WeRead Powered by ReaderPub
Reisen in den Philippinen cover

Reisen in den Philippinen

Chapter 2: Druckfehler.
Open in WeRead

Explore more books like this:

About This Book

A travel account chronicles journeys across several Philippine islands, blending on-the-ground reportage with systematic observations of geography, climate, and geology. Urban and rural life receive close description, including markets, domestic architecture, local dress, and communal customs. Economic chapters survey agriculture, cash crops, trade networks, mining prospects, and colonial fiscal policies. Volcanic activity, earthquakes, and natural history are recorded alongside ethnographic notes on languages, rituals, burial practices, and social organization. Numerous illustrations, maps, and appendices present statistical tables, administrative details, and technical summaries intended to support both practical travelers and scientific readers.

The Project Gutenberg eBook of Reisen in den Philippinen

This ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.

Title: Reisen in den Philippinen

Author: Fedor Jagor

Release date: October 19, 2016 [eBook #53322]
Most recently updated: October 23, 2024

Language: German

Credits: Produced by Jeroen Hellingman and the Online Distributed
Proofreading Team at http://www.pgdp.net/ for Project
Gutenberg (The digitized holdings of the Staatsbibliothek
zu Berlin are available free of charge for non-commercial
use by all interested parties worldwide.)

*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK REISEN IN DEN PHILIPPINEN ***

REISEN
IN DEN
PHILIPPINEN.

REISEN
IN DEN
PHILIPPINEN
BERLIN
WEIDMANNSCHE BUCHHANDLUNG.
1873.

VORWORT.

Die Reise, von der die folgenden Blätter berichten, wurde in den Jahren 1859 und 1860 unternommen, durch unvorherzusehende Umstände aber plötzlich abgebrochen, lange bevor die gesteckten Ziele erreicht waren. Der Wunsch, das Begonnene später fortzusetzen, ging nicht in Erfüllung, veranlasste aber zu weiteren Studien, die dem Verfasser manchen wenig bekannten Stoff lieferten und zugleich zeigten wie spärlich und ungenau die Nachrichten über jenes schöne Land sind, besonders über die Provinzen in denen er am längsten verweilte.

Einige werthvolle Mittheilungen vorzüglich über Verwaltung, Steuer- und Zollwesen verdankt der Verfasser dem spanischen Kolonialministerium, das ihm bereitwillig die Benutzung seines Archives gestattete; namentlich war ihm bei Entwurf der Geschichte des Handels, des Tributes und der Tabakregie eine dort vorgefundene Denkschrift von D. Ormacheo: Apuntes para la razon general, von Nutzen. Auch die Berliner und Londoner Bibliotheken lieferten manchen Stoff, der z. Th. mühsam aus dickleibigen öden Mönchschroniken herausgelesen werden musste. So häufte sich umfangreiches Material, woraus die nachstehenden Blätter das Wesentlichste in gedrängter Kürze mittheilen.

Dem eigentlichen Reiseberichte liegen ausführliche an Ort und Stelle gemachte Aufzeichnungen zu Grunde. Nach einem so langen Zeitraum erschien es um so nöthiger, sich streng daran zu halten, da das Gedächtniss gern ihm anvertraute Eindrücke und Erlebnisse zu farbigen Bildern und interessanten Abenteuern umgestaltet, hier aber nicht sowohl Unterhaltung als treue Schilderung beabsichtigt wird.

Einiges, besonders aus dem zwanzigsten Kapitel ist bereits in Bastian und Hartmann’s Zeitschrift für Ethnologie mitgetheilt worden.

Den wissenschaftlich werthvollsten Theil des Buches bilden zwei Abhandlungen, welche der Verfasser der Freundschaft der Herren Professoren Roth und Virchow verdankt.

Wenige Länder der Welt sind so unbekannt und werden so selten besucht wie die Philippinen und doch ist keines angenehmer zu bereisen, als jenes verschwenderisch ausgestattete Inselreich; kaum irgendwo findet der Naturforscher eine grössere Fülle ungehobener Schätze. Unbemittelte würden aus dem Verkauf von Sammlungen ihre Reisekosten reichlich decken.

Druckfehler.

Seite 145 Z. 10 v. unten lies: Rayray statt Ragay.
Seite
,,
173 Z. 15 v. unten lies: Oberleib statt Unterleib.
Seite
,,
210 Anm. lies: Bd. XXV. 2269 statt 2269.

INHALT.

         Seite

Vorrede        V

Verzeichniss der Bilder        XI

Aussprache der Fremdwörter        XIII

Erklärung häufig vorkommender Fremdwörter        XIV

Maasse, Gewichte, Münzen        XVI

Erstes Kapitel.

Einleitende Bemerkungen.

Meridiandifferenz, Handelsgebiet der Philippinen, Theilung der Erde, erster Anblick Manila’s, Erdbeben        1

Zweites Kapitel.

Rhede, Zollwesen, Geschichte des Handels, spanische Kolonialpolitik, Reisen der Galeonen        7

Drittes Kapitel.

Manila, Leben in der Stadt und in den Vorstädten, Hahnenkämpfe, Trachten der verschiedenen Klassen        18

Viertes Kapitel.

Stellung der Europäer und Eingeborenen in englischen, holländischen und spanischen Kolonien, Einfluss der spanischen Kolonialpolitik auf die Sitten der Eingeborenen, Bequemlichkeit des Lebens, Kokospalme, Bambus        27

Fünftes Kapitel.

Geographisches, Meteorologisches, politische Eintheilung, Volksmenge, Sprachen        39

Sechstes Kapitel.

Reise in Bulacan, häufige Feuersbrünste, Fruchtbarkeit, Fischfang, Zigarrentaschen, spanische Priester, Gastfreiheit, Räubereien        45

Siebentes Kapitel.

Provinz Laguna, Bancafahrt, Barren des Pasig, See von Bay, Maare bei Calauan, Palmenwein, Reisen ohne Diener, Vulkan Majaijai, Büffelfahrt        55

Achtes Kapitel.

Seereise nach Albay, Mariveles, Schifffahrt zwischen den Inseln, San-Bernardino-Strasse, Vulkan Bulusan, Legaspi, Sorsogon        63

Neuntes Kapitel.

Der Vulkan Mayon oder Albay und seine Ausbrüche        69

Zehntes Kapitel.

Cacao, Kaffee, Kirchweihfest, Leben in Daraga        76

Eilftes Kapitel.

Reise nach Bulusan und Sorsogon, Strassenbau, Seeräuber        87

Zwölftes Kapitel.

Reisen in Süd-Camarines, Gliederung der Provinz, spanische Priester, Alkalden und Mandarine        94

Dreizehntes Kapitel.

Reisen in Süd-Camarines, (Fortsetzung), Batu-See, indische Priester, Niederlassung von Wilden, Feier der Kreuzbulle, Buhi-See, Vulkan Yriga, Ananasfasern, Pfeilgift, Blutegel, Solfatare Ygabo, Kieselsprudel von Tibi        103

Vierzehntes Kapitel.

Lebensweise und Sitten der Bicolindier        118

Funfzehntes Kapitel.

Vorgeschichtliche Ueberreste, hoher Werth alter Gefässe, Tropfsteinhöhlen im Yamtik, Reisen in Nord-Camarines, Bergbau, Gold, Bleiglanz, Rothblei, Kupfer, Hüttenprozess der Ygorroten, essbare Vogelnester        133

Sechszehntes Kapitel.

Reise längs der Küste von Camarines, Andringen des Meeres, zerstörter Palmenwald, Pasacao, schlechte Strassen        152

Siebenzehntes Kapitel.

Der Ysarog und seine Bewohner        161

Achtzehntes Kapitel.

Ersteigung des Yriga und des Mazaraga, See- und Strassenräuber, Wasserpflanzen von Berlin nach den Philippinen, mein Diener Pepe        176

Neunzehntes Kapitel.

Reisen in Samar, Wetter, Beamtenwahl, Nordküste, Catbalogan, Flattermakis, Schlangenbändiger, Tertiärversteinerungen, Stromschnellen des Loquilocun, Gespensterthier        185

Zwanzigstes Kapitel.

Reisen in Samar, Fortsetzung, Südsee-Insulaner durch Stürme verschlagen, Todtenhöhlen und Leichenbestattung der alten Bisayer, Krokodile, Ignazbohne, Kokosöl        203

Einundzwanzigstes Kapitel.

Insel Leyte, Heuschrecken, Solfatare, Schwefelgewinnung, Bitosee, Krokodile        218

Zweiundzwanzigstes Kapitel.

Lebensweise und Sitten der Bisaya-Indier        227

Dreiundzwanzigstes Kapitel.

Die neuen Zollhäfen, Steinkohle in Cebu, Yloilo. Aufschwung des Zuckerbaues        239

Vierundzwanzigstes Kapitel.

Abaca oder Manila-Hanf        245

Fünfundzwanzigstes Kapitel.

Das Tabakmonopol        257

Sechsundzwanzigstes Kapitel.

Die Chinesen        271

Siebenundzwanzigstes Kapitel.

Kurzer Abriss der Geschichte, Schlussbetrachtungen        280

ANHANG.

Kopfsteuer und Frohnden 293
Bürgerliche Einrichtungen 298
Ueber den Bodenkredit 303
Die gemeinnützige Gesellschaft der Landesfreunde 307
Einführung der Opium-Regie 309
Beschreibung der Schiffe, Barangay genannt, die bei Ankunft der Spanier in Gebrauch waren 311
Das tagalische Vater Unser 312
Das neue Zolldekret 312
Handel mit China vor Ankunft der Spanier 314
Handel mit China nach Ankunft der Spanier 315
Flächeninhalt der grösseren Inseln des philippinischen Archipels 317
Uebersichtstabelle der meteorologischen Verhältnisse 318
Uebersicht der Volksmenge, der Ortschaften u. s. w. in den Philippinen 320
Gleichzeitiger Ausbruch dreier Vulkane 1641 323
Zusätze und Berichtigungen 329
Abgekürzt zitirte Schriften 331
Ueber die geologische Beschaffenheit der Philippinen von J. Roth 333
Ueber die älteren und neueren Bewohner der Philippinen von Rudolf Virchow 335
Index 378
Karte des südlichen Theiles von Luzon und benachbarter Inseln.

Verzeichniss der Bilder.

Um den Grad der Genauigkeit der einzelnen Bilder beurtheilen zu können, ist durch Buchstaben die Art ihrer Herstellung angegeben.

c = Camera lucida,
p = Pause,
ph = Photographie,
r = reduzirt durch Camera lucida oder auf mechanischem Wege.
t = Originalzeichnung eines Tagalen.
z = freie Handzeichnung.

Der erste Buchstabe bezieht sich auf die Originalzeichnung, der folgende auf die Reproduktion.

Aussprache der Fremdwörter.

Die spanischen und einheimischen Wörter, meist Ortsnamen, sind nach spanischer Weise geschrieben. Die Aussprache ist wie im Deutschen, mit folgenden Abweichungen:

spanisch c vor e und i wie th englisch, aber schärfer.
spanisch
,,
ch
wie
,,
tsch deutsch.
spanisch
,,
g vor e und i
wie
,,
ch
deutsch.
,,
spanisch
,,
gu
wie
,,
g
deutsch.
,,
spanisch
,,
j
wie
,,
ch
deutsch.
,,
spanisch
,,
ll fast
wie
,,
j
deutsch.
,,
spanisch
,,
ñ
wie
,,
nj
deutsch.
,,
spanisch
,,
qu
wie
,,
k
deutsch.
,,
spanisch
,,
s
wie
,,
ss
deutsch.
,,
auch mitten im Wort.
spanisch
,,
v fast wie b.
spanisch
,,
y vor Vokalen wie j deutsch.
spanisch
,,
y vor Konsonanten wie i.
spanisch
,,
z wie c vor e und i.

In den philippinischen Namen ist e von i, o von u kaum zu unterscheiden.

In mehrsilbigen Wörtern ist der Tonfall meist durch einen Accent angedeutet worden.

Erklärung einiger häufig wiederkehrender Fremdwörter.

Abacá = Manila-Hanf, Faser der Musa textilis s. S. 245.

Alkalde, Guvernör einer Provinz s. S. 100 Anm.

Bánca, kleines Boot.

Barangáy, Gruppe von 40 bis 50 Familien unter Verwaltung eines Cabeza s. S. 292.

Bólo, grosses Waldmesser.

Búyo, ein Stück Arecanuss, eingefasst von einem mit gebranntem Kalk bestrichenen zusammengerollten Blatt Betelpfeffer s. S. 126 Anm.

Cabéza, Haupt, Häuptling.

Casa reál, Wohnung des Alkalden oder Guvernörs, auch = Tribunal s. S. 50.

Camóte, süsse Kartoffel, Convolvulus Batatas s. S. 122.

Castíla, werden die Spanier, auch wohl die Europäer im Allgemeinen genannt.

Cimarrón, in Freiheit lebender Eingeborener s. S. 106.

Convénto, Wohnhaus des Pfarrers, nicht Kloster.

Cuadrilléro, Steuersoldat, Polizeisoldat.

dM. = M.

Estánco, Laden in welchem von der Regierung monopolisirte Artikel verkauft werden.

Falúa, Feluke.

Gábi, Caladium sp. div. mit essbaren Knollen.

Gobernadorcíllo (Guvernörchen), Dorfschulze s. S. 189.

Guinára, Gewebe von Abacá.

Haciénda, Landgut, die Finanzverwaltung, der Staatsschatz.

Indier, Indios, werden die Eingeborenen im Allgemeinen, besonders aber die der spanischen Herrschaft unterworfenen im Gegensatz zu den Cimarronen genannt.

L, Légua Wegstunde, (20 = 1° des Aequators).

£, Pfund Sterling.

M, Meile, (15 = 1° des Aequators).

Polísta, Frohnarbeiter.

Pólos, Frohnden s. S. 292.

Puéblo, Ortschaft.

Principalía, inländischer Adel.

R. C., Reál Cédula, Königliches Handbillet.

R. D., Reál Decréto, vom Suverän selbst unterschrieben.

R. O., Reál Órden, nur vom Minister gezeichnet.

Sáya, Frauenrock von der Hüfte zum Knöchel reichend.

Sm., Seemeile (60 = 1° des Aequators).

Súndang, Waldmesser.

Tápis, ein um den oberen Theil der Saya gewundenes Tuch.

Teniénte, Lieutenant.

Tribunál, auch Casa real genannt, Gemeindehaus.

Tribúto, Kopfsteuer.

Túba, gegohrener Palmensaft.

Visíta, Filial einer Pfarre.

Maasse, Gewichte und Münzen.

Seit Januar 1862 gelten in den Philippinen die folgenden Maasse, Gewichte und Münzen.

Längenmaasse:

1 Braza = 1 Doppelvara von Burgos = 1,671 Meter (= 5,3205 Rh.-Fuss)
1 Vara = 1 Vara (Elle) desgl. = 0,835 Meter (= 2,66 Rh.-Fuss)
1 pié = 1 pié (Fuss) desgl. = 0,278 Meter (= 0,89 Rh.-Fuss).

Wegemaasse:

1 Legua (L.) sehr nahe 20,000 piés = 3 Seemeilen (Sm.) 20 L. = 60 Sm. = 15 geogr. oder deutsche Meilen (M.) = 69 engl. Meilen = 111,1 Kilometer.

Feldmaasse:

1 Quiñon, (spr. Kinión) = 10 Balístas = 100 Loánes = 10,000 Brázas cuadrádas = 27949,486 Quadrat-Meter = 2,79495 Hektar. 1 Hektar = 3577,833 Brazas cuadrádas = 0,35778 Quiñones = 3,5778 Balistas = 35,778 Loánes.

Die hier zu Grunde gelegte Braza cuadr. ist die von 4 Varas cuadr. de Burgos. 1 Quiñon = 10,946, also sehr nahe = 11 preuss. Morgen).

Getreidemaasse:

1 Cabán (Caván) = 25 Gántas = 200 Chúpas = 800 Apatánes = 75 Liter = 1,35132 Fanégas de Castilla.

Von 1. Januar 1862 gilt der am 1. Januar 1860 in Manila eingeführte Caban als gesetzliches Maass für alle Provinzen. Er misst genau 75 Liter oder in Form eines Würfels 422 mm. innerer Seite, oder 5990,96 span. Kubikzoll. (Der Caban von 1859 hatte 80,00919 Liter.)

(1 Ganta = 3 Liter, 1 Preuss. Metze = 3 Quart. 1 Ganta verhält sich also zu 1 preuss. Metze (= ​1⁄16​ Scheffel) genau wie 1 Liter zu 1 Quart. 1 Caban = 1,362 Scheffel. 1 Caban Reis wiegt 128 bis 137 Pf. span. = 59 bis 63 Kilogr.

Flüssigkeitsmaasse:

1 Ganta = 8 Chupa = 3 Liter.

Die Tinája (grosser Thonkrug) ist ein willkürliches Maass und bedeutet eine Anzahl Gantas, die in jedem Kontrakte besonders bestimmt wird oder durch Gebrauch feststeht, z. B. 1 Tinája Cocosöl der Laguna = 16 Gantas.

Gewichte:

1 Quintál = 1 Quintál de Castilla = 4 Arróbas = 46,009 Kilogramm.

1 Arroba = 25 Libras (Pfund span.) = 11,502 Kilogr.

1 Libra = 2 Marcos = 0,460 Kilogr. 1 Marco = 8 Onzas = 0,230 Kilogr.

1 Onza = 16 Adarmes = 28,76 Gramm. 1 Adarme = 36 Granos = 1,80 Gramm. 1 Grano = 0,05 Gramm.

Schwere Gewichte.

1 Pico = 10 Chinántas = 100 Cátes = 1600 Tael = 137,500 Libras de Castilla = 63,262 Kilogr. (1 Tael = 22000 Adarmes = 39,539243 Kilogr.)

Der Píco (Pikul) ist kein festes Gewichtsmaass, er variirt selbst in China. In Manila hat sich durch den Gebrauch das Verhältniss 1 Píco = 137,5 Libras de Castilla festgestellt. In den chinesischen Häfen und in Singapore haben die Engländer den Pikul = 133⅓ Pfund engl. eingeführt. 1 Píco von Manila = 140 Pf. engl., 1 Pikul (engl.) = 131,4 Libras de Castilla.

1 (Schiffs)-Tonne, früher = 16 Picos (1012 Kilogramm), jetzt = 1000 Kilogr.; dem Maasse nach = 1 Kubikmeter.

Gewicht für edle Metalle:

1 Tael = 10 Mas = 100 Condrín = 754,75 Granos del Marco de Castilla = 37,68 Gramm.

Münzen:

1 span. Dollar ($) = 2 Escúdos (Esc.) = 5 Pesetas = 8 Réales plata (r.) = 160 Cuartos (cu.) = 100 Centésimos (ce).

Im täglichen Verkehr wird nach Cuartos, im Grosshandel nach Centisimos gerechnet. Der Escudo ist erst seit 1. Juli 1865 für alle amtlichen Rechnungen in Spanien und den Kolonien eingeführt, um die spanische Währung dem Dezimalsystem anzupassen.

(In Spanien wird der Dollar in 20 Reales vellon (rv.) getheilt. 1 Real vellon = 8,5 Cuartos, = 34 Maravedis.)

Die in Manila 1861 errichtete Münze prägt Gold: 4 $, – 2 $, – 1 $-Stücke, Silber: 0,5 $ = 1 Escudo; seit 1866 auch 0,2 $ = 4 rv., — 0,1 $ = 2 rv.

Der Kurs des $ pflegt zwischen 42 und 44 Silbergroschen zu schwanken.

In den spanischen Kolonien bestehn keine Wuchergesetze. Alljährlich wird in Spanien der gesetzliche Zinsfuss für Fälle, wo kein besonderer Zins verabredet worden, festgestellt.