Die

Funktionsprüfung des Darmes mittelst der Probekost,

ihre Anwendung in der ärztlichen Praxis
und ihre diagnostischen und therapeutischen Ergebnisse.

Von
Professor Dr. Adolf Schmidt,
Oberarzt am Stadtkrankenhause Friedrichstadt in Dresden.

Mit einer Tafel. — Preis Mk. 2.40.


Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis.

Vorwort. — I. Die Funktionsprüfung des Darmes. — II. Die Probekost. — III. Die Stuhluntersuchung. A. Makroskopische Untersuchung. B. Mikroskopische Untersuchung. C. Die chemische Untersuchung. D. Die bakteriologische Untersuchung der Fäzes. — IV. Die simeotische Bedeutung der pathologischen Fäzesbefunde. 1. Der Schleim. 2. Unveränderte Gallenfarbstoffe (Bilirubin) und Schwankungen des Hydrobilirubingehaltes. 3. Ungenügende Fettverdauung. 4. Fleischreste. 5. Kohlenhydratreste (Gärungs-resp. Brütschrankprobe). 6. Verhältnis der Gärung zur Fäulnis. — V. Rückblick auf weitere Aufgaben der Funktionsprüfung. — VI. Darmstörungen seitens des Magens, der Leber und des Pankreas. A. Gastrogene Darmstörungen. B. Hepatogene Darmstörungen. C. Pankreatogene Darmstörungen. — VI. Selbständige Darmstörungen. 1. Organische Erkrankungen. A. Geschwüre. B. Katarrhe. C. Darmatropie. 2. Funktionelle Erkrankungen. A. Sekretorische Störungen. B. Resorptionsstörungen. C. Motorische Störungen. (Tormina intestinorum, Nervöse Diarrhöe, Habituelle Obstipation.) Literaturverzeichnis.


 

Die Fettleibigkeit (Korpulenz) und ihre Behandlung

nach physiologischen Grundsätzen.

Von
Dr. Wilhelm Ebstein,

Geheimer Medizinalrat, o. ö. Professor der Medizin und Direktor der medizinischen Klinik und Poliklinik in Göttingen.

Achte, sehr vermehrte Auflage.

Preis M. 3.60, geb. M. 4.60.

[Seite h] Verlag von J. F. Bergmann in Wiesbaden.



 

Grenzfragen
des
Nerven- und Seelenlebens.

Im Vereine mit hervorragenden Fachmännern des In- und Auslandes
herausgegeben von

Dr. L. LOEWENFELD und Dr. H. KURELLA
IN MÜNCHEN.   IN BRESLAU.
I.   Somnambulismus und Spiritismus. Von Dr. med. Löwenfeld in München.   M. 1.—
II. Funktionelle und organische Nervenkrankheiten. Von Prof. Dr. H. Obersteiner in Wien. M. 1.—
III. Ueber Entartung. Von Dr. P. J. Möbius in Leipzig. M. 1.—
IV. Die normalen Schwankungen der Seelentätigkeiten. Von Dr. J. Finzi in Florenz, übersetzt von Dr. E. Jentsch in Breslau. M. 1.—
V. Abnorme Charaktere. Von Dr. J. L. A. Koch in Cannstatt. M. 1.—
VI/VII. Wahnideen im Völkerleben. Von Dr. M. Friedmann in Mannheim. M. 2.—
VIII. Ueber den Traum. Von Dr. S. Freud in Wien. M. 1.—
IX. Das Selbstbewusstsein, Empfindung und Gefühl. Von Prof. Dr. Th. Lipps in München. M. 1.—
X. Muskelfunktion und Bewusstsein. Eine Studie zum Mechanismus der Wahrnehmungen. Von Dr. E. Storch in Breslau. M. 1.20
XI. Die Grosshirnrinde als Organ der Seele. Von Prof. Dr. Adamkiewicz in Wien. M. 2.—
XII. Wirtschaft und Mode. Von W. Sombart, Breslau. M. —.80
XIII. Der Zusammenhang von Leib und Seele das Grundproblem der Psychologie. Von Prof. W. Schuppe in Greifswald. M. 1.60
XIV. Die Freiheit des Willens vom Standpunkte der Psychopathologie. Von Professor Dr. A. Hoche in Strassburg. M. 1.—
XV. Die Laune. Eine ärztlich-psychologische Studie. Von Dr. Ernst Jentsch in Breslau. M. 1.20
XVI. Die Energie des lebenden Organismus und ihre psycho-biologische Bedeutung. Von Prof. Dr. W. v. Bechterew in St. Petersburg. M. 3.—
XVII. Ueber das Pathologische bei Nietzsche. Von Dr. med. P. J. Möbius, Leipzig. M. 2.80
XVIII. Ueber die sogen. Moral insanity. Von Med.-Rat Dr. Naecke in Hubertusburg. M. 1.60
XIX. Sadismus und Masochismus. Von Geh. Med.-Rat Prof. Dr. A. Eulenburg in Berlin. M. 2.—
XX. Sinnesgenüsse und Kunstgenuss. Von Prof. Karl Lange in Kopenhagen. Nach seinem Tode herausgegeben von Dr. Hans Kurella in Breslau. M. 2.—
XXI. Ueber die geniale Geistestätigkeit mit besonderer Berücksichtigung des Genies für bildende Kunst. Von Dr. L. Löwenfeld in München. M. 2.80
XXII. Psychiatrie und Dichtkunst. Von Dr. G. Wolff in Basel. M. 1.—
XXIII. „Bewusstsein — Gefühl“. Eine psycho-physiologische Untersuchung. Von Prof. Dr. Oppenheimer, Heidelberg. M. 1.80
XXIV. Beiträge zur Psychologie des Pessimismus. Von Dr. A. Kowalewski in Königsberg (O.-P.). M. 2.80
XXV. Der Einfluss des Alkohols auf das Nerven- und Seelenleben. Von Dr. E. Hirt in München. M. 1.60
XXVI. Berufswahl und Nervenleiden. Von Prof. Dr. A. Hoffmann in Düsseldorf. M. —.80
XXVII. Individuelle Geistesentartung und Geistesstörung. Von Direktor Dr. Th. Tiling. M. 1.60
XXVIII. Hypnose und Kunst. Von Dr. L. Löwenfeld in München. M. —.80
XXIX. Musik und Nerven. Von Dr. Ernst Jentsch in Breslau. M. 1.—
XXX. Übung und Gedächtnis. Von Dr. med. Semi Meyer in Danzig. M. 1.30

 


Druck der Kgl. Universitätsdruckerei von H. Stürtz in Würzburg.

Fußnoten:

1 Anmerkung des Herausgebers. Die Publikationen des verstorbenen Dr. O. Weininger erregten alsbald nach deren Erscheinen meine Aufmerksamkeit, und ihr Inhalt liess mir keinen Zweifel, dass dieselben unter dem Einflusse eines krankhaften Geisteszustandes entstanden waren. Von welcher Art dieser war, ergab sich jedoch nicht ohne Weiteres, und so beschloss ich, den Fall O. Weininger eingehender zu studieren und das Ergebnis in den „Grenzfragen“ zu veröffentlichen. Dieser Entschluss veranlasste mich zunächst, biographisches Material über den Verstorbenen zu sammeln, und ich fand bei diesem Bemühen bei dem Vater O. Weiningers das freundlichste und vertrauenvollste Entgegenkommen, wofür ich ihm auch an dieser Stelle meinen Dank ausspreche.

Anderweitige Obliegenheiten verhinderten mich jedoch an der Fortführung der geplanten Arbeit. Als ich in der Folge aus der Münchener medizinischen Wochenschrift ersah, dass mein Münchener Kollege Dr. Probst für die Jahresversammlung der bayerischen Irrenärzte in Ansbach einen Vortrag über O. Weininger angekündigt hatte, setzte ich mich mit demselben in Verbindung und überliess ihm das gesamte von mir gesammelte biographische Material, soweit ich über dasselbe zu verfügen berechtigt war, zur Verwertung für die vorliegende Arbeit.

 L. Loewenfeld.

2 Halle. Bei Marhold 1904. Zuerst im Druck erschienen November 1903, dann auf die Nachricht vom Tode Weiningers von Moebius selbst unterdrückt und erst später doch herausgegeben in der richtigen Erwägung, dass es nun erst recht nötig sei, das schlechte Buch zu bekämpfen. Es ist sehr komisch, zu sehen, wie auf Grund dieser Broschüre die „Freunde“ über Moebius herziehen, während doch aus dem Schriftchen unverkennbar hervorgeht, dass dieser sogar ein gewisses Faible für Weininger hatte.

3 Da sich unsere Sammlung an breitere Schichten wendet, so haben wir auf wörtliche Wiedergabe besonders schamloser Stellen verzichtet. D. H.

4 Diese Stelle führe ich, vielleicht irrtümlich, auf Chamberlain Grundlagen I, 133 zurück, wo von Familie als ursprünglichem Matriarchat die Rede ist.

5 Letzte Dinge 180.

6 Moebius spricht schon: „Die Geschichte macht den Eindruck einer hysterischen Kontrefaçon“ („Geschlecht und Unbescheidenheit“ p. 28).

7 Eigentlich ist das dreimalige Bellen das Auffallende; bei dem so fein organisierten Geruchsinn der Hunde wäre es nicht unmöglich, dass sie den Todeskampf z. B. ihres Herren witterten und diesem Gefühl durch jämmerliches Geheul Ausdruck gäben.

 

Anmerkungen zur Transkription:

Einige Ausdrücke wurden in beiden Schreibweisen übernommen:

Der Text der zur Transkription herangezogenen Ausgabe wurde in Hinblick auf Unregelmäßigkeiten in der Zeichensetzung und Rechtschreibung dem Original getreu übertragen. Folgende offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert: