36. Semmel-Porling. Semmelpilz. Eßbar.

36. Semmel-Porling. Semmelpilz. Eßbar.
Polyporus cónfluens Alb. et Schw.

37. Schaf-Porling. Schafeuter. Eßbar.

37. Schaf-Porling. Schafeuter. Eßbar.
Polyporus ovínus Schaeff.


38. Kartoffel-Bovist. Pomeranzen-Härtling. Giftig!
Sclerodérma vulgáre Horn.

Unter Bovist versteht man einen Pilz, der einen vollständig geschlossenen Fruchtkörper darstellt und kugel-, birnen-, knollen- oder kartoffelförmig ist. Im Jugendzustande ist das Innere dieser Pilze immer weiß, markig und derb, im reifen Zustande dagegen mit staubfeinen Sporen ausgefüllt; vollständig reif platzen sie und die Sporen werden vom Winde überallhin zerstäubt. Im Volksmunde sind sie auch unter den Namen Wieseneier, Schafeier, Staubpilze bekannt. Mit Ausnahme des Kartoffel-Bovist sind sie fast alle eßbar.

Der Kartoffel-Bovist gleicht einer Kartoffel, kommt oft nesterweise aus der Erde empor, nur an einem faserartig dünnen Stiele auf der Erde sitzend. Er erlangt bisweilen einen Durchmesser bis zu 7 cm. Die Farbe ist rötlich- oder bräunlichgelb, nach unten gelblichgrün und die Oberfläche ist in kleine Felder zerrissen, die sich warzenartig hervorheben. Das Innere ist anfangs weiß, färbt sich aber später blau, zuletzt blauschwarz.

Der Geruch ist stark aromatisch.

Zeit: Im Spätsommer und Herbst.

Standort: Hauptsächlich in Nadelwäldern auf trockenen, sandigen Stellen, auch an Waldrändern und auf Wiesen.

Wert: Er ist unstreitig giftig. Häufig wird der Kartoffel-Bovist als Trüffel angesehen; letztere wächst aber nur unter der Erdoberfläche. Im Konservenhandel werden diese Härtlinge als „imitierte Trüffeln“ angeboten und zwar von Holland und Frankreich. Man hüte sich vor dieser Fälschung.


39. Schwärzlicher Bovist. Eier-Bovist. Jung eßbar.
Bovísta nigréscens Pers.

Die kugeligen oder eiförmigen Fruchtkörper sind in der Jugend weiß und gleichen ausgewachsen einem Ei oder einem jungen Edelpilze. Die äußere Hülle ist ganz glatt, etwas dicker als Papier, zerreißt aber bei der Reife und zerfällt dann in Lappen. Die innere Haut ist anfangs ebenfalls weiß, wird dann bräunlichschwarz und bekommt in der Mitte ein kleines rundes Loch, aus dem die staubartigen Sporen vom Winde in alle Richtungen zerstreut werden. Das Innere ist in der Jugend reinweiß und färbt sich im Alter schwarzbraun.

Zeit: Im Herbst.

Standort: Auf Wiesen und Triften, besonders Schafhutungen, wächst er oft in Menge.

Wert: Ist im Jugendzustande, solange er innen noch markig und weiß aussieht, eine wohlschmeckende Speise. Läßt sich in diesem Zustande auch sehr leicht trocknen.

38. Kartoffel-Bovist. Pomeranzen-Härtling. Giftig!

38. Kartoffel-Bovist. Pomeranzen-Härtling. Giftig!
Sclerodérma vulgáre Horn.

39. Schwärzlicher Bovist. Eier-Bovist. Jung eßbar.

39. Schwärzlicher Bovist. Eier-Bovist. Jung eßbar.
Bovísta nigréscens Pers.

Verlag von Förster & Borries, Zwickau Sa.

An Naturwahrheit der farbigen Abbildungen unübertroffen, in der textlichen Bearbeitung die neuesten maßgebenden wissenschaftlichen Forschungen berücksichtigend, sind die

Michaelschen Pilzwerke

in folgenden Bearbeitungen erschienen:

Ausgaben in Tafelform

für Schulen als Anschauungs- und Unterrichtsmittel, für Stadtverwaltungen zum öffentlichen Aushang zwecks Verbreitung der Pilzkunde, sowie als Hilfsmittel für die Marktpolizei:

Ausgabe A: Edm. Michael, Unsere wichtigsten heimischen Pilze. 8 Tafeln im Format von 47:64 cm, mit 76 der wichtigsten eßbaren, verdächtigen und giftigen Pilze Mitteleuropas in natürlichen Farben und Größen. Text hierzu in besonderem Heft mit allgemein belehrender Einführung über Pilze und deren Verwertung    M 12,–

Inhalt des Textheftes: Was sind Pilze? Welchen Wert haben die Pilze? Wie werden die Pilze als Speise zubereitet? Wie schützt man sich vor Pilzvergiftungen? Was ist bei Pilzvergiftungen zu tun? Wie kann man Pilze züchten? Wie werden die Pilze eingeteilt? Was ist beim Sammeln der Pilze zu beachten? Praktische Bestimmungstabelle. Deutsches und lateinisches Inhaltsverzeichnis. Ausführliche Beschreibung der auf den 8 Tafeln veranschaulichten 76 Pilzsorten.

Ausgabe D: Edm. Michael, Unsere besten Speise- und Wirtschafts-Pilze, sowie die mit ihnen zu verwechselnden ungenießbaren und giftigen Pilze.

2 Tafeln im Format 54:74 cm, mit 26 Pilzgruppen in natürlichen Farben und Größen    M 3,30

1 Ergänzungstafel hierzu im Format 33:50 cm, mit 6 weiteren wichtigen Pilzsorten    M 0,60

Die Tafeln der Ausgaben A und D werden auf Wunsch gegen Mehrberechnung beleistet oder auf Pappe bezw. Leinwand aufgezogen geliefert.


Ausgaben in Buchform

für Pilzsammler und -Verbraucher, Lehrer, öffentliche Büchereien und die Marktpolizei

(handliches Taschenformat 13:19,5 cm)

Führer für Pilzfreunde

von Edmund Michael

Ausgabe B: 3 Leinenbände mit zusammen 345 Pilzgruppen in natürlichen Farben und Größen, darunter 164 eßbare Sorten.

Band 1 enthält 82 der wichtigsten eßbaren, verdächtigen und giftigen Pilzsorten nebst ausführlichen Beschreibungen und folgendem Text:

Systematisches lateinisch-deutsches Verzeichnis aller 345 Pilzsorten. – Alphabetisches deutsches Verzeichnis der 345 Pilzsorten mit Einschluß der bekanntesten Nebennamen. – Deutsches und lateinisches Namenverzeichnis des ersten Bandes. – Praktische Pilz-Bestimmungstabelle. – Abhandlungen über: Was sind Pilze? Welchen Wert haben die Pilze? Wie werden die Pilze als Speise zubereitet? Wie schützt man sich vor Pilzvergiftungen? Was ist bei Pilzvergiftungen zu tun? Wie kann man Pilze züchten? Wie werden die Pilze eingeteilt? Was ist beim Sammeln der Pilze zu beachten?

Band 2 enthält 124 weitere wichtige Pilzgruppen mit ausführlichem beschreibenden Text und Angaben über die richtige Verwendung der einzelnen Sorten nebst deutschem und lateinischem Namenverzeichnis.

Band 3 enthält 139 weitere wichtige und interessante Pilzgruppen mit ausführlichem beschreibenden Text und Angaben über richtige Verwendung der einzelnen Sorten nebst deutschem und lateinischem Namenverzeichnis.

Jeder Band ist für sich abgeschlossen und einzeln käuflich.

Preis jeden Bandes M 7,50.

Ausgabe C: Volksausgabe, mit 39 der wichtigsten eßbaren und giftigen Pilze in natürlichen Farben und Größen.    Preis kartoniert M 2,–

Inhalt: Deutsches und lateinisches Namenverzeichnis. Abhandlungen über: Welchen Wert haben die Pilze? Wie werden die Pilze als Speise zubereitet? Wie schützt man sich vor Pilzvergiftungen? Was ist bei Pilzvergiftungen zu tun? Was ist beim Sammeln der Pilze zu beachten? Ausführlicher beschreibender Text zu den Abbildungen.


Zum Massenverkauf auf Pilzausstellungen bestens geeignet!

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Ein Ratgeber für Pilzsammler und Pilzverbraucher. Mit farbiger Abbildung des Knollenblätterpilzes in natürlicher Größe    Preis 30 Pf.

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Geheimrat Prof. Dr. Klein schreibt in der „Fauna“: „Wir haben mit Genuß die erläuternden Kapitel über Bau und Leben der Mollusken, sowie über das Sammeln und Aufbewahren derselben gelesen und überall weitgehende Sachkenntnis und große Liebe zum Gegenstand wahrgenommen. Die Bestimmungstabellen lassen keine bei uns jetzt beschriebene Art vermissen und sind, was sehr zu begrüßen ist, nach dichotomischem Schema angelegt, wie die vielbenutzten Bücher von Professor Otto Wünsche, dem das Werkchen gewidmet ist. Einige Stichproben haben uns überzeugt, daß auch die Bestimmung schwieriger Familien vom Anfänger ohne allzu große Mühe zu bewältigen ist. Wer also auszieht, um Schnecken und Muscheln zu studieren und zu beobachten, der vergesse nicht, die Lehmann'sche Anleitung einzustecken, sie wird ihm prächtige Dienste leisten.“


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Die Zeitschrift „Stein der Weisen“ urteilt: „Ein sehr reichhaltiges, über 700 Seiten umfassendes Buch, das jedem Pflanzenfreunde von größtem Nutzen sein wird. Als Nachschlagebuch, auf jede Frage eine prompte Antwort gebend, ist es, wie wir uns selbst überzeugten, ein ausgezeichneter Behelf.“


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Ausführliche Beschreibung und Preisliste unentgeltlich.

J. Weck*Öflingen S. 8
G. m. b. H.(Baden)

Anmerkungen zur Transkription:

S. 8: „J. B. v. Albertini, 1769–1834“ wurde geändert in „J. B. v. Albertini, 1769–1831“ (vgl. Wikipedia)
S. 8: „Bedeutender Mykologe“ wurde geändert in „bedeutender Mykologe“
S. 8: „Olaf Swartz, 1760–1870“ wurde geändert in „Olof Swartz, 1760–1818“ (vgl. Wikipedia)
S. 9: „Dr. J. Zeller“ könnte, wegen der Buchstabengleichheit von I und J im Frakturdruck, auch „Dr. I. Zeller“ heißen
S. 15: „Apfeln“ wurde geändert in „Äpfeln“
S. 17: „Lorbeebätter“ wurde geändert in „Lorbeerblätter“
S. 18: „Erdgeruch und Geschmack“ wurde geändert in „Erdgeruch und -geschmack“
Nr. 4: „derbe Aste“ wurde geändert in „derbe Äste“
Nr. 6: „walziger Aste“ wurde geändert in „walziger Äste“; „das der Aste“ wurde geändert in „das der Äste“
Nr. 31: Nach „entfernt werden“ wurde ein Punkt ergänzt
Nr. 37: „Der daumdicke Stiel“ wurde geändert in „Der daumendicke Stiel“

Das Verzeichnis der Abbildungen wurde zusätzlich erstellt und eingefügt.