Ausschnitte aus der Geologischen Spezialkarte des Großherzogtums Baden, herausgegeben von der Großh. Badischen Geologischen Landesanstalt, Blatt 32 (Neckargemünd). Maßstab von Fig. 1 1:50000, Fig. 2 1:25000.

Erläuterung der Signaturen[XLIII.]:

a, Jüngste Anschwemmungen der Haupt- und Nebentäler (Mergel, Lehm, Sand) Jüngste Bildungen.
dol, Verschwemmter Löß des Gehänges Jungdiluviale Aufschüttungen.
dlo, Jüngerer Löß  
dle, Jüngerer Lößlehm  
dla, Älterer Lößlehm Mitteldiluviale Aufschüttungen.
dlu, Älterer Löß  
dme, Sande und Kiese des Elsenzgebietes  
dun, (großpunktiert) Sande von Mauer (alte Neckarkiese und Sande) Altdiluviale Aufschüttungen.
du, Höchstgelegene Buntsandsteinschotter
km1, Gipskeuper Mittlerer (bunter) Keuper.
ku3, Obere Dolomite und Tone  
ku2, Sandstein Unterer (grauer) Keuper, Lettenkohlengruppe.
ku1, Untere Dolomite, Kalke und Schiefertone  
mo2, Nodosuskalk Oberer (Haupt-) Muschelkalk.
mo1, Trochitenkalk
mm, Dolomit, Zellenkalk und Mergel Mittlerer Muschelkalk.
mu3, Schichten der Myophoria orbicularis, oberer Wellenkalk  
mu2, Bank mit Spiriferina fragilis und hirsuta im Wellenkalk Unterer Muschelkalk.
mu1, Wellendolomit  
So, Plattensandsteine einschließlich Röt Oberer Buntsandstein.
Sm, (eng schraffiert) Oberer Conglomerathorizont und hangende Schichten  
Sm, (mit kleinen Kreisen) Horizont des Kugelsandsteines und geröllfreier Hauptbuntsandstein Mittlerer Buntsandstein.
Sm, (weit schraffiert) Pseudomorphosensandstein  

Fußnote:

[XLIII.]Auf Fig. 1 nur mit einem Vergrößerungsglase lesbar.

siehe Bildunterschrift

TAFEL I.


Tafel II.

Lageplan und photographische Abbildung
der Sandgrube.


Tafel II.

Fig. 3. Lageplan über den Fundort des menschlichen Unterkiefers im Gewann Grafenrain, Grundstück No. 789, Gemarkung Mauer, Amtsbezirk Heidelberg. Maßstab 1:3000.
Fig. 4. Photographische Aufnahme der Nord 26 West gerichteten Wand der Sandgrube im Grafenrain. Der menschliche Unterkiefer wurde an der mit einem × bezeichneten Stelle 24,10 m unter der Oberkante gefunden.

siehe Bildunterschrift

TAFEL II.


Tafel III.

Geologisches Profil der Sandgrube.


Tafel III.

Fig. 5. Geologisches Profil der Sandgrube im Grafenrain, Gemarkung Mauer, Amtsbezirk Heidelberg.

Die Fundstelle des menschlichen Unterkiefers in der Schicht 4 24,10 m unter der Oberkante und 0,87 m über der Grubensohle, ist mit einem × bezeichnet.

siehe Bildunterschrift

TAFEL III.


Tafel IV.

Elephas antiquus Falc. adult.


Tafel IV.

Fig. 6. Mesialer Teil der linken Unterkieferhälfte von Elephas antiquus Falc. Während der erste Molar die typisch rautenförmigen Schmelzfiguren der Kaufläche erkennen läßt, steckt der zweite zum Teil noch in der Alveole. (Geologisch-paläontolog. Institut der Univ. Heidelberg.)
Fig. 7. Schädelfragment nebst Unterkiefer von Elephas antiquus Falc., von dem in Fig. 8 die Kaufläche des oberen zweiten Molaren nebst Rest des ersten und in Fig. 9 die Kaufläche des zweiten unteren Molaren nebst Rest des ersten abgebildet ist. Nur der linke Incisivus gelangte bei diesem Individuum zur Ausbildung; der rechte ist sehr früh ausgefallen. (Zoolog. Institut der Univ. Heidelberg.)

Größe von Fig. 7 etwa 115, die übrigen etwa halbe Größe. Genauere Maße sind im Text angegeben.

siehe Bildunterschrift

TAFEL IV.


Tafel V.

Elephas antiquus Falc. juv.


Tafel V.

Fig. 10. Oberkieferfragment eines sehr jungen Elephas antiquus Falc. mit zwei Milchmolaren (D 1 u. 2) auf jeder Seite. Von D 2 zeigen nur die mesialen Querjoche Schmelzfiguren, während die distalen noch nicht abgenutzt sind. Maßstab ⅔ nat. Gr. (Geologisch-paläontolog. Institut der Univ. Heidelberg.)

siehe Bildunterschrift

TAFEL V.


Tafel VI.

Mandibula des Homo Heidelbergensis
in zwei Hälften getrennt,
wie sie aufgefunden wurde.


Tafel VI.

Fig. 11 u. 14. Die linke Hälfte des Unterkiefers des Homo Heidelbergensis in lateraler und medialer Ansicht. Auf den Prämolaren sowie auf M 1 u. 2 liegt, fest mit dem Sande verbunden, ein 60 mm langes und etwa 40 mm breites Kalksteingeröll, dessen Oberfläche in derselben Weise wie der Knochen durch dendritische Eisen-Manganverbindungen gefleckt ist.
Fig. 12 u. 13. Die rechte Hälfte des Unterkiefers in lateraler und medialer Ansicht. An den Zähnen sitzen dicke verfestigte Krusten von typischem, ziemlich grobem „Mauerer-Sande“. Die Verkittung ist durch kohlensauren Kalk erfolgt.

Sämtliche Figuren in annähernd natürlicher Größe. Die genauen Maße sind im Text angegeben.

siehe Bildunterschrift

TAFEL VI.


Tafel VII.

Mandibula des Homo Heidelbergensis
in zwei Hälften getrennt, nach Entfernung
des mit dem Kiefer verkittet gewesenen
Kalksteingerölles und Sandes.


Tafel VII.

Fig. 15 u. 16. Die rechte Hälfte des Unterkiefers des Homo Heidelbergensis in lateraler und medialer Ansicht nach Entfernung des mit ihm verkittet gewesenen Sandes.
Fig. 17 u. 18. Die linke Hälfte des Unterkiefers in medialer und lateraler Ansicht nach Entfernung des mit ihm verkittet gewesenen Kalkgerölles und Sandes. Die dabei abgelösten Zahnkronen der beiden Prämolaren und von M 1 u. 2 sind auf Taf. VIII, Fig. 28–31 abgebildet.

Sämtliche Figuren in annähernd natürlicher Größe. Die genauen Maße sind im Text angegeben.

siehe Bildunterschrift

TAFEL VII.


Tafel VIII.

Mandibula des Homo Heidelbergensis
in seitlicher Ansicht.

Querschnitt besagter Mandibula und derjenigen
eines recenten Europäers in der Medianebene.

Zahnbogen des Fossils von oben gesehen
und einzelne Zähne.


Tafel VIII.

Fig. 19. Der in der Symphyse zusammengesetzte Unterkiefer des Homo Heidelbergensis in lateraler Ansicht.
  Das Original ist im Besitz des Geologisch-paläontologischen Institutes der Universität Heidelberg.
Fig. 20. Querschnitt des Unterkiefers in der Medianlinie. Die mediane Verbindung der beiden Hälften war aufgehoben.
Fig. 21. Querschnitt des Unterkiefers eines recenten Europäers in der Medianlinie.
Fig. 22. Rechte Zahnreihe des Homo Heidelbergensis von oben gesehen: J 1 ist herausgenommen, J 2 an der Wurzel abgebrochen (vgl. Fig. 25 u. 24). In situ befinden sich: C, P 1 u. 2, M 1–3.
Fig. 23. Linke Zahnreihe von oben gesehen: J 1 ist an der Wurzel abgebrochen, von J 2 ist die vordere Hälfte der Krone abgebrochen (vgl. Fig. 26 u. 27). C ist in situ. Von P 1 u. 2, sowie von M 1 u. 2 sind die Kronen abgebrochen (vgl. Fig. 28–31). M 3 ist in situ.
Fig. 24 a u. b = J 2 dext. an der Wurzel abgebrochen, Vorder- und Seitenansicht.
Fig. 25 a u. b = J 1 dext., Vorder- und Seitenansicht.
Fig. 26 a u. b = J 1 sin. an der Wurzel abgebrochen, Vorder- und Seitenansicht.
Fig. 27 = J 2 sin. vordere Hälfte der Krone.
Fig. 28 a u. b = P 1 sin. die Krone von oben und von unten gesehen.
Fig. 29 a u. b = P 2 sin. die Krone von oben und von unten gesehen.
Fig. 30 a u. b = M 1 sin. die Krone von oben und von unten gesehen.
Fig. 31 a u. b = M 2 sin. die Krone von oben und von unten gesehen.

Alles in annähernd natürlicher Größe. Die genauen Maße sind im Text (Anhang I) angegeben.

Die Gestalt des Zahnbogens ist aus Fig. 41 u. 42, Taf. X ersichtlich.

siehe Bildunterschrift

TAFEL VIII.


Tafel IX.

Röntgenbilder.


Tafel IX.

Fig. 32. Röntgenbild der rechten Hälfte des Unterkiefers des Homo Heidelbergensis.
Fig. 33. Die drei Molaren derselben Hälfte in anderer Aufnahme, welche die Wurzelspitzen namentlich des dritten Molaren besser erkennen läßt.
Fig. 34 a u. b J 2 derselben Hälfte in Vorder- und Seitenansicht.
Fig. 35. J 1 derselben Hälfte in Vorder- und Seitenansicht.
Fig. 36. Röntgenbild der linken Hälfte des Unterkiefers des Homo Heidelbergensis.
Fig. 37. Die drei Molaren derselben Hälfte in anderer Aufnahme.
Fig. 38 a u. b J 1 derselben Hälfte in Vorder- und Seitenansicht.
Fig. 39 u. 40. Röntgenbild der rechten und linken Hälfte des Unterkiefers eines recenten Europäers, der annähernd dasselbe Lebensalter erreicht hat, wie der Homo Heidelbergensis.

Diese Bilder wurden mit dem Röntgenapparate des zahnärztlichen Institutes der Universität Heidelberg unter gütiger Mitwirkung des Herrn Professor Port hergestellt.

siehe Bildunterschrift

TAFEL IX.


Tafel X.

Die Mandibula des Homo Heidelbergensis
von oben und unten gesehen
zur Veranschaulichung des Zahnbogens.


Tafel X.

Fig. 41 u. 42. Der Unterkiefer des Homo Heidelbergensis von oben und unten gesehen zur Veranschaulichung des Zahnbogens. Beide Figuren in ungefährer natürlicher Größe. Den im Text enthaltenen genauen Maßen seien noch folgende hinzugefügt:
1. Entfernung der Berührungsstelle der mittleren Incisivi
  a) von der distalen Seite des dritten Molaren rechts 65 mm, links 64 mm,
  b) von dem distalen Ende des Condylus rechts 130,4 mm, links 127 mm.
2. Entfernung der Außenränder des zweiten Molaren 66,5 mm.
3. Entfernung der beiden Condyli voneinander innen gemessen 86 mm, außen gemessen 131,6 mm.

Man vergleiche auch die Horizontalkurven in Fig. 47, Taf. XIII.

siehe Bildunterschrift

TAFEL X.


Tafel XI.

Diagraphische Profilkurven der Unterkiefer
des Homo Heidelbergensis, eines recenten
Europäers und eines afrikanischen Negers.


Tafel XI.

Fig. 43. Homo Heidelbergensis. Profilprojektion der Mandibula: aa = Horizontalstellung der Alveolarebene. BB = Basaltangente. RR = Ramustangente. CC = Condylocoronoidtangente. ι = Inzision. ιμ = Inzisionvertikale. μ = Schnittpunkt derselben mit der Basaltangente. pp = Postmolarvertikale. vv = Coronoidvertikale. f = Lage des Foramen mentale. cm = Lage des Foramen mandibulare. sl = Lage der Fossa sublingualis.
Fig. 44. ─── Homo Heidelbergensis. ┈┈┈ Recenter Europäer (B.A.C. 390). - - - Afrikan. Neger (B. N. C. 20).

siehe Bildunterschrift

TAFEL XI.


Tafel XII.

Diagraphische Profilkurven der Unterkiefer
des Homo Heidelbergensis, eines Australiers,
eines Dajak und von Anthropoiden.


Tafel XII.

Fig. 45. ─── Homo Heidelbergensis. - - - Australier-Melville Island (K. 80). ┈┈┈ Dajak (B. N. C. 104).
Fig. 46. ─── Homo Heidelbergensis. ┈┈┈ Hylobates syndactylus. Hylobates lar. - - - Gorilla ♀ (B.). _._._. Orang ♂ (B.).

siehe Bildunterschrift

TAFEL XII.


Tafel XIII.

Diagraphische Horizontalkurven
des Unterkiefers vom Homo Heidelbergensis
und vergleichende Mediankurven
der Symphyse.


Tafel XIII.

Fig. 47. Homo Heidelbergensis. Horizontal-Kurven.
  I ┈┈┈ durch den Alveolarrand: a = Grenze zwischen Caninus und Prämolaren.
      b = Grenze zwischen Prämolaren und Molaren.
  II ─── durch die Foramina mentalia, die mit f bezeichnet sind.
  III - - - dicht über dem Basalrand; bei x defekte Stelle.
Fig. 48. Vergleichende Projektion der Mediankurven-Diagramme der Symphyse (— Homo Heidelbergensis). Gemeinsame Einstellung auf Inzision und Alveolarhorizont.

siehe Bildunterschrift

TAFEL XIII.