste Farblage. Die zweite Farblage. Die dritte Farblage. Das Malen mit Diaphanfarben. Farbige Glasscheiben. Die Projektion in natürlichen Farben.Experimente mit der Laterne. Darstellung von Schneefall. Darstellung des Blitzes. Der Vorhang. Bewegliche Bilder. Das Cycloidotrop. Bewegliche Schiffsbilder. Springbrunnen. Farbiger Springbrunnen. Das Kaleidoskop. Vorführung des Pulsschlages. Physikalische Experimente. Der Projektions-Apparat. Mechanik flüssiger Körper.Diamagnetische Erscheinungen. Akustik.Aus der Optik. Darstellung der Lichtbrechung. Totalreflexion. Spektral-Erscheinungen. Dunkle Linien. Darstellung des Regenbogens. Mischfarben. Kontrastfarben. Fluoreszenz-Erscheinungen. Interferenz-Erscheinungen. Polarisation. Doppelbrechung durch Druck und Wärme. Chemische Versuche. Pflanzenphysiologische Experimente.Experimente mit dem Horizontal-Apparat.Das Projektions-Mikroskop. Stereoskopische Projektion.Die Panorama-Projektion. Die Laterne im Dienste des Theaters. Der begleitende Vortrag.
BUCHDRUCKEREI ED. LINTZ
DÜSSELDORF